Das Schicksal zweier Frauen. Zwei Entscheidungen, die alles verändern. Die neue Saga von Bestsellerautorin Maria Nikolai – basierend auf wahren Ereignissen
Little Germany, Manhattan, 1904: Eine verheerende Katastrophe hat das deutsche Viertel in Schockstarre versetzt. Trotz des schweren Schicksalsschlags, der auch sie getroffen hat, kämpfen Lissi und Julia weiter für ihre Bäckerei und ihr persönliches Glück. Doch bald schon zeichnet sich ab, dass Little Germany nie mehr die Heimat sein wird, zu der es für sie geworden war. Noch einmal müssen die beiden jungen Frauen von vorn beginnen – und eröffnen »Lissi's Kleine Konditorei« auf der 86th Street in Yorkville. Wie ein aufstrebender Stern am German Broadway erobert die schwäbische Confiserie schnell die Herzen aller. Währenddessen müssen sich Julia und Lissi ihrer Vergangenheit stellen, denn zwei Männer aus ihrem alten Leben treiben sie nicht nur in ein Gefühlschaos, sondern stellen auch ihre Zukunft infrage. Zur selben Zeit beginnt der Prozess gegen die Verantwortlichen der Tragödie auf dem East River …
Nachdem Lissi ihren Mann verloren hat, fällt ihr die Rückkehr ins Leben sehr schwer und auch das Viertel leidet unter den Folgen des Dramas. Nur langsam gelingt es Lissi und Julia ihren Alltag wieder aufzunehmen und die Bäckerei fortzuführen. Dabei hilft aber der Zusammenhalt im Team der Bäckerei und auch Frederick und nicht zuletzt Tobias unterstützen die beiden Frauen. Auch als ein Neuanfang in Brooklyn ansteht.
Dieser zweite Band schließt direkt an die Ereignisse am Ende des ersten Bands an. Daher wirkt das Buch am Anfang auch recht gedrückt, da natürlich das ganze Viertel unter den Geschehnissen leidet. Neben Lissi und Julia und ihrem Team begleiten wir auch wieder Giovanni und seine Nonna. Die Autorin führt hier die angefangenen Erzählstränge aus dem Vorgängerband geschickt weiter. Und auch Nebenfiguren wie Alva Belmont Vanderbilt und Carl Turner tauchen wieder auf.
Mir hat das Buch wieder gut gefallen, auch wenn mich Band eins mehr mitnehmen konnte. Die Geschichten der beiden Frauen werden zu einem runden Ende geführt und gerade bei Julia hatte ich wirklich das Gefühl, dass ihr Weg absolut glaubwürdig war. Ich mochte die Freundschaft von Julia und Lissi und auch den Zusammenhalt, den sie mit ihrem Team gefunden haben. Hier merkt man, dass Familie nicht unbedingt auch Blutsverwandtschaft heißt.
Ich kann diesen zweiten Band auch wieder empfehlen, ich habe ihn wirklich gerne gelesen.
Klappentext: Little Germany, Manhattan, 1904: Eine verheerende Katastrophe hat das deutsche Viertel in Schockstarre versetzt. Trotz des schweren Schicksalsschlags, der auch sie getroffen hat, kämpfen Lissi und Julia weiter für ihre Bäckerei und ihr persönliches Glück. Doch bald schon zeichnet sich ab, dass Little Germany nie mehr die Heimat sein wird, zu der es für sie geworden war. Noch einmal müssen die beiden jungen Frauen von vorn beginnen und eröffnen »Lissi's Kleine Konditorei« auf der 86th Street in Yorkville. Wie ein aufstrebender Stern am German Broadway erobert die schwäbische Confiserie schnell die Herzen aller. Währenddessen müssen sich Julia und Lissi ihrer Vergangenheit stellen, denn zwei Männer aus ihrem alten Leben treiben sie nicht nur in ein Gefühlschaos, sondern stellen auch ihre Zukunft infrage. Zur selben Zeit beginnt der Prozess gegen die Verantwortlichen der Tragödie auf dem East River.
„Little Germany-Der Geschmack von Freiheit“ ist der 2. Band der „Bäckerinnen von Manhattan“ Dilogie von Maria Nikolai. Die Autorin hat mich schon mit einigen Büchern begeistert. Auch der erste Band „Little Germany - Der Duft der Neuen Welt“ hat mich völlig begeistert. Das Thema, deutsche Auswanderer in den USA finde ich interessant. Der zweite Band schließt auch direkt an den ersten Band an.
