»Étienne war wie ein Sonnenplanet. Er brachte alles in seiner Umlaufbahn zum Strahlen. Auch mich.« Julias Leben ist perfekt. Für ihre Social-Media-Beiträge mit wichtiger Message erhält die curvy Fotografin täglich Zuspruch und mit dem Bachelor in der Tasche kann sie nun endlich ins Familien-unternehmen Fleur de Lavande einsteigen. Wären da nicht die makellosen Models bei ihrer ersten Kampagne, die ihr ihre vermeintliche Unperfektheit vor Augen führen. Kummer mit männlicher Bestätigung zu ersticken, hat für Jules noch nie funktioniert. Doch als sie in Südfrankreich auf Étienne Girard trifft, ist es anders. Und das, obwohl er der Erbe des größten Konkurrenzunternehmens ist. Obwohl sich ihre Familien hassen und ihre Treffen nur heimlich stattfinden können. Heimlich, wie immer …
In einer Welt voller falscher Perfektion, Selbstzweifel und Toxizität erschafft Gabriella Santos de Lima bedingungslose Liebe.
Forbidden Love zwischen Romeo und Julia: Fleur de Lavande-Erbin Jules verliebt sich in den jüngsten Sohn des größten Konkurrenzunternehmens. Fast Burn vorprogrammiert!Curvy Prota x Golden Retriever Boyfriend: Er zeigt ihr, dass Liebe nicht verboten ist. Vor allem nicht die Liebe zu sich selbst.Kreativer Umgang mit Körperwahrnehmung und Selbstliebe: Fotografin Jules stellt wichtige Messages auf Social Media mit Porträts von Frauen, die nicht dem Schönheitsideal entsprechen.Starke Protagonistin mit Identifikationspotential: Die Autorin teilt die gleichen Werte und Ansichten mit ihrer Protagonistin, in ihren Büchern und auf Social Media.Poetischer Schreibstil trifft schonungslos ehrlichen Umgang mit aktuellen Themen: Gabriella Santos de Lima schreibt einfühlsam und nachvollziehbar über Selbstakzeptanz, ein gestörtes Selbstbild und toxische Strukturen.Die perfekte Urlaubslektüre: Old Money Vibes im Sommer in SüdfrankreichMit wunderschönem Lettering zwischen den Buchseiten
Gabriella Santos de Lima, geboren 1997 in São Paulo, studiert Kreatives Schreiben in Hildesheim und arbeitet nebenberuflich als Flugbegleiterin. Am liebsten schreibt sie mit Aussicht auf pulsierende Innenstädte bei laut aufgedrehter Musik. Auf Instagram postet sie unter @gabriellasantosdelimaa Buchtipps und Neuigkeiten aus ihrem Leben.
* * *
Gabriella Santos de Lima, born in São Paulo in 1997, studies creative writing in Hildesheim and works part-time as a flight attendant. She prefers to write with a view of pulsating city centres and loud music. On Instagram she posts book tips and news from her life under @gabriellasantosdelimaa.
Ich weiss nicht so ganz, was ich erwartet habe, aber das war es irgendwie nicht. Die Geschichte war da, aber den roten Faden habe ich nicht gesehen. Wenn ich jetzt nach Beendigung des Buches darüber nachdenke, ist das erste, was mir in den Sinn kommt, dass ich mich bei jeder spicy Szene aufgeregt habe, dass schon wieder eine kam. Das Spice Level war meiner Meinung nach viel zu hoch und hat auch nicht wirklich zur Geschichte gepasst. Julia fühlt sich plötzlich begehrt und will mit dem Mann ins Bett. Auf Social Media und gegenüber Etienne gibt sie sich stark und körperbewusst. Währenddessen muss sie sich ständig einreden, genug zu sein, zufrieden mit ihrem Körper und Leben. Gleichzeitig ist sie so unsicher, dass ich ihr dieses Verhalten und v.a. die spicy Szenen nicht abgekauft habe. Mein zweiter grösserer Kritikpunkt ist die ✨miscommunication✨, die sich durch die ganze Geschichte zieht, man müsste eigentlich eher sagen die ✨noncommunication✨. I mean, I get it. Es ist nicht einfach, über seine Unsicherheiten und Familienprobleme zu sprechen, aber Vertrauen gehört zu einer Beziehung dazu. Man kann nicht bei jedem Satz, den der Partner mit einer hübschen Frau oder die Partnerin mit einem jungen Mann wechselt, gleich vom Schlimmsten ausgehen, alles hinschmeissen, davonrennen und dann in Selbstmitleid ertrinken, ohne überhaupt zu versuchen, miteinander zu sprechen oder einander zuzuhören. Das „wenn ich verliebt bin, führe ich mich auf wie mit 16“ lasse ich da nicht als Ausrede gelten. Du kannst im ersten Moment hinterfragen, was da passiert, aber pleeeaaase redet miteinander, bevor ihr alles stehen und liegen lasst, nur weil jemand gefragt hat, ob der Stuhl noch frei ist und sich in einem klaren Missverständnis hinsetzt, statt ihn mitzunehmen zu einem anderen Tisch. Und es sollte defintiv kein Zeitungsartikel über die erwähnten Familienprobleme ausschlaggebend dafür sein, nach einer 0.0 nachvollziehbaren Trennung (oder was das sonst war), überhaupt einmal darüber zu reden, wieso diese eine Frau dich um 1 Uhr nachts anruft oder dieser Mann an der Bar mit dir gesprochen hat. Das war jetzt alles etwas wirr, aber was ich damit eigentlich sagen will: Es war nicht meins. Ich kann einfach keine Bücher mehr geniessen, wo ein miscommunication Moment den nächsten jagt und alle Gründe für die zwischenzeitliche Funkstille so an den Haaren herbeigezogen sind. Mir ging durch die ganzen Kommunikationsprobleme der Fokus etwas verloren. Als Anti-Skinnytok Buch hatte ich mir irgendwie mehr Charakterentwicklung in Richtung Selbstsicherheit und Körperliebe erhofft.
Was ist daran cozy oder Selbstliebe, wenn Julia in einer Tour über ihre Figur jammert?! Da ich das Buch abgebrochen habe, würde ich es gern unbewertet lassen, aber ich möchte auch, dass eine negative Rezension leicht auffindbar ist und nicht herausgefiltert wird und darum gebe ich hier einen Stern.
Denn es ist so: Schlag ne zufällige Seite auf, und es geht um ihr Gewicht. Dass ihr Klamotten nicht stehen, aber sie sie trotzdem trägt, aus Trotz, obwohl sie sich nicht wohlfühlt. (Es kümmert sie ernsthaft, welche Klamotten online trenden, nur um sich dann drüber aufzuregen, dass das Teil ihr nicht steht. What the actual fuck von Nichtproblem ist das? Ist ihr Kleidungsstil nicht individuell genug, dass ihr solche Werbeaktionen schlicht egal sind? Gibt es nicht genug andere Kleidungsstücke auf der Welt?) Aber sie verfolgt ja auch bewusst andauernd Skinny Content. Oder denkt, dass jede Person, wirklich JEDE, außer (vielleicht) der Love Interest und ihre beste Freundin, sie für ihre Figur verachtet und alle soviel schöner sind als sie. Ja klar, als gäbe es keine anderen dicken Menschen mit Größe 46 oder so o_Ö Man sieht echt nur Models auf der Straße, im Schwimmbad, beim Einkaufen etc /s. Friendly reminder, schaut euch mal Menschen außerhalb von Social Media und Werbung an, da findet sich körperliche Vielfalt.
