Was tun, wenn man vom eigenen Ehemann in einer fremden Stadt ausgesetzt wird? Sorgenpüppchen häkeln?! Eine Katze mit Sprachfehler adoptieren?! In der Spelunke ums Eck „Earl Grey Tea“ trinken?! Im Zweifelsfall alles. Denn Miss Brooks ist eine liebenswerte Britin mit ausgeprägten Eigenheiten. Während sie Pläne für ihren Neustart schmiedet, überschlagen sich die Ereignisse. Ein Kosmetikmogul verschwindet. Bei der glamourösen Verleihung der „Parfum-Oscars“ gibt es ein Attentat. Und in der Porzellanmanufaktur tauchen Knochen im Ofen auf. Hat die Beautybranche Dreck am Stecken? Als frischgebackene Beauty-Beraterin des Luxus-Konzerns Très Loué erhält die britische Neo-Ermittlerin Miss Brooks Zutritt in die glitzernde Welt der High Society - und fördert so manche ungeschminkte Wahrheit zutage.
. Die neue Cozy Crime- Ermittlerin, die sich langsam in dein Herz schleicht und dort bleibt, ist da… Miss Brooks! Voller schwarzem Humor ermittelt sie in Wien und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen! 5/5 ⭐️
.Aber worum geht es genau… Verkürzt zusammengefasst… Miss Brooks wird von ihrem Ehemann in Wien ausgesetzt. Doch mit Hilfe ihres Schwagers wagt sie einen kleinen Neuanfang. Doch schon bald kommt es zum ersten Mordfall eines Mitglieds der Beautyfirma ihres Schwagers, in der sie nun arbeitet. Ein weiterer Mordfall geschieht und Miss Brooks beginnt die Ermittlungen in der glitzernden Welt der High- Society…
. Im Mittelpunkt der Geschichte steht natürlich Miss Brooks, die wir durch in einen der mehreren Erzählstränge begleiten. Durch diese Art der Erzählung lernen wir nicht nur sie, sondern auch die Nebenprotagonisten sehr gut kennen und lieben. Den einfach jede Person in diesem Kriminalroman ist auf ihre Weise sehr sympathisch und liebenswert. So ermittelt Miss Brooks auch nicht komplett alleine, sondern mit ihren neu gewonnenen Freunden und ich finde es toll, wie sehr sie sich schon nach kürzester Zeit auf diese verlassen kann. Der Kriminalroman baut sich spannungsmässig sehr schön auf, auch wenn ich irgendwann eine Vorahnung hatte, wie es ausgehen könnte, wurde ich mit einem kleinen Twist überrascht. Parker schafft es mit Wortwitz, dem Zusammenspiel aus britischer und österreichischer Lebensart und dem Blick in die Beautyindustrie eine einzigartige Geschichte zu schreiben und eine wirklich wunderbare Erlittlerin mit Kultcharakter zu erschaffen! Ich bin großer Fan und freue mich schon auf den zweiten Fall für Miss Brooks! Ein absolute Leseempfehlung 🩷
Wie schon der Einband des Buches verrät, handelt es sich bei diesem Roman um einen "Frauenkrimi". Ich möchte dies nicht abwertend sehen, jedoch ist die Handlung rund um die Ermittlungen in diesen Mordfällen von typischen für Frauen typischen Themen geprägt. Es fehlt auch an Spannung. Lediglich die für Martina Parker doch sehr humorvolle Schreibweise macht dieses Buch doch einigermaßen lesenswert.
Sehr amüsanter Krimi Roman. Ich habe die ganze Zeit den Wiener Dialekt im Ohr gehabt beim Lesen und Miss Brooks ist einfach einmalig von ihrer Art her. Zwischendrin hat mir minimal die Spannung gefehlt, aber trotzdem bin ich schon gespannt auf Teil 2 der Reihe.
