Schon als kleines Mädchen träumte Pia von der sagenumwobenen Stadt MUC, die irgendwo nördlich ihres abgeschiedenen Alpendorfes liegen soll. Jetzt, als Erwachsene, erträgt sie die Enge und Borniertheit ihrer Heimat nicht mehr und macht sich auf den Weg in die legendäre Stadt. Doch die dschungelartige Wildnis, in die sich das Alpenvorland nach der großen Katastrophe vor 100 Jahren verwandelt hat, ist gefährlich. Und auch MUC selbst entpuppt sich nicht als das Paradies, das Pia sich vorgestellt hat.
Anna Mocikat is a successful Cyberpunk and Space Opera author. She was born in Warsaw, Poland, but spent most of her life in Germany where she attended film school, worked as a screenwriter and a game writer for several years. Her "MUC" novels have been nominated for the most prestigious awards for Fantasy and science fiction in Germany. In 2016 Anna moved to the USA where she continued her writing career. "Shadow City" was her debut in English in 2019. Since then she also published the "Behind Blue Eyes" series, the "Cyber Squad" series, the "Nephilim" series as well as "Space Punks" and "Neon Nights."
2120 – 100 Jahre nach dem großen Sterben, bei der fast die gesamte Menschheit ausgerottet wurde und nur rothaarige Menschen überlebten, liegt die Welt in Trümmern. Pia, die schon seit ihrer Kindheit von der sagenumwobenen Stadt MUC träumt, die nördlich von ihrem abgeschiedenen Alpendorf liegen soll, flieht nun als Erwachsene aus der Enge und den Vorurteilen ihrer Heimat und macht sich auf ihren Bruder zu suchen, der schon vor Jahren nach MUC gegangen ist. Dabei muss sie sich durch einen Wildnis kämpfen, in die sich das Alpenvorland seit der großen Katastrophe vor 100 Jahren entwickelt hat. Der Weg nach MUC ist sehr gefährlich und auch die Stadt selbst ist nicht das Paradies, sondern es herrscht eine gnadenlose Diktatur und Pia muss nun für sich entscheiden wo und wie sie in dieser Stadt leben will…
MUC ist der erste Teil der München 2120-Reihe von Anna Mocikat.
Die Thematik hinter der Geschichte wie z. B. die Diktatur, Immigration, welches Leben mehr wert ist, die Unterdrückung von freiem Denken und Handeln, fand ich eigentlich interessant, leider konnte mich aber weder die Protagonistin noch die Geschichte selbst wirklich für sich einnehmen.
Pia ist etwas außergewöhnliches, denn sie hat schwarze Haare, in einer Welt in der eigentlich nur rothaarige Menschen überlebt haben. Dieser Umstand, wie auch ihr Erstaunen über diese neue Welt wird immer wieder mit ähnlich lautenden Sätzen thematisiert, was nach der dritten gefühlten Wiederholung mich doch ein wenig nervte. Auch die Ereignisse während ihrer Reise nach MUC und die Gestaltung der Begebenheiten waren nicht wirklich was Neues oder Besonderes, sondern fühlte sich an wie schon oftmals gelesen oder auch gesehen. Und zu meinem Leidwesen durfte natürlich auch eine Liebesgeschichte nicht fehlen. Hier zog sie sich über etliche Seiten, bei der Pias ganzes Denken und Handeln nur davon bestimmt wurde, und alles andere massiv in den Hintergrund drängte und sich alles nur noch darum drehte.
Ein wirkliches Spannungsgefühl baute sich bei mir erst zum Ende hin auf, hier kam es zu einer überraschenden Entwicklung, die mir gut gefallen hat, bis dahin plättschert die Geschichte für mich eigentlich mehr vor sich hin, war in ihrem Ablauf oftmals vorhersehbar und kam nur schleppend vorwärts.
Mein Fazit: Leider nicht das richtige Buch für mich. Eine zu vorhersehbare Geschichte mit einer naiven Protagonistin, gefühlten Wiederholungen und einer Liebesgeschichte, die mich nicht überzeugen konnten.
Für mich liest sich das Buch wie der Aufschrieb einer Rollenspielkampagne, deren Setting eine Mischung aus "Die Klapperschlange" und "Mad Max" in Bayern ist. Ich fand es eher anstrengend als anregend. Vieles ist unplausibel, und die Figuren lassen mich kalt. Insgesamt Zeitverschwendung.
3 Sterne. Es gab zum Ende hin doch noch ein wenig Action, sodass ich da doch schneller durch die Seiten gekommen bin. Zwischendurch hatte mich die Leselust aber fast verlassen, weshalb ich doch zu Sternenabzug komme.
"Du kannst nicht wahrhaftig leben, wenn du die ganze Zeit darüber grübelst, was morgen sein könnte." S. 195
Zum Inhalt
Pia ist 20 Jahre alt, als sie beschließt, den provinziellen Regeln des kleinen Dorfes in den Alpen zu entfliehen. Sie hatte es noch nie leicht dort, denn die Dörfler sind abergläubisch und halten sie für eine "Unreine", weil sie die einzige ist, die schwarze Haare hat. Nach dem großen Sterben vor 100 Jahren hat nur ein Bruchteil der Menschen überlebt und alle, die es überstanden haben, sind rothaarig.
Ohne Abschied macht sie sich heimlich auf den Weg, nur mit dem Nötigsten im Rucksack und einer großen Hoffnung im Gepäck: ihren Bruder Paul zu finden. Vor fünf Jahren ist er nach MUC aufgebrochen, die Stadt München südlich der Alpen und Pia ist fest entschlossen, ihn zu finden. Doch der Weg ist nicht so einfach, wie sie es sich vorgestellt hat und den Menschen, denen sie begegnet, ist nicht zu trauen...
Meine Meinung
Mich hat vor allem als erstes das Cover angezogen, das ich sehr gelungen finde und natürlich die Stadt München, um die es hier geht - meine Heimatstadt. 100 Jahre in der Zukunft nach einem schrecklichen "großen Sterben" der Menschheit: wie wird das Überleben aussehen, was wird von der Stadt noch übrig sein?
Ich muss sagen, dass ich ein bisschen enttäuscht bin. Ich hatte mir irgendwie mehr erhofft - mehr von den Menschen, mehr von München, mehr von der Stimmung in dieser postapokyptischen Welt ... einfach mehr von allem. Der Weg, den Pia von den Alpen bis MUC bewältigen muss, zieht sich doch etwas länger hin, als ich erwartet hatte. Die Schreibweise der Autorin ist recht einfach gehalten und beschreibt sehr gut die Umwelt und die äußeren Umstände, aber es fehlt mir doch etwas an Tiefe. Es ist durchgehend flüssig zu lesen, aber irgendwie unspektakulär und es fehlt an Spannung. Das ganze wirkte eher wie ein Kinder-/Jugendbuch in seiner schlichten Art und einige Zusammenhänge waren unglaubwürdig, da die Hintergründe gefehlt haben. Auch wiederholt sich meiner Meinung nach zu viel in den Gedanken von Pia und in den Beschreibungen - mich konnte die Handlung leider nicht wirklich überzeugen.
Die Charaktere waren interessant, aber hier wurde auch nur an der Oberfläche gekratzt. Ich konnte zwar jeden gut einschätzen, aber es fehlten die Ecken und Kanten der Figuren, sie waren mir zu glatt und zu schnell durchschaubar.
Über München gab es ein paar Hinweise auf Gebäude, die Gesellschaftsordnung wurde beschrieben, der Raubbau der Menschen mit der Natur angesprochen - aber wie gesagt, es waren mir definitiv zu wenig Hintergründe, so dass auch keine packende Atmosphäre aufkam, die mich näher an die Handlung herangebracht hätte. Alles ging den Figuren viel zu leicht von der Hand und einige Entwicklungen hätte man noch besser ausbauen können.
Fazit
Eine unterhaltsame Geschichte für Zwischendurch ohne zuviel Anspruch, mit netten Charakteren und einer überraschenden Handlung, die ich völlig anders erwartet hatte. Im Mittelpunkt stand immer die junge Pia, was alles andere leider in den Hintergrund gerückt hat.
Wenn durch einen tödlichen Virus nur noch 2 % der Weltbevölkerung übrig bleiben, ist es plötzlich ganz schön ruhig in unserer lauten Welt. Und der Verfall setzt ein. Strukturen zerbrechen, Erlerntes gerät in Vergessenheit. Nach 100 Jahren werden die meisten Errungenschaften, für die wir uns heute feiern, kaum noch mehr als eine Legende sein. Und übrig bleiben Städte wie „MUC“.
Das Debüt von Anna Mocikat trägt diesen klingenden Namen als Titel: MUC, das ist die Stadt München, München im Jahre 2120. Rund einhundert Jahre nach unserer Zeit und einhundert Jahre nach dem großen Sterben, dem fast die gesamte Menschheit zum Opfer gefallen ist. Die wenigen Überlebenden haben sich in kleinen Enklaven zusammengefunden und führen wieder ein Leben wie im Mittelalter. Und das in der Zukunft.
