¿Qué papel desempeñan los hechos y la moral en la narración de los discursos sobre el clima?
Este alegato a favor de la ética a la hora de contar historias y pensar en utopías defiende que la búsqueda de la verdad ante la violencia y la catástrofe climática tiene que mirar en distintas hacia atrás, para comprender qué ha pasado, y hacia delante, para mostrar lo que será y no olvidar que también debemos hablar de lo que podemos esperar.
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La colección Endebate es el hogar de aquellos textos breves que presentan una opinión, defienden una actitud o cuentan una historia, pero son más un aperitivo que un banquete, estimulan la conversación más que saciarla e inician un festín (que no clausuran). Como los mejores bocados, entran por los ojos y dejan un largo poso en el paladar.
Carolin Emcke, geboren am 18. August 1967 in Mülheim an der Ruhr, lebt als freie Publizistin in Berlin. Sie studierte ab 1987 Philosophie, Politik und Geschichte in London, Frankfurt am Main und an der Harvard University. Ihre Doktorarbeit „Kollektive Identitäten. Sozialphilosophische Grundlagen“ wurde 2000 im Campus Verlag veröffentlicht.
Von 1998 bis 2006 arbeitete Carolin Emcke als festangestellte Redakteurin beim Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL. Ab 1999 bereiste sie als Auslandsredakteurin zahlreiche Krisenregionen und berichtete unter anderem aus dem Kosovo, Afghanistan, Pakistan, Irak und dem Gaza-Streifen. Aus den Briefen, die sie zwischen 1999 und 2003 an ihre Freunde schrieb, entstand 2004 ihr erstes Buch „Von den Kriegen – Briefe an Freunde“ (S. Fischer Verlag).
2003 bis 2004 ging Carolin Emcke für ein Jahr als Visiting Lecturer an die Yale University und lehrte unter anderem über „Theorien der Gewalt“. Seit 2004 kuratiert und moderiert sie zudem die monatliche Diskussionsreihe „Streitraum“ an der Berliner Schaubühne. Von 2007 bis 2014 arbeitete sie als freie Autorin für DIE ZEIT und veröffentlichte Reportagen aus dem Irak, Haiti, dem Gazastreifen sowie zahlreiche Essays. Seit Oktober 2014 schreibt sie für die Wochenendausgabe der Süddeutschen Zeitung eine wöchentliche Kolumne.
Carolin Emcke wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Lessing-Preis des Freistaats Sachsen (2015), dem Johann-Heinrich-Merck-Preis für literarische Kritik und Essay (2014) und dem Theodor-Wolff-Preis (2008). 2010 wurde sie zur Journalistin des Jahres gewählt. Im Oktober 2016 wird mit „Gegen den Hass“ eine essayistische Auseinandersetzung mit dem Rassismus, dem Fanatismus und der Demokratiefeindlichkeit erscheinen.
2016 erhält sie den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.
Quelle: Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V.
"Wie lange haben wir gesehen, ohne zu verstehen, was wir da sehen? Wie lange haben wir die Natur gar nicht verstanden als etwas, was nicht separat von uns existiert, nicht als blosses Material, an dem wir uns bedienen können, sondern als mit uns verwobene Welt, die wir nicht verändern oder zerstören können, ohne uns selbst zu verändern und zu zerstören."
Hay reglas para contar la verdad. O al menos debería haberlas. Carolin Emcke ha viajado por todo el mundo como reportera para escuchar y registrar las experiencias más atroces de las víctimas de la violencia y de los desastres naturales provocados por el cambio climático. Para contar la verdad de los desposeídos, aterrorizados y marcados por la guerra o los huracanes o los terremotos, Emcke ha sido cuidadosa, y en este libro intenta poner en orden y en palabras los códigos de conducta y de autoexigencia que la han guiado; los principios con los que escribe. Porque muchas veces la vida y la dignidad de las víctimas dependen de cómo se cuentan. Si no hay una brújula moral, el daño es doble y revictimizante. Me entusiasmó este libro sobre todo por la idea de que todavía quedan (¿en las trincheras?) escritores inteligentes y con una ética sólida por descubrir. Aún hay mentes que resisten y muestran otro camino y otra respuesta que no parezca gastada e inocua frente al auge espantoso del totalitarismo.
Nicht mind-blowing aber schön geschrieben und schönes nachdenken darüber wie wir erzählen (müssen) und über das Verhältnis von Wahrheit und Zweifeln. Ich fand das Essay über Gewalt spannender als das über Klima.
„Ich denke nach in den Vorlesungen über Wahrheit und Utopie – weil ich denke, dass es diese beiden Begriffe sind, die wir in unserer Gegenwart brauchen.“
„Deswegen wird es darauf ankommen, ob wir, die wir an Argumente, an Evidenzen, letztlich an eine *gemeinsam geteilte Wirklichkeit* glauben, unsere Überzeugungen auch übersetzen können, ob wir sie in die unterschiedlichen sozialen, kulturellen, religiösen Kontexte und Räume hineintragen, es wird darauf ankommen, wie wir bereit und in der Lage sind, Skalen und Graphen in Bilder und Erzählungen zu übersetzen, ob wir Erfahrungen in Normen übersetzen und umgekehrt, es wird darauf ankommen, ob wir unser Vokabular überprüfen und erweitern, damit es andere respektvoller einbindet.“
Das Buch besteht aus einer Vorlesungsabschrift über Gewalt und einer kürzeren Vorlesungsabschrift über Klima.
Ich fand die Ausführungen sehr abgehoben, kursorisch und wenig konkret. Speziell im Klima Vortrag sind auch Aussagen enthalten, welche in dieser Vereinfachung nicht unbedingt stimmen: Dies passt nicht zu einem Buch mit dem Titel 'Was wahr ist'...
Anders als der Untertitel suggeriert, kombiniert das Buch die Themen Gewalt und Klima nicht (!) miteinander, was ich bedauerlich finde.
Carolin Emcke, schafft es immer das ich mir weiterhin Fragen stelle, nicht stehen bleibe und mit Neugierde und Mut nach Geschichten und Antworten suche. Danke. Es ist faszinierend, bereichernd und immer ein Wachrüttler ihrem Gedankenfluss zu folgen.