Der schlimmste Fall ihrer Karriere verfolgt sie seit dreißig Jahren. Und nun beginnt er von vorn.
Dreißig Jahre ist es her, dass Ermittlerin Julia Harte den schlimmsten Fall ihrer Karriere gelöst hat. Noch heute verfolgen sie in der Dunkelheit die Erinnerungen an die getöteten jungen Frauen – und die Schuldgefühle. Als der Täter im Gefängnis verstirbt, hofft Julia, endlich mit diesem Kapitel abschließen zu können. Doch dann verschwinden erneut junge Frauen auf exakt dieselbe Weise wie damals. Julia kehrt aus dem Ruhestand zurück, um die Ermittlungen zu unterstützen. Denn wenn der Mörder nicht derselbe sein kann, gibt es nur eine andere Verbindung zwischen damals und Julia. Doch sie muss sich beeilen, denn der Täter hat sein nächstes Opfer bereits ausgewählt …
»Ein absolutes Lese-Muss. Bitte mehr davon!« Irish Independent
»Immer wenn ich dachte, auf der richtigen Spur zu sein, kam eine Wendung, die alles änderte …«New York Times
»Jede Menge Twists und ein explosives Finale – Wenn Sie diesen Monat nur ein Buch lesen, nehmen Sie dieses.« Irish Examiner
Amy Jordan lives by the sea with her husband and young children in Cork, Ireland. A former tutor at Munster Technological University, she worked in the Irish civil service for a number of years before pursuing her passion for writing crime fiction. Amy is a fan of thrillers and crime novels, and her love of suspense and plot twists flows into her writing.
Amy Jordans Debüt "Die dunklen Stunden" hat mich gespalten zurückgelassen: Es ist ein Thriller, der mich einerseits in seinen fesselnden Sog gezogen hat, mich aber andererseits durch die Frustration der Ermittlungsarbeit fast zur Verzweiflung trieb.
Die Prämisse um Ermittlerin Julia Harte ist hochdramatisch: Der schlimmste Fall ihrer Karriere von 1994, der sie traumatisiert in den Ruhestand trieb, beginnt von Neuem, nachdem der ursprüngliche Täter gestorben ist. Es ist klar, dass der neue Killer eine direkte Verbindung zu Julia selbst sucht. Diese zutiefst persönliche und schuldgeplagte Verstrickung hat mich sofort in ihren Bann gezogen.
Die Erzählung auf zwei Zeitebenen – 1994 und 2024 – ist gut gelungen. Ich fand es spannend, die junge, unerfahrene Julia parallel zur älteren, vom Leben gezeichneten Harte zu verfolgen. Das Tempo ist perfekt; die kurzen Kapitel erzeugen einen unwiderstehlichen "Nur noch ein Kapitel"-Effekt. Julia selbst, schlagfertig und leidenschaftlich, ist eine großartige, starke Protagonistin, mit der ich unbedingt mitfiebern wollte.
Doch genau dieses Mitfiebern wurde durch gravierende Mängel in den Ermittlungen massiv gestört. Die ständige Ignoranz der Ermittler – ob damals oder heute – gegenüber dem Offensichtlichen hat mich ziemlich frustriert. Ich war als Leserin den Ermittlern oft meilenweit voraus, was die Spannung meistens leider untergrub. Das nervige Alphatiergehabe zwischen Harte und ihrem Kollegen DS Neil Armstrong, inklusive des endlosen Streits ums Vornamen-Ansprechen, war für mich außerdem ein unnötiger Störfaktor.
Zwar wartet das Ende mit überraschenden Wendungen auf, doch wirkte das Motiv für mich fast aus dem Nichts gegriffen – für mich der Beweis, dass dies ein düsterer Effekt-Thriller ist und kein logisch aufgebauter Krimi.
Fazit: Das Debüt ist per se packend und rasant erzählt, ein echter Page-Turner. Aber die inhaltlichen Schwächen und die unrealistische Polizeiarbeit haben den Gesamteindruck deutlich geschmälert. Es ist ein solider, aber kein herausragender Thriller. Ich bin gespannt auf Jordans nächste Arbeit, in der Hoffnung, dass die Logik dann mit der Intensität mithalten kann.