Und da ist auch schon der erste Punkt, der mir an „MUC“ so unglaublich gut gefallen hat. Heute, in unserer technisierten Welt malen wir von der Zukunft ein sehr futuristisches Bild, eines in glänzendem Silber und hellem Licht, eines mit noch mehr Technik, noch mehr Maschinen, noch mehr Möglichkeiten. Doch was, wenn in unserer Zukunft kein Fortschritt, sondern ein Rückschritt liegt?
Und zwar ein gewaltiger, nicht nur technisch gesehen, sondern vor allem gesellschaftlich. Diese Idee fängt Anna Mocikat in ihrem Roman „MUC“ ganz wunderbar ein und hat mich damit für die Geschichte begeistern können. Sie entwirft das Bild von einer Zukunft, in der die Menschen wieder leben wie vor vielen Jahrhunderten. Von der globalen Vernetzung ist nichts übrig geblieben, die hochindustrialisierte Welt existiert nicht mehr, ja nicht einmal mehr ein Schatten von ihr. All die gefeierten Errungenschaften unserer Zeit, wertlos und gefährlich geworden in einer Welt, in der viel Wissen verloren gegangen ist, viele Werte und Erkenntnisse der Unwissenheit gewichen sind und die Menschen rund 600 Jahre ihrer Entwicklung eingebüßt haben.
In dieser Welt lebt die 20-jähringe Hauptfigur Pia. Sie ist in einem kleinen, abgeschiedenen Bergdorf in den bayrischen Alpen aufgewachsen, weltfremd und naiv, aber dennoch aufgeweckt und willensstark. Getrieben von Fernweh, dem Wunsch nach Freiheit und in der Hoffnung auf Antworten beschließt sie, ihrem Bruder nach MUC zu folgen. Paul hat das Dorf bereits vor 5 Jahren verlassen hat, sein Versprechen, Pia nachzuholen, jedoch nie eingelöst. Und so will sich Pia allein nach MUC durchschlagen, der Stadt, von der sie sich so vieles erträumt. Doch schon bald schlägt die Realität zu, auf ihrer Reise, in MUC und Pia muss erst noch lernen, Schein und Sein zu unterscheiden.
Ein paar Kritikpunkte bleiben von meiner Seite aber nicht aus. Auch wenn mich die Idee zu 100 Prozent überzeugen konnte, bin ich bei der Umsetzung an einigen Stellen etwas verhaltener in meiner Begeisterung. Wie zum Beispiel beim Einstieg in die Geschichte, der für meinen Geschmack ein wenig zu lang brauchte, um Fahrt aufzunehmen. Die Autorin nimmt sich hier die Zeit, die Protagonistin Pia in aller Ruhe einzuführen und schildert eingängig ihre Gedanken und Sorgen, die mir zwar Verständnis für ihre Lage entlockten, die ich aber nicht unbedingt als handlungsantreibend empfand und daher eher ungeduldig als interessiert verfolgte.
Insgesamt legt das Buch für ein Debüt aber wirklich gut vor und wenn ich etwas zugänglicher für jugendliche Figuren wäre, hätte das Buch bei mir wohl absolute Euphorie auslösen können. Denn neben einer sehr gelungenen dystopischen, endzeitlichen und postapokalyptischen Geschichte bietet MUC noch ein weiteres Attribut, es ist an vielen Stellen auch eine sehr jugendliche Geschichte. Das liegt jetzt gar nicht mal so sehr an dem Alter der Protagonistin, sonder bricht sich für mich vor allem in ihrer Entwicklung deutlich heraus. Diese ist nämlich sehr klassisch und bestimmt maßgeblich auch die Entwicklung der Handlung sowie die Kernthemen, die dabei behandelt werden. Ganz typische Stationen wie die erste Liebe, das Erwachsenwerden, Entscheidungen selbstständig treffen und die Konsequenzen dafür tragen, Verantwortung übernehmen und ähnliches werden hier thematisiert und vor der Kulisse einer postapokalyptischen Welt umgesetzt. Das ist nicht minder charmant zu verfolgen, aber dennoch für meinen Geschmack zu leicht zu durchschauen und damit für mich schnell vorhersehbar geworden. Ich habe es beim Lesen einfach lieber, wenn mir die Hauptfigur etwas voraus hat, Pia hingegen lernt noch sehr viel, sie macht in diesem Buch eine lange Entwicklung durch, an vielen Stellen ahnt man einfach schon ganz genau, wie ein Konflikt ausgehen wird.
Dafür konnte ich mich nicht richtig erwärmen, hatte aber durch die eingangs genannten Aspekte (und einige andere tolle Figuren!!) dennoch sehr viel Freude an der Idee von MUC und bin zuversichtlich, dass in einer bereits geplanten Fortsetzung eine erwachsene Pia auf mich warten wird. Denn eins steht für mich fest, MUC sollte unbedingt weitererzählt werden und ich möchte bitte gerne mehr davon lesen!
Fazit: Klasse Idee, jugendliche Umsetzung (die der Entwicklung der Hauptfigur in diesem Band geschuldet ist und nicht automatisch ein Jugendbuch aus "MUC" macht), eine Zukunft wie im Mittelalter und ein spannendes Konzept! Wenn sich die Konflikte der Protagonistin noch ein wenig verlagern bzw. wachsen, freue ich mich auf einen zweiten Band, denn mit dem Motiv hinter "MUC" hat mich die Autorin absolut für sich gewinnen können.
Inhalt: München, 2120: Nichts ist mehr so wie es einmal wahr. 100 Jahre zuvor hat ein tödlicher Virus 98% der gesamten Bevölkerung ausgerottet. Innerhalb weniger Tage starben die Menschen ohne dass sie etwas dagegen hätten machen können. Nur 2% überlebten - und die sind alle rothaarig. Zumindest fast alle. Denn Pias Haare sind schwarz. Niemand weiß warum ausgerechnet sie überlebt hat, doch jeder geht ihr aus dem Weg. Ihre Mutter ist vor einigen Jahren gestorben, ihr Bruder hat sich auf den Weg gemacht das sagenumwobene MUC zu finden und Pia bleibt allein zurück bei ihrer Tante in einem kleinen Dorf in den Alpen. Niemand will mit ihr befreundet sein, ihrer Tante liegt sie nur auf der Tasche und keiner der Männer im Dorf möchte sich mit ihr einlassen - allerdings legt Pia darauf auch überhaupt keinen Wert. Sie hätte wohl weiterhin vor sich hingelebt in diesem kleinen Ort hoch oben in den Bergen, wäre nicht eine Entscheidung gefällt worden, die ihr Leben auf den Kopf gestellt hätte. Und Pia hat genug davon. In der Nacht macht sie sich auf den Weg. Ihr Großvater hat Pia viel von der alten Zeit erzählt und ihr sogar einige alte Artefakte gezeigt. So macht sie sich mitten in der Nacht mit einem Rucksack der alten Zeit auf den Weg. Sie will ihren Bruder finden und mit ihm ein besseres Leben leben - in MUC.
Pia ist eine hervorragende Kletterin und schafft es so auch allein die steilen Felswände hinab zu gelangen. Womit sie nicht gerechnet hat sind jedoch tiefe Schluchten mit allerlei ihr unbekannten Grünpflanzen, Bären und Wölfen. Auch ist das Klima im Flachland ganz anders und macht ihr zu schaffen. Als ein Sturm sie dazu bringt in einem alten Haus unterzuschlüpfen findet sie sich in einer nahezu fremden Welt wieder. In diesem Haus wurde ein liebendes Pärchen vom großen Sterben überrascht und Pia kann nicht anders als sich zu wundern wie es wohl früher war. Im ganzen Haus findet sie alte Artefakte - darunter auch nützliches wie ein Feuerzeug und alte Konservendosen. Ihre Suche bringt sie immer weiter voran bis sie schließlich in einen kleinen Ort auf Menschen trifft. Primitive, gewaltbereite und stark vernachlässigte Menschen die in Pia kaum mehr sehen als Beute. Am Ende ihrer Kräfte, verwundet und ängstlich droht sie diesen zum Opfer zu fallen - da erhält sie Hilfe von unerwarteter Seite. Aber kann sie diesen Menschen trauen oder wollen sie ihr im Grund auch nur böses? Pia hat kaum eine Wahl. Allein schafft sie es nicht weiter und zu ihrer großen Überraschung wollen diese Menschen auch nach MUC. Das ist ihre Chance - und so ganz nebenbei scheint Robin endlich jemand zu sein der sie so mag wie sie ist. Trotz der schwarzen Haare. Einzig seine geringe Begeisterung über die glorreiche Stadt irritiert sie. Sollte sie sich etwa so täuschen?