Soviel Zweifel und internalisierte Fettphobie und es spielt sich fast nur und ständig in Julias Kopf ab. Jeder Blick und jedes Wort wird darauf umgedreht und ausgewringt, bis sie zu etwas gemeinem über Julias Figur werden. Und was heißt "Blick" - es ist nicht mal sicher, dass Leute sie beachten, aber Julia meint immer, alle hassen sie. Scheinbar geht der Roman später darauf ein, dass Julias "Selbstliebe" gespielt ist, aber als Verkaufsargument ist es als Thema einfach gelogen. Wenn ich über cozy Selbstliebe einer dicken Protagonistin lesen will, dann sollte sie cozy Selbstliebe auch, vielleicht, und nicht nur ab und zu mal, umm, empfinden und ausstrahlen? Stattdessen geht es immer nur um Unsicherheiten und ihre Figur, als hätte sie keine anderen Interessen und das finde ich wirklich schlimm. Julia wird quasi auf ihre Figur reduziert und das fühlt sich für mich an wie das Gegenteil von Selbstakzeptanz, als könne sie kein anderweitig erfülltes Leben haben. (Den Spice nehme ich dem Buch auch nicht ab - also dass Julia sich genussvoll beim Sex gehen lässt. Naja. Tut sie ja auch nicht, da sie Schwierigkeiten beim Orgasmus mit Partnern hat. Hat sie also Sex zur Selbstbestätigung durch männliche Aufmerksamkeit? Hmm)
Und ich weiß auch, dass das nicht immer einfach ist - aber auch nicht unmöglich. Ich habe selber schon ewig eine Essstörung und komplizierte Gefühle übers Essen, oder hadere mit meinem Körper, bin aber auch oft zufrieden. Ich hatte einen Punkt, mit 19, wo ich erkannte, dass es andere Leute nichts angeht, wie ich geboren worde oder woran ich nichts ändern kann, und ich mich deswegen nicht um deren Meinung zu meinem Körper scheren oder für andere Leute ändern muss. Es ist selbstrespektierender Trotz und klar, das ist bei allen Menschen unterschiedlich, aber so etwas ähnliches erwartet ich schon in einem Buch zu finden, das cozy Selbstliebe einer dicken Protagonistin darstellen möchte.
Edit Juni 2026: Ich habe inzwischen mal wieder Amanda Lovelace und Nikita Gill gelesen und da findet sich genau die Art Gönn dir-Selbstliebe mit Self Care-Feminismus, die ich in diesem Buch erwartet habe. Es geht doch. Ihre Gedichtbände sind auf jeden Fall einen Blick wert, wer sie noch nicht kennt und auch bekannt geben sie doch den einen Schuss Aufmunterung für zwischendurch.
Nee, irgendwie war das nix. Was unsere Protagonistin Julia angeht, muss ich erster Linie mal ganz stark das unterschreiben, was mehrere andere Reviews schon sehr treffend ausgedrückt haben – das vorherrschende Konzept von "sie liebt sich so sehr und ist ihrem Körper gegenüber so positiv eingestellt, dass sie es vor sich selbst 864532 Mal am Tag betonen muss, damit der Leser es auch glaubt" war nicht nur extrem anstrengend, sondern ging vor allem nach hinten los. Wirklich, erstens hätte man sich locker 150 Seiten sparen können, indem man das repetitive Gelaber über Julias Körper einfach weggelassen hätte und es wäre dieselbe Geschichte geworden, zweitens wirkt es gerade dadurch, dass sie in einer Tour davon redet, wie viele Selbstzweifel sie DAMALS hatte, aber HEUTE ja nicht mehr, dann aber ihr gesamter internal conflict des Buches aus Selbstzweifeln bzgl. ihres Körpers besteht, fast ironisch.
Dementsprechend ist Julias POV eigentlich die ganze Zeit nur repetitiv und ehrlich gesagt fand ich sie auch menschlich extrem anstrengend. Love Interest Étiennes POV hätte eigentlich das Potenzial gehabt, der interessantere von beiden zu sein, war aber faktisch leider nur ein Lückenfüller, weil auf fünf Julia-Kapitel ein Étienne-Kapitel kam und in denen dann auch meistens das Gleiche passiert ist.
Überhaupt gab es außer Julias Körper-Issues und Étiennes Familien-Issues eigentlich keinen Inhalt – jegliche Firmen-, Parfüm- und ähnliche Themen wurden nach wenigen Kapiteln so irrelevant, dass man sie auch gleich ganz hätte weglassen können und der Rest der Zeit besteht nur noch darin, die Lovestory von Julia und Étienne zu erzählen, die aber so wenig Fleisch am Knochen hat, dass ich mich frage, wie zum Teufel damit eigentlich 450 Seiten gefüllt wurden.
Es war von vornherein zum Scheitern verurteilt, denn zu Beginn ihrer „Kennenlernphase“ versprechen sich die beiden nämlich, nicht über private Themen zu sprechen, d.h. Familie, Firma, emotionales Innenleben, etc. Alles, was interessant sein könnte und uns etwas über die beiden verraten würde also. Schön und gut, macht ja auch Sinn, solange sie nur die körperliche Seite ihrer Beziehung existieren lassen wollen. Was problematisch ist, ist, dass sie diese Regel NIE auflösen. Ja, ihr lest richtig, sie daten sich, sie verlieben sich, sie beginnen irgendwann eine Beziehung und wissen zu dem Zeitpunkt immer noch NICHTS übereinander, weil sie sich die ganze Zeit geweigert haben, sich über irgendwas zu unterhalten. Ich weiß nicht, ob die Autorin einfach keine Ideen für Persönlichkeitseigenschaften und co hatte und deshalb beschlossen hat, sie einfach wegzulassen, aber das gibt mir doch ein großes Rätsel auf (ich zitiere aus meinen Notizen beim Lesen: „Ok sie vögeln aber haben die IRGENDWAS gemeinsam???“).
Apropos Vögeln, ich weiß nicht, ob das an mir liegt und ich einfach nicht der spice-affinste Mensch bin, aber irgendwie war mir das too much. Gar nicht unbedingt zu graphisch oder quantitativ zu häufig, sondern eher so… zu viel spice in Relation zur Handlung? Andererseits habe ich auch Heated Rivalry gelesen, das sehr viel spice und keine Handlung hat und fand es gut, also lag es wohl auch vielleicht ein bisschen an der Art des spices. Ich hab jedenfalls häufig drübergeskippt – vielleicht auch, weil Julia sogar in den Momenten nicht aufhören konnte, über ihre zweifellos angezweifelten Selbstzweifel zu philosophieren. Und versteht mich hier nicht falsch, ich möchte das Thema auf keinen Fall ins Lächerliche ziehen. Aber die Art und Weise, wie es hier dargestellt wurde, ist wirklich fast karikativ.
Bei karikativ muss ich noch kurz anmerken, dass ich bei so circa der Hälfte des Buches angefangen habe, jedes Mal massivst mit den Augen zu rollen, wenn Julia mal wieder meinte, "Étienne fucking Girard" sagen zu müssen (was wirklich alle drei Seiten der Fall war). Beim dritten Mal war’s noch okay, aber irgendwann verliert sowas halt seine Wirkung und wenn Étienne Girard eine leere Hülle eines Charakters ist, gibt es auch keinen Grund, seine Existenz dermaßen zu überdramatisieren. Überdramatisiert wird auch jeder einzelne Konflikt der beiden, weil sie nicht nur nichts übereinander erfahren, sondern grundsätzlich nicht einen Satz lang über ihre Gefühle oder Bedürfnisse kommunizieren und daher dauernd in irgendwelche Missverständnisse ausarten, in denen sich nichtmal ein zivilisiertes Teenie-Paar wiederfinden würde. Alles sehr frustrierend.
Anyways, ich würde diese Review gern mit einem weiteren schönen Satz aus meinen Lese-Notizen beenden, der das Buch für mich ganz gut zusammenfasst: „Die wissen ehrlich nichts übereinander und das schlimmste ist, es GIBT auch nichts zu wissen, weil die beide keine Persönlichkeit haben“. Schade um das Buch, ich hatte Hoffnungen reingesetzt, aber vielleicht probiere ich es irgendwann nochmal mit Band 1, der soll ja gut sein. Den Schreibstil fand ich nämlich an sich wirklich nicht schlecht!