Mal ein Krimi mit viel Humor und Wiener Schmäh! „Miss Vergnügen“ von Martina Parker ist ein gelungener Auftakt zu der neuen Cozy-Crime-Reihe, die sich angenehm vom üblichen Krimi-Einerlei abhebt – charmant, skurril und mit überraschender Tiefe. Im Mittelpunkt steht eine namenlose britische Lady – einzig als „Miss Brooks“ bekannt –, die sich nach dem Ende ihrer Ehe von ihrem bisherigen Leben verabschiedet und einen Neuanfang wagt. Dieser Neuanfang führt sie ausgerechnet in die mondäne, aber auch nicht ganz ungefährliche Welt der Wiener High Society, wo sich bald zeigt, dass unter der glänzenden Oberfläche einiges faul ist und unangenehm riecht.
Die Geschichte beginnt turbulent: Miss Brooks landet über Umwege in Wien – und zwar nicht irgendwo, sondern im Haushalt ihres Schwagers. Dort kann sie aufgrund der etwas angespannten Beziehung zu ihrer Halbschwester nicht bleiben und findet ihr neues Heim in einem auch ihnen gehörenden “Bungalow”. Statt sich zu verkriechen, häkelt sie Sorgenpüppchen gegen den Schmerz, adoptiert eine streunende Katze mit Sprachfehler und tritt mit feiner Ironie und britischem Understatement den Herausforderungen des Lebens entgegen. Als sie schließlich einen Job in der Beauty-Branche annimmt – genauer gesagt beim elitären Parfumhaus Très Loué – und plötzlich ein Kosmetikmogul spurlos verschwindet, wird klar: Hier ist mehr faul, als die leeren Versprechen der Anti-Aging-Cremes.
Miss Brooks, die eigentlich nur einen neuen Lebenssinn suchte, wird zur unkonventionellen Ermittlerin. Unterstützt wird sie dabei von einem bunten Ensemble an Nebenfiguren - von einer investigativen Society-Journalistin bis hin zur schillernden Promipersönlichkeit. Der Ton bleibt stets leichtfüßig, die Dialoge sind pointiert, und Parker gelingt es hervorragend, Humor und Spannung miteinander zu verweben. Und mein ganz persönliches Highlight ist, dass die Österreicher auch in ihrem Dialekt sprechen, was sofort mein Herz erwärmt hat. Ich liebe diese Sprache einfach so sehr!!!
Was den Roman besonders macht, ist die Hauptfigur selbst. Miss Brooks bleibt ein Mysterium – nicht nur, weil ihr Vorname nie genannt wird, sondern auch, weil sie sich trotz aller Offenheit eine geheimnisvolle Aura bewahrt. Ihre britische Zurückhaltung trifft auf Wiener Eigenheiten, was für unterhaltsame kulturelle Kontraste sorgt. Miss Brooks ist clever, trocken-witzig, manchmal bissig, aber immer sympathisch. Ihr scharfer Blick entlarvt Oberflächlichkeiten ebenso wie menschliche Abgründe – und das mit wirklich sehr viel britischem Stil.
Martina Parker legt die gesellschaftliche Scheinheiligkeit radikal offen und die Welt der Luxus-Parfums, Beauty-Retreats und Influencer-Events als Kulisse ist dafür perfekt gewählt. Da fragt man sich schon mal zwischen den vielen unterhaltsamen Stellen, ob unsere Welt noch alle Tassen im Schrank hat. Immerhin kann man das Buch zuklappen und dann einen Blick auf Insta werfen und dort spielt sich dann genau das oberflächliche Werbe-Gedudel ab, was im Buch so herrlich kritisch-ironisch beschrieben wird.
