Ein großartig recherchierter Roman über ein kaum bekanntes Stück deutscher Geschichte – die DDR-Kreuzfahrt
Sommer 1988: Der zwanzigjährige Ronni und die Mittzwanzigerin Sabine lernen sich an Bord der MS Arkona kennen, einem Kreuzfahrtschiff der DDR. Sie ist Jurastudentin und reist in der gehobenen Klasse, er ist ein einfacher Steward. Sie lebt in Frankfurt am Main, er stammt aus Dresden. Ihre Reise führt sie nach Skandinavien, die großen Hafenstädte der Ostsee entlang – mit ausnahmslos westdeutschen Gästen und ostdeutscher Besatzung, mit Bibeln in den Nachtschränken und der Stasi an Bord.
Ronni und Sabine fühlen sich schon bald zueinander hingezogen, obwohl ihre Lebenswelten so unterschiedlich sind. Treffen können sich die beiden nur heimlich. In der Schiffswäscherei tauschen sie sich über ihre Lieblingsfilme aus, über ihre Sorgen, ihre heimlichen Träume. Doch dann wird ihre Beziehung entdeckt, und die Staatssicherheit setzt Ronni unter Druck. Er muss sich entscheiden – für sein Land oder für die Liebe.
Klappentext: Sommer 1988: Der zwanzigjährige Ronni und die Mittzwanzigerin Sabine lernen sich an Bord der MS Arkona kennen, einem Kreuzfahrtschiff der DDR. Sie ist Jurastudentin und reist in der gehobenen Klasse, er ist ein einfacher Steward. Sie lebt in Frankfurt am Main, er stammt aus Dresden. Ihre Reise führt sie nach Skandinavien, die großen Hafenstädte der Ostsee entlang, mit ausnahmslos westdeutschen Gästen und ostdeutscher Besatzung, mit Bibeln in den Nachtschränken und der Stasi an Bord. Ronni und Sabine fühlen sich schon bald zueinander hingezogen, obwohl ihre Lebenswelten so unterschiedlich sind. Treffen können sich die beiden nur heimlich. In der Schiffswäscherei tauschen sie sich über ihre Lieblingsfilme aus, über ihre Sorgen, ihre heimlichen Träume. Doch dann wird ihre Beziehung entdeckt, und die Staatssicherheit setzt Ronni unter Druck. Er muss sich entscheiden, für sein Land oder für die Liebe.
„Ein grenzenloser Sommer“ von Ralf Günther erzählt von einem Stück deutscher Geschichte, die mit bisher unbekannt war.
Das Kreuzfahrtschiff Arkona fährt unter der Flagge der DDR. Die Besatzung an Bord stammt aus Ostdeutschland, die Gäste aus dem Westen. Man kann das Schiff ganz einfach über die TUI buchen. Ronni, der aus Dresden stammt hat sich einen Traum erfüllt und arbeitet als Steward an Bord, was er auch seinem Onkel, der in der Partei ist zu verdanken hat. Die Reise geht nach Skandinavien. Auf dieser Reise lernen Sabine, eine Jurastudentin aus Frankfurt und Ronni sich kennen. Doch Kontakt zwischen der Besatzung und den Gästen ist nicht erwünscht. Dafür ist die Stasi mit an Bord.
Ralf Günther erzählt in diesem Buch eine kleine Liebesgeschichte, die mich berührt hat. Sabine und Ronnie gefallen mir sehr gut. Ronnie ist in der DDR aufgewachsen und hat das Regime nie infrage gestellt. Doch als er auf dem Schiff Sabine kennen und lieben lernt ändert sich das. Die 10 Tage, die ihnen auf dem Schiff zusammen vergönnt sind, sind für sie wie ein grenzenloser Sommer.
Die Atmosphäre vermittelt Sommer und Freiheit. Aber es gibt auch beängstigende Momente, den Ronnie steht im Blick der Stasi. Die politischen Hintergründe sind interessant zu lesen und waren mir bisher unbekannt. Die MS Arkona fuhr einst unter westlicher Flagge und hieß MS Astor: Sie war das erste Schiff der Serie Traumschiff. Um an Devisen zu kommen, verkaufte die DDR, nachdem das Schiff in ihrem Besitz war, die Passagen an die westdeutsche Bevölkerung.
