Verdammt, Sparrow und ich faken diese Beziehung so gut. Viel zu gut. Selbst ich beginne, darauf reinzufallen.
Raven, der Gitarrist und Frontmann der Rockband Thunderbirds, liebt sein Leben und kann vom ausgelassenen Feiern nicht genug bekommen. Nach einem besonders ausufernden Partyexzess stellt sein Manager ihn jedoch vor vollendete Tatsachen. Um das Image der Band aufzupolieren, soll er seiner Abneigung zum Trotz Sparrow, die Sängerin der aufstrebenden Girlband Sandpipers, zum Schein daten. Sparrow dagegen ist quasi über Nacht dank eines viralen Videos in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Um sich im Showbiz zu etablieren, soll sie sich nun öffentlichkeitswirksam mit dem rebellischen Raven treffen. Er lässt allerdings keine Gelegenheit aus, sie aus der Reserve zu locken. Die Sticheleien im Wechsel mit der geforderten Nähe vor den Kameras entzünden bald einen Funken, den beide nur schwer einzudämmen vermögen. Und schon drohen die Grenzen zu verschwimmen und es stellt sich die Was ist inszeniert und was echt?
Genieße mit ›Raven’s Melody‹ eine mitreißende Rockstar-Romance mit außergewöhnlicher emotionaler Tiefe aus der Feder von Melanie Schütz.
Eine Rockstar Romance und das mit einem anschaulichen Cover, da war ich sofort dabei. Aber hier geht es nicht nur ausschließlich um einen Rockstar. Die Protagonistin ist auch ein Star. Man lernt Raven und Sparrow kennen. Beide sind Menschen in der Öffentlichkeit. Sparrow ist Sängerin einer aufstrebenden Girlband und Raven ist der Frontmann einer Rockband. Während Raven sein Leben als Rockstar mit Partys genießt, ist Sparrow wegen einem viralen Video über Nacht in den Fokus der Öffentlichkeit geraten. Raven muss seine Fehltritte gerade biegen und Sparrow muss so gut es geht in der Öffentlichkeit bleiben. Es bleibt nichts anderes übrig, als eine Fake Beziehung zu starten. Raven wird dabei von seinem Manager gezwungen. Dabei hat Raven so gar nichts mit Sparrow am Hut, da sie total unterschiedlich sind. Er kann es aber auch nicht sein lassen, sie in jeder Gelegenheit zu Ärgern. Trotzdem wahren sie beide das Image des verliebten Paares. Doch langsam beginnen auch die Funken zwischen beiden sehr zu Knistern.
Sparrow war mir sofort sympathisch. Sie war schüchtern aber auch selbstbewusst. Sie wusste ganz genau was sie möchte. Dich das virale Video wurde sie zu einem One Hit Wonder. Damit sie aber bekannter wird, muss sie in der Öffentlichkeit bleiben. Dabei mag sie Raven gar nicht und mit den Rockstar da sein hat sie auch nichts am Hut. Sie bleibt ihrer Musik treu. Gegenüber Raven bleibt sie standhaft, da er schon als Schürzenjäger gilt. Mit Raven musste ich erstmal warm werden. Er war wirklich wie ein Schürzenjäger und hat nichts anbrennen lassen. Doch er hat auch Tiefe gezeigt. Durch die ständigen Partys, will er so seine Probleme verdrängen. Er versucht gar nicht erst daran zu denken und macht alles um sich abzulenken. Raven ist eindeutig vom Leben gezeichnet und man erfährt auch nach und nach warum das so ist. Es gibt auch noch Nebencharakter die man einfach nicht vergessen kann. Freunde die einem immer wieder auf helfen. Zwischen Raven und seiner Band und auch Sparrow und ihrer Band ist es wie eine zweite Familie. Sie vertrauen sich und verurteilen sich nicht.
Der Schreibstil der Autorin war dabei sehr flüssig zu lesen. Man liest die Story abwechselnd aus der Sicht von Raven und Sparrow. Das hat beide Charakter näher gebracht. Der Schlagabtausch zwischen den beiden war humorvoll, auch die Sticheleien haben mich öfters zum Grinsen gebracht. Trotzdem hat die Story auch eine Gewisse Tiefe. Es werden dabei wichtige Themen angesprochen. Themen wie Depressionen und Verlust, auch die familiären Verhältnisse. Man bekommt die Ängste der Charakter hautnah mit, die Sorgen und die Gedanken die wie ein Karussell kreisen. Es war sehr emotional und hat mich tief berührt. Was Anfangs zwischen den beiden noch Abneigung war, hat sich zu Sorge und Zuneigung entwickelt. Es war schön wie sich das alles so nach und nach aufgebaut hat. Die Grenze zwischen Fake und Realität verwischt langsam. Man bekommt aber auch viel aus der Musik Branche mit und wie hart diese wirklich ist. Es war ein Buch das ein Achterbahn der Gefühle hervorruft. Ich konnte das Buch nicht so schnell aus der Hand legen und musste es einfach inhalieren. Für mich hat das Buch eine klare Leseempfehlung verdient.
Mir hat Ravens Melody unsagbar gut gefallen. Es war so wunderschön zu lesen. Hinter dem Frontmann Raven steckt ein ganz liebenswerter Kerl, der ganz anders ist, als er nach außen hin scheint. Deswegen fande ich es auch schön, dass Sparrow verstanden hat, wie er wirklich tickt und hinter seine Fassade schaut und sich nicht sonst was denkt, wie es sonst oftmals in Büchern ist. Auch schön fande ich es, dass beiden schnell klar wurde, dass sie sich verliebt haben und sie ihre Gefühle nicht leugnen, dass sie miteinander reden und nicht Sachen hineininterpretieren, die absolut nicht stimmen. Dadurch hat sich das Buch für mich einfach komplett so von anderen Büchern abgehoben und das hat mir wahnsinnig gut gefallen. Aber kein Buch kommt ohne Konflikt aus und der passiert auch hier, ist für mich aber recht unverständlich, da sie ja vorher immer miteinander reden und alles überstanden haben. Selbst als er sie vorher allein gelassen hat und Tagelang so gut wie ignoriert hatte, sind sie daran nicht zerbrochen, sondern sie ist zu ihm gereist, hat sich selbst ein Bild der Situation gemacht und mit ihm geredet. Aber als es plötzlich diese Falschmeldung gibt, zerbrechen sie daran. Das war für mich etwas unverständlich... Aber gut, auch diesen Konflikt überwinden sie / die beiden, irgendwann und das Buch hat ein schönes Ende. Ich hätte am liebsten noch mehr von den beiden gelesen, es war einfach so schön.
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Die Tropes und das, was ich bisher von diesem Buch so mitbekommen hatte, haben mich sofort angesprochen. Und die Geschichte um Raven und Sparrow, aus deren Ich-Perspektiven man liest, hat mich dahingehend wirklich nicht enttäuscht. Beide Protagonisten sind durchdacht, haben Tiefe und handeln durchweg sehr nachvollziehbar. Dazu kommt die Anziehung, die spürbar, aber nicht total übertrieben ist und der genügend Raum gegeben wird, um sich aufzubauen. Besonders überzeugt hat mich, dass beide Protagonisten Familie, eine Vergangenheit und ein Zuhause haben, es aber trotzdem tolle Rockstar-Vibes gab. Die Story lief wie ein Film vor meinem inneren Auge ab und war sehr flüssig zu lesen, mit schönen Bildern, ohne Stolpersteine. Ein besonderes Highlight war für mich der Songtext, den ich super gern in echt statt nur in meinem Kopf gehört hätte, so toll fand ich die Idee.