Ein großer historischer Roman, der von den nebelverhangenen Gassen Londons bis zu den ägyptischen Pyramiden fü bunt, atmosphärisch und packend
Als die junge Emma ihre Großmutter June in Oxford besucht, ahnt sie zunächst nicht, dass dies ihr letzter Besuch bei ihr sein wird. Und auch nicht, was ihr bevorsteht, als sie ein Gedichtbändchen mit der Widmung eines gewissen Ken aus dem Jahr 1944 entdeckt. Nach und nach enthüllt sich eine abenteuerliche Lebensgeschichte, die Emma nie vermutet hätte. Als June kaum so alt ist wie sie jetzt, stellt sie sich in den Dienst der Royal Air Force. Die Kriegswirren führen sie von London bis in die Wüste Ägyptens. Als sie in Kairo dem südafrikanischen Kameramann Ken gegenübersteht, hat sie zum ersten Mal das Gefühl, eine innere Heimat zu finden. Doch kann sie sich diesen Gefühlen hingeben, während die Welt im Argen liegt und ihre beste Freundin Dotty in London um ihr Leben ringt?Während Emma in die Jugend ihrer Großmutter eintaucht, beginnt sie ihre eigene Zukunft mit anderen Augen zu sehen.
Eine wirklich interessante Geschichte ....doch leider für mich zu langatmig und beliebig umgesetzt.....
Der jungen June fehlt in ihrem Leben fast alles....ihre erste Liebe genügt ihr ebensowenig wie ihr Job als Hausmädchen. Als sie eine Ausbildung bei der Armee beginnt, wird sie in den Wirren des zweiten Weltkriegs nach Ägypten entsandt...
Wirklich schade um die an sich hoch interessante Story....
Klarer Fall von: kann man lesen....muss man aber nicht!
Emily Waltons Roman ,, Die Welt in unseren Händen " erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die mutig ihren Weg in ein selbstbestimmtes Leben geht. Es ist die Geschichte ihrer eigenen Großmutter, welche die Autorin zum Anlass dieses großartigen Romans inspiriert hat.
Als Emma 2012 ihre geliebte Großmutter June im Altenheim besucht und ihr dort ein altes, etwas abgegriffenes in Leder gebundenes Büchlein in die Hände gerät, entdeckt sie darin eine liebevolle Widmung von Ken. Doch wer ist Ken? Als June sieht, was Emma in den Händen hält, sagt sie : ,, Ich denke, es ist Zeit , daß ich Dir davon erzähle."
Von diesem Satz an, taucht der Leser in das aufwühlende , spannende und berührende Leben der jungen June, beginnend im Jahr 1940 , ein. June wurde schon vor langem von ihrem Vater gezwungen, im Haus von Mr. Rankine zu leben, den Haushalt zu führen und sich ausnutzen zu lassen. Doch die 17 jährige will raus aus diesem Leben, macht daher einen Schreibmaschinenkurs . Ihr Freund Paul unterstützt sie dabei und träumt von einer gemeinsamen Zukunft. Da June mehr aus ihrem Leben machen möchte, als Heim und Kinder zu versorgen, trennt sie sich von ihm und meldet sich freiwillig bei den ,, Women's Auxillary Air Force " ( WAAF ) um etwas in diesem Krieg, der nun auch England erreicht hat, zu unterstützen und zu bewirken.
Bei der harten Ausbildung lernt sie Dotty kennen, die ihr nach kurzer Zeit nicht nur eine echte Freundin ist, sondern wie eine Schwester, die sie sich schon immer gewünscht hat. Als sich June die Gelegenheit bietet , im Ausland den nächsten Schritt ihrer Karriere zu machen, zögert sie nicht, und übernimmt die Herausforderung an. In Ägypten erwartet sie zwar ,, nur " eine Bürotätigkeit, doch als sie dem südafrikanischen Kameramann Ken begegnet, beginnt sie die Stadt Kairo mit allen Sinnen zu genießen. Während sie die jeden Tag stärker werdende Liebe genießt, macht sie sich um Dotty große Sorgen , die gesundheitlich angeschlagen, Kummer über den Verbleib ihres Verlobten hat. Außerdem wütet in Europa der Krieg immer mehr. Was June bei ihrem Einsatz erleben wird, ob Dotty in England die Kriegswirren unbeschadet überstehen kann und warum June Emma erst jetzt von Ken erzählt, müsst Ihr selber lesen.