Der zweite Teil von Fleur De Lavande erinnert an die Schmerzen, die man hat, wenn man erwachsen wird, aber nie aus der Unsicherheit der Jugend hinauswächst. Es ist dieses Gefühl in den Spiegel zu schauen und Fehler zu sehen, die von der Gesellschaft, aber auch von den Menschen, die uns am nächsten sind, definiert werden. Dabei wird ein Fokus gelegt, den man nur schwer loswird. Es geht um gedankenlose Kommentare, die die Gedanken des Empfängers nie wieder verlassen. Um wünsche und die bittere kaschierte Realität, die oft alles andere als echt ist. Etienne ist dieser Schmerz, wenn wir unsere Bedürfnisse, Ängste und Sorgen hinten anstellen und dadurch nur weiteres Gewicht aufnehmen. Weil zugelassen wird, dass andere Momente der Schwäche haben, während man sich selbst so krampfhaft daran festhält stark zu sein, weil sonst alles auseinanderbricht. Dass er trotzdem so aufmerksam, so respektvoll und einfach er selbst war, hat ziemlich viel mit mir gemacht. Zusammen waren sie zuerst das schönste Gespräch unter fremden, dann ein wenig Chaos, dann etwas tiefes, emotionales, echtes. Die beiden waren warm wie der Sommer, aufwühlend wie der Herbst, glänzend wie der Winter und heilend wie der Frühling. Ich bin nur so über ihre Gespräche, Gedanken und Chatnachrichten geflogen und habe mich verliebt! In diesem Buch habe ich mich auf die verschiedensten und vielleicht auch eher unterschwelligen Arten gesehen und verstanden gefühlt. Ein besonderes Highlight waren für mich die Seiten in denen Julia über ihr 16-jähriges Ich geschrieben hat, sowie auch die Linearts. Mich ein zweites Mal ins warme Frankreich träumen zu können und trotzdem diese tiefgehenden Themen zu lesen, war wie im ersten Band ein schönes Erlebnis. Für mich persönlich hätte das Buch am Ende gern noch ein wenig weitergehen können, da der Epilog doch recht schnell kam.
Fazit: Gabriella Santos de Lima überzeugt auch im zweiten Teil der Fleur De Lavande Reihe mit Tiefgang, Ehrlichkeit und Emotionen. Es ist mir so leicht gefallen mich in die Geschichte und die Figuren zu verlieben, mich verstanden zu fühlen und so viel zu empfinden. Ich freue mich sehr auf den dritten Band, auch wenn ich gar nicht will, dass es endet!
Ich glaube, ich bin langsam zu alt dafür... ich verstehe ihre ganzen Komplexe und Probleme und ich finds auch wichtig darüber zu reden, aber sie hatte einfach keine Entwicklung verglichen mit ihrem sechzehnjährigen Ich von dem ständig die Rede war... bin so froh, dass am Ende Therapie angesprochen wurde... Etienne tat mir auch so leid. Er wusste teilweise null was abgeht. Wurde von ihr geghostet aus den unmöglichsten Gründen... fands auch super wie sie am Ende erkannt hat, was für eine Red Flag sie ist.
"Wie du strahlst" ist der zweite Band der "Fleur de Lavande"-Reihe und dreht sich um Julia, die schon aus dem ersten Band bekannt ist, da sie die beste Freundin von Viola und die Schwester von Lucas ist. Julia arbeitet für das Parfumunternehmen und soll eine Kampagne leiten, die eine jüngere Zielgruppe ansprechen soll. Der Love Interest ist Étienne, ebenfalls das Kind einer Parfumfamilie. Aufgrund der Sorge, das könnte bei den Familien nicht gut ankommen, und eigentlich auch mehr aus Zufall, kommen die beiden sich näher (in jeglichem Sinne) und beginnen eine Affäre, die aber schnell keine mehr bleibt, bis sich andere Probleme als befürchtet ihnen in den Weg stellen.
Mit Julia bin ich nicht wirklich warm geworden. Irgendwo am Anfang beschreibt sie sich als eine unsichere Frau in ihren 20-ern und das ist die einzige Charakterisierung, bei der es eigentlich bleibt. Das ganze Buch geht um eine vierundzwanzigjähige Frau, die sich selbst nicht mag und sich die ganze Zeit selbst schlecht macht und mir damit auch keinen Grund gibt oder irgendwas, für das ich sie mögen könnte. Sie macht sich die ganze Zeit schlecht und es wird ständig nicht mehr betont, dass sie nicht mehr die selben Gedanken hat wie mit 16, aber irgendwie nehme ich ihr das nicht ab, dass seitdem nennenswert Entwicklung bei ihr passiert ist. Was ich gut fand, war die Tatsache, dass sie gegenüber ihrer Mutter endlich für sich eingestanden hat.
Étienne fand ich insgesamt überzeugender, er hätte aber ruhig mehr POV-Zeit bekommen können, damit man noch mehr Facetten von ihm mitbekommt, als dass er mit dem Familienunternehmen und was von ihm erwartet wird, strugglt, und dass er anscheinendn die greenste Green Flag ist.
Das Buch soll sich um Selbstliebe drehen, aber ein Zitat von Julia fasst das Problem mit Selbstliebe in diesem Buch eigentlich ganz gut zusammen: "Ich liebte das Konzept von Selbstliebe, war besessen davon, aber in echt nur besessen davon, nicht zufrieden mit mir selbst zu sein." (Kapitel 54) Ich verstehe, dass es mit der Selbstliebe nicht immer so einfach ist, aber ein Buch, das mit Selbstliebe als Thema beworben wird, sollte vielleicht auch Leute haben, die sich selbst auch mögen, I guess?
Vom Miscommunication Trope kann man halten, was man will, aber hier wird er eigentlich etwas zu sehr ausgereizt. Das gipfelt schließlich darin, dass die selbe Ausprägung (Protagonist*in redet für ungefähr zwei Sekunden und auch nur durch Zufall mit einer attraktiven Person des anderen Geschlechts, die andere Person sieht es und rennt eifersüchtig weg) zweimal vorkommt, das war mir dann irgendwann auch zu viel. Generell hätte die Geschichte einen Ticken mehr Kommunikation vertragen können, vor allem, weil durch die beiden Perspektiven eigentlich die ganze Zeit bekannt war, wie die Situation eigentlich war.
Das Ende ging mir dann ein bisschen zu schnell, da hätte sich auch ruhig noch etwas mehr Zeit genommen werden können, weil alles andere doch ein recht langsames Pacing hatte.
Trotz alledem ließ sich das Buch sehr angenehm herunterlesen, ich mochte den Stil ganz gern
I‘m so sorry but what the hell was that? 🫠 finde Gabriellas Ideen eigentlich immer großartig, auch hier wieder, aber es ist mir mittlerweile leider einfach zu drüber. In jedem einzelnen Kapitel geht es eigentlich nur um das Gewicht und Aussehen von Julia, die sich/dem Leser aber gleichzeitig weis machen will, dass sie nicht mehr ihr 16 jähriges Ich ist und nicht mehr die gleichen struggles hat wie damals, sondern ihren Körper liebt so wie er ist.. well I wish, weil das war einfach nur anstrengend zu lesen und ganz ehrlich die gefühlt fünf Kapitel aus Étiennes Sicht hätte man sich auch gleich sparen können und die Kirsche on top war die ständige miscommunication, wenn man das überhaupt noch so nennen kann 🤡 Étiennes backstory fand ich ganz interessant, nur leider geht die komplett unter, da er wie gesagt kaum eigene Kapitel hat und es sich generell einfach zu 95% nur um Jules Probleme/Unsicherheiten/Struggle dreht (die man auch begreift, wenn es nicht permanent wiederholt wird btw) und alles andere viel zu kurz kommt. Ich weiß auch nicht worauf die Lovestory der beiden aufbauen soll und die Familiendynastie spielt auch hier eher wieder eine untergeordnete Rolle. Wie gesagt, Idee großartig, Umsetzung leider extrem anstrengend und repetetiv, das ist einfach so schade, weil gerade anfangs konnte ich Julias Gedanken gut nachvollziehen, aber es war einfach too much 🥲
4,5⭐️ Ich habe nicht damit gerechnet, dass mir das Buch so sehr unter die Haut geht. Die Geschichte fühlte sich so echt, ungeschönt und ehrlich an, dass ich mich komplett darin verloren habe.✨
Das Setting in Südfrankreich und der Roadtrip durch Italien haben die sommerliche Atmosphäre perfekt eingefangen. Es geht um die Fleur de Lavande Erbin Julia und den jüngsten Sohn des größten Konkurrenzunternehmens, Étienne. Zwischen heimlichen, nächtlichen Treffen und tiefgründigen Gesprächen verlieben sie sich ineinander, doch Julias große Unsicherheiten und Selbstzweifel erschweren den Weg zu ihrem gemeinsamen Glück.
