Ein kleines Kleidungsstück verändert die Welt - ein packender historischer Roman über die Erfindung des Büstenhalters
Dresden 1908: Eine neue Zeit beginnt, die Jahre der großen Erfindungen sind angebrochen. Christine arbeitet als Therapeutin im weltbekannten Sanatorium Lahmann. Während ihrer Behandlungen fallen die feinen Damen in ihren engen Korsetts reihenweise in Ohnmacht – was Christine auf eine weltverändernde Idee Sie entwickelt den ersten Büstenhalter. Die ersten Modelle aus zusammengenähten Stofftaschentüchern und Hosenträgern finden zunächst wenig Anklang in der feinen Gesellschaft, die Damen lehnen das neue Kleidungstück ab. Zum Glück gibt es Julia, Lotta und Amalie, die Christine bei der Weiterentwicklung des BHs unterstützen. Die vier Freudinnen leben in einem gemeinsamen Wohnhaus und befeuern sich gegenseitig beim Ausprobieren und Tüfteln an neuen Ideen. Und sie geben Christine Halt – ganz besonders als der charmante Franz im Sanatorium anreist, der jedoch in Begleitung von Johanna ist …
Klappentext: Dresden 1908: Eine neue Zeit beginnt, die Jahre der großen Erfindungen sind angebrochen. Christine arbeitet als Therapeutin im weltbekannten Sanatorium Lahmann. Während ihrer Behandlungen fallen die feinen Damen in ihren engen Korsetts reihenweise in Ohnmacht, was Christine auf eine weltverändernde Idee bringt: Sie entwickelt den ersten Büstenhalter. Die ersten Modelle aus zusammengenähten Stofftaschentüchern und Hosenträgern finden zunächst wenig Anklang in der feinen Gesellschaft, die Damen lehnen das neue Kleidungstück ab. Zum Glück gibt es Julia, Lotta und Amalie, die Christine bei der Weiterentwicklung des BHs unterstützen. Die vier Freudinnen leben in einem gemeinsamen Wohnhaus und befeuern sich gegenseitig beim Ausprobieren und Tüfteln an neuen Ideen. Und sie geben Christine Halt – ganz besonders als der charmante Franz im Sanatorium anreist, der jedoch in Begleitung von Johanna ist.
„Die Erfinderin der Freiheit“ ist ein interessanter historischer Roman von Elke Becker. Die Autorin hat mich schon mit ihrer „Kölln-Saga“ begeistert und ich habe mich sehr auf das neue Buch gefreut.
Es geht zurück ins frühe 20. Jahrhundert. Im Mittelpunkt steht Christine, eine junge Therapeutin in einem weltbekannten Sanatorium. Hier sieht sie all das, was ein enges Korsett mit den Damen anstellt. Wobei eine Ohnmacht noch das Harmloseste ist. Christine möchte den Frauen zu mehr Freiheit verhelfen. So erfindet Christine den BH. Das erste Stück ist noch ziemlich primitiv, es besteht aus Hosenträgern und Stofftaschentüchern. Damit stößt die junge Frau auch auf Ablehnung in der Frauenwelt. Mit der Unterstützung von Julia, Amalie und Lotta tüftelt Christine ein vorzeigbares Model aus.
Elke Becker ist mit diesem Roman wieder eine interessante und unterhaltsame Geschichte gelungen. Die Charaktere sind gut gezeichnet, wie aus dem realen Leben entsprungen. Dabei ist Christine Hardt tatsächlich eine historisch überlieferte Person. Auch wenn man nicht sehr viel von ihr in Erfahrung bringen kann. So hat Christine Hardt im Sanatorium Lahmann gearbeitet und dort auch feststellen müssen, dass viele Frauen auf Grund des Korsetts missgebildete Organe haben. So hat Frau Hardt auch 1899 beim Kaiserlichen Patentamt ihren Brusthalter angemeldet. Dies ist Grund genug für Elke Becker über die Frau zu recherchieren.