Meinung: Mit 'MUC' hat Anna Mocikat ihren Debütroman hingelegt. Der düstere Roman zeigt auf, was passieren kann, wenn wir nicht besser auf uns und unsere Umwelt aufpassen. Denn vieles ist selbstgeschuldet. So zeugt die ungewöhnlich hohe Temperatur vom Klimawandel, dem man zu wenig Beachtung geschenkt hat. Pia lernt immer wieder etwas Neues kennen, das jeder aus unserer Zeit als gegeben hinnimmt - Laptops, Autos, Feuerzeuge und auch Bücher. Zwar kenne ich mich in München nicht sonderlich aus, aber viele beschriebene Sachen kennt man eben doch und fühlt sich als würde man selbst durch die Straßen wandeln.
Der Schreibstil von Anna Mocikat liest sich flüssig und ich war nach wenigen Worten ganz mit Pia in der Wildnis unterwegs. Anfang des Monats ist der zweite Band 'Die verborgene Stadt' erschienen.
Das Ende des ersten Bandes ist ohne Cliffhänger und doch will ich natürlich wissen wie es weiter geht. Pia ist eine sympathische Protagonistin, auch wenn ich sie in einem gewissen Abschnitte hätte schütteln mögen. Natürlich ist sie ein absoluter Held, aber irgendwie brauchte ich sowas gerade mal. Deshalb stört es mich auch nicht so. Sie macht auf alle Fälle eine starke Entwicklung durch und wird zu einer Frau der ich nicht im Dunkeln begegnen will wenn sie sauer ist. Aber auch viele andere Charaktere habe ich ins Herz geschlossen und hoffe, dass sie die Reihe überstehen werden.
eine gelungene Einführung. Ich freue mich schon sehr auf Band 2
die Autorin:
Anna Mocikat, geb. 1977, machte zunächst eine journalistische Ausbildung, ehe sie an der renommierten Drehbuchwerkstatt München (Filmhochschule München) ein Stipendium erhielt und Drehbuchschreiben studierte. Anschließend war sie mehr als zehn Jahre lang im Filmbusiness als Drehbuchautorin und Regisseurin tätig, wobei sie mit zahlreichen namhaften TV-Sendern und Produktionsfirmen zusammen arbeitete. Später schrieb sie als Gamewriterin für diverse deutsche Videospielhersteller. Anna Mocikat lebt in der Nähe von München, "MUC" ist ihr Debütroman.
Klappentext:
München, 2120: Hundert Jahre nach dem großen Sterben, dem beinahe die gesamte Menschheit zum Opfer fiel, ist von dem Wohlstand der Stadt wenig übrig. Zerstörte Häuser, Müll und Dreck in den Straßen und Skelette in der U-Bahn, so präsentiert sich MUC, wie die Stadt mittlerweile heißt, der Kletterkünstlerin Pia. Pia ist auf der Suche – nach ihrem Bruder, der vor Jahren verschollen ist, und nach Antworten. Denn das große Sterben haben nur Rothaarige überlebt, ihre Haare jedoch sind pechschwarz. Aber MUC ist kein Ort des Wissens und der Freiheit mehr, sondern eine gnadenlose Diktatur. Pia muss sich entscheiden, ob sie auf der Seite der Unterdrücker oder der Unterdrückten stehen will.
Zitate:
"Nie wieder, schwor sie sich, würde sie andere Menschen über ihr Leben bestimmen lassen." Seite 13
"Sie atmete tief ein und stellte sich wieder einmal vor, wie es in MUC so war. In ihrer Phantasie war es ein strahlender Ort der Freiheit, voller Wunder und Wissen, aus der alten Zeit. Ein Ort, an dem Menschen wie sie keine Aussätzigen waren ." Seite 16
"Je länger ihre Reise dauerte, desto mehr wurde ihr bewusst, dass der Mensch eigentlich nur noch ein Fremdkörper auf der Welt war." Seite 100
Charakter:
Pia die wegen ihrer dunklen Haare im Dorf als Missgeburt und unrein gilt, ist einsam und ausgegrenzt. Deshalb beschließt sie das Dorf zu verlassen und nach MUC zu gehen um ihren Bruder zu suchen, der bereits vor 5 Jahren dorthin aufgebrochen ist. Ihre Andersartigkeit hat sie stark und stur werden lassen, was für eine derart waghalsige Reise wohl Grundvoraussetzungen sind ;)
Meinung:
Die Geschichte um Pia und ihrer Suche nach ihrem Bruder bzw. MUC beginnt direkt nach ihrer Flucht aus dem Dorf. Von hier aus dürfen wir ihrer abenteuerlichen Reise folgen, die unzählige Gefahren birgt. Aber nicht nur die wilden Tiere sollen ihre Reise erschweren, auch die Überlebenden sind nicht immer freundlich gestimmt. Wenn sie es nicht schafft, gut auf sich aufzupassen, könnte diese Reise ein schnelleres Ende nehmen, als ihr lieb sein dürfte. Aber selbst wenn sie es schaffen sollte... Ist ihr Bruder überhaupt noch am Leben? Und wie sollte sie ihn in einer so großen Gegend wie MUC überhaupt finden? Vorausgesetzt natürlich, dass MUC -nach dem großen Sterben vor 100 Jahren- überhaupt noch existiert und es sich dabei wirklich um das gelobte Land handelt, in dem laut Pias Vorstellung Milch und Honig fließen...
Ich hatte viel Spaß an Pias abenteuerlichen Reise und dank der Phantasie der Autorin kommt auch wirklich nie Langeweile auf. Die von ihr kreierte Welt ist dermaßen detailliert beschrieben, dass man sowohl deren Verfall, als auch die Natur, die sich alles zurückerobert, geradezu vor sich sehen kann.
Und auch, wenn einem Pias Dickköpfigkeit und somit Unüberlegtheit manchmal extrem auffällt, so bleibt sie doch durchgehend sympathisch und authentisch :)
Also wer Lust hat, auf eine spannende Reise voller Gefahren, Verfall, Tod, aber auch Wunder, Freundschaft und das ein oder andere Gefühl, der wird mit MUC bestimmt Spaß haben. Ich persönlich freue mich schon sehr auf MUC #2 - Die verborgene Stadt, denn ich muss dringend wissen, wie es weitergeht :D
Anna Mocikat hat eine, als SF-Post Doomsday Heimatroman getarnte Soup Opera, geschrieben was nicht schlecht gelungen ist aber auch nicht gut. MUC, bzw. München, ca. 100 Jahre nachdem eine Viruskatastrophe beinahe die ganze Menschheit ausgerottet hat hat sich in eine fundamentalistische Hölle verwandelt, in der die Menschen unter einer religiösen Diktatur dahinvegetieren. Nur im Untergrund, dem sog. Hades, hat sich diesem Regime eine Gemeinschaft von Menschen etabliert, die dem allgemeinen Verfall entgegenstehen, die aber nicht unbedingt am Status Quo was zu ändern versuchen. Im Ersten Teil des Romans wird die Flucht von Pia, einem schwazhaarigen Mädchen (das Virus hat alle Menschen die nicht rothaarig waren, getötet), das von ihrem Dorf in den Hochlagen der Alpen nach MUC flieht. Diese Fluchtgeschichte ist m.E. am besten geschildert, als sie sich alleine durch die Wildnis schlägt. Sie wird schließlich von einer Gruppe von Dieben aus den Fängen von Mad-Max-artigen Gestalten gerettet und in den Hades gebracht. Dort wird sie als Meisterdiebin und Fassadenkletterin ausgebildet, denn der Hades ernährt sich vom Diebesgut, das ihre Mitglieder erbeuten. Da Pia auf der Suche nach ihrem älteren Bruder ist, der vor ihr schon nach MUC aufgebrochen ist, gibt sie sich in Gefahr und in die Höhle der Löwen, die München beherrschen, in die theokratische Oberschicht, bei der sie sich promt in den Sohn des Propheten verliebt, dort findet sie auch ihren Bruder, der dort als Sklave dient. Die Erklärung, warum der Hades unter den Salafisten verschont bleibt, ist etwas naiv und auch einige Handlungsstränge werden nicht weiterverfolgt... M.E. war dieses Buch ein ambitioniertes Projekt, allerdings wird im Laufe der Zeit vieles verschenkt und die Möglichkeiten, die diese Buchidee in sich hat wurden nicht voll ausgeschöpft, zurück bleibt ein leicht zu lesendes B-Movie in Buchform...
Allein dank der letzten 150 Seiten hat es noch gerade für 3 Sterne gereicht.
Die Geschichte an sich klingt unheimlich spannend - es geht um die junge Pia, die in der Zeit nach dem großen Sterben lebt, bei dem alle Nicht-Rothaarigen ums Leben gekommen sind. Das Besondere an Pia: sie hat schwarze Haare. Sie macht sich auf den Weg nach MUC (ehemals München), um dort nach ihrem Bruder und einem besseren Leben zu suchen. Schnell stellt sie fest, dass MUC nicht so ist, wie sie dachte.