Die angesprochenen Themen wie Bodyshaming, Diet Culture, Skinnytok und Selbstliebe haben mich richtig stark berührt. Julias Gedanken und Gefühle, die so schmerzhaft, echt und authentisch beschrieben sind, haben sie für mich total greifbar gemacht. Ihre Social Media Beiträge stehen für Body Positivity und Akzeptanz, doch eigentlich kämpft sie mit großen Selbstzweifeln. Dieser innere Konflikt ließ mich sehr mitfühlen. Am liebsten hätte ich sie einfach nur in den Arm genommen, weil mir so leidtat, was sie bereits durchmachen musste.
Étienne war mir ebenfalls sofort sympathisch. Er hat sich mit seiner respektvollen und verständnisvollen Art direkt in mein Herz geschlichen. Nach außen wirkt er stets kontrolliert, professionell und nahezu perfekt, doch hinter dieser Fassade trägt auch er sein eigenes schweres Päckchen mit sich herum. Besonders schön fand ich die Entwicklung der beiden, wie sie sich gegenseitig unterstützen und lernen, auf ihre eigenen Bedürfnisse zu achten.
Julias Tagebucheinträge, ihre Social Media Beiträge und die liebevoll gestalteten, ästhetischen Letterings ließen mich noch tiefer in ihre Gefühlswelt eintauchen und machten das Lesen zu einem besonderen Erlebnis. Mit dem poetischen, rohen und absolut gefühlvollen Schreibstil hat sich die Autorin wieder einmal direkt in mein Herz geschrieben, und ich freue mich jetzt schon auf Band 3 und alle weiteren Bücher der Autorin.🥹💜
Gabriella Santos de Lima verbindet große Gefühle mit wichtigen Themen und erzählt eine schmerzhaft schöne Sommergeschichte über Liebe, Heilung und Selbstakzeptanz, die mich tief berührt hat✨
Dieses Buch hat mich aufgrund seines Themas total angesprochen. Auf Insta und TikTok wurde mir die Autorin immer wieder in die Timeline gespült und mich catchte vor allem die Widmung des Buches: „Für alle, deren Mütter ihnen gesagt haben, dass sie jetzt wirklich aufpassen müssen (mit ihrem Gewicht). […] Für alle, die gedacht haben, wenn sie schlanker sind, sind sie endlich glücklich.“ Ja, ich fühle mich angesprochen. Doch ich hatte so meine Zweifel. Ich hatte schon einmal etwas von der Autorin gelesen und war nicht ganz so begeistert. Doch Zeiten, Autorinnen und Leserinnen ändern sich, weshalb ich es probierte. Und es war ok. Nach Dreivierteln des Buches war ich satt, weil mich Dukuts und Erzählweise angestrengt haben, aber nach so vielen gelesenen Seiten wollte ich nicht abbrechen. Es ist so: Der Roman hat wenig Plot und SEHR viel Gefühl. Dagegen habe ich nichts, aber irgendwie drehte sich alles im Kreis. Ständige Wiederholungen verstärkten diesen Eindruck. Es fand kaum eine Charakterentwicklung statt. Ich habe sehr wohl verstanden, was die Autorin damit bezwecken möchte, aber das ist absolut unbefriedigend und wenig unterhaltend. Es ist eine Romance, versucht aber hochintelleltuell zu sein. Zu viel Psychologie und „das Problem in allen Winkeln beleuchten“. Aber leider ohne mal eine andere Perspektive einzunehmen und durch Reflektion eine Entwicklung schaffen. Julia ist so ermüdend. Ich verstehe ihr Problem. Ich kann alles nachvollziehen. Ich fühle ihre Unsicherheiten, ihren Kummer, ihren Schmerz, ihren Selbsthass. Es ist alles schlüssig, aber dann auch so verdammt ärgerlich. Es kam der Punkt, da konnte ich mit all meiner Empathie nicht mehr ihre Unsicherheit verteidigen, obwohl ich diese Gedanken so gut kenne. Ich bewundere Etienne, der das alles so mitmacht. Es ist so schade, dass Julia so egozentrisch ist und gar nicht checkt, was bei Etienne abgeht, aber er sie immer in Schutz nimmt und auf ihr Wohlergehen bedacht ist. Eine Beziehung ist Geben und Nehmen, und das ist bei den beiden so richtig in Schieflage geraten. Auch hier ist mir durchaus bewusst, dass das die Autorin bezwecken wollte, aber auch hier fehlt der befriedigende Lernprozess. Das letzte Drittel hat mich eher verärgert als besänftigt. Das so so wichtige Gespräch mit ihrer Mutter war wieder viel zu einseitig. Es wird zwar in Julias Gedanken zu einem späteren Zeitpunkt rekapituliert, so dass auch die Mutter mal zu ihrem Verhalten Stellung nimmt, aber das war für mich zu schwach. Natürlich wird nicht alles durch ein Gespräch sofort wieder gut, aber gerade um eine schlüssige Entwicklung darzustellen, wäre es super gewesen, einen umfänglichen Dialog zu schreiben, der andere Dialoge und Handlungen nach sich zieht. Doch der Fokus liegt auf IHREN Gefühlen und dann auch mal auf Etienne. Doch auch diese Schlussphase konnte mich nicht überzeugen. Beim Schreiben gibt es ein Mantra: Show don‘t tell. Hier ist mir der „tell“ Anteil viel zu hoch - vor allem der ihrer Gefühle. Das ist einfach nicht meine Präferenz beim Lesen, aber ich kann schon verstehen, warum viele dieses Buch mögen. Ich finde, es hat gut angefangen, doch dann in seiner Tiefe und Aussagekraft nachgelassen.
Auch den 2. Band der Fleur de Lavande Reihe habe ich wieder absolut geliebt! Das Setting in der Provence und der kleine Abstecher nach Italien lassen absolut Sommergefühle aufkommen☀️ Das Highlight an dieser Geschichte waren aber wohl die Charaktere, die einfach so echt und nahbar sind und in denen wir uns wahrscheinlich alle ein Stück weit wiederfinden. Besonders Julias Geschichte ging mir absolut unter die Haut und ich habe ihre Gedanken zu jeder Zeit so so gut verstehen können. Aber auch Étienne habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Die Liebesgeschichte der Beiden war so schön roh und echt und ich habe es soo genossen zu sehen, wie die beiden sich gegenseitig unterstützen und weiterentwickeln. Ich liebe es, dass die Autorin hier wirklich wichtige Themen anspricht und trotzdem eine gewisse Leichtigkeit in der Geschichte beibehält. Dazu kommen der wunderschöne Schreibstil der Autorin, die eingeschobenen Textnachrichten und Instagram-Beiträge, die der Geschichte nochmal eine ganz besondere Note verleihen✨️ Mit "Wie du strahlst" hat Gabriella Santos de Lima wieder eine ganz besondere Geschichte geschaffen. Bis jetzt ist die Fleur de Lavande Reihe schon ein absolutes Highlight für mich💛
Noch nie habe ich mich von einer Protagonistin so verstanden gefühlt, sowohl bei ihrem Körpergefühl als auch bei ihrer Beziehung zu ihrer Mutter. 🥹🫶🏻 Für die vollen 5 Sterne hat mir allerdings etwas gefehlt. 💭
4,5⭐️ Dieses Buch hat mich gebrochen und auch wieder zusammengesetzt irgendwie. Ich liebe Gabriellas Schreibstil und ihre Charaktere einfach ganz dolle
Julia und Étienne sind zwei unglaublich authentische Protagonisten, die ich während des Lesens am liebsten ganz fest umarmen wollte. Étienne ist nicht nur eine absolute Greenflag (oder wie Julia so schön sagt: ein fürchterlich perfekter französischer Gentleman), sondern als Erbe von GIRARD ausgerechnet Julias größter Konkurrent in der Parfümbranche. Ihn ins Herz zu schließen, fiel mir genauso leicht wie Julia, die neben ihrer Arbeit bei Fleur de Lavande auf Social Media Portraits von Frauen teilt, die nicht dem gesellschaftlichen Schönheitsideal entsprechen. Doch während sie nach außen für Selbstliebe und Akzeptanz einsteht, kämpft sie als selbst immer wieder mit Unsicherheiten und Selbstzweifeln. Genau dieser Kontrast hat sie für mich so greifbar gemacht. Und auch hinter Étiennes charmanter Fassade verbirgt sich eine tiefe Zerrissenheit, die ich sehr gut nachvollziehen konnte. Nach einem Schicksalsschlag in seiner Familie muss er die Leitung des Unternehmens übernehmen und nach außen Stärke zeigen, obwohl ihm unter all dem Druck und den Erwartungen eigentlich nur nach Weinen zumute ist.