Gut überwacht von der Stasi, sollte vermieden werden, dass die Besatzung und die Gäste zu viel Kontakt bekommen, oder gar in einem westlichen Hafen von Bord flüchten.
Die Geschichte wird sehr interessant von Ralf Günther erzählt. Ich bin schnell tief in der Geschichte versunken. Der Schreibstil des Autors ist flüssig, gut verständlich und fesselnd.
„Ein grenzenloser Sommer“ ist ein interessanter Roman und so viel mehr als eine romantische Liebesgeschichte.
Eine Geschichte über Sehnsucht, Mut und über Rebellionen Der Roman ,,Ein grenzenloser Sommer '' entfaltet sich wie eine bittersüße Melodie eines vergangenen Sommers für zwei Protagonisten, deren Leben nicht unterschiedlicher sein könnte, alles eingebettet in die politische und gesellschaftliche Realität der späten DDR. Im Zentrum des Geschehens steht eine zarte, aber leidenschaftliche Liebesgeschichte zwischen Ronni, dem jungen Steward aus Dresden, und Sabine, einer Jurastudentin aus Frankfurt am Main. Ihre Begegnung auf der MS Arkona ist der Beginn einer Liebesgeschichte, jene die sich über politische Systeme, gesellschaftliche Klassen und ideologische Mauern hinwegsetzt. Fast wie ein Relikt aus alter Zeit wirkt die MS Arkona, dennoch wird sie zum Mittelpunkt für die Gefühlswelt zweier Menschen, die darin Schutz finden.
Der Roman berührt durch seine stille Kraft. Es ist eine Geschichte über Sehnsucht und Mut, über Rebellionen und große Gefühle – erzählt mit viel Feingefühl, aber ohne Kitsch.
Mit subtilen Details und einem feinen Gespür für Atmosphäre lässt Günther die damalige Zeit aufleben. Im Buch wird die untergehende DDR greifbar.
West trifft Ost, Freiheit trifft auf Kontrolle – Ronni und Sabines Beziehung lebt von diesen Gegensätzen. Es sind nicht nur Klischees, es sind Lebensrealitäten, die hier vielschichtig und einfühlsam aufgegriffen wurden.
Ronni wird nicht nur mit der Liebe konfrontiert, sondern auch mit existenziellen Entscheidungen. Die Frage, ob man für ein System oder für ein Gefühl lebt, zieht sich wie ein roter Faden durch die Erzählung.
Das Cover des Buches gefällt mir sehr. Ich mag den Aufbau sehr und der Titel hat mich neugierig gemacht.
Es ist das Jahr 1988, die MS Arkona sticht ins See, ihr Ziel ist Skandinavien. Mit an Bord sind Ronni und Sabine. Beide stammen aus unterschiedlichen Welten. Ronni ist Restaurantstewart auf dem DDR-Kreuzfahrschiff. Er stammt aus Dresden, wollte aber immer zur See.
Das Schiff ist im Westen sehr beliebt und bekannt, an Bord ist die Jurastudentin Sabine, sie reist mit ihrer Tante Hilde. Diese merkt schnell ,dass sich etwas zwischen Sabine und Ronni entwickelt. Aber eine Beziehung zwischen Ost und West ist undenkbar.
Die Besatzung kommt aus dem Osten, die Passagiere aus dem Westen und die Stasi ist unter ihnen. Bald muss sich Ronni entscheiden, sein Land oder seine Liebe...
Das Buch hat mir total gut gefallen. Ich mochte die Eindrücke und Szenen an Bord. Die Unterschiede wurden immer wieder deutlich. Die Handlung war spannend und die Charaktere facettenreich. Der Schlussteil war spanend und das Ende hat mir besonders gut gefallen. Ein wunderbares Buch für den Sommer. Ich empfehle es auf jeden Fall weiter.