Der Anfang geht recht flott voran, dann auf einmal kommt eine tierische Länge. insbesondere im Vergleich zum Höhepunkt und Ende, die gefühlt auf 50 Seiten schnell durcherzählt werden, erscheint das Vorgeplänkel wie eine ewig lange Einleitung.
Viele Fragen sind offen geblieben (wobei ich mich weiß, ob es noch einen weiteren Teil gibt), die Spannung hat mir persönlich gefehlt, das Ende war wie bereits beschrieben viel zu kurz - dafür zumindest spannend.
Mit Pia und ihren Handlungen konnte ich mich gar nicht identifizieren - und insbesondere die Frage nach Ihrer Haarfarbe wurde für meinen Geschmack viel zu wenig behandelt (wobei, wie gesagt: ich weiß nicht, ob es noch eine Fortsetzung gibt)
Wäre das ganze Buch so wie die letzten 150 Seiten gewesen und wäre das Ende nicht so abrupt gekommen, wäre es in meinen Augen deutlich besser gewesen.
So ist es ein Buch, dass mich persönlich nicht zum Lesen gereizt hat.
„Postakolyptischen Heimatroman“ nennt Anna Mocikat ihr Werk. Als leidenschaftliche Dystopieleserin ist diese Beschreibung doch ein wenig abschreckend, da der Heimatroman ein eigenes Genre bildet – das sich eher mit Dörfern und deren trivialen Geschichten befasst. Bei Heimatromanen muss ich immer an Heidi denken. Die Autorin meint hier aber vermutlich etwas ganz anderes: Der Roman spielt von den Alpen bis München. Damit ist er zwar kein Heimatroman, aber eine Dystopie mit interessantem Setting – wer ärgert sich nicht darüber, dass Dystopien fast immer nur in Amerika spielen und die anderen Kontinente gänzlich ausklammern? Ganz anders in diesem Buch.
Der Roman ist nicht offiziell als Jugendroman ausgezeichnet, trotzdem würde ich ihn in diese Sparte einordnen. Es geht um die jugendliche Protagonistin Pia, die ihrem Dorfleben entfliehen und sich auf die Suche nach ihrem Bruder machen möchte, der vor einigen Jahren gegangen ist, um MUC zu finden – und nicht zurückkam. Obwohl die Handlung anfangs etwas stagniert und der Verlauf sich recht offensichtlich abzeichnet, ist es trotzdem eine interessante Geschichte, die mögliche Schrecken der Zukunft aufzeigt. Das Setting ist auf jeden Fall ein großer Pluspunkt des Romans und es wird immer intensiv eingebunden. Im ortskundigen Leser kommt da schon die Frage auf, bei welcher Stadt es sich zum Beispiel um „Vogelstadt“ handelt. Auch die Idee hinter der Geschichte ist gut, wenn vielleicht auch ein bisschen extrem umgesetzt. Das nimmt dem Roman gleichzeitig etwas von seiner Glaubwürdigkeit, aber ist auch umso eindringlicher. Generell gibt es auch ein paar unlogische Stellen, bei denen nicht alle Puzzleteile sauber zusammenpassen, aber darüber kann man hinwegsehen. Schlimmer waren die manchmal unrealistischen Dialoge und Szenen. Ein bisschen erinnert das Buch an einen karikativen Film. Da Mocikat beruflich Drehbuchautorin ist, könnte das durchaus intendiert sein. Außerdem hat die Autorin eine Neigung dazu, bestimmte Gegebenheiten immer wieder zu betonen, so dass sie einem auf keinen Fall entgehen. Der gravierendste Punkt ist allerdings, dass die Hintergrundgeschichte wirklich nur grob geschildert wird und an Raffinesse vermissen lässt. Der Roman ist an vielen Ecken und Kanten nicht rund, aber gleichzeitig ist das nicht unbedingt wichtig. Die Handlung trägt einen trotzdem, auch wenn es sich hierbei um keine komplexe und überraschende Geschichte handelt und sie sich in eine Richtung entwickelt, die mir persönlich nicht so gut gefallen hat.
Die Protagonistin Pia ist allerdings ein Charakter, mit dem man sich erst einmal anfreunden muss. Pia ist in einem abgelegenen Bergdorf aufgewachsen, mit nichts als den Geschichten ihres Großvaters und dem dummen Geschwätz der Dorfbewohner. Es ist also nicht überraschend, dass Naivität eines ihrer extremsten Merkmale ist. Sie ist genau genommen so naiv, dass man ihr manchmal am liebsten ein Brett vor den Kopf schlagen möchte. Aber abgesehen davon, dass sie naiv und nicht die Hellste ist, ist sie sogar überraschend umgänglich. Generell schließt man die Charaktere schnell ins Herz, weil sie nicht distanziert charakterisiert werden – durchschaubar und eindimensional sind sie deshalb aber trotzdem. Der Charakter, der meiner Meinung nach viel zu kurz kommt, ist Pias Bruder Paul. Dafür, dass sie ihn sucht, denkt sie so gut wie nie an ihn und wenn dann nur in Grundzügen. Man weiß einfach gar nichts über ihn und das ist schade, da es die Motivation der Protagonistin weniger glaubwürdig erscheinen lässt.
Mocikats Schreibstil ist recht simpel, aber dafür umso flüssiger zu lesen. Es ist ganz amüsant wie sie für uns gebräuchliche Wörter einbaut, die Pia zunächst nicht versteht. Zum Beispiel tauchen immer wieder Wörter wie „cool“ oder „abgefuckt“ auf. Anfangs fällt es ein bisschen schwer ins Buch zu finden, da hier noch viele Landschaftsbeschreibungen zu finden sind und Pias Ereignisse nur über sie selbst reflektiert werden, aber das bessert sich schnell.
MUC ist eine Mischung aus enttäuschendem Unterhaltungsroman und interessanter Dystopie. Das Buch hat viel Potenzial, verschenkt es aber leider auch. Trotz allem kann man sich leicht in die Lektüre vertiefen und mitfiebern. Eine detaillierte Hintergrundgeschichte und komplexe Handlung sollte man nicht erwarten, aber trotzdem weiß der Roman zu unterhalten und eine neue Art von Zukunft zu zeichnen, die gar nicht mal so unrealistisch wirkt, wenn man ein Auge zudrückt. Ich persönlich hatte trotzdem Spaß beim Lesen, aber es hat einfach überall ein bisschen gefehlt.
Fazit: „MUC“ könnte viel mehr sein, bleibt aber leider vor allem ein Unterhaltungsroman mit dystopischen Charakter. Der Roman erzählt von einer Schreckensvision der Zukunft Münchens und besticht dabei mit sympathischen Charakteren, bei denen man allerdings mit Stereotypie rechnen muss. Wer eine komplexe Dystopie sucht, ist hier an der falschen Stelle, aber für zwischendurch ist der Roman durchaus ein Schmankerl.
Bei MUC handelt es sich um eine Dystopie. Die Geschichte über Pia spielt im Jahre 2120. Hundert Jahre nachdem der Großteil der Menschheit durch einen Virus gestorben ist und nichts mehr so ist wie vorher. Auch das Wissen der alten Zeit ist verloren und die meisten Menschen kämpfen nur noch um ihr Überleben. Pia, die in einem kleinen Dorf in den Alpen aufgewachsen ist, macht sich auf den Weg nach MUC, um ihren Bruder zu suchen, aber dort ist es ganz anders als erwartet. Die Idee hat mir wirklich unfassbar gut gefallen und auch die Beschreibung von MUC und der Umgebung im Jahre 2120 gelingt der Autorin außerordentlich gut. Auch die angeschnittenen Themen wie Diktatur oder Migration wurden gut in die Geschichte integriert. Die Figuren sind sehr spannend, aber mir fehlte teilweise etwas Tiefgang, ich hoffe da bieten die nächsten Teile noch etwas mehr. Pia ist mir ans Herz gewachsen und ich habe sie als tolle Protagonistin empfunden, auch wenn sie teilweise etwas naiv ist. Stellenweise hat sich die Geschichte etwas gezogen, aber das hat mich nicht so sehr gestört. Das Buch lässt sich schnell lesen und hat einen einfachen aber angenehmen Schreibstil, mich hat lediglich teilweise die Ausdrucksweise der Figuren etwas gestört. MUC ist kein Must-Read aber eine gute Zwischendurchlektüre.
Fast konnte man den Eindruck gewinnen, die Menschen wären nicht mehr willkommen in der Natur. Vielleicht stimmte es ja, was man sich über das große Sterben erzählte? Dass es eine Strafe war, die dazu gedient hatte, die Welt von Menschen zu säubern. Aber nicht Gott hatte sie geschickt, sondern die Natur selbst, die es satthatte, jemandes Untertan zu sein... [S. 41]
Erster Satz: Pia wandte den Kopf, um hinabzublicken.