Das Ende könnte unter Umständen für manche von uns etwas konstruiert wirken, doch es bleibt in sich stimmig und rundet die Geschichte wirklich sehr zufriedenstellend ab. Wer auf blutige Action oder atemlose Hochspannung hofft, ist hier allerdings falsch: „Miss Vergnügen“ ist ein klassischer Cozy Crime, der sich bewusst Zeit nimmt, Figuren zu entwickeln, Stimmungen aufzubauen und immer wieder auch zum Schmunzeln einzuladen. Und dieser Mix ist wirklich hervorragend gewählt! Insgesamt ist „Miss Vergnügen“ ein intelligenter, herrlich schräger und wunderbar unterhaltsamer Krimi, der mit Wiener Lokalkolorit, britischem Humor und einer außergewöhnlichen Hauptfigur punktet und auch so ein klein wenig ins Herz geht. Martina Parker beweist, dass Krimis auch ohne Gewalt und Dauerthrill spannend sein können – wenn sie gut geschrieben sind, mit originellen Figuren überraschen und der Geschichte ein bisschen Seele mitgeben. Ein gelungener Auftakt, der Lust auf mehr macht!
Für Fans von Miss Marple, Miss Fisher oder Agatha Raisin, die Lust auf ein modernes, stilvolles Krimivergnügen mit Wiener Flair und britischem Witz haben – unbedingt lesen!
Worum geht’s? Miss Brooks wird von ihrem Ehemann in Wien ausgesetzt. Hier wohnt sie nun. In der Gartenlaube ihres Schwagers, häkelt Sorgenpüppchen und hat eine Katze mit Sprachfehler adoptiert. Als ihr Schwager, der einzige ihr noch freundlich gesinnte Verwandte, umgebracht wird, setzt sie alles daran, seinen Mörder zu finden.
Meine Meinung: Mit „Miss Vergnügen“ startet Martina Parker ihre Krimiserie um Miss Brooks. Ihr Sprachstil ist locker und unterhaltsam und geprägt von herrlichem Wiener Schmäh, der einen mit glänzenden Augen und hochgezogenen Mundwinkeln lesen lässt.
In diesem ersten Band lernen wir hauptsächlich Miss Brooks kennen, eine wirklich tolle Person, die ich sofort in mein Herz geschlossen habe. Genauso wie ihre neugewonnen Freundinnen und anderen beiden Parts des Ermittler-Trios: Katja, die Journalistin und Stanzi, die Moderatorin. Ich mochte die drei total und wäre am liebsten gemeinsam mit ihnen im Café Pinguin bei einer Melange gesessen! Drei wundervolle, starke Frauen in der Mitte ihres Lebens, die wie wir alle mit den Problemen des Alltags und Altwerdens zu kämpfen haben.
Der Fall selbst führt uns dann in die Kreise der Schickeria und eines Parfumkonzerns. Hier erleben wir, wie hart Sparmaßnahmen durchgesetzt werden, wie mit älteren Angestellten umgegangen wird und wie Produkte verbilligt werden. Und in die Welt des Leistungssports und des Dopings. Wir dürfen gemeinsam mit Miss Brooks ermitteln, wobei für mich der Kriminalfall in diesem ersten Teil eher etwas im Hintergrund stand. Vorwiegend war dieser Band für mich geprägt durch das Kennenlernen unserer drei Heldinnen und deren Zusammenfinden in einer wundervollen Freundschaft. Aber dies ist oft in ersten Bänden so und ich wurde super unterhalten, durfte wundervolle Charaktere kennenlernen und wir hatten viele geniale und humorvolle Szenen. Und auch wenn die Spannung selbst etwas zu kurz kam, hat das der Lektüre dieses Buches keinen Abbruch getan. Im Gegenteil, ich bin jetzt schon gespannt auf weitere Fälle unseres neuen Ermittlungs-Trios, kann eine ganz klare Leseempfehlung aussprechen und zum Schluss bleibt nur noch eine Frage offen: Wie ist der Vorname von Miss Brooks???
Fazit: Mit „Miss Vergnügen“ steigen wir absolut vergnüglich und mit jeder Menge Wiener Schmäh und Charme in den ersten Kriminalfall für Miss Brooks und ihre Freundinnen. Auf wirklich unterhaltsame Weise lässt uns Martina Parker gemeinsam mit den drei ermitteln, wir lernen Miss Brooks, Katja und Stanzi kennen und lieben und haben jede Menge wirklich köstlicher Szenen, sodass es auch nicht schlimm ist, dass in diesem ersten Teil der Kriminalfall selbst eher Nebensache ist.