Emily Walton nimmt den Leser durch ihren wunderbaren , absolut bildhaften Schreibstil mit auf eine unglaublich spannende Reise in Junes Leben. Die Geschichte hat mich von der ersten Seite an in den Bann gezogen. Die Seiten sind nur so geflogen und ich konnte das Buch erst aus der Hand legen, als ich beendet habe. Die eindrucksvolle Beschreibung der Lebensumstände in Romford, Essex , bei der Ausbildung der WAAF und das Arbeiten in Kairo und später in Italien ist so eindrucksvoll lebendig und realistisch. In meinem Kopf sind sofort Bilder entstanden. Ich habe in Gedanken mit June tatkräftig bei den Sperrballons angepackt und bin mit ihr durch die Straßen von Kairo gegangen. Den Duft der Speisen konnte ich förmlich riechen und zu gerne hätte ich mit June diese probiert. Die Autorin hat die Charaktere so liebevoll dargestellt, daß mir nicht nur Emma und June, sondern auch Dotty, Peggy und Ken ans Herz gewachsen sind. June hat mir mit ihrer Entschlossenheit , etwas mehr aus ihren Leben zu machen und ihrem Mut, diesen Weg zu verfolgen, imponiert. Sie ist eine Frau, die trotz ihrer schlechten Jahre als Kind und Jugendliche, das Herz für Gefühle weit öffnen kann. In diesen schwierigen Kriegsjahren macht June eine großartige Entwicklung durch. Von einer jungen , mitunter unsicheren , wird sie eine starke und selbstbewusste Frau, die sich nicht ausnutzen und unterbuttern lässt. Sie kann sich durch ihren großartigen Mut ein selbstbestimmtes Leben gestalten, auf das sie mit Stolz zurück blicken kann. Die Entschlossenheit, mit der June aus ihrem ihr vorbestimmten Leben ausbricht, um ihren eigen Weg zu gehen, hat Emily Walton äußerst eindrucksvoll und grandios dargestellt.
Im Nachwort geht Emily Walton auf das Leben ihrer Großmutter ein, welches sie zu zu diesem hervorragenden, sehr gefühlvollen und packenden Roman inspiriert hat. Auch wenn manches fiktiv ist, könnte es sich genauso zugetragen haben.
Für diesen großartigen historischen Roman kann ich nur eine hundertprozentige Leseempfehlung geben. Eine eindrucksvolle , packende , aber auch sehr emotionale und berührende Geschichte einer mutigen Frau, die mich absolut begeistert hat.
Manchmal gibt es Bücher, die dein Herz komplett erobern. Das neueste Werk von Emily Walton ist genau so ein Buch. Im Mittelpunkt steht June, eine Frau, deren außergewöhnliche Lebensgeschichte ich nie vergessen werde. June wird auf den Seiten des Buches als junge Frau lebendig, die durch Krieg und Entscheidungen geprägt wurde. Sie widersetzt sich den Erwartungen, indem sie sich der Royal Air Force anschließt und in eine Welt voller Gefahren, Umbrüche und moralischer Komplexität eintritt. Ich habe es geliebt, sie auf ihren Abenteuern zu begleiten und eine Geschichte über das Leben, die Liebe und den Mut zu entdecken. Die Art von Geschichte, die einen dazu bringt, über das eigene Leben nachzudenken und darüber, dass es von allem etwas enthalten sollte, vor allem aber Abenteuer.