Inhalt: "Das große Sterben" hat die Welt leer gefegt, nur ein kleiner Teil der Menschheit hat überlebt. Ausschließlich Rothaarige bewohnen kleine Dörfer, denn nur sie haben durchgehalten - und Pia. Pia ist anders als alle Anderen und dafür wird sie von den Bewohnern in ihrem Heimatdorf verabscheut, denn Pia hat schwarze Haare. Aus diesem Grund ist das junge Mädchen die meiste Zeit auf sich gestellt, denn keiner will mit ihr reden, geschweige denn mit ihr befreundet sein. Als Pia mit einem deutlich älteren Mann in ihrem Bergdorf zwangsverheiratet werden soll, flieht sie. Ihr Ziel: Die sagenumwobene Stadt MUC - eine der letzten großen Städte. Dort erhofft sich Pia nicht nur eine neue Zukunft, sondern zusätzlich ihren geliebten Bruder wiederzufinden, der vor Jahren nach MUC aufbrach und nie wiederkehrte. Doch der Weg nach MUC ist lang und voller Gefahren, besonders für ein Mädchen mit schwarzen Haaren.
Wird Pia in MUC ankommen? Wird sie ihren Bruder lebend wiedersehen? Und was hat es eigentlich mit Pias Haarfarbe auf sich? Alle Antworten findet ihr in MUC!
Idee/Umsetzung: Die Natur stellt ihr Gleichgewicht wieder her. Das hat sie schon immer getan. Man könnte es als Rebellion gegen die Menschheit bezeichnen, als Säuberung. Ein faszinierendes, beängstigendes und zu gleich erschreckendes Thema, das in der Literatur nicht zum ersten Mal aufgegriffen wurde. Auch MUC setzt sich mit dieser Thematik auseinander - wie das oben gewählte Zitat zeigt, beschreibt Pia, die Protagonistin der Geschichte dies genau so - und zeigt auf erschreckende Art und Weise, wie eine Welt aussehen könnte, die einer höheren Gewalt unterliegt. Das Besondere an diesem Buch ist nicht unbedingt seine Idee, denn wie gerade erwähnt, haben sich bereits zahlreiche Musiker, Autoren und Künstler mit dieser Materie beschäftigt. Das Besondere an MUC ist die Umsetzung von Anna Mocikat und die Auflösung der Geschichte - zu welcher ich natürlich nicht mehr verraten werde. Bei "MUC" handelt es sich um Frau Mocikats Debütroman, doch dies bemerkt der Leser, wenn er immer und immer tiefer zwischen den Seiten versinkt, nicht. Fast kommt es einem so vor, als hätte die junge Autorin bisher nichts anderes getan, als Buchwelten zu erschaffen, die einen mit Haut und Haaren verschlingen. Besonders erfreulich ist zusätzlich, dass diese Dystopie aus deutscher Feder stammt. Kurz und knapp: Idee und Umsetzung konnten mich auf ganzer Linie überzeugen, ich bin angefixt und bin gedanklich schon wieder auf dem Weg nach MUC!
Schreibstil: Anna Mocikat hat einen sehr angenehmen Schreibstil, welcher seine Leser sofort umschlingt und somit den sicheren Weg in die Geschichte erleichtert. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund, sieht von größeren, unnötigen Beschreibungen ab und konzentriert sich auf den wesentlichen Teil ihres Abenteuers. Für mich eine sehr angenehmer Schreibstil, der mir als Leser hilft, mit der Geschicht zu verschmelzen.
Charaktere: Schon während ich MUC gelesen habe, habe ich mich auf diesen Charaktere-Teil der Rezension gefreut. Meiner Meinung nach, bilden die Figuren aus dieser Geschichte das Herzstück dieses Abenteuers. Selten konnte mich eine Protagonistin so faszinieren und für sich einnehmen. Pia ist eine wunderbare Heldin: Stark, mutig, voller Träume und Wünsche. Sie kämpft mit Herzblut für ein Wiedersehen mit ihrem Bruder und setzt für ein besseres Leben alles aufs Spiel. Zudem ist sie eine ausgezeichnete Fassadenkletterin. Wenn die Autorin in einzelnen Kapiteln beschreibt, wie Pia klettert, welches Körpergefühl sie hat und was sie auf dem Dach eines Gebäudes empfindet, bekommt man das Gefühl, dass mit Pia als Hauptcharakter alles möglich ist. Man will ihre Hand nehmen und über die verrotteten Dächer der Städte schreien: "Wir schaffen alles!" Mit Pia fühlt man sich als Leser unbesiegbar. Deshalb war ich auch so überrascht, als ihr Charakter ganz plötzlich, einen ganz naiven und leichtglübigen Zug bekam. Dies ist für mich auch der größte Minuspunkt an MUC. Ich konnte ihre unerwartete Veränderung nicht nachvollziehen. Ich verstehe einfach nicht, warum die meisten Protagonistinnen in Büchern immer so extrem naiv dargestellt werden müssen. Warum die Frauen sich immer den Männern hingeben, ohne nachzudenken. Männlichen Figuren werden diese Eigenschaften eigentlich kaum bis nie zugesprochen. Gerade in Pias Fall hat mich das sehr enttäuscht, gerade weil sie am Anfang ein so starker Charakter war. Trotz allem sind die Personen allesamt, den meisten Teil der Geschichte interessant. Nicht nur die Guten, auch die Bösen Charaktere, runden durch eigene Facetten diesen Debütroman ab.
Cover/Innengestaltung: Das Cover vermittelt genau die Atmosphäre, welche auch in der Geschichte wiederzufinden ist: dunkel und geheimnisvoll. Da es sonst sehr shlicht ist, genau wie die Innengestaltung bleibt an dieser Stelle nicht mehr viel zu sagen.
Fazit: In einer Welt wie MUC, wäre ich eine Außenseiterin und stetig in größter Gefahr. Ich habe braun/blonde Haare und eigentlich dürfte ich das große Sterben gar nicht überlebt haben. Auch Pia schwebt in Gefahr und wird von den Überlebenden nicht akzeptiert. Doch die junge Protagonistin will sich ihrem Schicksal nicht fügen und kämpft mutig für ihre Träume und Wünsche. Die Charaktere in dieser Geschichte bilden das absolute Herzstück und reißen den Leser mit sich. Doch auch die Grundidee und Anna Mocikats Umsetzung stehen dem in keinem Punkt nach. Frau Mocikat hat hier eine wunderbare, spannende, geheimnisvolle und dunkle Dystopie erschaffen, die zwar auch Schwächen aufweist, aber im Großen und Gannzen vor Energie nur so strotzt. Ich bin begeistert und überzeugt davon, dass mich auch die zwei noch folgenden Werke dieser Trilogie mitreißen werden.
Wirklich? Ein seit 100 Jahren Toter soll noch "Überreste von Ohren" haben, in denen noch Kopfhörer stecken? Während alle anderen um ihn herum nur noch Skelette (ohne Ohrreste) sind? Na klar, macht total Sinn. 🙄
Das ist nur einer von vielen Logikfehlern in diesem Buch. Habe irgendwann nur noch genervt quergelesen, weil ich es einfach nicht mehr ertragen konnte.
Ihr bisheriges Leben verbrachte die 20-jährige Pia in einem Alpendorf, in dem man sie von Kindesbeinen an wie eine Aussätzige behandelte. Denn seit dem großen Sterben vor über 100 Jahren haben nur rothaarige Menschen überlebt. Aber Pias Haare sind pechschwarz. Als man sie an einen Irren verheiraten will, nimmt sie all ihren Mut zusammen und flüchtet. Ihr Ziel: MUC. Die Stadt in die sich ihr Bruder vor 5 Jahren aufmachte und nie zurückkehrte. Die Stadt in der sie auf ein besseres akzeptierteres Leben hofft.
Als sie nach einer langen Reise mit zahlreichen, unbekannten Gefahren in MUC ankommt, muss sie schnell erkennen, das dies nicht die Stadt ist, die sie sich in ihren Träumen ausgemalt hat....
Meinung:
Das Cover lässt bereits vermuten, das es sich hier um einen recht düsteren Roman handelt. Man sieht eine halb zerbombte Münchner Frauenkirche und bedrohlich wirkende Wolken. Ich finde es einerseits nicht sonderlich spektakulär und doch irgendwie total faszinierend. Es passt gut zur Kurzbeschreibung, die mich direkt ansprach.
Nach einem etwas schleppenden Start, liest sich die Geschichte zügig weg. Anna Mocikats Schreibstil liest sich sehr flüssig, auch wenn es für meinen Geschmack an einem steten Spannungsbogen mangelte. Es gab Momente die mir eine Gänsehaut bescherten, es gab auch Szenen in denen ich kurz die Luft anhalten musste, aber im Großen und Ganzen verläuft die Geschichte doch ziemlich ruhig und unaufregend, bringt aber eine durchweg beklemmende Atmosphäre mit sich.
Was mich an MUC wohl am allermeisten begeisterte, war das Setting. Denn was Anna Mocikat hier erschafft ist unglaublich !