4 Sterne von mir und ich freue mich schon auf das weitere Kennenlernen!
Mister Brooks will mit seiner Sekretärin den zweiten Frühling genießen und lädt seine bis dahin ahnungslose Ehefrau kurzerhand in Wien bei ihrer verhassten Schwester ab. Zum Glück gibt es Schwager Bertie, der ihr ein Häuschen im Wald und einen Job in seiner Kosmetikfirma zur Verfügung stellt. Als Berties Chef auf exzentrische Weise ermordet wird, wirft auch Miss Brooks einen neugierigen Blick auf diese Angelegenheit.
So fand ich’s:
Ich war und bleibe ein Fan von blutigen Thrillern. Doch in letzter Zeit habe ich mein Herz für humorvolle und cosy Krimis entdeckt. Um es gleich vorwegzunehmen: Mit Miss Brooks habe ich meine persönliche Cosy-Grenze erreicht und sogar ein bisschen überschritten.
Miss Brooks ist eine verheiratete Frau und Mutter, die sich aber auch von Duz-Freunden “Miss Brooks” nennen lässt, weil sie ihren Vornamen hasst und ihn auch niemandem verrät. Im Laufe des Buches entdeckt sie verschüttete Talente neu und ihr wachsendes Selbstbewusstsein lässt sie von der Produktion gehäkelter “Sorgenpüppchen” zur Mordermittlerin mutieren. Sie ist durchweg sympathisch und schaut bodenständig und mit einem Augenzwinkern auf die Welt.
Bis sich eine Krimistory entwickelt, dauert es eine lange Zeit. Grundsätzlich ist das bei cosy crime nicht schlecht, wenn die “Wartezeit” mit amüsanten Episoden oder skurrilen Begegnungen gefüllt wird. Miss Brooks hat das bei mir leider nicht geschafft. Ich fand besonders den ersten Teil des Buches zu langgezogen, gefüllt mit ausführlich zelebrierten Nichtigkeiten, die mich nur durchschnittlich gut unterhalten konnten. Es mag auch daran gelegen haben, dass die Kosmetikindustrie, die hier ausführlich beleuchtet und ein bisschen durch den Kakao gezogen wird, mich nicht mal am Rande interessiert.
Der Schreibstil war flüssig und angenehm zu lesen, aber die Story war mir leider einfach ZU cosy. Wer das gerne mag, dem sei das Buch trotzdem ans Herz gelegt, für mich plätscherte es zu lange zu fluffig dahin. Die zweite Hälfte fand ich spannender, auch weil sich da eine Truppe von wunderbaren Nebenfiguren etabliert hatte, doch ich hätte mir diese Schlagzahl schon für die erste Hälfte gewünscht und für die zweite noch ordentlich mehr Tempo.
Es gibt reichlich Wiener Schmäh mit atmosphärischer Kneipe, vielen regionalen Schimpftiraden und einer augenzwinkernden Version davon, was man allgemein als “typisch Österreich” einsortiert.
Unterm Strich habe ich das Buch gern gelesen, muss aber feststellen, dass ich einen nächsten Band eher lesen würde, wenn ich in der passenden Stimmung dafür bin oder mich auf keinen Fall aufregen soll ;-)
In MISS VERGNÜGEN vereinen sich der allseits beliebte schwarze On-Point-Parker-Humor ohne Schirm und auch ohne Melone, aber dafür mit viel Charme in Form einer zuckersüßen, etwas struggelnden britischen Protagonistin, die unfreiwillig in Wien gestrandet ist.
