Jump to ratings and reviews
Rate this book

Die Levels-Reihe #2

Level Two: Hearts at Play

Rate this book
Seine Worte sind alles für sie – doch sie hat keine Ahnung, wer er ist …

Louisa lebt für die Schauspielerei und das Schreiben von Fanfiction. Nachts flüchtet sie sich in ein Schreibforum, wo »Nighthawk« ihr Herz mit seinen Nachrichten höherschlagen lässt – obwohl sie sich nie begegnet sind. Als Louisa im neuen Konsolenspiel »Anima« der Hauptfigur ihre Stimme und Bewegungen leihen soll, scheint ein Traum wahr zu werden. Doch Performance und Motion Capture sind härter als erwartet. Unter den kritischen Augen des Regisseurs Henry fühlt sie sich schnell überfordert. Immer wieder geraten sie aneinander, doch Louisa will nicht aufgeben. Nach langen, frustrierenden Drehtagen findet sie Halt in den Nachrichten von »Nighthawk«. Was sie nicht ahnt: »Nighthawk« ist niemand anderes als der launische Henry. Als er auch noch Louisas neuer Mitbewohner wird, kann sie die Anziehung zwischen ihnen nicht länger ignorieren ...

545 pages, Kindle Edition

Published November 12, 2025

1 person is currently reading
29 people want to read

About the author

Vanessa Hußmann

9 books1 follower

Ratings & Reviews

What do you think?
Rate this book

Friends & Following

Create a free account to discover what your friends think of this book!

Community Reviews

5 stars
4 (26%)
4 stars
9 (60%)
3 stars
1 (6%)
2 stars
1 (6%)
1 star
0 (0%)
Displaying 1 - 2 of 2 reviews
69 reviews
November 22, 2025
(4 Sterne – wegen leichtem Endspurt-Stolperer, aber trotzdem richtig gut)

Louisa ist ein kleines Chaos auf zwei Beinen – im allerbesten Sinne.
Tagsüber tingelt sie von Casting zu Casting und versucht verzweifelt, endlich genug bezahlte Jobs zu bekommen, um ihre Miete zu stemmen. Nachts lebt sie zwei Leben: einmal als Wattpad-Autorin voller Herz und Leidenschaft… und einmal im Chat, wo der geheimnisvolle Nighthawk sie mit Worten auffängt, die sie mehr berühren, als sie zugeben würde. Was Louisa nicht weiß: Der Typ hinter diesen Nachrichten ist niemand, den sie freiwillig an ihrem Küchentisch sitzen lassen würde. Jedenfalls noch nicht.
Nebenbei kämpft Louisa mit einem schlechten Gewissen, weil ihre beste Freundin und Mitbewohnerin Johanna eigentlich längst mit ihrem Freund zusammenziehen möchte, aber der WG zuliebe bleibt. Louisa liebt diese WG, hat aber ständig das Gefühl, nur ein Klotz am Bein zu sein. Trotzdem steht Johanna felsenfest hinter ihr – besonders als sie Louisa zum Casting für die Hauptrolle im neuen Game Anima drängt.

Und dann wäre da Henry.
Der Mann ist die menschliche Version einer Regenwolke: grumpy, distanziert, unfreundlich – aber mit einem Herz, das er so gründlich eingemauert hat, dass man erst mit der Spitzhacke ran muss, um überhaupt eine Regung zu sehen.
Er ist der Perfektionist hinter „Anima“, komplett überzeugt, dass Louisa emotional nicht genug liefern kann, um seine Vision umzusetzen. Und während er am Set der König der Kritik ist, rennt er privat vor allem eines: seinen eigenen Dämonen davon.
Henry ist traumabehaftet bis unter die Haarspitzen. Er gibt sich die Schuld am Unglück seiner früheren besten Freundin, verweigert jeden Kontakt, führt ein Nomadenleben zwischen Hotelzimmern und schlecht verarbeiteten Schuldgefühlen – und ist nebenbei fest davon überzeugt, kein Glück zu verdienen.
Kurz: emotional völlig unbrauchbar… aber gottverdammt faszinierend.

Natürlich landet er – wie das Leben so spielt – in Louisas WG. Als neuer Mitbewohner.
Und als wäre das nicht schon genug, läuft er ständig halbnackt herum.
Louisa: „Ich will professionell bleiben.“
Auch Louisa: „Ich könnte auf deinem Bauch Spiegeleier braten.“
Die Mischung aus Wohnungschaos, seiner Ordnungs-Macke und einer unterschwelligen Spannung, die man mit einem Messer schneiden könnte, ist einfach köstlich.