Elke Becker erzählt das Leben der 4 Frauen auf eine sehr realistische Art. So erzählt sie auch die Geschichte abwechselnd aus den Perspektiven der vier Frauen. Man kommt so den Frauen auch näher und kann sich richtig in ihr Denken hineinversetzten.
Der Schreibstil von Elke Becker ist wie immer flüssig und gut verständlich.
Die Autorin hat aus historischen Überlieferungen und ihrer schriftstellerischen Freiheit eine wirklich schöne Geschichte gesponnen.
Mir hat das Lesen von „Die Erfinderin der Freiheit“ viel Freude bereitet.
Dresden 1908: Eine neue Zeit beginnt, die Jahre der großen Erfindungen sind angebrochen. Christine arbeitet als Therapeutin im weltbekannten Sanatorium Lahmann. Während ihrer Behandlungen fallen die feinen Damen in ihren engen Korsetts reihenweise in Ohnmacht – was Christine auf eine weltverändernde Idee bringt: Sie entwickelt den ersten Büstenhalter. Die ersten Modelle aus zusammengenähten Stofftaschentüchern und Hosenträgern finden zunächst wenig Anklang in der feinen Gesellschaft, die Damen lehnen das neue Kleidungstück ab. Zum Glück gibt es Julia, Lotta und Amalie, die Christine bei der Weiterentwicklung des BHs unterstützen. Die vier Freudinnen leben in einem gemeinsamen Wohnhaus und befeuern sich gegenseitig beim Ausprobieren und Tüfteln an neuen Ideen. Und sie geben Christine Halt – ganz besonders als der charmante Franz im Sanatorium anreist, der jedoch in Begleitung von Johanna ist …
Schon das schöne Cover hat sofort meine Aufmerksamkeit erregt, mit der hübschen jungen Frau im Vordergrund und Dresden im Hintergrund passt es auch ganz hervorragend zu dieser Geschichte. Ganz zu Anfang hab ich ein paar Seiten gebraucht um in den Roman hineinzufinden, denn entgegen meiner Erwartung einer einzigen Protagonistin, wurde das Buch aus der Sicht von mehreren Frauen erzählt. Nach ein paar Seiten hatte ich mich aber reingefunden und das Lesen wurde zu einem sehr vergnüglichen Erlebnis und durch die verschiedenen Perspektiven auch abwechslungreich. Der Schreibstil war sehr schön zu lesen, leicht und flüssig, dabei aber immer auch lebendig. Dresden mit seiner Semperoper und das Sanatorium wurden bildhaft beschrieben und so konnte ich als Leserin ganz in die damalige Zeit eintauchen. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht alle Frauen auf ihren Wegen zu begleiten. Mit Christine geht man auf die Entdeckung nach dem ersten Brusthalter, aber auch die Erfindung der Filter für Kaffee spielen im Roman eine wichtige Rolle. Das Buch handelt aber nicht auschließlich um Erfindungen, sondern auch die wunderbare Freundschaft und Gemeinschaft der Frauen untereinander, die Liebe und teilweise auch die harten Erlebnisse der weiblichen Bevölkerung in diesen Zeiten werden aufgegriffen. Der Roman hat immer wieder überraschende Wendungen parat und ich konnte ihn kaum aus der Hand legen. Von mir erhält das Buch deshalb eine klare Leseempfehlung und die volle Punktzahl.
Die Idee zu dem Buch ist interessant: Das Patent für den Brusthalter, also eine Form des BH. Leider war dies bei Weitem nicht der Haupthandlungsstrang. Gleichzeitig wurde noch von jemand anderem der Kaffeefilter erfunden. Weiterhin erleben wir die Leben vierer Freundinnen inklusive aller ihrer Liebschaften. Das waren einfach zu viele Handlungsstränge. So schade, da die Idee sowohl über die Erfinderin des BHs zu schreiben oder auch über die Erfinderin des Kaffeefilters toll ist.