Der Ausbruch des Vulkans Vesuv hat das Leben in Pompeji für immer angehalten. Doch die Ausgrabungen, die bis heute zu neuen Entdeckungen führen, fördern nur scheinbar eine ruhige Stadt am Golf von Neapel zutage. In Wirklichkeit brodelt es im Jahr 79 unter der Oberfläche gewaltig. Sklaven und Politiker, Kellnerinnen und Künstler, Gladiatoren und Straßenkinder werden zu den zentralen Figuren einer epochalen Umwälzung. Am Ende zerbricht das Römische Reich, und das Christentum wird zum neuen Bezugspunkt einer völlig veränderten Welt.
Gabriel Zuchtriegel erklärt anhand alter und neuer Entdeckungen aus Pompeji, wie es zur größten spirituellen Revolution des Abendlandes kommen konnte. Er entwirft das lebendige Bild einer rohen und gewalttätigen Gesellschaft, die zugleich ihre Schönheit und Menschlichkeit offenbart – manchmal da, wo man es am wenigsten erwartet.
ganz komischer Typ irgendwie 😭 null seine Schreibweise gecheckt und er hat ganz komische Themen angesprochen aber es war dann doch später ganz interessant
Wenn man das erste Buch von Zuchtriegel bereits gelesen hat, erscheint einen dieses Buch etwas wiederholend. Oft dachte ich mir, dass ich das doch schon gelesen habe. Dennoch ist dieses Buch wieder für sich toll. Ich würde generell nicht unbedingt empfehlen beide Bücher zu lesen, wenn man nicht totaler Pompej Nerd ist- aber welches von beiden man liest, ist gleich. Ich kann nicht sagen welches mir besser gefallen hat.
Gabriel Zuchtriegel entführt mit seinem Buch “Pompejis letzter Sommer” den/die LeserIn in die Götterwelt(en) Roms, in die Paläste, Sklavenzimmer und in das Bordell Pompejis und dessen Umgebung.
Pompeji, stellvertretend für all die Stätten, welche uns nichts mehr mitteilen können, zeigt von einer tiefen Menschlichkeit: Liebesbotschaften, Hassnachrrichten samt Flüchen, Bekundungen, Wahlkampf, Trauer und Mut. Inschriften die zum nachdenken über uns selbst anregen, die uns fragen lassen, ob wir alle nun verbunden sind oder nicht, ob unsere scheinbar Individuellen Eigenschaften nicht schon immer doch kollektiv angesehen werden können. Spiegelt der Kampf zwischen Dyonisus und Aphrodite um die Frauen, ihr Leben, Wild oder geregelt, nicht sämtliche Dichotomie wieder, sich zwischen Entfaltung und Erwartung zu balancieren?
Doch stimmt der letzte Teil des Buches den Ton in einem um. Rührte sich niemand um seine Mitmenschen, nur da ihr Kopf zur Hälfte geschoren war? Warum regte sich kaum jemand, vielleicht auch einfach nur ohne Erfolg, gegen die Sklaverei, die Folter und den Tod? Erkannte sich niemand in den gekreuzigten Straftätern und den ums überleben Kämpfenden Sklaven der Gladiatorenarenen wieder, außer andere Sklaven? Hätten sie es aus Pompeji hinausgeschafft, hätte es keine Gitter am Fenster, keinen Riegel vor der Tür gegeben oder wäre ihr Fuß nicht an Ort und Stelle gekettet gewesen?
Die Götter konnten ihnen zumindest nicht helfen, vielleicht konnte man sich nicht einigen wessen Themengebiet die Besänftigung von Vulkanen gewesen wäre. Das Buch befasst sich zu einem anderen großen Teil mit den Göttern Roms. Hier bringt der Autor mit der Zwangsumsiedlung in die Tempel, welche die übrige Natur verwildern ließ und bis heute zum Schauplatz von Sagen macht, einen fast schon zeitlosen Punkt.
Ein Buch, welches empfehlenswert ist, möchte man die Götterwelt, die Sklaverei und die Archäologie Pompejis besser verstehen.
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Ein Blick auf den Archäologischen Park Pompeji - der Stand der Ausgrabungen, neueste Interpretationen im Zusammenhang mit anderen Beispiel aus der Klassik - und eine detaillierte Abhandlung über die Mixtur an Glauben und die Entwicklung des frühen Christentums auf Basis vorheriger Glaubensprinzipien - rasant interessant und rundum informativ
das Buch hat mir richtig gefallen, weil es sich so leicht und locker liest. Ich bin schnell reingekommen und hatte nie das Gefühl, etwas Trockenes oder Schweres vor mir zu haben. Gleichzeitig steckt viel Stoff zum Nachdenken drin. Genau diese Mischung aus flüssigem Erzählen und Tiefe hat das Buch für mich besonders gemacht.
Fantastische Ausgrabungen und es ist ja auch gut, sich von der Menschlichkeit berühren zu lassen, aber das ging mir ein bisschen zu weit. So viel wollte ich über Herrn Zuchtriegel nicht wissen.