Im Mittelpunkt stehen Lissi und Julia. Die beiden Frauen haben den Schritt gewagt, einen Neuanfang in der neuen Welt zu suchen. Ihr Erfolg in Little Germany spricht für sich. Doch nach einer Katastrophe ist Little Germany nicht mehr das, was es war. Die Trauer um viele Tote steckt tief in den Menschen. Einige wandern aus Little Germany aus. So auch Lissi und Julia. Noch einmal wagen sie den Neuanfang in Yorkville. Hier eröffnen sie Lissi's Kleine Konditorei. Und wieder spricht der Erfolg für sich. Bald ist die kleine Konditorei nicht mehr wegzudenken. Doch Ruhe kehrt bei Lissi und Julia nicht ein, die Vergangenheit beginnt sie einzuholen.
Maria Nikolai kann einfach toll Geschichten erzählen. Schon „Die Schokoladenvilla“ und die „Bodensee-Saga“ haben mich total begeistert. Für die neue Geschichte braucht es nur ein paar Seiten und ich war wieder von der Geschichte gefangen. Die Charaktere sind facettenreich und lebendig. Ich mag es die beiden Frauen zu begleiten und ihre Entwicklung zu erleben. Beides sind mutige Frauen und auch wenn sie aus verschiedenen Schichten der Gesellschaft kommen, stellt das kein Problem für sie dar.
Maria Nikolai beschreibt die Handlungsorte sehr anschaulich. Ich habe noch nie von „Little Germany“ in New York gehört und finde es sehr interessant darüber zu lesen. Das deutsche Backwaren in Amerika gut ankommen ist bekannt. In dieser Geschichte nach Amerika versetzt zu werden und das Entstehen mitzuerleben ist wunderbar. Die Beschreibung der duftenden Backwaren hat mich in der Nase gekitzelt. Die Atmosphäre von Little Germany und dann in Yorkville wird von der Autorin sehr gut vermittelt. Auch das Entsetzen nach der Katastrophe, die historische belegt und die Trauer die, die Menschen überfällt ist wird gut vermittelt.
Die Zeit der Handlung wird, auch wieder an realen Ereignissen, wie z. B. die Bandenkriege gut beschrieben. Maria Nikolai hat einen flüssigen, gut verständlichen und fesselnden Schreibstil. Einmal in die Geschichte eingetaucht konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
„Little Germany-Der Geschmack von Freiheit“ ist eine wunderschöne Geschichte, die ich mit großer Freude gelesen habe.
Auf den zweiten Teil von "Die Bäckerinnnen von Manhattan" von Maria Nikolai habe ich mich schon sehr gefreut, nachdem der erste Band von mir ♥♥♥ Lieblingsbuch-Status ♥♥♥ erhalten hat. Außerdem gab es am Ende einen Cliffhanger, der mich auf die Fortsetzung hin fiebern hat lassen. Der zweite Band schließt nahtlos an den ersten an. Die große Katastrophe hat auch Lissi und Julia betroffen, aber vor allem ist "Little Germany" nicht mehr das, was es war. Man spürt die Trauer der Einwohner des Viertels, die nach und nach abzuwandern beginnen. Julia und Lissi wollen sich jedoch nicht unterkriegen lassen und kämpfen weiter für ihre Bäckerei. Sie müssen jedoch einsehen, dass das deutsche Viertel einfach nicht zur Ruhe kommt. Nach einigen Überlegungen versuchen sie einen Neuanfang in Yorkville.
Maria Nikolai fängt in ihrem Roman die Themen Verlust, Neuanfang und Zusammenhalt ein. Man spürt, wie tief die Katastrophe in der deutschen Gemeinschaft nachwirkt. Im ersten Viertel überwiegt noch die Trauer der Einwohner von "Little Germany" und die Wut auf die Verantwortlichen der Tragödie, dessen Gerichtsverhandlungen immer mehr hinausgezögert werden. Hier habe ich vor allem die historischen, oftmals trockenen Fakten, die die Autorin intensiv recherchiert hat, als spannend und lebendig erzählt empfunden. Die Atmosphäre ist in diesem Abschnitt gedrückt und wird erst mit dem Neuanfang wieder lebhafter und positiver. Neben der Bäckerei, die manchmal fast ein bisschen zu kurz kommt, stehen vor allem auch die privaten Handlungsstränge rund um Lissi und Julia im Vordergrund.