Meine Meinung:
Inspiriert von den Großmüttern der Autorin, verbindet die Geschichte Vergangenheit und Gegenwart durch die Augen zweier Generationen. June ist der emotionale Kern und die thematische Tiefe des Buches. Ihre Enkelin kommt nach Oxford, um ihre Großmutter zu besuchen, ohne zu ahnen, dass sie sich auf eine Reise durch ihre Jugend begeben wird. June ist eine Frau, die sich allen Erwartungen widersetzt hat und deren Abenteuerlust grundlegend war. Von London bis zum staubigen Kairo erlebte sie die Intensität des Lebens in der Wärme, weit entfernt von dem behüteten Dasein, das viele von einer jungen Frau ihrer Zeit erwarten würden. In Kairo trifft sie Ken, der in ihr ein Gefühl der inneren Zugehörigkeit weckt, von dem sie nicht wusste, dass sie es hatte.
Was macht June zu einer so fesselnden Protagonistin? Abgesehen von ihrer eigenen Geschichte müssen wir auch bedenken, wie ihre Abenteuer Emmas Gegenwart neu definieren. Durch Junes Erinnerungen – ihre Tapferkeit, ihre Zweifel, ihre Freundschaften und die Liebe, die sie unter den unerwartetsten Umständen findet – sehen wir eine Frau, die persönliche Freiheit über alles schätzte, aber auch wusste, wie wertvoll emotionale Verletzlichkeit ist. Emma erfährt von Junes Liebe und Verlusten und beginnt so, ihre eigene Zukunft aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Und als Leserin konnte ich nicht anders, als zu June aufzuschauen und von ihr zu lernen, dass das Leben voller Abenteuer und Mut sein sollte.
Junes Geschichte steckt voller subtiler und tiefgründiger Lektionen. Mut angesichts von Unsicherheit. Durch ihren Eintritt in die Royal Air Force während des Krieges zeigt June, dass Mut nicht die Abwesenheit von Angst ist, sondern trotz Angst zu handeln. Die Bedeutung, das Leben in vollen Zügen zu genießen. Junes Erfahrungen in London, Kairo und darüber hinaus zeigen, dass das Leben zu kurz ist, um auf perfekte Umstände zu warten. Belastbarkeit und Anpassungsfähigkeit. Krieg und Vertreibung prägen Junes Welt, sie passt sich ständig an, lernt neue Fähigkeiten und gedeiht in schwierigen Umgebungen. Liebe und zwischenmenschliche Beziehungen. Sie baut bedeutungsvolle Beziehungen auf, die zu Eckpfeilern eines erfüllten Lebens werden. Vermächtnis. Durch Junes Erinnerungen sieht Emma (und wir als Leser) wie persönliche Geschichte zukünftige Generationen inspirieren und leiten kann. Selbstfindung durch Herausforderungen. Junes Reise lehrt uns, dass wahres Selbstverständnis oft durch Erfahrung entsteht, nicht durch Komfort.
Zusammenfassung:
June verkörpert Mut, Widerstandsfähigkeit und Authentizität, und ihre Geschichte spornt uns dazu an, mutig zu leben, zwischenmenschliche Beziehungen zu schätzen und die Lektionen anzunehmen, die wir sowohl aus Triumphen als auch aus Kämpfen lernen. Ihre Erfahrungen während des Krieges lehren uns etwas über Tapferkeit, Liebe und das Leben im Hier und Jetzt. Beim Lesen ihrer Geschichte wurde ich Zeuge des Außergewöhnlichen im Alltäglichen, spürte den Einfluss der Geschichte auf das persönliche Leben und dachte über meine eigenen Entscheidungen und Beziehungen nach. Allein Emily Waltons Darstellung von June macht dieses Buch lesenswert, da sie den Leser in jedem Kapitel inspiriert, herausfordert und bewegt.
intensive, emotionale Geschichte im zweiten Weltkrieg
Ein -fiktiver- historischer Roman, der sich dennoch an einer realen Lebensgeschichte orientiert, nämlich der der Großmutter der Autorin.