Pias Reise beginnt in den Alpen, wo man als Leser noch nicht wirklich viel von der postapokalyptischen Welt merkt. Je weiter Pia sich jedoch MUC nähert, desto krasser verändert sich die Landschaft. Städte sind zertrümmert und überwuchert von der Natur, die sich ihren Platz zurückerkämpft hat.
MUC selbst wirkte auf mich total surreal. Es gibt eine unterirdische Stadt, eine Höhle, die Hades genannt wird, hier leben Menschen mit Mutationen, Ausgestoßene die in der Gesellschaft keinen Platz haben und die man jagen würde. An der Oberfläche tobt die Armut und das Elend. Die meisten Menschen sind total heruntergekommen und schenken sich nichts. Man muss schon kämpfen um über die Runden zu kommen. Im krassen Gegensatz dazu steht
die sogenannte "Hochstadt", ein abgeriegeltes Gebiet in dem der Prophet, der MUC regiert, residiert. Hier ist es nicht nur sicherer und aufgeräumter, sondern es gibt auch Wissenschaft und Fortschritt.
Die Autorin beschreibt Pias Umgebung immer sehr detailliert und lässt in meinen Gedanken ein geniales Kopfkino entstehen. Das hat mich wirklich sehr beeindruckt.
Die Charaktere sind für meinen Geschmack gut ausgearbeitet, obwohl ich sagen muss, das mir Pia in manchen Situationen zu naiv erschien. Sie hat Dinge, die mit ihr selbst zu tun haben, viel zu wenig hinterfragt und stattdessen einfach oft als gegeben hingenommen. Dabei ist sie absolut wissbegierig und saugt alles in sich auf, was sie über die Welt vor dem großen Sterben herausfinden kann. Sie ist eine begnadete Kletterin und liebt es auf Streifzüge durch MUC zu gehen. In ihrem neuen Zuhause, in der Unterwelt von MUC, fühlt sie sich zum ersten Mal in ihrem Leben angenommen und willkommen. Sie lebt sich, trotz anfänglicher Zweifel, recht schnell in die Gemeinschaft ein und schließt Freundschaften. Was sie außerdem nie aus den Augen verliert, ist das Ziel ihren Bruder zu finden, der vor 5 Jahren nach MUC aufbrach. Sie weiß das Paul hier ist und sie ist fest entschlossen ihn zu finden.
Das Ende überrascht, hat aber auch einen faden Beigeschmack, da hier einfach viele Fragen offen bleiben. Es gab, trotz der wirklich genialen Idee, ein paar nicht ganz durchdachte Dinge in der Umsetzung. So bleibe ich zum Beispiel in Bezug auf Pias Andersartigkeit etwas ratlos. Mir ist klar, das es mit ihren Genen zu tun hat, aber irgendwie war mir das nicht genügend ausgeführt. Ebenfalls bleibt die Frage nach einem bestimmten Charakter, der sich von Anfang an merkwürdig verhält und plötzlich einfach verschwindet, ohne das es jemand großartig hinterfragt. Und das in einer Gemeinschaft, in der jeder Einzelne eine wichtige Rolle spielt.
Fazit:
MUC ist ein bildgewaltiger Debütroman, der zwar seine Fehler hat, mich als Gesamtpaket aber doch überzeugen konnte. Mit ihrem unglaublichen Setting, einer taffen Protagonistin und einer genialen postapokalyptischen Handlung konnte mich Anna Mocikat für sich einnehmen und mir einige tolle Lesestunden bescheren.
Das Cover ist wirklich passend un lässt München - aka MUC deutlich erkennen.
Die Charaktere fand ich sehr ausdrucksstark. Vor allem Pia, unsere Protagonistin, die eine sehr mutige, kämpferische, draufgängerische, junge Frau ist. Auch wenn sie gelegentlich mit blaue Augen durch die Welt läuft ist sie dem Leser sehr sympathisch. Unter den Fittichen von Aela, die mehr als nur etwas taff und mutig und auch etwas angst einflößend ist, kann sie nur prima gedeihen. Umso besser das Robin, ein wirklich süßer Kerl und Sam, ein Schrank von Kerl, auch zu ihrer Truppe gehören. Elias, der wie ein Chameur scheint, vernebelt ihr etwas die Sinne doch die Anführerin Ilja bringt sie stehts wieder auf den rechten Pfad.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Zunächst erschien er mir etwas holprig, wurde aber von mal zu mal flüssiger. Anna Mocikat trumpft vor allem mit ihren bildhaften Beschreibungen auf, so dass sich auch ein nicht Münchener super zurecht findet in ihrer neuen Welt.
Die Story war in diesem Sinne wirklich etwas neues. Pia, die in den Bergen in einem kleinen Dorf lebt, ist anders als alle anderen. Sie hat dunkle, fast schwarze Haare und will sich nicht in die Rolle der Frau fügen. Umso besser, dass sie sowieso ihren Bruder suchen will und sich hierfür auf den Weg nach MUC macht. Schnell stellt sie fest, dass es gar nicht so einfach ist in der weiten Welt alleine zu überleben. Gott sei dank wird sie von einer Gruppe aufgegriffen, die sie mit nach MUC nehmen wollen. Ab hier beginnt ihre abenteuerliche Reise und ein noch viel abenteuerlicheres neues Leben. Der Einstieg des Buches war etwas holprig. Hier folgte vor allem eine Gefahr der Nächsten, so dass es schon etwas zu viel des Guten war. Jedoch gewinnt das Werk im Laufe der Story an Tiefgründigkeit und Überlegtheit und wird flüssiger. Im Anbetracht dessen, dass es ein Debütroman ist würde ich sagen - aller Anfang ist schwer. Die Idee hinter dem Buch fand ich auch sehr spannend, denn das nur Rothaarige beim großen Sterben überleben ist sehr einzigartig, noch einzigartiger ist jedoch, dass Pia dunkle Haare hat. Hiermit hat die Autorin bereits einen Spannungspunkt geschaffen. Immer wieder musste ich schmunzeln, da so viele Alltäglichkeiten unseres jetzigen Lebens vor kommen, die nun absolut unnütz sind - wie zum Beispiel ein iPhone. Gelegentliche Zeitsprünge von Kapitel zu Kapitel und kleinere Logikfehler verwirren den Leser leicht, mindern den Lesespaß aber nicht großartig. Von Seite zu Seite hatte ich mehr und mehr das Gefühl, dass die Spannung steigt. Die Suche nach Pias Bruder Paul, die ja eigentlich Dreh- und Angelpunkt ihrer Reise nach MUC sind, kam meines Erachtens nach etwas zu kurz. Hauptsächlich wird ihre Reise/Flucht und ihr neues Leben in den Vordergrund gestellt. Die Suche wird kaum beschrieben - und auf einmal ist er gefunden. Das war etwas sehr rasch. Die Charaktere lernen wir kennen und schließen sie ins Herz, hier ist vor allem Pia mit aller liebe zum Detail "entworfen" worden, so dass der Leser wirklich Spaß an ihr hat. Gegen Ende ist die Spannung dann noch einmal extrem gestiegen, natürlich inklusive einer Überraschung.
Das Ende schließt das Buch wirklich gut ab. Wenn man an diesem Punkt natürlich nicht weiß, dass eine Fortsetzung folgt (und es wird eine geben), so kann die Kritik aufkommen das etwas fehlt. Ich hingegen bin schon wirklich gespannt und freue mich auf weitere Abenteuer mit Pia.
Fazit: "MUC" ist ein wirklich wundervolles Debüt. Der Anfang ist etwas holprig, wird aber schnell viel besser und auch kleinere Fehler sind enthalten, doch aller Anfang ist schwer. Das Buch steigert sich von Seite zu Seite und hinterlässt zu guter Letzt reine Freude auf weitere Abenteuer mit der liebevollen Protagonistin.
Story & Idee: Eine Dystopie, die in Deutschland und dazu noch in München spielt, ist auf jeden Fall eine neuartige (zumindest nicht so bekannte) Idee. Ich war super neugierig auf das Buch und wurde in keiner Weise enttäuscht. Die Hintergründe des großen Sterbens sind zwar schon bekannt, wurden hier aber sehr gut umgesetzt.
5/5
Charakter: Der Hauptcharakter in MUC ist Pia, eine Außenseiterin aus einem kleinen Alpendorf. Man merkt ziemlich schnell, dass Pia keineswegs eine Frau ist, die sich kommentarlos unterordnet; ganz im Gegenteil. Sie hat ihren eigenen Kopf, ist etwas waghalsig und taff. Mir hat Pias Charakter sehr gut gefallen, da ich generell taffe Frauen interessanter finde, als die passiven Vertreterinnen. Neben ihrer Art konnte mich aber auch ihre Geschichte und ihr Charakter überzeugen. Pia setzt ihre Hoffnungen auf MUC, da sie in ihrem Dorf nicht glücklich ist, ihre Reise dorthin, die Gefühle und Gedanken, die sie begleiten und ihre Enttäuschung, als sie endlich in MUC ankommt waren sehr authentisch und überzeugend beschrieben und haben mich als Leser einfach mitfiebern lassen. Auch ihre Momente, in denen sie nicht so klar denken konnte, waren trotzdem überzeugend beschrieben und haben sie für mich als Charakter noch überzeugender gemacht. Die übrigen Charaktere waren für mich nette Nebencharaktere, viel mehr aber auch (noch) nicht. Insgesamt könnte das Buch gut der Beginn einer Reihe sein, weshalb ich mir für folgende Bände zumindest bei einigen Charakteren eine tiefere Entwicklung gut vorstellen kann. Ansonsten haben die Nebencharaktere die Story gut ergänzt.