Der Schreibstil von Maria Nikolai lässt sich sehr angenehm lesen, ist bildgewaltig und versprüht eine ganz besondere Atmosphäre. Sie versteht es historische Fakten mit fiktiven Vorkommnissen perfekt zu verknüpfen und daraus ihre wundervollen Geschichten zu kreieren. Man fühlt sich direkt in New York Anfang des 20. Jahrhunderts angekommen, flaniert durch die Straßen, riecht den Duft der leckeren Gebäckstücke oder fährt mit Julia Rad durch den angrenzenden Park. Aber auch die Bandenkriege, in die Giovanni und Bernardo hineingezogen werden, sowie ein persönlicher Stalker, geben der Geschichte Dynamik. Die Charaktere sind liebenswert und authentisch gezeichnet. Die enge Freundschaft zwischen Lissi und Julia gibt beiden in herausfordernden Situationen Halt. Sie unterstützen sich gegenseitig in allen Bereichen. Auch die Nebenfiguren, wie Toby und Frederick, Giovanni, Annedorle, Harry und Nonna Antonella bringen Leben in die Geschichte. Eine sehr interessante und schillernde Figur ist auch Alva Vanderbildt Belmont - eine der historisch belegten Personen, die ebenfalls eine Rolle im Roman spielt.
Am Ende gibt es ein Personenverzeichnis, historische Romanhintergründe und einige leckere Rezepte aus Lissis Bäckerei.
Mir hat der erste Band ein kleines bisschen besser gefallen, aber wirklich nur um Nuancen. Das ist sicher reine Geschmackssache. Im Ganzen gesehen ist diese Dilogie jedoch eine wunderbare Zeitreise nach New York, gespickt von Erlebnissen der vielen Einwanderer zu Beginn des 20. Jahrhunderts und ihren Neuanfängen.
Fazit: Ein gelungener Abschluss der Dilogie, die mich nach New York ins beginnende 20. Jahrhundert geführt hat. Zwischen historischen Ereignissen und liebenswerten Charakteren, Einblicke in die Welt der Einwanderer und viel Atmosphäre, hat mich auch die Fortsetzung der "Little Germany" Reihe wieder begeistert. Gerne vergebe ich eine Leseempfehlung für diese Dilogie!
Inhalt siehe Klappentext. Das Titelbild passt optisch und haptisch optimal zum ersten Teil, auch wenn nach knapp 300 Seiten die ersten starken Leserillen aufgetreten sind. Die beiden Bücher machen sich bereits jetzt gut in meinem Bücherregal (direkt neben der Bodensee-Saga). Obwohl zwischen Band 1 und 2 beim Lesen ein paar Monate lagen, hat mich die Schiffskatastrophe direkt wieder abgeholt. Der Lesende begleitet Julia und Lissi beim weiteren Ausbau ihrer Brezelbäckerei, die im Laufe dieses Bandes nicht nur den Standort, sondern auch den Namen wechselt. „Lissis Kleine Konditorei“ erwacht in Yorkville, weil es nach dem Unglück immer mehr Menschen aus Little Germany wegzieht. Die Verluste sind zu groß, die Erinnerungen zu schwer und die Verantwortlichen werden nicht bestraft und wenn doch, dann nur geringfügig im Verhältnis zu dem, was die Opfer und deren Angehörigen zu tragen haben. Lissi hat Paul verloren, aber Aurelia und ihre Freunde zur Seite. Toby entpuppt sich nicht nur als fähiger Arzt und Handwerker, sondern auch als Helfer in der Not für Herz, Geist und Seele - hier haben sich zwei zwar nicht gesucht, aber definitiv gefunden. Julia und Frederick, waren auf dem Papier ein Paar, in der Realität eher zwei Fremde, die erst lernen müssen, was den anderen ausmacht, was man an ihm mag oder gar vermisst, wenn man getrennt ist. Hier wurde gesucht und gefunden und das auf zwei Kontinenten. Frederick hat zudem mit den Intrigen seiner Mutter zu kämpfen, was ihn seine Entscheidung für Julia und Amerika leichter treffen lässt. Dass jede der beiden Auswandererfreundinnen ihr Glück und ihre Berufung sucht, ist klar, ob dies an einem gemeinsamen Ort geschehen muss, nicht. Für mich zählt, dass Maria Nikolai wieder ganz wunderbar und extrem flüssig lesbar zu Papier gebracht hat, wie man einst vor etwas weglief, sich auf den Weg und die Suche machte, verlor und gewann und letztendlich doch glücklich ist. Ich möchte nicht jede einzelne Person aufzählen, die im Buch vorkommt, aber Giovanni ist mein heimlicher Held, der Junge hat Potential. Es werden viele geschichtliche Details, die sicher nicht jedem Leser geläufig sind, weder in den USA noch in Deutschland, angemerkt. Mir gefallen die Schilderungen der Umgebung, sowohl des Prunks mancher Straßenzüge und Gebäude und im Gegensatz auch die Armut, die die Leute unterschiedlicher Schichten erlebten. Aufgepeppt mit viel Kulinarischem, die Rezepte findet man im Anhang und werden sicher von mir ausprobiert, ergänzt um historische Romanhintergründe und Glossar ist das 512 Seiten starke Taschenbuch ein Lesehighlight in diesem Herbst. Ich kann „Little Germany 2: Der Geschmack von Freiheit“ uneingeschränkt empfehlen und vergebe heute 5 Sterne. Wäre Eckerde nicht mehrere Stunden Fahrzeit von mir entfernt, würde ich mir dieses Gut gerne mal anschauen.