Emma besucht ihre neunundachtzig Jährige Großmutter in ihrer Wohnung in einer betreuten Einrichtung. Die Enkelin findet ein ihr bisher unbekanntes, älteres Buch, dass eine besondere Widmung enthält – und so erzählt ihre Großmutter ihr von ihrem Leben zur Zeit des Krieges. June, die aus ärmlichen und komplizierten Familienverhältnissen, aus einem Ort in Essex stammt, meldet sich zur WAAF, einer Frauenunterstützungseinheit für die britische Luftwaffe. Sie hofft damit etwas zu bewirken, ihrem bisherigen Leben zu entkommen und vielleicht auch das ein oder andere Abenteuer zu erleben. Die Grundausbildung ist nicht einfach, sie trifft aber inspirierende Kolleginnen in der Grundausbildung. Auch um der trostlosen Büroaufgabe in der nähe von London zu entkommen, meldet sie sich für eine Auslandseinsatz. Sie landet dabei in Kairo, wo sie den charmanten Südafrikaner Ken kennenlernt, der für die Kriegsberichterstattung zuständig ist. Doch darf sie so fern ab der Heimat ihr leben genießen, während ihre Kollegen und Freunde in London zittern.
Spannend in all dem ist die Tatsache, dass wir zu Beginn -in der Gegenwart- eine ältere, gebrechlichere Frau vorgestellt bekommen. Man ist umso überraschter welche Geschichten und Geheimnisse sie preisgibt. June ist zu Beginn des Buches eine ängstliche an sich selbst zweifelnde Frau, natürlich auch durch ihre Umstände. Ihre Mutter ist tot, ihr Vater Alkoholiker, der ihren Lohn einsteckt. Sie hat zwar einen netten Freund, der sie auch heiraten möchte, jedoch fürchtet sie dann auch wieder in einer wirtschaftlich unsicheren und eher öden Zukunft zu landen. Man begleitet June durch verschiedene Etappen ihres Lebens bzw. vor allem während ihrer Tätigkeit bei der WAAF. Es ist ein Wechselbad der Gefühle: zwischen Freude und Gemeinschaftssinn mit ihren Freudinnen Dotty und Peggy, und Abschiedsschmerz kombiniert mit Vorfreude und der Angst vor dem Unbekannten. Schließlich entwickelt sie sich zu einer starken, weniger ängstlichen Frau, die einen neuen Blick auf ihr Leben bekommt.
Bei all dem ist der Leser dabei- hautnah, mitfiebernd und teilweise mit zerrissenem Herzen. So gelungen ist die Schilderung der Szenen und die erzeugte Sogwirkung.
Hervorzuheben ist auch mit welcher Genauigkeit, die verschiedensten Tätigkeiten der WAAF, die June durchläuft, geschildert werden. Büroarbeit in London und Kairo zu unterschiedlichem Zweck und auch die schwere körperliche Arbeit beim Errichten von Ballonsperren. Traurig war es zu sehen, mit welchen Vorurteilen Frauen zu kämpfen hatten – sie mussten trotz aller Kriegswirren nett und adrett aussehen und trotz aller Bemühungen, waren sie dennoch immer den Männern untergeordnet, die sich nicht immer Gentleman- like benahmen.
Ich kann dieses Buch jedem ans Herz legen, der einen historischen Roman sucht, der sich mit etwas künstlerischer Freiheit – an einer wirklichen Lebensgeschichte orientiert. Es war definitiv mitreißend und herzerwärmend.
„Jedes Abenteuer muss ein Ende haben, damit ein neues beginnen kann.“ (S. 372)
Worum geht’s? 1944: June hat es nicht leicht im Leben. Ihre Mutter ist früh verstorben, ihr Vater gewalttätig, ihr Zuhause kein Ort der Geborgenheit. Kurzentschlossen meldet sie sich bei den WAAF. Ihr Dienst führt sie nach Kairo – weit weg von allem, was sie festhält, und näher an das, was sie eigentlich sucht. Sie begegnet Dotty und dem Kameramann Ken und findet etwas, das sie lange nicht kannte: Freiheit, eine innere Heimat und Freundschaften, die ein Leben lang halten.
