Dieses Buch ist eine schonungslose Abrechnung mit der Tech-Welt und ihrer dominanten Kultur. Es entlarvt die »Techbro«-Mentalität – eine Mischung aus Machtstreben, toxischer Selbstüberschätzung und der Illusion, Fortschritt exklusiv für wenige schaffen zu können. Menschen wie Elon Musk oder Mark Zuckerberg wollen die Welt nicht retten – sie wollen sie besitzen.
Aya Jaff war einst mittendrin. Nun schaut sie hinter die glänzenden Fassaden der Branche, die so viel verspricht, aber tatsächlich soziale Ungleichheit zementiert, Diversität untergräbt und Macht korrumpiert. Das Buch bleibt nicht bei der Kritik stehen, sondern zeigt Wege zu echter Innovation, die der ganzen Gesellschaft zugutekommt. Aya Jaff macht deutlich, warum wir den Begriff »Innovation« zurückerobern müssen und wie – ob oder Grü – dazu beitragen kann, Wirtschaft gerechter und nachhaltiger zu gestalten.
Ich vermute, dass ich einfach nicht das Zielpublikum dieses Buches bin, sondern es eher an Personen gerichtet ist, die vielleicht noch ein bisschen in so einem Start-up-BWL-Mindset drin sind, und ich würde sagen, dass es diesen Job relativ gut macht. Das Buch hat manchmal wirklich überraschend radikale Ansichten, zB dass man von einer profitorientierten zu einer bedürfnisorientierten Wirtschaft hin sollte, was ja eigentlich den Soz*alismus fordert, aber an anderen Stellen geht es dann in eine Richtung, in der eine strategische Autonomie der europäischen Staaten gefordert wird, was ja total in line mit dem aktuellen hegemonialen Denken in der EU ist. Und dann fragt man sich, was ist denn jetzt die Rolle des Staates? Muss man ihn in der geopolitischen Konkurrenz stärken oder als neoliberales Konstrukt kritisieren? Auch das sehr kurze Kapitel über die Demokratie fand ich eher enttäuschend. Shoutout aber für den Shoutout an WMS!
interessantes Buch, an vielen Stellen redundant und teilweise auch sehr anspruchslos, da Themen nur oberflächlich angekratzt werden. Zudem sind die Kapitel extrem kurz, was ich so in der Form noch nie gesehen habe. Ich schätze Mal, das spiegelt die vermeintlich kurze Aufmerksamkeitsspanne der Lesenden wider.
Die Autorin setzt sich sehr differenziert mit den aktuellen politischen und technokratischen Ereignissen auseinander, weist auf Missstände hin und zeigt Lösungsoptionen auf. Ein sehr gelungenes Buch, was aktueller nicht sein könnte!