Mit „Little Germany – Der Duft der Neuen Welt“ ist Ende September der 2. Band der „Little Germany“-Reihe von Maria Nikolai erschienen. Der erste Teil hatte mich mit seiner emotionalen Tiefe gefesselt – dementsprechend gespannt war ich nun auf den Reihenabschluss, der im Jahr 1904 an die Handlung anknüpft.
Die Geschichte folgt den Hauptfiguren Lissi und Julia, die im 1. Band aus Deutschland in die USA ausgewandert sind, um in „Little Germany“, dem deutschen Viertel von New York, ein neues Leben zu beginnen. Während Lissi als mutiges Dienstmädchen ihren Weg sucht, flieht Julia vor einer unglücklichen Ehe und stellt sich mutig ihrem Neuanfang. Beide Frauen arbeiten in einer Bäckerei und kämpfen sich durch ein Leben, das von Hoffnung, Verlusten, Freundschaft und der Suche nach Freiheit geprägt ist.
Maria Nikolai gelingt es mit ihrem flüssigen, bildhaften Stil wieder beeindruckend, längst vergangene Zeiten lebendig werden zu lassen. Die Kapitel sind kurz – die Perspektivwechsel zwischen Lissi und Julia halten die Spannung konstant hoch. Besonders beeindruckend ist, wie sie Gefühle wie Angst, Hoffnung, Liebe und Trauer feinfühlig und ohne übermäßige Dramatik einfängt – direkt, ehrlich und berührend.
Ein zentrales Ereignis in diesem Band ist das tragische Unglück des Bootes „General Slocum“ am 15. Juni 1904, bei dem über 1.000 Menschen ums Leben kamen. Die Autorin bringt dieses wahre historische Geschehen mit großer Empathie und Detailgenauigkeit in den Roman ein. Die Auswirkungen auf das Viertel und seine Bewohner sind auf jeder Seite spürbar. Ich habe mit den Figuren mitgelitten – Band 1 endete sehr emotional und es gibt einen Verlust, den ich auch im 2. Band betrauert habe.
Ein paar Wendungen waren für meinen Geschmack etwas vorhersehbar, was meiner Unterhaltung aber nicht geschadet hat. Der Sog, den dieses Buch entfaltet, hält bis zur letzten Seite an. Maria Nikolai hat erneut bewiesen, dass sie nicht nur hervorragend recherchiert, sondern auch mitreißend erzählt. Ihre Charaktere sind authentisch und tief gezeichnet, die Atmosphäre dicht und stimmungsvoll. Lissi und Julia habe ich wirklich in mein Herz geschlossen und werde noch oft an ihre Geschichten denken.
Insgesamt ist „Little Germany – Der Duft der Neuen Welt“ ein packender historischer Roman voller Emotionen, bewegender Schicksale und lebendiger Geschichte. Lest unbedingt den ersten Band, bevor ihr mit Teil 2 beginnt – nur so macht die Geschichte richtig Sinn, weil wir die Charaktere dann schon kennen. Für mich ein absolutes Lesehighlight und eine berührende Erinnerung daran, wie stark Menschen sein können, wenn sie zusammenhalten.