Miss Brooks - Vorname unbekannt, denn der soll so fürchterlich sein, dass Blumen verwelken und Vögel vom Himmel fallen würden - hat es gerade wirklich nicht leicht. Abgeschoben ins Häusle ihrer Schwester, oder besser ihres Schwagers, denn mit dem Schwesterherz gibt es Knatsch. Allein, ein wenig frustriert, ohne Arbeit, versucht sie sich zuerst in die Herzen ihrer Mitmenschen zu häkeln. Zwar mit wenig Erfolg, doch dafür kümmert sich ihr Schwager Bertie um ihr Wohlergehen und verschafft ihr als Vorsitzender eines der größten Beauty- und Parfumimperien einen Job als Make-Up-Artist. Hier blüht Mis Brooks förmlich auf und findet Freundinnen, die es nicht minder faustdick hinter den Ohren haben. Doch das Spektakel wäre ohne einen Mord nicht komplett. Oder in diesem Fall sogar zweien…
Wer jetzt denkt, dass Miss Brooks eine verzweifelte, einsame Frau ist, der irrt gewaltig! Stolz, pfiffig, unfassbar sympathisch - ich finde, wir alle brauchen eine Miss Brooks in unserem Leben. Gepaart mit Martinas Fähigkeit, die Figuren und deren Dynamiken den Lesenden so unfassbar authentisch und überhaupt nicht überzogen zu präsentieren, hier und dort eingestreuten gesellschaftskritischen Tönen (Ich sage nur toxische Beauty-Influencer und ihre Produkte.) und Lebensweisheiten, die wir uns alle zu Herzen nehmen sollten, entsteht so eine fesselnde und witzige Geschichte rund um den Optimierungs- und Schönheitswahn und seine Opfer.
Was mir ebenfalls besonders positiv auffiel, sind die Frauenfreundschaften in Martinas Büchern - seien es nun die Freundinnen des Gartenclubs oder eben Miss Brooks und ihre Gefährtinnen aus der Presse-, Beauty- und Modebranche. Eine Booktuberin hat es nämlich recht treffend formuliert: es ist wirklich schwer, Bücher mit Freundschaften zwischen weiblichen Protagonistinnen zu finden. Und wenn ich Martinas Bücher lese, dann spüre ich, wie bedeutend solche Freundschaften in der Literatur sind, und dass mir genau das im Leben fehlt. Ich wäre gerne ein Teil dieser Geschichten, um gemeinsam mit den Frauen auf Spurensuche zu gehen.
Martina, ich verneige mich wieder einmal vor deinem Intellekt und deiner schriftstellerischen Gabe. <3
Worum es geht: Miss Brooks, die uns ihren Vornamen nicht verraten wird, da sie ihn abgrundtief hasst, strandet aus unangenehmen Gründen in Wien. Ihr Schwager Bertie ist so nett, und bringt sie in einer Hütte unter. Da Miss Brooks zunächst nichts mit sich anzufangen weiß, häkelt sie Sorgenpüppchen und adoptiert eine Katze mit einem Sprachfehler. Dann wird der Chef ihres Schwagers ermordet und Bertie übernimmt die Leitung des Kosmetikimperiums. Bertie besorgt Miss Brooks einen Job in seiner Firma. Bei der Verleihung der „Parfum-Oscars“ geschieht ein Attentat. Nachdem die Polizei im Dunkeln tappt, ermittelt Miss Brooks und ihre neu gewonnenen Freundinnen ein bisschen herum.
Mein Fazit: Ich bin nicht unbedingt ein Fan von Krimis, aber dieses Buch hat mich wegen des Covers und der Kurzbeschreibung sofort angesprochen und ich wurde nicht enttäuscht. Die Story ist genauso, wie ich es erwartet habe. Miss Brooks, die eher kühl wirkende und distanzierte Britin trifft hier auf ein paar nette und charmante Wiener. Das Buch ist flüssig zu lesen, es ist spannend und humorvoll zugleich, ich habe viel geschmunzelt und teilweise auch gelacht. Dabei gibt es hier keinerlei blutrünstige Szenen, denn genau das mag ich eher nicht. Auch wenn Miss Brooks eher distanziert wirkt, so hat sie sich dann doch in mein Herz geschlichen und sie wurde mir von Seite zu Seite immer sympathischer, dabei wurde die Story immer spannender und unterhaltsamer, sodass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand nehmen konnte. Ich fühlte mich auf alle Fälle sehr gut unterhalten und ich freue mich schon auf weitere Teile von Miss Brooks.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für alle Fans von Cosy-Crime und für die, die es noch werden wollen. Für diesen Auftakt in eine neue Krimireihe vergebe ich sehr gerne 5 Sterne.