Zwischen heimlichen, nächtlichen Treffen im Auto, hitzigen Küssen und einem spontanen Roadtrip durch Italien knistert es zwischen Julia und Étienne immer heftiger. Das Setting in Südfrankreich und die verschiedenen Reiseziele ihres Roadtrips fangen die sommerliche Atmosphäre perfekt ein. Die Chemie zwischen den beiden habe ich leider nicht ganz gefühlt, weil mir die körperliche Anziehung und die daran geknüpften Gefühle etwas zu schnell gingen. Deshalb wollte der Funke bei ihrer Liebesgeschichte trotz schöner Momente nicht richtig überspringen.
Gabriellas poetischer Schreibstil tut wieder einmal auf schmerzhaftschönste Weise weh. Besonders verliebt habe ich mich vor allem in die vielen Planeten-, Sternen- und Universumsmetaphern. Auch Themen wie Selbstliebe, toxische gesellschaftliche Strukturen und insbesondere Bodyshaming haben mich sehr berührt, gerade weil sie so schonungslos ehrlich dargestellt werden. Die liebevolle Gestaltung durch Julias Social Media Beiträge, Auszüge aus ihrem Tagebuch und ästhetische Letterings haben dem Buch nicht nur das gewisse Extra verliehen, sondern vor allem ihre Gefühlswelt noch greifbarer gemacht.
Insgesamt ist "Fleur de Lavande - Wie du strahlst" eine schöne Sommergeschichte voller wichtiger Botschaften, die berührt, Mut macht und sich wie eine warme Umarmung anfühlt. ❤️🩹☀️
Fleur de Lavande - wie du strahlst ist eine schöne, emotionale Geschichte über Liebe, Selbstzweifel und den Mut, sich selbst anzunehmen.
Die Atmosphäre des Buches ist ein Traum. Zwischen den Lavendelfeldern der französischen Provence und sonnigen Kulissen Italiens entsteht eine Geschichte, die sich so sehr nach Sommer anfühlt: leicht, warm und voller Melancholie. Gabriella Santos de Lima fängt diese Stimmung mit ihrer poetischen Sprache ein.
Im Mittelpunkt stehen Julia und Etienne. Zwischen Parfum, Konkurrenz und zwei Familien, die sich hassen, entwickelt sich eine forbidden love Geschichte. Besonders Julias Perspektive hat mich tief bewegt. Ihr Schmerz, ihre Vergangenheit und ihre Selbstzweifel sind so greifbar beschrieben, dass sie beim Lesen richtig wehtun. Gerade als Frau fühlt man sich mit ihren Gedanken über Schönheitsideale und gesellschaftliche Standards unglaublich gesehen.
Bei der Liebeserklärung musste ich sogar weinen. Sie war kitschig, poetisch und einfach süß. Genau solche Szenen schaffen es, dass Gabriellas Geschichten noch lange nach dem Lesen im Gedächtnis bleiben.
Auch ein Gespräch zwischen Julia und ihrer Mutter hat mich besonders berührt. Es gehört für mich zu den emotionalsten Momenten des Buches.
Mein einziger aber bedeutender Kritikpunkt ist, dass manche Momente eher erzählt als gezeigt werden. Es wird oft erwähnt, dass Julia und Etienne viel Zeit miteinander verbringen und intensive Gespräche führen, aber als Leserin erlebt man diese Szenen nicht mit. Ich hätte mir gewünscht, dass einige dieser Momente vollständig ausgeschrieben worden wären. Dadurch hätte ich die Entwicklung ihrer Beziehung noch intensiver miterleben können und der emotionale Funke wäre für mich an manchen Stellen stärker übergesprungen.
Man spürt einfach, wie viel Liebe, Herz und Achtsamkeit die Autorin in ihre Bücher steckt. Ihre Geschichten fühlen sich jedes Mal besonders an und hinterlassen bei mir ein Gefühl, das ich nur schwer in Worte fassen kann.
„Ich liebte mich nicht immer, aber ich mochte mich. Ich versuchte, ein guter Mensch zu sein, und war es da nicht egal, ob ich fünftausend oder zehntausend Schritte lief, wenn ich jeden Tag aufs Neue daran arbeitete, mich noch ein bisschen mehr zu mögen?“
„Gab es dieses eine Ideal? Gab es nicht vielmehr eine Welt voller Ideale, weil wir alle individuelle Personen waren?“
4,5⭐️
Gabriela‘s Bücher fühlen sich immer wie eine warme Umarmung an. So auch die Geschichte von Jules und Étienne. Sie ist echt und berührend, weil die Charaktere so greifbar sind. Besonders in Julia habe ich mich so oft gesehen gefühlt. Dieses Buch ist so unglaublich wichtig und ich danke Gabriella dafür, die Zweifel und Ängste so vieler Menschen in ihren Geschichten und Charakteren zu verarbeiten und auf diese Weise zu zeigen, dass das Gute meist in gar nicht weiter Entfernung auf einen wartet, wenn man sich nur traut, die Hand auszustrecken, aber eben mit der Gefahr, sich doch das ein oder andere Mal zu verbrennen. Am Ende hätte ich mir noch ein paar zusätzliche Kapitel gewünscht, um noch ein paar Themen aufzugreifen und offene Fragen zu beantworten, aber bin schon sehr gespannt, was uns im dritten Teil erwartet👀.
wie immer eine wunderschöne geschichte!! wir begleiten jules und étinnen ins malerische südfrankreich, wo die beiden sich zwischen lavendel feldern und sternhimmelnächten in einander verlieben. es geht um selbstliebe und den schmerz den wir als frauen* im patriarchat mit uns herum tragen. jules und étiennes geschichte geht durch ihre tiefgründige und emotionale art unter die haut und ich habe jede seite sehr geliebt💖
„Vielleicht war Erwachsenwerden auch zu realisieren, dass die eigenen Eltern ebenfalls nur Menschen waren mit ihren eigenen Wunden, die sie uns manchmal versehentlich vererbten. Weil Menschen, die verletzt waren, andere Menschen verletzten, obwohl sie das nicht wollten.“
Das Thema Fat-Shaming ist gut umgesetzt - aber wer sich auf Parfumherstellung und Julias Werbekampagne dazu gefreut hat, muss leider lange suchen
#Positiv!: Der Schreibtstil ist schön, unterbrochen von Zitaten, stilisierten Zeichnungen der Protagonistin und Emojis. Einzelne Kapitel sehen aus wie Instagram Posts von Social-Media-Aktivistin Julia, in denen sie von Fotografie, Fat-Positivity und Feminismus erzählt und ihre Kommentare abdruckt. Schön!