Ich lese immer wieder gerne historische Romane, die mich in eine andere Zeit entführen und mit interessanten Figuren unterhalten. Deshalb war ich auf dieses Buch sehr gespannt, nachdem ich davon erfahren habe. Ich wurde auch absolut gut davon unterhalten und werde mir die Autorin nun merken.
Inhaltlich führt die Geschichte den Lesenden nach Little Germany, Manhattan, 1904: Eine verheerende Katastrophe hat das deutsche Viertel in Schockstarre versetzt. Trotz des schweren Schicksalsschlags, der auch sie getroffen hat, kämpfen Lissi und Julia weiter für ihre Bäckerei und ihr persönliches Glück. Doch bald schon zeichnet sich ab, dass Little Germany nie mehr die Heimat sein wird, zu der es für sie geworden war. Noch einmal müssen die beiden jungen Frauen von vorn beginnen – und eröffnen »Lissi's Kleine Konditorei« auf der 86th Street in Yorkville. Wie ein aufstrebender Stern am German Broadway erobert die schwäbische Confiserie schnell die Herzen aller. Währenddessen müssen sich Julia und Lissi ihrer Vergangenheit stellen, denn zwei Männer aus ihrem alten Leben treiben sie nicht nur in ein Gefühlschaos, sondern stellen auch ihre Zukunft infrage. Zur selben Zeit beginnt der Prozess gegen die Verantwortlichen der Tragödie auf dem East River …
In die Geschichte habe ich wirklich gut hineingefunden und war nach wenigen Seiten ganz drin. Ich kannte zwar den ersten Band der Reihe nicht, aber die Autorin schafft es trotzdem, mich sehr schnell durch den schönen und bildhaften Schreibstil begeistern zu können. Ich war sehr schnell gepackt von der Handlung und wurde so von der Geschichte mitgerissen, dass ich gar nicht mehr aufhören wollte zu lesen.
Ich konnte mich sehr schnell mit den einzelnen Personen identifizieren und habe mit ihnen mitgefiebrt und für sie gehofft. Vor allem Lissi und Julia sind mir dabei richtig ans Herz gewachsen, denn die Beiden sind herzensgute Menschen, die aber auch einiges mitmachen müssen.
Die Geschichte blieb wirklich von Anfang bis zum Ende mitreißend und spannend. Es gab einige überraschenden Wendungen und ein Happy-End, das ist mir für die Frauen nach den schweren Zeiten auch sehr gewünscht habe. Ich wurde richtig gut von dem Buch unterhalten und werde mir nun auch den Vorgängerband zulegen, so dass ich auch die komplette Vorgeschichte erfahre. Ich vergebe für diesen Abschlussband die volle Punktzahl und eine Leseempfehlung.
Im September 2025 hat die Autorin Maria Nikolai den historischen Roman „Little Germany, Der Geschmack von Freiheit“ gemeinsam mit dem Verlag Penguin herausgebracht. Es handelt sich um den zweiten Teil zu „Little Germany, Der Duft der Neuen Welt“. Es ist besser, diese Reihe in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Dann kommt man in den kompletten Genuss der Geschichte. Der Titel und das Titelbild passt gut zur Geschichte. Es ist auf den ersten Blick als Teil der Reihe erkennbar. Im Jahr 1904 kommt es in Manhattan, Little Germany, zu einer großen Katastrophe. Ein Ausflugsdampfer sinkt und es sind viele Tote zu beklagen. Das deutsche Viertel steht unter Schock. Lissi und Julia kämpfen mit allen Mitteln um ihre Bäckerei. Lissi muss einen persönlichen Schicksalsschlag verkraften. Julia wird mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Ihr Mann Frederick steht vor der Tür und bittet sie, die Scheidungspapiere zu unterschreiben. Maria Nikolai führt mit einem lockeren und leichten Erzählton durch eine dramatisch emotionale Geschichte. So begleite ich lesend die Hauptcharaktere Lissi und Julia durch den zweiten Teil. Beide Figuren sind mir sympathisch, jede auf ihre eigene Art. Sie kämpfen gemeinsam für ein besseres Leben in einer schwierigen Zeit. Dazu kommen die täglichen Herausforderungen, die bewältigt werden müssen. So entscheiden die beiden sich für einen Neuanfang am German Broadway mit einer Confiserie, was mich leicht wehmütig macht. Denn ich mochte Lissis kleine Bäckerei. Und dennoch zweifele ich keine Sekunde daran, dass diese Entscheidung die richtige ist. Vom ersten bis zum letzten Buchstaben nehmen mich die ca. 510 Seiten gefangen. Sie fesseln meinen Geist und versetzen mich in eine andere Zeit. Einmal mit dem Buch gestartet, fällt es mir schwer, das Buch wieder aus der Hand zu legen. Immer möchte ich wissen, wie es denn nun weiter geht. Ganz nebenbei lerne ich noch etwas aus der Geschichte dazu und frische mein vorhandenes Grundwissen auf. Am Ende finde ich einen lesenswerten, historischen Anhang, der für einen sauberen Abschluss der Geschichte sorgt. Alles in allem hat Maria Nikolai mit „Little Germany, Der Geschmack von Freiheit“ einen historischen Roman auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Mit den starken Charakteren Lissi und Julia erleben wir lesend die spannende Auswandererzeit nach Amerika um 1900. Von mir bekommt die Autorin alle 5 Lesesterne und eine klare Leseempfehlung.