Miss Brooks ist keine gewöhnliche Heldin: Sie ist britisch, charmant eigenwillig und findet sich plötzlich allein in Wien wieder, nachdem ihr Ehemann sie kurzerhand vor dem Haus ihrer Halbschwester ablädt. Was folgt, ist kein klassischer Neuanfang, sondern der turbulente Einstieg in eine Geschichte voller Skurrilität, Spannung und überraschend viel Herzenswärme.
Martina Parker gelingt mit diesem Kriminalroman ein wunderbar feinsinniger Mix aus Cozy Crime, Gesellschaftssatire und Wiener Lokalkolorit. Der Schreibstil ist lebendig, bildhaft und voller liebevoller Details, sodass man sich direkt mit Miss Brooks durch die Gassen Wiens, ins Café Pinguin oder zur glamourösen Parfumverleihung träumt. Die österreichische Atmosphäre ist authentisch eingefangen, inklusive Sprachfärbung und schräger Nebenfiguren, die allesamt das gewisse Etwas mitbringen.
Besonders reizvoll ist die Entwicklung von Miss Brooks selbst: Vom höflich-verwirrten Gast zur beherzten Hobbydetektivin mit messerscharfer Beobachtungsgabe. Unterstützt von einer Journalistin, einer TV-Moderatorin und einer Katze mit Sprachfehler, entsteht ein ungewöhnliches Ermittlerteam, das ebenso schrullig wie sympathisch ist.
Der Kriminalfall ist klug konstruiert, mit Wendungen, die überraschen, aber nie erzwungen wirken. Auch die Themen hinter der Fassade, Schönheitswahn, Medienwelt, Machtspiele. fügen sich stimmig in die Handlung ein und verleihen dem Roman Tiefe, ohne seine Leichtigkeit zu verlieren.
Martina Parkers "Miss Vergnügen" hat mich von Anfang bis Ende super unterhalten. Der Kriminalroman hält durchweg, was Cover und Inhaltsbeschreibung versprechen: eine liebenswerte Britin (deren Vorname so furchtbar ist, dass sie von aller Welt Miss Brooks genannt werden möchte), eine Katze mit Sprachfehler (!), einen Kriminalfall und viele Gelegenheiten für die Leser*innen, wahlweise zu schmunzeln, zu kichern oder zu lachen.
Mir hat vor allem der Erzählstil gefallen, der immer wieder mit leichter Ironie durchsetzt ist. Das Setting (Wien!), die Charaktere (inklusive Wiener Schmäh!), der immer wieder durchscheinende Humor (mal mehr, mal weniger subtil), die Beauty-Branche und natürlich der Kriminalfall ergeben eine tolle und vor allem funktionierende Mischung.
Ich habe die Geschichte als in sich stimmig empfunden. Da es sich um einen Kriminalroman handelt, war ich außerdem erfreut, dass tatsächlich ermittelt wurde und nicht der Zufall überhand genommen hat. Außerdem wichtig: Die Auflösung hat Sinn ergeben, bot aber trotzdem eine kleine Überraschung.
Auch wenn manches ein bisschen überzogen wirkt - das gilt vor allem für das Ende -, so ist doch alles letztlich in der Realität verankert und wirkte in der Summe glaubwürdig.
Miss Vergnügen ist eine unterhaltsame und charmante Geschichte, die mit viel Humor und einem lockeren Schreibstil punktet. Die Protagonistin meistert ihr Leben mit Herz, Witz und einer ordentlichen Portion Chaos, was immer wieder für amüsante und kurzweilige Lesemomente sorgt. Gerade der Humor der Autorin hat mir sehr gefallen und machte das Buch angenehm leicht und unterhaltsam.