Meine Meinung: Das besonders Eindrucksvolle an dem historischen Roman „Die Welt in unseren Händen“ ist, dass er auf der Geschichte von Emily Waltons Großmutter basiert. Vielleicht wirkt er gerade deshalb so außergewöhnlich authentisch und berührend – weil zwischen den Zeilen so viel echtes Leben steckt, so viel Herzblut und spürbare Liebe zu den Figuren.
Der Roman beginnt und endet ein wenig wie Titanic: Gemeinsam mit Emma besuchen wir ihre Großmutter June, die sich langsam in ihre Vergangenheit zurückfallen lässt und uns ihre Geschichte erzählt. June – ein kleines Mädchen mit großen Träumen, das zu einer beeindruckenden Frau heranwächst. Eine Frau, die ihren eigenen Weg geht und dabei Menschen begegnet, die ihr Leben prägen. Besonders Dotty, ebenfalls an eine reale Person angelehnt, hat sich dabei tief in mein Herz geschlichen.
Mit June erleben wir den Krieg nicht aus deutscher Perspektive, sondern durch die Augen einer jungen Britin. Allein die Einblicke in das Leben der Frauen der WAAF sind unglaublich eindrucksvoll. Ich wusste zuvor kaum etwas über sie – nun durfte ich ihre Ausbildung, ihre Einsatzorte, ihre Aufgaben, ihre Ängste, Hoffnungen und ihren Alltag kennenlernen. Doch dieses Buch bleibt nicht bei den Härten des Krieges stehen. Es erzählt vor allem eine zutiefst herzerwärmende Geschichte über Liebe und Freundschaft. Über Verbindungen, die Heimat schaffen, über Menschen, die Halt geben, und über das Gefühl von Ankommen und Geborgenheit – selbst in Zeiten größter Unsicherheit.
Diese Wärme zieht sich durch den gesamten Roman. Ja, es ist ein ernstes Buch. Aber eines, das mich mit so viel Herz, Menschlichkeit und neuem Wissen zurückgelassen hat, dass es eine echte Freude war, Seite für Seite tiefer in Junes Welt einzutauchen. Für mich ein wundervoller Roman – und ein mehr als gelungener Abschluss meines Lesejahres 2025.
Fazit: Mit „Die Welt in unseren Händen“ hat Emily Walton einen historischen Roman geschaffen, der Spannung und Gefühl auf leise, aber eindringliche Weise verbindet. Die Geschichte berührt durch ihre Authentizität, ihre warmherzigen Figuren und den besonderen Blick auf den Zweiten Weltkrieg aus weiblicher, britischer Perspektive. Es ist ein Buch über Mut, Freundschaft und Liebe – und darüber, wie Heimat manchmal dort entsteht, wo man sie am wenigsten erwartet. Ein Roman, der nicht laut sein muss, um tief zu wirken, und der mich mit einem warmen Herzen und dem Gefühl zurückgelassen hat, etwas Besonderes gelesen zu haben.
Klappentext: Als die junge Emma ihre Großmutter June in Oxford besucht, ahnt sie zunächst nicht, dass dies ihr letzter Besuch bei ihr sein wird. Und auch nicht, was ihr bevorsteht, als sie ein Gedichtbändchen mit der Widmung eines gewissen Ken aus dem Jahr 1944 entdeckt. Nach und nach enthüllt sich eine abenteuerliche Lebensgeschichte, die Emma nie vermutet hätte. Als June kaum so alt ist wie sie jetzt, stellt sie sich in den Dienst der Royal Air Force. Die Kriegswirren führen sie von London bis in die Wüste Ägyptens. Als sie in Kairo dem südafrikanischen Kameramann Ken gegenübersteht, hat sie zum ersten Mal das Gefühl, eine innere Heimat zu finden. Doch kann sie sich diesen Gefühlen hingeben, während die Welt im Argen liegt und ihre beste Freundin Dotty in London um ihr Leben ringt? Während Emma in die Jugend ihrer Großmutter eintaucht, beginnt sie ihre eigene Zukunft mit anderen Augen zu sehen.
