Jump to ratings and reviews
Rate this book

Schattenseiten der Migration: Zahlen, Fakten, Lösunge

Rate this book
Das ist das Buch der Stunde. Die schonungslose Analyse einer verfehlten Migrationspolitik von einem der renommiertesten forensischen Psychiater im deutschsprachigen Raum. Frank Urbaniok, der sich in seiner jahrzehntelangen Tätigkeit mit tausenden von Gewalt-...

282 pages, Paperback

First published April 17, 2025

9 people are currently reading
30 people want to read

About the author

Frank Urbaniok

7 books2 followers

Ratings & Reviews

What do you think?
Rate this book

Friends & Following

Create a free account to discover what your friends think of this book!

Community Reviews

5 stars
5 (38%)
4 stars
2 (15%)
3 stars
3 (23%)
2 stars
3 (23%)
1 star
0 (0%)
Displaying 1 - 2 of 2 reviews
1 review
September 11, 2025
Das Buch beschäftigt sich mit einem hochaktuellen und brisanten Thema: Migration und die Straffälligkeit von Ausländern. Der Einstieg ist gelungen: Frank Urbaniok präsentiert wichtige und aufschlussreiche Fakten und Zahlen, die einen klaren Überblick über das Thema geben. Es entsteht der Eindruck, dass hier eine fundierte Grundlage für eine kritische Auseinandersetzung geschaffen wird.

Die Gliederung des Buches in fünf Teile macht den Aufbau klar nachvollziehbar:
Teil 1 widmet sich der Frage, was „intelligente Migration“ bedeutet. Diese nüchterne, eher theoretische Idee wird knapp vorgestellt, allerdings ohne größere Diskussion oder Gegenpositionen
Teil 2 stellt Fakten und Zahlen dar. Hier wird deutlich, dass es Herkunftsländer gibt, deren Staatsangehörige deutlich häufiger straffällig werden als Deutsche. Die Darstellung ist anschaulich und regt zum Nachdenken an.
Teil 3 verlässt weitgehend den wissenschaftlichen Rahmen. Persönliche Empfindungen, Anekdoten und Eindrücke dominieren, wirken stellenweise verwirrend und zusammenhangslos. Sie sind zwar interessant, aber nicht wissenschaftlich fundiert.
Teil 4 bietet eine kritische Auseinandersetzung mit dem bestehenden Asylrecht, das Urbaniok erläutert und dessen Reform er fordert.
Teil 5 schließlich enthält seine Lösungsvorschläge: Dazu gehört unter anderem, straffälligen Personen mit Migrationshintergrund den deutschen Pass wieder zu entziehen. Außerdem fordert er eine klar gesteuerte Migrationspolitik, die bereits im Vorfeld regelt, wer ins Land kommen darf und wer nicht.

Im weiteren Verlauf zeigt sich, dass viele Passagen ausführlicher geraten sind, als nötig. Zahlreiche Stellen hätten kürzer und prägnanter formuliert werden können. Zudem vermischt Urbaniok faktenbasierte Analysen häufig mit persönlichen Erfahrungen und subjektiven Einschätzungen, was die wissenschaftliche Strenge abschwächt. Auffällig ist auch, dass er Andersdenkende im Buch wiederholt angreift und seine eigenen Positionen mitunter in einer Opferrolle darstellt.

Ein weiterer Kritikpunkt betrifft den Umgang mit Statistiken: Häufig wählt Urbaniok gezielt Zahlen, die seine Argumentation stützen, wobei sich auch Widersprüche finden. So erklärt er etwa eine Studie mit einer kleinen Zahl befragter Schüler für methodisch schwach, zugleich aber „extrem wichtig“ und unbedingt bedenkenswert. An anderer Stelle verwirft er ein Gegenargument mit dem Hinweis, dass dessen kleine Stichprobe keinerlei Aussagekraft habe. Diese selektive Nutzung von Daten schwächt die Konsistenz seiner Argumentation.

Das Ende überzeugt mit einem interessanten und durchaus diskutablen Lösungsvorschlag. Damit bringt Urbaniok die Debatte auf eine konstruktive Ebene zurück. Insgesamt trifft das Buch den Zahn der Zeit: Straffälligkeit und Gewalt von Ausländern sind Themen, die in der heutigen Migrationspolitik eine große Rolle spielen und hier in jedem Fall bedient werden. Das Buch ist verständlich geschrieben und reich an individuellen Beispielen, die emotional wirken und viele Leser ansprechen dürften. Es ist somit ein Werk, das sich wissenschaftlicher Fakten bedient, letztlich aber rhetorisch polarisiert. Ob die Lösungsansätze jedoch umsetzbar sind (insb. in DE) lässt sich in den nächsten vier Jahren zeigen..
1 review
May 3, 2025
In dem Buch Schattenseiten der Migration von Prof. Dr. med. Frank Urbaniok werden zu Beginn einige positive Aspekte von Migration aufgezeigt, dem Titel des Buches entsprechend wird dann aber die aktuelle Migrationspolitik heftig kritisiert.