Band 2 einer Dilogie - kann Spoiler für Band 1 enthalten!
Inhalt Nach der verheerenden Katastrophe mit dem Ausflugsschiffs General Slocum, ist das Leben in Little Germany nicht mehr dasselbe. Auch Lissi und Julia wurden von diesem Schicksal nicht verschont. Doch die beiden kämpfen weiter und bauen sich in Yorkville ein neues Leben auf.
Sprache Die Stimmung, die sich nach dem Unglück in Little Germany ausbreitet ist von Unglauben und Trauer geprägt und war sehr gut zu spüren. Man leidet mit Lissi, Julia und all den anderen Familien. Doch Maria Nikolai schafft es den Figuren und den Lesern neue Hoffnung zu schenken. Glücklicherweise haben die beiden Frauen gute Freunde in Little Germany gefunden, die für sie da sind und mit denen vor allem Lissi einen Weg aus der Trauer hinausfindet. Und mutig wie die beiden sind, starten sie noch einmal ganz neu - mit einer Konditorei in Yorkville. Wie sie alle gemeinsam hart arbeiten, um diesen Traum zu erfüllen war toll zu lesen Maria Nikolai entführt einen auch in dieser Geschichte wieder in das historische New York und verknüpft geschickt reale, historische Fakten mit den fiktiven Schicksalen unserer Protagonistinnen. So ist auch die Aufarbeitung des Unglücks und der Prozess der Verantwortlichen ein Thema im Roman und die historischen Fakten lassen einen fassungslos zurück. Natürlich kommt auch die Liebe nicht zu kurz. Und auch da hat mir die Entwicklung gut gefallen und mein Herz erwärmt.
Charaktere Lissi und Julia sind zu zwei so tollen, starken, unabhängigen und erfolgreichen Frauen geworden. Und trotzdem sind sie nicht hart oder unnahbar geworden, sondern umgeben sich mit tollen Freunde, die sie unterstützen. Und auch diese Nebencharaktere machen die Geschichte zu etwas Besonderem. Denn auch einige von ihnen haben ihre Geschichte, die mit erzählt wird.
Fazit Ein tolles Finale der Dilogie! Ich bin schon gespannt, wohin uns Maria Nikolai als Nächstes entführt.
Das Cover gefällt mir so gut, ich finde es stimmungsvoll und ansprechend. Das Paar sieht vertraut aus und ich war gespannt auf den letzten Teil. Ich bin der Meinung, dass man den anderen Band vorher unbedingt lesen sollte, da man so die Charaktere und deren Schicksale kennt und so direkt in die Handlung eintauchen kann.
Das Schiffsunglück hat viele Familien schwer getroffen. Es ist das Jahr 1904 in Manhattan. Julia und Lissi müssen sich wieder durch Leben kämpfen. Doch Little Germany verliert an Herz und immer mehr Menschen verlassen es. So beschließen die beiden Frauen erneut erneut einen Neuanfang. Doch dann tauchen zwei Männer aus ihrem alten Leben auf und wieder müssen sie sich entscheiden.
Das Buch konnte mich wieder ab der ersten Seite fesseln. Die Charaktere durfte ich bereits im ersten Band kennenlernen und so konnte ich mit Ihnen mitfiebern. Der Schreibstil hat mir wunderbar gefallen, die Autorin Maria Nikolai schafft es, den Zeitgeist in Szenen zu verwandeln und klar darzustellen. Die Handlung war spannend und emotional. Mich konnte das Ende überraschen und es gefiel mir sehr gut. Ich empfehle diese Buchreihe auf jeden Fall weiter.