„Die Welt in unseren Händen“ von Emily Walton ist ein großartiger historischer Roman, der die Leser*innen von London bis nach Ägypten führt.
Als Emma ihre Großmutter June besuchte, fand sie bei ihr ein Gedichtband mit einer Widmung. Aus dem Jahr 1944. Zusammen mit Emma tauchen die Leser*innen in Junes Leben ein. June absolvierte während des Kriegs ihren Dienst bei der Royal Air Force. Die Wirren des Kriegs haben sie bis nach Ägypten gespült, wo sie Ken getroffen hat.
Emily Walton erzählt mit dem Roman „Die Welt in unseren Händen“ einen berührenden Roman. Die Geschichte beginnt im Jahr 2012, von da aus werden die Leser*innen zurück in die 1940er Jahre geschwemmt. Es ist die Geschichte von June, die erzählt wird. June möchte Karriere bei der Women’s Auxiliary Air Force machen. Sie träumt von einem selbstbestimmten Leben. Doch der Krieg verändert alles.
Mir haben June und auch Emma sofort gefallen. Auch die anderen Protagonisten werden gut beschrieben und wirken lebendig.
Emily Walton beschreibt die Handlungsorte sehr anschaulich. Ich sah die Wüste Ägyptens vor meinen Augen. Es ist bewegend und spannend zugleich, die Geschichte von June zu lesen. Die Liebesgeschichte zwischen June und dem südafrikanischen Kameramann Kent hat mich berührt. Auch die Sorge um Junes Freundin Dotty, die in London um ihr Leben ringt, ist berührend. June würde gerne zu Dotty reisen, doch der Krieg lässt das nicht zu.
Am Ende der Geschichte treffen die Leser*innen wieder auf Emma. Sie kennt jetzt die Lebensgeschichte ihrer Großmutter und findet Parallelen zu ihrem Leben, aus denen sie Kraft und Hoffnung ziehen kann.
Ich liebe Geschichten, in denen ein Geheimnis der Vergangenheit entblättert wird. So war „Die Welt in unseren Händen“ genau das richtige Buch für mich. Inspiriert zu dieser Geschichte wurde die Autorin durch Erzählungen ihrer Großmutter, die sie zum Teil in die Geschichte einfließen ließ.
„Die Welt in unseren Händen“ ist ein berührender Roman, den ich mit viel Freude gelesen habe.
Vom Krieg, von Freundschaft und von der Liebe - intensiv erzählt
Die Erinnerungen ihrer Großmutter Jean sind es, die Emily Walton inspirieren, ihre Geschichte zu erzählen. June Johnson ist dabei ihre Protagonistin, die schon auch ein Eigenleben entwickelt, wie die Autorin im Nachwort verrät.
„Die Welt in unseren Händen“ erzählt von June, die während des Zweiten Weltkrieges ihren eigenen Weg geht. „Versprich mir, dass du etwas aus deinem Leben machst, Junebug.“ Sie erinnert sich an ihre zu früh verstorbene Mutter, die sie darin bestärkt hat.
June nimmt all ihren Mut zusammen, fährt nach London, bewirbt sich bei der WAAF, der Women´s Auxiliary Air Force, der Frauenhilfsluftwaffe. Schon bald lernt sie Dotty und Peggy kennen, die ihr zu guten Freundinnen werden, die sich während der Ausbildung gegenseitig stützen. Peggy wird abkommandiert, während Dotty und June als Schreibkräfte gefordert sind. Ihre Aufgabe ist es unter anderem, den Angehörigen schlimmste Nachrichten zu übermitteln. Danach geht es für June mit der Royal Navy weiter, ihre Stationen sind Kairo, Ägypten und später dann Italien, ihr Dienst fordert sie enorm, sie lernt neue Freunde kennen, allen voran ist es Ken, der ihr Herz erobert.