Wir besuchen verschiedene High Society Locations und ich hatte immer das Gefühl, ich bin an den jeweiligen Orten an denen es spielt. Da kommt echte Sommerlaune auf!
Etienne war mir als Love Interest auch sofort sympathisch, er ist ein Green-Flag-Boyfriend und hat ebenfalls eigene Probleme zu bewältigen, aber seine glückliche Familie steht vorerst im starken Kontrast zu Julias vorbelasteter Beziehung zu ihrer Mutter.
#Negativ!: Anfangs ist die Handlung um die Werbekampagne für das neue Parfum vergleichbar mit Zeilenflüstern, das ich sehr gerne mochte, doch dann wird dieser Handlungsstrang für den Großteil des Buchs aufs Abstellgleis gestellt - nur um erst am Ende wieder relevant zu werden. Aber auch dann nur bezogen auf das Self-Love-Thema. Julia hätte genausogut Hüte verkaufen können, es macht keinen Unterschied.
Der #Miscommunikation-Trope ist hier fast schon kriminell. Kapitelweise reden Julia & Etienne um den heißen Brei herum, wiederholen sich und es führt zu Nichts, die Beziehung bleibt körperlich. Alle Missverständnisse kommen nur dadurch zustande, dass sie nicht miteinander reden (wollen).
Das frustriert. Ärgerlicher wird es durch die #Dual-Perspektive, in der das Buch geschrieben ist. Dadurch weiß der Leser bereits lange vor den jeweiligen Charakteren was Sache ist und muss nun abwarten wann sie es endlich ebenfalls checken...
Unverständlich war für mich auch, dass Julia ihren Willen effektiv nur bekommt, weil sie die Tochter der Firmenbesitzerin ist. Sie selbst spielt das herunter und das Buch bemüht sich es durch Mobbing zu kaschieren; sie weiß besser wie diese Kampagne zu führen ist, obwohl sie noch ein Neuling ist, sie hat mehr Ahnung als die Seniors und ihre Kolleginnen, weil sie Selflove-Aktivistin auf Instagram ist.
Dabei hatte ich nie das Gefühl sie interessiert sich ernsthaft für das Produkt oder die Firma.
#Selflove!: Julia denkt 24/7 über ihr Gewicht nach, schaut Skinnytok-Reels, in ihren Augen wird sie von jeder Frau, der sie begegnet, abgewertet (es scheint auch so als gäbe es nur eine einzige andere übergewichtige Frau im Buch... ein Model). Ich fand das hat anschaulich die Negativspirale gezeigt, in der man feststecken kann wenn man eine Esstörung hat, auch fand ich es gut dass sie nicht plötzlich wundersam dünn wird. Sie möchte gern entkommen, schafft es aber wieder und wieder nicht. Sie hat auch nur wenig weibliche Freundinnen.
Dennoch mochte ich sie als Person oft nicht besonders. Sie denkt kaum über andere Menschen nach, wenn es sich nicht um sie dreht. Sie gibt zu, dass sie Männer nur zur Selbstbestätigung dated , gleichzeitig fühlt sie sich selbst benutzt und gibt ihnen und dünnen Frauen oft die Schuld an ihrer Lage und gleich der Welt im Allgemeinen.
Selbst Etienne gegenüber ist ihr Verhalten nicht ok, sie verletzt mehrfach seine Privatsphäre, ist übertrieben eifersüchtig und schließt von ihren Erfahrungen mit Sexdates negativ auf ihn. Im realen Leben hätte er sich wohl wirklich von ihr getrennt. Ich finde einen #flawed Charakter eigentlich gut, aber sie hat wirklich noch zu viele Probleme mit sich selbst, sie ist m.M.n. nicht bereit für eine Beziehung.
#Fazit!: Ich empfehle das Buch wenn man bereit ist, sich intensiv mit dem Thema Fat Positivity/Body Acceptance zu befassen und es nicht so schlimm ist wenn die anderen Themen, besonders das titelgebende Parfum, dabei zu kurz kommen.["br"]>["br"]>["br"]>["br"]>["br"]>["br"]>["br"]>["br"]>["br"]>["br"]>["br"]>["br"]>["br"]>["br"]>["br"]>["br"]>["br"]>["br"]>["br"]>["br"]>["br"]>["br"]>["br"]>["br"]>["br"]>["br"]>["br"]>["br"]>["br"]>["br"]>["br"]>["br"]>["br"]>["br"]>["br"]>["br"]>
Nach dem ersten Band der Fleur de Lavande-Reihe hatte ich sehr hohe Erwartungen an Wie du strahlst. Leider konnte mich die Geschichte nicht ganz so mitreißen wie ihr Vorgänger, auch wenn sie definitiv einige starke Aspekte hatte.
Besonders gefallen hat mir die Art, wie Gabriella Santos de Lima Themen wie Bodyshaming, Diet Culture, SkinnyTok, Selbstliebe und gesellschaftliche Schönheitsideale behandelt. Jules steht auf Social Media für Body Positivity und Akzeptanz, kämpft jedoch selbst mit tief sitzenden Selbstzweifeln. Gerade dieser Widerspruch fühlte sich unglaublich authentisch an. Die Autorin beschreibt eindrucksvoll, wie junge Mädchen zu Frauen werden und dabei von klein auf durch patriarchale Strukturen und unrealistische Schönheitsstandards geprägt werden. Viele von Jules' Gedanken und Erfahrungen waren nachvollziehbar. Auch die Tagebucheinträge oder Gedankenseiten und Social-Media-Posts haben mir sehr gefallen, weil sie ihren inneren Konflikt greifbar gemacht haben. Die Geschichte setzt sich intensiv mit Körperwahrnehmung, Selbstakzeptanz und dem Druck auseinander, den Schönheitsideale auf Frauen ausüben.
Auch Étienne mochte ich sehr. Ich finde es immer erfrischend, wenn männliche Charaktere offen mit ihren Gefühlen umgehen, und genau das macht ihn so sympathisch. Obwohl er als Erbe des Familienunternehmens viel Verantwortung trägt, bleibt er sich seiner Emotionen bewusst und begegnet Jules stets respektvoll und aufmerksam. Ein echter Gentleman.
Mein größtes Problem mit dem Buch war jedoch die Beziehung zwischen Jules und Étienne. Das ist natürlich Geschmackssache, aber Miscommunication-Tropes funktionieren für mich einfach nicht. In diesem Fall hatte ich sogar das Gefühl, dass zwischen den beiden überhaupt keine Kommunikation mehr stattgefunden hat. Besonders frustrierend fand ich, dass sie während ihrer Friends-with-Benefits-Situation eigentlich sehr gut miteinander reden konnten. Sobald daraus aber etwas Ernstes wurde, schien diese Fähigkeit plötzlich komplett verschwunden zu sein. Das wirkte auf mich leider eher konstruiert als nachvollziehbar.
Dazu kommt, dass ich generell kein großer Fan von Friends-with-Benefits-Tropes bin. Trotzdem habe ich bewusst darüber hinweggesehen, weil ich dieser Reihe nach dem großartigen ersten Band eine faire Chance geben wollte. Leider hat dieses Element für mich hier überhaupt nicht funktioniert. Beide wussten offensichtlich, dass sie Gefühle füreinander hatten, und trotzdem hielten sie krampfhaft an ihrem „Deal“ fest. Ich verstehe, dass Jules zu diesem Zeitpunkt noch mitten in ihren inneren Prozessen steckte und versuchte, ihre Konflikte und Unsicherheiten besser zu verstehen. In Kombination mit der fehlenden Kommunikation war das für mich jedoch einfach frustrierend zu lesen. Es ist einer der Hauptgründe, warum ich mit der Liebesgeschichte nicht richtig warm geworden bin.
Außerdem hatte ich das Gefühl, dass das Buch stellenweise mehr Spice-Szenen hatte, als für die Handlung tatsächlich notwendig gewesen wären. Hier hätte ich mir stattdessen mehr emotionale Entwicklung und tiefere Gespräche zwischen den Charakteren gewünscht.
