„Quittenbäume“ liest sich wie eine lange Postkarte: persönlich, direkt, fast beiläufig – und dabei so ausgreifend wie ein ganzer Roman. Über die gesamte Lebensspanne hinweg begleitet man den Protagonisten, der zwar sichtbar älter wird, innerlich aber etwas Jugendliches bewahrt. Diese Mischung aus Reife und Unverlorenheit verleiht dem Text eine besondere Sanftheit.
Die episodische Erzählweise wirkt stellenweise fragmentarisch, passt aber gut zu der erinnernden, rückblickenden Perspektive.
Insgesamt ein stilles, atmosphärisches Buch, das weniger von Handlung lebt als von Ton, Zeitgefühl und der Frage, was vom Leben bleibt.