Jump to ratings and reviews
Rate this book

Eine Chance ist ein höchstens spatzengroßer Vogel

Rate this book
«Magischer Realismus trifft auf sozialistische Wirklichkeit, genial! Ein herausragender Roman.» Katharina Schwarze, autorenbuchhandlung

Marina träumt davon, der Sowjetunion den Rücken zu kehren, die Chance auf ein anderes Leben zu ergreifen, und sei sie noch so klein. Jahre später und unzählige Kilometer entfernt versuchen Marinas Töchter, sich ihre Mutter als junge Frau vorzustellen. Wie war ihr Leben, bevor sie Mutter wurde? Wie ihr Verhältnis zur Großmutter, die sie nie kennengelernt eine Ingenieurin mit einem Talent nicht nur für Zahlen, sondern auch für Deutungen der Zukunft.

Nach und nach reimen sich Marinas Töchter die Geschichte ihrer Familie zusammen. Eine Geschichte, bevölkert von Geistern, eine Geschichte, die zeigt, wie die Zeiten ohne je ganz vergangen zu sein.

136 pages, Kindle Edition

Published August 12, 2025

5 people are currently reading
60 people want to read

About the author

Yulia Marfutova

4 books1 follower

Ratings & Reviews

What do you think?
Rate this book

Friends & Following

Create a free account to discover what your friends think of this book!

Community Reviews

5 stars
3 (10%)
4 stars
4 (13%)
3 stars
17 (58%)
2 stars
4 (13%)
1 star
1 (3%)
Displaying 1 - 7 of 7 reviews
Profile Image for Sandra.
204 reviews48 followers
August 17, 2025
Die Hauptfigur Marina verbringt ihre Jugend in den 80ern in der Sowjetunion und wir begleiten sie dabei, wie sich in ihr mehr und mehr die Idee festsetzt woanders ein neues Leben anzufangen. Sie begreift im Laufe des Buches, wie ihr das jüdisch sein dabei helfen kann und auch, dass sie die Flucht vielleicht das entscheidende bisschen mehr möchte, als alle anderen, die davon sprechen.

Wir nehmen die Perspektive von Marinas drei Kindern ein, die bereits in Deutschland geboren worden sind und die ihrerseits die Geschichte ihrer Mutter von Mäusen erzählt bekommen, die wiederum hauptsächlich die Perspektive von Marina beim Erzählen einnehmen. Ich bin etwas unentschlossen, ob mir das gefallen hat. Es ist einerseits unnötig kompliziert und gewollt originell, anderseits ist es eben wirklich originell und auch sehr kunstvoll, damit auch irgendwie faszinierend und schön. 

Die Autorin hält sich nicht damit auf, Dinge auszuerzählen, was vielleicht auch Sinn macht, da wir ja auch keine Erzählperspektive aus erster Hand haben und sich manches von den Mäusen zusammengereimt wird. Mich hätten tatsächlich einige Konkretisierungen interessiert.

Auch wenn ich nicht komplett von dem Roman überzeugt bin, sehe ich in Yulia Marfutova doch eine  spannende Stimme in der deutschsprachigen Literatur. Definitiv lesenswert für Freunde von Texten, die vorrangig Kunstform sind.
Profile Image for Ellinor.
766 reviews363 followers
August 19, 2025
Geht es euch bei Büchern manchmal auch so, dass ihr sie lest, sogar gerne lest, nach kürzester Zeit aber gar nicht mehr sagen könnt, worum es in dem Buch eigentlich ging? So erging es mir mit Eine Chance ist ein höchstens spatzengroßer Vogel. Ich kann mich erinnern, dass es um das Ende der Sowjetunion und eine mögliche Auswanderung ging, außerdem waren da noch Mäuse. Ich fand es gut geschrieben und auch schön zu lesen. Alles andere ist aber komplett weg. Schade eigentlich.
Profile Image for Bücherbummlerblog.
139 reviews8 followers
January 4, 2026
Mäuse sind es, die Marinas drei Töchtern vom Leben ihrer Mutter erzählen. Marina wuchs, anders als ihre Kinder, nicht in Deutschland auf, sondern in der Sowjetunion. In einer Zeit, in der gerade bei jungen Menschen der Drang nach Freiheit immer größer wurde.


Yulia Marfutovas Idee, den Plot in ihrem Roman „Eine Chance ist ein höchstens spatzengroßer Vogel“ von Mäusen erzählen zu lassen, oder besser gesagt von der ältesten Tochter, die es wiederum von den Mäusen erfährt, hat schon seinen Charme. Der durch seinen naiven Anstrich allerdings ein wenig kindlich daher kommt. Diese kleinen Nager waren mit Abstand die eindeutigsten unzuverlässigen Erzähler, die mir seit Larifari Mogelzahn je begegnet sind und haben durchaus Spaß gemacht. Warum die Autorin diese Wahl getroffen hat, konnte sich mir allerdings nicht erschließen.


Und das korrespondiert eigentlich mit meinem Gesamteindruck dieses Buches. Es war nett, ich habe mich unterhalten gefühlt, die Seiten flogen recht flott vorbei, aber mitgenommen habe ich am Ende nicht allzu viel. Eben ein weiterer autofiktionaler Roman, in dem jemand das Leben seiner Familie verarbeitet. Nicht uninteressant, aber auch nicht herausstechend. Jedenfalls nicht, wenn wir die Mäuse außen vor lassen.

Was mir gefallen hat, ist, dass Marfutova ihre eigene Stimme gefunden hat. Sie mag nicht laut und eindrucksvoll daherkommen, aber gerade das kann ja auch eine Qualität sein. Vielleicht passt für andere dazu auch der Titel perfekt, der mich persönlich weniger angesprochen hat, mir zu sehr am Rande der Gefühlsdusseligkeit vegetiert.


Fazit: Marfutovas „Der Himmel vor hunderten Jahren“ hat mir um einiges besser gefallen als der „spatzengroße Vogel“, aber trotzdem ist letzterer ein Roman, mit dem man gut seine Zeit verbringen kann. Bei mir selbst hat er zwar wenig Eindruck hinterlassen, aber als Leseerlebnis für den Augenblick taugt er durchaus.
Profile Image for Hannah.
7 reviews
September 22, 2025
Das hat so Spaß gemacht! Die Verwebung so vieler verschiedener Ebenen ist auf so eine fantasievolle Art und Weise gelungen. Die Sprache war so poetisch und bildhaft, dass ich am liebsten auf jeder Seite etwas unterstrichen hätte. Mit der kunstvollen Sprache wurde subtil eine Familiengeschichte in der Sowjetunion aus jüdischer Perspektive erzählt, die sich langsam entfaltet hat. Man muss etwas konzentriert bleiben, um die verschiedenen Ebenen auseinander halten zu können. Aber es lohnt sich sehr. Bin gespannt auf mehr von der Autorin!
Profile Image for ada ☽.
200 reviews3 followers
July 25, 2025
Spannendes Thema, sehr seltsam umgesetzt. Leider nicht auf die gute Art.
Displaying 1 - 7 of 7 reviews

Can't find what you're looking for?

Get help and learn more about the design.