Ausgangspunkt sind dabei die von Urbaniok berechneten Kriminalitätsquoten innerhalb von Deutschland, Österreich und der Schweiz, bei denen für bestimmte ausländische Nationen sehr stark erhöhte Werte aufgezeigt werden. Weitere Themen sind unter anderem Missbrauch von Sozialhilfe, Bandenkriminalität, mangelnde Integrations- und Arbeitsbereitschaft durch bzw. von Ausländern und die angebliche Verschleierung all dieser Probleme durch die herrschende Politik und die Medien. In der Folge fordert Urbaniok eine radikale Wende in der Migrationspolitik, die zugespitzt in der Abschaffung des individuellen Asylrechts münden sollte und durch Kontingente zu ersetzen wäre.

Auf die damit verbundenen ethischen und gesellschaftspolitischen Diskussionsthemen wird hier nicht eingegangen. Dieser Beitrag, eines jahrzehntelangen Statistikdozenten, konzentriert sich auf den fehlenden wissenschaftlichen Nachweis von Urbanioks Kernaussage. Seine zentrale Vermutung lautet:

Die Ursache für die von ihm berechneten und dargestellten überproportionalen Kriminalitätsquoten bestimmter Nationen sind die in diesen Ländern bestehenden kulturspezifischen Prägungen, wie z.B. gewaltfördernde Selbst- und Rollenbilder.

Die wissenschaftliche Vorgehensweise - im Rahmen eines Wettbewerbs von verschiedenen Erklärungsmodellen - eine solche Hypothese zu bestätigen, bestände darin mit Hilfe einer multiplen hierarchischen Regressionsanalyse einen überzufälligen und bedeutsamen Effekt der kulturspezifischen Prägungen auf die Kriminalität, über die Gruppe der bereits bekannten anderen Ursachen von Kriminalität - Alter, Geschlecht, sozialer Status, Bildung, Armut usw. - hinaus, aufzuzeigen.

Da Urbaniok in seinem Erklärungsmodell der überproportionalen Kriminalitätsquoten die kulturspezifischen Prägungen als die einzige entscheidende Grundursache darstellt, dürfte strenggenommen zusätzlich in einer entsprechenden weiteren multiplen hierarchischen Regressionsanalyse die Gruppe der bereits bekannten anderen Ursachen von Kriminalität - Alter, Geschlecht, sozialer Status, Bildung, Armut usw. - keinen überzufälligen Effekt über die kulturspezifischen Prägungen hinaus, auf die Kriminalität aufzeigen.

Diese Methode, der Goldstandard zum Beleg von Kausalzusammenhängen, wenn keine Experimente durchführbar sind, wird von Urbaniok indirekt im Rahmen der generellen Bezeichnung von multivariablen Verfahren als Hokuspokus und Mega-Trick verkannt und verunglimpft. Seine fiktiven Beispiele mit denen er sich bemüht nachzuweisen wie unsinnig diese Methoden sind, legen die Vermutung nahe, dass bei ihm ein mangelnder Kenntnisstand über dieses Verfahren besteht.

Das von Urbaniok verwendete Vorgehen für einzelne Variablen, wie z.B. dem Alter und dem Geschlecht, jeweils getrennt in Einzelanalysen aufzuzeigen, dass die überproportionalen Kriminalitätsquoten beim fairen Vergleich der Nationen in dieser Hinsicht trotzdem im wesentlichen bestehen bleiben, hat vergleichsweise zum oben beschriebenen multiplen hierarchischen regressionsanalytischen Vorgehen nur eine sehr geringe Aussagekraft.

Als entscheidenden Beleg für seine Hypothese glaubt er seine 33 Jahre lange Erfahrung mit Tausenden von Fallbeispielen, als international renommierter forensischer Psychiater, ins Feld führen zu können. Im wissenschaftlichen Rahmen ist das Aufstellen von Hypothesen basierend auf subjektiven Erfahrungen nicht ungewöhnlich, sie können aber keinesfalls als Beweis für eine Hypothese herangezogen werden.

Insgesamt drängt sich der etwas zugespitzte Vorwurf auf, dass bei den von Urbaniok berechneten Kriminalitätsquoten zumindest teilweise Äpfel mit Birnen verglichen werden: Gruppen von Ausländern mit erhöhtem Anteil eher junger, ausländischer Männer, mit eher hoher Armut, eher niedriger Bildung, eher niedrigem sozialem Status, die manchmal auch noch schwer traumatisiert sind, werden mit der Normalbevölkerung in Deutschland, Österreich und der Schweiz verglichen.

Zum aktuellen Zeitpunkt bleibt die Annahme einer gefährlichen kulturspezifischen Prägung in bestimmten Ländern, als zusätzliche oder sogar einzige Ursache (neben bzw. gegenüber Alter, Geschlecht, sozialer Status, Bildung, Armut usw.) für erhöhte Kriminalität, eine noch unbewiesene Hypothese. Ob sie als sehr plausibel, interessant, provokativ oder gesellschaftspolitisch nicht vertretbar einzustufen ist, soll hier nicht bewertet werden.

Dr. Eckehard Kuhlmei

Displaying 1 - 2 of 2 reviews

Can't find what you're looking for?

Get help and learn more about the design.