Die Dynamik zwischen den beiden ist ein einziges Hin und Her aus Nähe und Distanz, aus „ich will dich“ und „ich darf dich nicht wollen“.
Im Studio ist er der gnadenlose Regie-Hardliner, der Louisa an ihre Grenzen bringt. Zuhause ist er überraschend sanft, aufmerksam und hilft ihr sogar bei Proben, Emotionen und Textarbeit – als wäre es das Natürlichste der Welt, sie besser zu machen, als sie sich selbst zutraut.
Und obwohl sie sich näherkommen – heiß sogar – macht Henry panisch die Bremse rein.
„Freunde“, sagt er, in einer Tonlage, bei der Freunde wirklich Freunde meint. Weil er glaubt, nicht genug zu sein. Weil er glaubt, dass Liebe weh tut. Weil er glaubt, dass er es nicht verdient.

Louisa öffnet sich ihm, erzählt von ihrer toxischen Beziehung zu ihren Eltern, die sie nur anrufen, wenn sie Geld brauchen. Henry erzählt ihr von seinem Trauma, von seiner querschnittsgelähmten besten Freundin und seinen Schuldgefühlen.
Sie heilen sich gegenseitig ein kleines Stück – ohne Kitsch, ohne übertriebene Dramaturgie.
Nur bei einer Sache hält Henry dicht:
Er ist Nighthawk.
Der Typ, der Louisa nachts mit Worten auffängt, während er ihr tagsüber das Leben schwer macht.
Und natürlich fliegt das irgendwann auf – spät, zu spät.

Der Bruch kommt unmittelbar vor Schluss, und obwohl beide aneinander zugrunde gehen, brauchen sie die Zeit getrennt. Henry, um nicht mehr wegzurennen. Louisa, um sich selbst wichtig genug zu nehmen.
Die Versöhnung ist schön – keine Frage – aber ich hätte mir ein paar Kapitel mehr gewünscht, um das „Wir finden zurück zueinander“ intensiver auszukosten.

Trotzdem bleibt „Level Two“ ein warmes, intensives, herrlich nerdiges Liebesbuch mit Herz, Tiefgang, Studiochaos und einem mutigen Blick auf mentale Gesundheit.
Die Charaktere sind echt, die Gefühle roh und ehrlich, und die WG samt Gaming-Atmosphäre macht einfach Spaß. Wenn Henry mal nicht grumpy ist, ist er zum Verlieben. Wenn Louisa mal nicht zweifelt, ist sie eine Naturgewalt.

Von mir solide 4 Sterne.
Ein wunderschönes, emotionales, charmantes Buch – mit minimalem Endspurt-Stolperer, aber ganz viel Herz.
Profile Image for Ancla Müller.
897 reviews5 followers
December 15, 2025
So intensiv - Lou und Henry, das passt einfach!

„Manchmal muss man sich erst verlieren, um sich wiederzufinden.“

**** Mein Eindruck ****
Das Buch wechselt zwischen den Ereignissen rund um den Dreh zu dem Spiel, das man bereits aus dem ersten Teil kennt, und der Fan-Fiction, die Lou über eine Figur schreibt – die zufällig ihr zukünftiger WG-Nachbar ist und sich am Set als absoluter Tyrann entpuppt. Eine grundsätzlich glaubhafte und gelungene Kombination, nur muss ich gestehen, dass mich die Fan-Fiction-Kapitel leicht genervt haben. Zu Beginn verwirrten sie mich, weil ich mich zunächst in die eigentliche Geschichte einfinden wollte, und später lenkten sie mich eher vom Wesentlichen ab. Die Beziehung zwischen Lou und Henry ist unfassbar intensiv – und auch wenn die Kommunikation über die Fan-Fiction dazu beiträgt, wirkte sie für mich lange mehr wie eine Ablenkung als ein wirklicher Teil des Ganzen. Lou und Henry wurden mir zunehmend vertraut, und ihr Miteinander entwickelte wundervolle Tiefen. Ich habe ihre Gespräche geliebt und auch ihr vorsichtiges Annähern. Wie im ersten Teil war das wieder ganz großes Kino. Durch die Fan-Fiction war mir das Buch insgesamt jedoch etwas zu lang, und irgendwann überblätterte ich diese Szenen komplett. Die Kommentare, die Henry alias Nighthawk verfasste, waren mein Lichtblick – den Rest der Fan-Fiction habe ich allerdings nicht vermisst. Die Hauptstory war dafür einfach unglaublich gut! Die Autorin versteht es, Figuren mit echten Problemen auszustatten und sie Stück für Stück durch ein herzliches Miteinander heilen zu lassen.

**** Empfehlung? ****
Wer intensive Charakterdynamiken liebt und echte emotionale Tiefe sucht, findet hier eine großartige Fortsetzung – trotz kleiner Längen in der Fan-Fiction.
Displaying 1 - 2 of 2 reviews

Can't find what you're looking for?

Get help and learn more about the design.