Das Buch hat mich sofort gefesselt, es hat mich regelrecht ins Geschehen gezogen und mir eine total fremde Welt nähergebracht. Ich war mit June in der Wüste, habe den Sand zwischen den Zehen und auch zwischen den Zähnen gespürt und die hier kriechenden Skorpione weit weg gewünscht. Habe bei ihrer Arbeit, bei ihrem ganz persönlichen Einsatz mitgefühlt, als sie persönliche Worte fand, entgegen des Befehls, Formbriefe an die Hinterbliebenen zu senden. Habe gelernt, was Sperrballons sind und wie diese eingesetzt wurden und noch so vieles mehr.
Es waren gar nicht so wenige Frauen (250.000), die bei der WAAF gedient haben. Mutige Frauen, die bis Kriegsende in achtzig unterschiedlichen Bereichen eingesetzt waren. Emily Waltons Nana hat dies hautnah erlebt, ihr ledergebundenes Büchlein, das sie nun mit ihrer Enkelin durchblättert, birgt so manch Geheimnis. Es waren schöne, tieftraurige und auch angenehme Zeiten, nicht alles wendet sich zum Guten - so wie das Leben eben spielt.
Ein großartiges Buch ist ausgelesen, der so intensive Schreibstil und die Geschichte um June, einer jungen, mutigen Frau unter vielen anderen, machen es zu etwas ganz Besonderem. Zwei sehr persönliche Fotos am Ende runden diese lesenswerte Erzählung dann perfekt ab.
Als die junge Emma ihre Großmutter June in Oxford besucht, ahnt sie zunächst nicht, dass dies ihr letzter Besuch bei ihr sein wird. Und auch nicht, was ihr bevorsteht, als sie ein Gedichtbändchen mit der Widmung eines gewissen Ken aus dem Jahr 1944 entdeckt. Nach und nach enthüllt sich eine abenteuerliche Lebensgeschichte, die Emma nie vermutet hätte. Als June kaum so alt ist wie sie jetzt, stellt sie sich in den Dienst der Royal Air Force. Die Kriegswirren führen sie von London bis in die Wüste Ägyptens. Als sie in Kairo dem südafrikanischen Kameramann Ken gegenübersteht, hat sie zum ersten Mal das Gefühl, eine innere Heimat zu finden. Doch kann sie sich diesen Gefühlen hingeben, während die Welt im Argen liegt und ihre beste Freundin Dotty in London um ihr Leben ringt?Während Emma in die Jugend ihrer Großmutter eintaucht, beginnt sie ihre eigene Zukunft mit anderen Augen zu sehen.
Über die Autorin:
Emily Walton, geboren 1984 in Oxford, England, studierte Journalismus und Germanistik in Wien. Aktuell schreibt sie historische Romanbiografien und Liebesromane, auch unter ihrem Pseudonym Mina König. Die stundenlangen Erzählungen und vielen Fotos ihrer geliebten britischen Großmutter inspirierten sie zu ihrem neuen Roman "Die Welt in unseren Händen", der im Dezember 2025 erscheinen wird. Emily Walton lebt mit ihrer Familie im Süden von Wien.
Quelle: Verlag / vlb
Fazit: Der Roman zeigt, wie Vergangenheit und Gegenwart miteinander verwoben sind und wie die Erfahrungen einer Generation die nächste prägen. Die Autorin malt ihre Kulissen mit feinen Details.Zwischen Angst, Freundschaft, Liebe und Verlust entwickelt sich eine Geschichte über innere Stärke und das Festhalten an Hoffnung in düsteren Zeiten.
Ich empfehle das Buch für alle, die historische Romane mit Herz, starker Atmosphäre und einer Botschaft über die Kraft der Vergangenheit lieben.