Trotz der humorvollen Erzählweise fehlte mir an manchen Stellen etwas Tiefgang. Konflikte und Entwicklungen bleiben teilweise oberflächlich, und manche Situationen wirken etwas vorhersehbar. Die zwischenmenschlichen Dynamiken hätten an manchen Stellen noch stärker ausgearbeitet werden können, um die Figuren noch greifbarer zu machen.
Alles in allem hat mir das Buch aber Spaß gemacht. Es liest sich leicht, bringt immer wieder charmante Momente zum Schmunzeln und ist eine schöne, lockere Lektüre für zwischendurch. Wer eine humorvolle, unkomplizierte Geschichte sucht, wird hier gut unterhalten.
Dieses Buch kam genau zur richtigen Zeit. Ich hatte Lust auf etwas Leichtes, das trotzdem mit Herz und Charakter erzählt ist – und Miss Vergnügen hat das tatsächlich gut erfüllt. Miss Brooks ist so eine Figur, die man nicht sofort durchschaut, aber gerade deshalb mochte ich sie umso mehr: britisch, etwas verschroben, aber mit einer klugen, wachen Art, die nie aufdringlich wird.
Der Krimifall entwickelt sich mit überraschend vielen kleinen Wendungen, ohne ins Dramatische abzurutschen. Es geht weniger um blutige Details, mehr um Atmosphäre und das Miteinander der Figuren. Ich mochte den Humor – oft trocken, manchmal leise augenzwinkernd – und vor allem die kleinen Beobachtungen, mit denen Martina Parker den Alltag in Wien beschreibt. Man merkt, dass hier mit Liebe zum Detail geschrieben wurde.
Es war ein tolles Lesevergnügen das Buch zu lesen. Mir hat Miss Brooks als Charakter sehr gefallen. Und auch alle weiteren Charaktere haben gut in die Geschichte gepasst und dem Buch eine bunte farbenfrohe Mischung gegeben. Beim Lesen habe ich mitgefiebert, aber auch humorvolle Lesemomente gehabt. Das Buch fühlte sich für mich nach Cosy Crime an und ich habe mich zwischen den geschriebenen Worten der Autorin sehr wohlgefühlt. Durch den schönen Schreibstil von Martina Parker habe ich mir inhaltlich alles gut bildlich vorstellen können und konnte gut ins Buch eintauchen. Die Autorin hat mit dem Auftakt ihrer neuen Reihe schon mit Band eins etwas besonderes erschaffen. Bin auch schon sehr gespannt auf die Bücher, die in der Reihe noch folgen werden.
Das Buch hat mir insgesamt gut gefallen. Besonders unterhaltsam fand ich die vielen Schauplätze in Wien – sie haben der Geschichte Humor und eine vertraute Atmosphäre verliehen.
Die Identität der Mörderinnen war lange unklar, was zwar Spannung erzeugt hat, aber für mich nicht ganz stimmig war. Die entscheidenden Personen wurden sehr spät eingeführt, weshalb man ihre Rolle eigentlich gar nicht erraten konnte. Dadurch wirkte die Auflösung etwas konstruiert und nicht vollständig organisch aus der Handlung heraus.
Trotz dieser Schwäche bleibt das Buch ein unterhaltsamer und spannender Roman, der mich bis zum Schluss neugierig gemacht hat.
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Leider nichts für mich :/ Ich persönlich fand den Krimi irgendwie zu sehr auf sie Parfümbranche und zu wenig auf den Kriminalfall bezogen. Dadurch bin ich ganz oft aus der Geschichte „rausgefallen". Vielleicht lag es auch am Schreibstil, dass ich mich nicht wirklich von dem Krimi treiben lassen konnte. Die vielen Personen haben mich verwirrt und leider war mir auch keiner so wirklich sympatisch. Der Krimi war nicht schlecht, aber gut fand ich (persönlich!) ihn auch nicht. :/
wirklich spannend und ein toller einstieg in die reihe. ich bin gespannt, wo es mit miss brooks hingehen wird. ich hoffe aber auch darauf, dass charaktere wie luka oder gar rita noch mehr inhalt bekommen.
