„Seven Methods of Killing Kylie Jenner“ ist ein Stück, das es schafft, gleichzeitig rasant, messerscharf und emotional zu sein. Jasmine Lee-Jones verbindet humorvolle Popkultur-Elemente mit ernsthaften politischen Fragen, ohne je belehrend zu wirken. Besonders beeindruckend ist, wie das Stück die digitale Sprache – Tweets, GIFs, Meme-Logik – authentisch auf die Bühne bringt. Dadurch entsteht ein sehr zeitgemäßes Theater, das sich wie ein Live-Feed anfühlt.
Die Figuren Cleo und Kara sind komplex, fehlerhaft und zutiefst menschlich, was verhindert, dass die Themen ins Abstrakte abrutschen. Das Stück zeigt nicht nur die Wut über Rassismus und appropriation, sondern auch die Verletzlichkeit, die dahinter steht. Die Mischung aus Politik, persönlicher Geschichte und popkultureller Kritik macht das Werk ungewöhnlich frisch.