Außerdem habe ich irgendwann den roten Faden verloren. Jules' Selbstzweifel und ihre Leidenschaft für Fotografie standen so stark im Mittelpunkt, dass ich das Gefühl hatte, nur wenige andere Facetten ihrer Persönlichkeit kennenzulernen. Natürlich verstehe ich, dass ihre komplizierte Beziehung zu sich selbst das zentrale Thema der Geschichte ist. Ich konnte auch sehr gut nachvollziehen, wie ihre Erfahrungen aus der Vergangenheit ihr heutiges Denken beeinflussen. Trotzdem hatte ich oft das Gefühl, dass ihre Entwicklung auf der Stelle tritt. Selbst ihre spätere Erkenntnis, dass sie toxische Denkmuster gegenüber sich selbst pflegt und aktiv an sich arbeiten muss, konnte ihr Verhalten für mich nicht vollständig entschuldigen.
Insgesamt hat Gabriella Santos de Lima erneut bewiesen, wie sensibel und authentisch sie gesellschaftlich relevante Themen in ihre Geschichten einbauen kann. Dennoch konnte mich diese Lovestory emotional nicht so sehr abholen wie Band 1. Ich hoffe sehr, dass der dritte Teil wieder an die Stärke von Wie du liebst anknüpfen kann und mir das gleiche Gefühl zurückgibt, das ich beim Lesen des ersten Bandes hatte.
Keine Autorin im NewAdult Bereich trifft für mich so sehr das Gefühl eine Frau in der heutigen Gesellschaft zu sein, wie Gabriella Santos de Lima. Auf unterschiedliche Arten treffen mich deshalb all ihre Geschichten tief im Herzen, aber der zweite Band von "Fleur de Lavande" hat mich zum perfekten Zeitpunkt gefunden.
Wir folgen Julia, die in dem bekannten Parfümunternehmen ihrer Mutter arbeitet. Nicht nur auf ihrem Instagram-Blog möchte sie sich für mehr Körperakzeptanz und Selbstliebe einsetzen, auch in der Marketingabteilung versucht sie eine Veränderung der Werbestrategie hinzu mehr Realität und Vielfalt zu erreichen. Nur beim Dating fällt es ihr schwer ihren Prinzipien treu zu bleiben, ihre Unsicherheiten kommen hoch und sie will einfach nur gesehen werden. Eine lockere Beziehung mit Etienne, dem Sohn des Konkurrenzunternehmens, scheint zunächst keine Ausnahme von diesem Muster zu sein, doch was, wenn diese bald zu mehr wird und Julia zwingt sich mit alten Wunden auseinanderzusetzen?
Schon als ich die Widmungen gelesen habe, wusste ich, dass dieses Buch einige Themen aufreißen wird. Die Frau, die sich im Spiegel kontrolliert, die immer wieder denkt sie muss abnehmen für den Sommer, für den Typen, für das endlich glücklich & gut genug sein, das bin ich. Und das ist meine Mutter und meine Oma, meine beste Freundin und ganz viele weitere Frauen in meinem Leben. Das Gefühl in so vielen Lebensbereichen doch eigentlich bei sich selbst angekommen zu sein; an sich gearbeitet zu haben, sich eigentlich zu akzeptieren und dann aber im Kontakt mit Männern sich wieder so klein und unwohl zu fühlen, hat mich sehr mit Jules mitfühlen lassen. Sie ist eine sympathische Protagonistin, die mutig ist, sagt, was sie denkt und will, sich für ihre Werte einsetzt und dann doch immer wieder von ihrer Unsicherheit eingeholt wird. Ihr Kopf ist manchmal voller gemeiner Gedanken gegenüber sich selbst, die geprägt sind von schlechten Erfahrungen. An vielen Stellen konnte ich sehr mit ihr "relaten" und habe es sehr genossen sie auf ihrem Weg zu begleiten. Es ist realistisch, dass diese Unsicherheiten sie gerade in Beziehungen einholen und so lieb die andere Person auch ist, das doch Themen sind, die man selbst angehen und heilen muss/darf (da kann ich nur an "the cure" von Olivia Rodrigo denken).
Neben diesem Gefühl gesehen zu werden, hat das Buch aber auch ganz viel Leichtigkeit und Bauchkribbeln in mein Leben gebracht, weil wie toll ist bitte Etienne, wie schön ist bitte das Setting und wie traumhaft war es zusammen mit den beiden einen Roadtrip durch Italien zu machen? An Etienne mochte ich vor allem wie sanft, aufmerksam und geduldig er ist. Er ist selbstsicher, versucht so sehr zu verstehen und hat selbst natürlich sein eigenes Päckchen zu tragen, einfach der perfekt, unperfekte Bookboyfriend (WO sind diese Personen in echt?). Die beiden hatten zusammen so viel Spannung, aber eben auch ganz viel Sommerleichtigkeit und ein tiefes Verständnis für einander. Wie bei allen Büchern von Gabriella Santos de Lima habe ich es in einem Stück gelesen, man fliegt nur so durch die Seiten und wird ein bisschen süchtig danach zu hoffen, dass die Beiden endlich vollständig zusammen finden. Auch in Zukunft werde ich das Buch sicher immer wieder aufschlagen, um mir meine markierten Zitate durchzulesen.
Fazit: Eine ganz, ganz große Empfehlung für eigentlich jede (junge) Frau, die sich doch eigentlich selbst genug ist, aber dann doch immer wieder von den eigenen Unsicherheiten eingeholt wird - weil wie schwer ist es auch diese Wunden endgültig zu heilen? Gabriella Santos de Lima schafft wie gewohnt die perfekte Mischung aus harter Realität und Gesehen werden, aus Bauchkribbeln und sommerlicher Leichtigkeit. Ich habe es geliebt! 5 von 5 Sternen
Julias Blog über Body Posetivity ist ihr wichtig, sie will eine positive Message in die Welt tragen. So will sie auch im Familienunternehmen für ihre Werte eintreten. Doch das perfekte, makellose Model, das für ihre erste Kampagne gebucht wurde zeigt ihr nur wie anders sie ist. Als sie in Südfrankreich auf Etienne Girard, dem Sohn ihres Konkurrenten trifft, merkt sie schnell, dass er anders tickt. Doch wegen ihrer Familien können die sich nur heimlich treffen.
Nachdem mich der erste Band überzeugt hat, wollte ich noch eine Weile in Südfrankreich bleiben und habe den zweiten Teil gelesen. Die Seiten sind nur geflogen und ehe ich mich versah hatte ich ein paar Kapitel gelesen. Jules fand ich sympathisch und durch gemeine Kommentare hab ich ihren Schmerz schnell gespürt. Im Buch war das Thema Gewicht und Körperempfinden sehr präsent und teilweise konnte ich Julias Gedanken verstehen. Im Laufe des Buches fand ich es dann doch etwas überzogen. Ich verstehe sehr gut, wenn man sich vielleicht mal nicht so wohl fühlt im Körper, oder etwas nicht mag. Kein Thema. Bei Julia ging das durch ihren Blog soweit, dass sie sich selbst als heuchlerisch und toxisch bezeichnet. Dass Männer sie nur wegen ihres Körper mögen, den Körper den sie anscheinend nicht mag. Das war mir dann irgendwie zu viel und ich konnte es nicht verstehen. Die ganze Thematik um Skinny Tok und Diet Culture war neu für mich, wurde aber verständlich erklärt Etienne war klischeehaft der gut aussehende große Kerl, den alle mögen. Mir haben ein paar Ecken und Kanten an ihm gefehlt, aber im allgemeinen war er ein sympathischer Protagonist. Den Schreibstil fand ich ganz angenehm zu lesen. Für meinen Geschmack war es nicht zu poetisch, auch wenn ich nie verstehen werde warum man manche Wörter zwei, dreimal hintereinander schreibt. Für mich war dieser Band eine solide Geschichte, die ich gerne gelesen habe und ich werde den letzten Band ebenfalls lesen.