Großartig! Wie Wien als Stadt beschrieben wird, mit all einen originellen Bewohnern und seinen Wiener Schmäh ist einfach herrlich. Alle Charaktere sind sehr sympathisch und nahbar. Noch dazu ist der Kriminalfall spannend und gut aufgebaut, große Empfehlung!
Vorweg: Eigentlich wollte ich dieses Buch gar nicht lesen. Als Fan von Martina Parkers Gartenkrimis war ich extrem skeptisch. Kein Garten? Stattdessen eine Großstadt? Das klang für mich erst mal nach einem herben Stilbruch. Doch die Neugier siegte, und ich griff schließlich zum Hörbuch.
Meine Sorge verflog quasi mit den ersten Minuten, als klar wurde: Es spielt in Wien. Eine Großstadt – dass ich nicht lache! Wer Wien kennt, weiß, dass das oft mehr Dorf als Metropole ist, besonders wenn man sich, wie in diesem Buch, an den Stadtrand begibt.
Dass Martina Parker uns hier mit waschechten „Urwienern“ konfrontiert, hat mich sofort versöhnt. Dieser ganz spezielle Schlag Mensch und der Wiener Dialekt bringen genau die richtige Würze in die Geschichte.
Wie bei allen Parker-Büchern ist es bei mir so: Ich lese (oder höre) sie nicht wegen der ausgeklügelten Plot-Konstruktion oder um krampfhaft mitzurätseln. Mir geht es um das „Parker-Gefühl“.
Dieses wohlige, österreichische Flair war auch hier wieder voll da. Martina Parker schafft es einfach, eine Atmosphäre zu kreieren, in die man sich gerne hineinfallen lässt.
Wenn ich etwas kritisieren müsste, dann waren es die Charaktere. Bis zum Schluss habe ich sie ständig vertauscht oder ganz vergessen. Im direkten Vergleich zu ihren Gartenkrimis konnten mich die Figuren diesmal nicht ganz abholen. Die Auflösung des Falls war zwar gut und stimmig, aber die Bindung zu den Protagonisten war etwas schwächer als gewohnt.
Fazit Wer Martina Parkers Schreibstil und das österreichische Lebensgefühl liebt, kommt voll auf seine Kosten.
Rezensionsexemplar durch Netgalley -------------------------------
Das Cover ist ein absoluter Blickfang und hat mich gleich in seinen Bann gezogen!
Die Handlung war einfach zu verfolgen und der Schreibstil auch angenehm zu lesen. Durch den teils trockenen wienerischen Humor gab es viel zu schmunzeln. Dieser war auch nie fehlplatziert sondern rundete das Geschehen gut ab. Die Dialoge fühlten sich "echt" an, es gab Witz, Ernst, Drama und Girls support Girls.
Miss Brooks etablierte sich auch fabehalft zur vielschichtigen Protagonistin, die durch ihre Stärken glänzen durfte und mit ihren neuen Freundinnen ein tolles Team bildet. Das die Britin ab und an mit Fragezeichen auf die Wiener Kultur reagierte fand ich authentisch. So gab es ein paar Missverständnisse die dann aber auch geklärt werden konnten.
Der Krimi Aspekt hat mich auch überzeugt. Es gab ein paar falsche Fährten die sich logisch gelöst haben.
Es gibt auch einen Blick hinter die Kulissen der Beauty- und Medienwelt. Der Druck stets neue Produkte auf den Markt zu bringen die noch jünger, schöner, glatter, sexier usw. machen ist für die breite Markenlandschaft enorm. Ebenso der Druck von Personen im öffentlichen Leben ein gewisses Image zu verkörpern. Egal ob weiblich, männlich oder gar divers. Aussehen steht oft über den inneren Werten.
Daher ein guter Start einer Reihe. Einen weiteren Band zu lesen kann ich mir durchaus vorstellen.