5/5
Genre: MUC ist eine recht klassische Dystopie mit einer bekannten Katastrophe, die aber sehr überzeugend umgesetzt wurde.
5/5
Schreibstil: Der Schreibstil von Anna Mocikat hat mir sehr sehr gut gefallen. Ihre Beschreibungen von München waren so bildhaft, dass ich keinerlei SChwierigkeiten hatte, die Orte wiederzuerkennen und zusammen mit Pia durch die Straßen zu ziehen. Zudem fand ich die Spannung in MUC sehr angenehm. Zum einen gibt es natürlich die klassische Spannung, die im Verlauf der Geschichte immer weiter ansteigt, bis sie im Finale gipfelt. Zum anderen gibt es die Spannung, die einfach durch interessante Passagen umgesetzt wird, welche mich als Leser fesseln konnte. Dazu gehören zum Beispiel die Szenen, in denen Pia Dinge aus der alten Welt wie Konservendosen entdeckt. Die Sprache ist sehr bildlich und mitreißend, weshalb ich das Buch innerhalb weniger Tage durchgelesen hatte.
5/5
Carina’s Meinung: MUC hat mich absolut begeistert und mitgerissen. Pia als Charakter konnte mich voll überzeugen, das Setting war super und sehr bildlich beschrieben und endlich mal eine deutsche Dystopie zu lesen hat mir großen Spaß gemacht. Vor allem für Ortskundige ist MUC ein sehr interessantes Buch, aber auch für alle Dystopiefans kann ich das Buch uneingeschränkt empfehlen.
Klappentext München, 2120: Hundert Jahre nach dem großen Sterben, dem beinahe die gesamte Menschheit zum Opfer fiel, ist von dem Wohlstand der Stadt wenig übrig. Zerstörte Häuser, Müll und Dreck in den Straßen und Skelette in der U-Bahn, so präsentiert sich MUC, wie die Stadt mittlerweile heißt, der Kletterkünstlerin Pia. Pia ist auf der Suche – nach ihrem Bruder, der vor Jahren verschollen ist, und nach Antworten. Denn das große Sterben haben nur Rothaarige überlebt, ihre Haare jedoch sind pechschwarz. Aber MUC ist kein Ort des Wissens und der Freiheit mehr, sondern eine gnadenlose Diktatur. Pia muss sich entscheiden, ob sie auf der Seite der Unterdrücker oder der Unterdrückten stehen will.
Über die Autorin Anna Mocikat, geb. 1977, machte zunächst eine journalistische Ausbildung, ehe sie an der renommierten Drehbuchwerkstatt München (Filmhochschule München) ein Stipendium erhielt und Drehbuchschreiben studierte. Anschließend war sie mehr als zehn Jahre lang im Filmbusiness als Drehbuchautorin und Regisseurin tätig, wobei sie mit zahlreichen namhaften TV-Sendern und Produktionsfirmen zusammen arbeitete. Später schrieb sie als Gamewriterin für diverse deutsche Videospielhersteller. Anna Mocikat lebt in der Nähe von München, "MUC" ist ihr Debütroman.
Meine Meinung
Story Mit dem Buch beginnt eine Geschichte um die aus einem Bergdorf stammende Pia. Im Jahr 2120 ist die Weltbevölkerung fast ausgelöscht. Die letzten Menschen leben oder vegetieren in kleinen Gruppen. Was die Menschen gemeinsam haben sind rote Haare alle bis auf Pia. In ihrem Bergdorf ist sie deshalb eine ausgestoßen. Als Pia nichts mehr hält macht sie sich auf dem Weg nach Muc jener Geheimnisvollen Stadt in der noch alles beim Alten sein soll. Auch ihr Bruder ist vor Jahren dorthin gegangen. Ihr Weg nach Muc ist sogleich eine suche nach ihrem Bruder, sie muss gefahren trotzen, lernt neue Freunde kennen, aber es ist auch ein persönlicher Weg von der „ Bergprinzessin“ zu einer starken Kämpferin.
Schreibstil Das Buch ist einfach zu lesen. Anna Mocikat versteht es eine neue Welt, mit wenigen,Worten zu erschaffen.
Charaktere Pia wächst einem schnell ans Herz. Als Leser leidet und lebt man mit ihr. Sie ist eine starke Persönlichkeit, die sich in dieser neuen Welt behaupten muss.
Mein Fazit
Auf knapp 370 Seiten soll eine Dystopische Welt entstehen, mit ein wenig Skepsis habe ich das Buch angefangen zu lesen. Es ist schon erstaunlich, mit wie wenig Anna Mocikat eine Welt erschaffen lässt. Pia ist eine Heldin die einem schnell ans Herz wächst. Außerdem ist die Geschichte nicht so Stereotypisch wie viele Dystopien . An einigen stellen nicht unbedingt immer stimmig ( ob sich Penizillin wirklich 100 Jahre hält? ). Denn einzigen Kritikpunkt denn ich anbringen kann ist dass das Buch zu kurz ist, ich hätte gerne mehr gelesen und erwarte nun sehnsüchtig die Fortsetzung im November. Ich vergebe volle fünf von fünf Sternen mit einem dicken Plus dahinter und eine absolute Leseempfehlung.
Vor 100 Jahre starb der Großteil der Menschheit an einem Virus. Nur Rothaarige waren immun und überlebten das große Sterben. Die Welt ist nicht mehr was sie mal war. Nur wenig ist von der Zivilisation übrig geblieben. Pia wächst in einer kleinen Siedlung in den Alpen auf. Dort herrschen strikte Regeln: Die Männer arbeiten auf dem Feld und kümmern sich um die Tiere und die Frauen sind für Haushalt und Kinder zuständig. Pia kann sich aber nicht vorstellen so zu leben. Deswegen beschließt sie die Siedlung zu verlassen und ihrem Bruder Paul zu folgen, der sich vor 5 Jahren auf den Weg nach MUC begeben hat. In der großen Stadt soll das Leben anders sein und mehr wie vor dem großen Sterben. Doch als Pia nach einer gefährlichen Reise dort ankommt ist MUC gar nicht so wie erwartet. Und auch von Paul fehlt jede Spur. Pia muss sich entscheiden, wo und vor allem wie sie dort leben möchte.
Das Cover und vor allem der Titel sind mir direkt ins Auge gesprungen. MUC ist der IATA-Code des Flughafens in München und auf dem Cover sieht man die Münchner Frauenkirche, auch wenn ein Turm zerstört ist. Da ich in der Nähe von München wohne und dort arbeite fand ich die Idee einer Dystopie in München großartig. Ich wurde nicht enttäuscht! „MUC“ ist eine grandiose Dystopie. Die Beschreibungen der noch vorhandenen Bauwerke waren sehr bildlich und ich wusste meistens ziemlich schnell wo sie Pia gerade befindet. Das zu erraten hat mir viel Spaß gemacht. Gerade Ortskundige werden daher viel Spaß mit diesem Buch haben. Aber ich denke auch für Nicht-Münchner sind die Beschreibungen detailliert genug um sich zurechtzufinden. Mit deutschen Autoren geht es mir leider oft genauso wie mit deutschen Filmen. Die Idee ist gut, doch an der Umsetzung hapert es. Doch Anna Mocikat hat mich voll überzeugt und ich habe dem Buch am Schreibstil nicht angemerkt, dass die Autorin eine Deutsche ist. Pia war mir durchweg sympathisch und auch die anderen Charaktere waren gut heraus gearbeitet. Die Autorin versteht es Spannung aufzubauen und so habe ich „MUC“ innerhalb eines Tages förmlich inhaliert. Ich freue mich schon sehr auf weitere Bücher von Anna Mocikat!
Fazit: Grandioses Debüt, das sich nicht hinter den großen amerikanischen Dystopien verstecken muss. Ein Muss für Dystopie-Liebhaber, aber auch als Einstieg in das Genre geeignet.
Dieses Buch stand schon ewig auf meiner Wunschliste, ich war derart gespannt darauf das könnt ihr euch nicht vorstellen. Natürlich waren meine Erwartungen ziemlich hoch!