„Wie du strahlst“ ist der 2. Band der Fleur de Lavande Reihe von Gabrielle Santos de Lima. Die 24jährige Jules sucht ihren Platz als Fotografin im Familienunternehmen und macht sich online stark für das Durchbrechen weiblicher Schönheitsideale. In ihr drinnen ist jedoch eine Unsicherheit gewachsen, die auch ihren nächsten Sommer in Südfrankreich prägt. Denn Jules lernt den 26jährigen Étienne kennen, den Erben des Konkurrenzunternehmens von Fleur de Lavande… 4.5 ⭐️ Eine gefühlvolle und tiefgründige Sommerromance voller Urlaubsfeeling. Es geht um Themen wie Body Positivity, Selbstakzeptanz und Körperwahrnehmung. Jules wurde durch frühere Erfahrungen geprägt und ist eine facettenreiche Hauptfigur mit Ecken, Kanten, Stärke und Unsicherheiten. Mit Étienne macht sie neue positive Erfahrungen, dieser hat jedoch auch eigene Herausforderungen. Eine berührende und romantische Lovestory. Im dual POV verfasst und gefühlvoll geschrieben. Flüssig zu lesen mit einer gekonnten Mischung aus herausfordernden Situationen, starken Messages und der Idylle der Lavendelfelder. Das Buch ist zudem wunderschön illustriert mit eindrücklichem Lettering. Außerdem gibt es auch ein schönes Wiedersehen mit den Hauptfiguren aus Band 1 und ich freue mich schon auf die Fortsetzung.
4⭐️ Fleur de Lavande – Wie du strahlst ist der zweite Band der Fleur-de-Lavande-Trilogie von Gabriella Santos de Lima. Nachdem mir bereits der erste Teil sehr gut gefallen hatte, habe ich mich auf die Fortsetzung gefreut – und wurde nicht enttäuscht.
🇫🇷Jules ist mir schnell ans Herz gewachsen. Sie ist eine starke, liebenswerte und authentische Protagonistin, die trotz vieler negativer Erfahrungen ihren Mut nicht verloren hat. Aufgrund ihres Körpergewichts musste sie bereits verletzende Situationen erleben, die bis heute Spuren hinterlassen haben. Ihre Unsicherheiten und Ängste werden sensibel und realistisch dargestellt, sodass ich mich gut in sie hineinversetzen konnte.
🇫🇷Auch Étienne hat mich überzeugt. Nach außen wirkt er oft gefasst und kontrolliert, doch hinter dieser Fassade verbirgt sich eine Geschichte voller Herausforderungen und Belastungen. Er trägt ein schweres Päckchen mit sich herum, das ihn geprägt hat und nach und nach sichtbar wird. Seine Entwicklung im Laufe der Geschichte fand ich besonders gelungen, da sie glaubwürdig und emotional nachvollziehbar dargestellt wird.
Die Dynamik zwischen Jules und Étienne hat mir sehr gefallen. Ihre gemeinsamen Szenen sind emotional, authentisch und voller Tiefgang. Die Autorin greift schwierige Themen sensibel auf und gibt den Figuren genügend Raum für ihre Entwicklung. Gerade die ruhigen und tiefgründigen Momente haben die Geschichte für mich besonders gemacht.
Gegen Ende gab es stellenweise etwas zu viel Misskommunikation zwischen den beiden, was mich gelegentlich frustriert hat. Dennoch konnte ich ihre Beweggründe meist nachvollziehen.
Erzählt wird die Handlung abwechselnd aus der Sicht von Jules und Étienne. Durch die wechselnden Perspektiven erhält man einen tiefen Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt beider Figuren, wodurch ihre Handlungen und Entscheidungen nachvollziehbar wirken.
Insgesamt hat mich „Fleur de Lavande – Wie du strahlst“ vollkommen überzeugt. Es ist ein berührender, tiefgründiger Roman mit authentischen Charakteren, wichtigen Themen und einem wunderschönen Setting. 💕📚🇫🇷
✨ Worum geht’s: In einer nervenaufreibenden Nacht lernt Julia einen Unbekannten kennen, mit dem sie mehr gemeinsam hat, und der wichtiger wird, als sie zu Beginn denkt. Nach dieser Begegnung mit Étienne ist ihr klar, sie möchte, dass dieser Sommer in der Provence ein großartiger wird. Sie einigen sich auf eine rein körperliche Beziehung, um ihre Köpfe einfach frei zu bekommen. Außerdem steht Jules im Job vor einer großen Chance und auch privat möchte sie endlich ihre schlechten Gedanken eintauschen und einen erinnerungswürdigen Sommer an ihrem Lieblingsort verbringen. Was ausgerechnet der Sohn des größten Konkurrenten des Unternehmens ihrer Mutter damit zu tun hat, Jules immer wieder aus ihren unsicheren Gedanken zu holen, das müsst ihr selber lesen…. 🪻☀️
✨ Meine Meinung: Wie alle Bücher von Gabriella Santos de Lima war auch dieses wieder emotional, echt und wunderschön gestaltet. Ich habe die Chatverläufe und besonders die Illustrationen geliebt. Die Geschichte und die Charaktere wirkten real, mit Ecken, Kanten und jeder mit eigener Geschichte. Julias Gedanken konnte ich in vielerlei Hinsicht nachvollziehen und hätte sie am liebsten in den Arm genommen. Die Atmosphäre und der Schreibstil haben mich voll und ganz überzeugt ☀️ Auf Maggies Geschichte freue ich mich schon, denn ich weiß, diese wird auch wieder fantastisch werden.
Vielen Dank an NetGalley und Loewe Intense für das Rezensionsexemplar 💌 #NetGalleyDE #FleurDeLavande
Schon bevor ich mit dem Buch fertig war, habe ich mir ein paar Rezensionen durchgelesen. Besonders ist mir dabei der Kritikpunkt im Gedächtnis geblieben, dass die Protagonistin gar nicht die Selbstliebe besitze, die sie nach Außen hin auszustrahlen versucht und dass es ständig nur um ihre Unsicherheiten gehe. Tatsächlich finde ich aber genau diesen Umstand unglaublich stark an der Geschichte. Denn wer von uns ist nicht auch mal unsicher, obwohl man sich bemüht, sich eben selbst so zu akzeptieren, wie man ist? Vor allem wenn solche Unsicherheiten von außen verstärkt werden und andere einem sagen, dass man eben nicht okay ist. Auch die Protagonistin Julia durfte im Laufe des Buches erfahren, dass es ihren Vorbildern genau so geht und diese auch an sich selbst zweifeln. Zudem ist es ein Thema, das wirklich ständig präsent ist, weshalb es Julia nun mal auch ständig beschäftigt. Ich konnte wirklich sehr mit ihr mitfühlen.
Auch die Thematik rund um Étiennes Vater hat mich sehr berührt. Tatsächlich ist es auch das erste Mal, dass ich davon in einem Roman lese. Wie auch im ersten Teil der Reihe bin ich von der Auswahl solcher bisher wenig repräsentierten Themen wirklich positiv überrascht.
Handlung ★★★★★ Die Handlung der Story hat mich ab Seite 1 abgeholt. Julias und Etiennes Geschichte ist so echt und hat mich tief berührt. Ich habe mit den beiden mitgefiebert, mitgelacht und mitgeweint.
Schreibstil ★★★★★ Der Schreibstil war absolut flüssig und die Seiten sind nur so dahingeflogen. Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Gabriella schreibt so wahnsinnig relatable und emotional, das ich mich so selbst sehr in diesem Buch wiedererkannt habe.
Charaktere ★★★★★ Julia und Etienne haben mir wahnsinnig gut gefallen, besonders die Forbidden Love und die damit einhergehende Dynamik zwischen den beiden.
Cover ★★★★★ Absolute Cover-Liebe!
Fazit ★★★★★ Wo soll ich anfangen? Die Charaktere, das Setting, der Schreibstil - alles einfach so perfekt! Ich habe Julias und Etiennes Geschichte wirklich sehr gerne gelesen und durch den flüssigen, leichten Schreibstil habe ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Eine klare Empfehlung für die kommenden Sommertage, um sich nach Südfrankreich und Italien zu