Ich begann mit dem lesen und lernte Pia kennen, sie war gerade dabei einen Berg hinabzuklettern. Langsam erfuhr ich was sie dazu getrieben hat ihre sichere Heimat zu verlassen und sich auf den Weg nach der sagenumwobenen Stadt MUC zu machen. Die Welt so wie wir sie kennen existiert nicht mehr, das große Sterben hat Millionen von Menschen leben gekostet. Pia die in ihren Dorf fast wie eine ausgestoßene lebte, ertrug es nicht länger und flieht auch in der Hoffnung ihren Bruder wiederzufinden der sich ebenfalls auf den Weg nach MUC gemacht hat.
Der Schreibstil der Autorin ist etwas ganz besonderes, ich habe ihn regelrecht inhaliert. Ihr Stil ist locker und flüssig, dadurch habe ich dieses Buch verschlungen. Erzählt wird die Story aus der Sicht von Pia.
Die Charaktere sind authentisch und realistisch beschrieben. Pia habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Durch ihre offene und ehrlich Art war sie mir unglaublich sympatisch. Im Verlauf der Geschichte macht sie eine unglaubliche Wandlung durch, zu beginn wirkte sie noch leichtgläubig und teilweise auch ein wenig naiv, zum Ende der Geschichte ist von dieser Frau nichts mehr übrig Zum Ende der Geschichte ist aus Pia eine Kämpferin geworden die sich von nichts und niemanden unterkriegen lässt.
Die Handlung ist unglaublich spannend und fesselnd. Diese Welt die die Autorin erschaffen hat war derart realistisch beschrieben, so das ich teilweise dachte ich wäre selbst Teil der Geschichte. Gerade auch weil ich mir das ganze Szenario sehr gut vorstellen konnte.
Zusammenfassend gesagt ist MUC für mich ein kleines Highlight. Dieses Buch hat mich bestens unterhalten und schon jetzt freue ich mich riesig auf den zweiten Band der Reihe.
Klare Empfehlung für jeden Dystopie Fan!!!
Fazit:
Mit MUC ist der Autorin eine realistische und überaus fesselnde und spannungsgeladene Dystopie gelungen die mich völlig begeistern konnte. Dieses Buch bekommt von mir die volle Punktzahl.
Ich muss sagen, dass ich bisher Dystopien eher skeptisch gegenüberstand und immer dachte, dass dieses absolut gehypte Genre so gar nichts für mich ist, weil es mir Angst machen würde wegen dem Endzeitszenario. Aber nachdem ich erst vor kurzem den Auftakt zu einer anderen Dystopie gelesen habe, wollte ich doch mehr von diesem Genre lesen und zögerte daher nicht, als mich der Knaur-Verlag fragte, ob ich MUC lesen und natürlich rezensieren möchte. Allerdings kam ich anfangs schwer in die Geschichte rein, weil man direkt in eine Szene hineingeworfen wurde und ich gar nicht wirklich wahrnehmen konnte, wo ich war und mit wem ich es zu tun hatte. Das legte sich jedoch einige Zeit später zum Glück. Das Buch wurde immer besser und auch immer spannender, bis ich es gar nicht mehr aus der Hand legen konnte, weil ich wissen wollte, wie es weitergeht. Mir ist leider aufgefallen, dass in dem Buch viele Wiederholungen vorkamen. Einige Sätze oder Redewendungen gibt es immer wieder. Auch fand ich, dass einige Dinge, die Pia bewältigen musste, ihr ziemlich einfach gelangen, also etwas geradlinig waren und es somit an diesen Stellen keine wirklichen Schwierigkeiten gab. Das fand ich etwas schade. Was mir dafür aber sehr positiv aufgefallen ist, sind die einzelnen Charaktere, die allesamt wirklich sehr gut ausgearbeitet sind. Man kann sich jeden einzelnen sehr gut vorstellen und jeder hat so seine Eigenarten. Die meisten konnte ich direkt ins Herz schließen. Auch gibt es im Buch immer wieder überraschende Wendungen, mit denen man als Leser so gar nicht rechnet und die einem die Kinnlade unterklappen lassen. Im Großen und Ganzen fand ich das Buch also richtig gut und ich freue mich sehr, dass ich es lesen durfte. Ich freue mich schon wahnsinnig auf die nächsten Bände - vor allem natürlich erst einmal auf die eBooks, die vor dem eigentlichen zweiten Band als »AddOns«, wie die Autorin sie nennt, erscheinen werden.
Eigentlich bin ich durch Zufall über dieses Buch gestolpert. Ein dystopischer Roman angesiedelt da, wo ich wohne. Ich bin bei dem Genre ja oft genug sehr skeptisch und auch MUC bedient viele Klischees und Tropes, die andere Bücher bereits zur Genüge durchgekaut haben - weibliche, jugendliche Heldin, die etwas ganz besonderes ist und in einem Liebesdreieck landet. An sich war das Buch schnell gelesen. Ich werd auch das zweite lesen, weil ich wissen will, wie es weitergeht.
Was mir nicht gefallen hat:
- Zu wenig Spannung. Alles lief immer viel zu glatt für unsere Heldin und ihre Freunde. Wirkliche Spannung suchte man da also leider vergebens. - das Liebesdreieck.....warum? warum muss es das immer und immer wieder geben? Wenn man sowas das erste Mal liest, hat es sicherlich noch seinen Reiz, aber nach einer gewissen Zahl an Büchern kann man es einfach nicht mehr sehen. - Der Bösewicht war nicht wirklich ein Bösewicht. Nicht im eigentlichen Sinne. Das machte es schon sehr uninteressant für mich. - viel zu wenig 'altes Wissen'. DAVON hätte ich wirklich sehr gern mehr gehabt.
Damit kommen wir auch schon zu dem, was mir sehr gut gefallen hat: - Das Setting! Meine Güte, wirklich klasse. München, meine Wahlheimat. Man hatte es beim Lesen wirklich vor Augen. Auch Pias Reise nach MUC war hervorragend beschrieben und man konnte ihr in Gedanken auf der Karte folgen.
Handwerklich gesehen war das Buch solide geschrieben. Die Sprache war schön, der Text fließend. Es gab wenig, was einen aus dem Lesen rausgerissen hat. Manche finden sowas vielleicht uninteressant, aber nach vielen schlecht geschriebenen Büchern, die ich gelesen habe, ist es immer noch erfrischend, dass es Menschen gibt, die mit Sprache umgehen können.
Zusammenfassend ist MUC sicherlich kein weltbewegender Roman, aber er ist spannend und gut genug, dass man sich damit lesend gut unterhalten kann.
Das erste Buch, das ich in diesem Jahr nicht zu Ende gelesen habe - nach zwei Dritteln wurde es mir zu viel beziehungsweise zu wenig. Die Basis-Story ist schnell erzählt: Nach einer zunächst nicht näher erklärten Apokalypse haben nur rothaarige Menschen überlebt und Deutschland wie man es kennt liegt in Trümmern. Die nicht rothaarige (Geheimnis!) junge Bewohnerin eines Alpendorfs macht sich auf nach München, in der zerstörten Zukunft nur MUC genannt, um nach ihrem Bruder zu suchen. Der Weg dorthin ist gesäumt von wenig originellen und allzu bekannten Doomsday- und Zombie-Szenarien - eine mit verrottenden Autowracks übersähte Autobahn kommt Ihnen irgendwie bekannt vor? Genau. Den Rest des Weges staunt die Protagonistin dann ständig - über die großen Häuser, die die Menschen in der alten Zeit bauen konnten, die technischen Geräte, die leichten Stoffe, alkoholische Getränke und so weiter und so fort. Alles sieht sie zum ersten Mal, mich hat das aber spätestens nach der fünften Wiederholung gelangweilt.
Zudem hat mich kolossal genervt, dass die Autorin ihre Sympathien äußerst schablonenartig verteilt. Klar, da ist die ein wenig naive, aber gute Heldin reinen Herzens. Und beim Rest des Personals ist nach ein paar Seiten klar, ob jemand zu den Bösen oder den Rechtschaffenen gehört. Das alles wäre ja nicht sooo schlimm, da das Buch vernünftig lektoriert und recht szenisch geschrieben ist (wenn man das mag). Sprich, in Zeiten von Self Publishing drei, vier Euro für diesen Roman zu verlangen wäre meiner Meinung nach ok gewesen. Das Taschenbuch aber für 13 Euro und das E-Book für 10 Euro zu verkaufen und damit in eine Reihe mit renommierter SF-Literatur zu stellen, ist klar überambitioniert. Dafür ist das Buch insgesamt einfach viel zu einfach gestrickt. Als Self-Published-Roman: OK. Als Jugendroman: Kann man vielleicht machen. Als vollpreisige, anspruchsvolle SF-Erzählung: Geht gar nicht.
3 Sterne. Die Welt fand ich sehr interessant: Eine Dystopie in Deutschland (München). Auch der Schreibstil, wie für uns alltägliche Dinge beschrieben werden gefiehl mir gut. Allerdings war mir die Protagonistin viel zu naiv. Das hat dem Plot sowie anderen Charakteren echt geschadet.