Ein mitreißender Abenteuerroman voller Mut, Freundschaft und Spannung – für ab 10 Jahren.
London, 1851. Joshua Jackelby, ein cleverer Zeitungsjunge, träumt von einem eigenen Pferd und einer Zukunft als königlicher Bote. Als er einen verletzten Hundewelpen aus der Themse rettet, ahnt er nicht, dass dies sein Leben für immer verändern wird. Zusammen mit seinen Freunden und seiner treuen Hündin Hazel stellt sich Josh den düsteren Schatten einer Welt aus Straßenbanden, Schurken und verborgenen Geheimnissen. Im Wettlauf gegen die Zeit jagt er Dieben nach, die einem genialen Erfinder seine Pläne für eine bahnbrechende Flugmaschine gestohlen haben – und deckt dabei eine Verschwörung auf, die bis in die höchsten Kreise der Gesellschaft reicht. Und damit geraten Josh und seine Freunde in Lebensgefahr!
Mit historischer Stadtkarte und hochwertiger Ausstattung
„Joshua Jackelby“ ist ein mitreißender Abenteuerroman für das Lesealter ab 10 Jahren. Geschrieben wurde das Buch von dem Autor Benedict Mirow, dazu haben Maximilian Meinzold und Timo Kümmel wunderschöne Illustrationen für dieses Buch geschaffen.
Bereits auf den ersten Seiten merkt man eine sehr düstere Grundstimmung, die perfekt die Klassengesellschaft von 1851 in London widerspiegelt. Wir lernen den mutigen Zeitungsjungen Joshua Jackelby kennen, der sich mit dem Verkauf von Zeitungen durchschlägt. Zusammen mit den anderen Zeitungsjungen ist der Bereich des Bahnhofs ihr zu Hause. Sein Leben hellt sich auf, als er die Hundedame Hazel aus der Themse rettet, damals sollte sie als Welpe brutal ertränkt werden. An solchen Szenen merkt man die düstere Seite Londons, in welcher Josh lebt. Zudem gibt es eine sehr hohe Kriminalität, Gewalt, Straßenbanden wie den Kings, Diebe und Schurken. Eigentlich kein guter Platz für einen Jungen zum Aufwachsen.
Die Handlung wird sehr spannend, als Josh und seine Freunde einen verletzten Mann auf der Straße auflesen und ihn zu Dr. Snow bringen. Es stellt sich heraus, dass er ein Professor und genialer Erfinder ist und sein Himmelssegler samt den Dokumenten und Plänen gestohlen wurde. Direkt fängt Josh an zu ermitteln und er versucht die Diebe zu stellen und vor allem die Erfindung wieder zu beschaffen. Dabei deckt er aber eine Verschwörung auf, die in die höchsten Kreise der Gesellschaft reicht. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt und Josh gerät nicht nur einmal in Lebensgefahr.
Auf den 400 Seiten geschieht einiges und es gibt immer wieder tolle Wendungen und neue Bereiche in die sich Josh und seine Freunde vorwagen. Dazu erhalten sie immer wieder unerwartet Hilfe und werden doch auch immer wieder abgewiesen. Allgemein ist die Londoner Gesellschaft sehr abwesend und kalt, gerade für Straßenjungen wie Josh, die kein richtiges zu Hause haben. Umso mehr strahlen die liebevollen Personen hervor und man kann direkt eine Verbindung mit ihnen aufbauen.
Der Schreibstil erlaubt ein flüssiges Lesen mit einem guten Lesefluss. Dabei kann man ganz in die Handlung abtauchen und man bekommt ein wirklich sehr düsteres London zu Gesicht. Umso wichtiger sind hier die Freundschaft und das gegenseitige Vertrauen, dass Josh und seine Freunde teilen. Die Ermittlungen und die Diebesjagd sind wirklich spannend inszeniert und heben den gesamten Spannungsbogen noch einmal ein Stückchen nach oben, der schon sehr spannenden und interessanten Handlung.
Ein tolles, wenn auch düsteres und stellenweise brutales Buch, das gut ins viktorianischen London passt und von der ersten bis zur letzten Seite spannend war. Daher gibt es auch eine klare Leseempfehlung von mir.
1851, London. Joshua ‚Josh’ Jackelby verdient sich als Zeitungsbote sein Geld, um über die Runden zu kommen. Sein Traum ist es irgendwann als königlicher Bote zu arbeiten und endlich wieder auf einem Pferd zu reiten. Eines Tages rettet Josh einen kleinen Hundewelpen aus der Themse und ahnt nicht, dass ihm die Hündin Hazel fortan nicht mehr von der Seite weichen wird. Ein Band, das Josh brauchen kann, genauso wie seine treuen Freunde Leroy und Charlotte. Gemeinsam mit den Waterloo Boys müssen sie sich immer wieder gegen die Straßenband der ‚Kings‘ durchsetzen und geraten bald in ein noch größeres Abenteuer. Denn dem Professor Bellows werden Pläne für eine Flugmaschine gestohlen, dessen Diebstahl noch viel größere Folgen haben könnte. Joshua und seine Freunde machen sich auf die Suche nach den Dieben.
Joshua Jackelby von Benedict Mirow entführt einen in das viktorianische London und dreht die Zeit zurück. Das Buch ist nicht klassisch in Kapitel unterteilt, sondern wird durch Daten und Uhrzeiten unterteilt. Jeder Tag beginnt mit den ‚Extrablatt‘ rufen der Zeitungsverkäufer und sorgt direkt dafür, dass man sich in die Vergangenheit versetzt fühlt. Dieser Einstieg ist sehr geschickt gewählt, nimmt einen direkt ein und weckt die Vorfreude auf den nächsten Tag. Die Seiten lesen sich auch sehr schnell, denn gefühlt passiert immer etwas und die Spannung steigt von Tag zu Tag. Die Atmosphäre ist gut getroffen, die Welt Joshuas ist deutlich rauer und von Armut, Krankheit und Tod geprägt. Gesellschaftliche Strukturen werden hinterfragt und kritisiert, Freundschaften sind dabei ein sehr wichtiger Bestandteil und auch, dass nicht alle Individuen einer Gruppe dem Vorurteil oder Klischee entsprechen. In diesem ganzen Konstrukt, dass sehr authentisch wirkte, war das fliegende Abenteuer der Kinder für mich etwas zu viel, gleichzeitig hat es für die Kinder nochmal die Spannung erhöht.
Joshua ist ein toller Protagonist, der sich trotz eigener Armut für andere einsetzt und Josh wächst im Verlaufe der Geschichte immer wieder über eigene Ängste hinaus. Seine Freundschaft zu Leroy und Charly zeigt sich als eine ganz besondere, in der alle füreinander einstehen, die Eigenarten der anderen akzeptieren und auch den Freiraum, den sie benötigen. Aarya und Rashna fügen sich auch schnell in dieses Bild ein, das über Freundschaft gezeichnet wird und geben gleichzeitig noch viel mehr mit auf dem Weg.
Joshua Jackelby ist ein viktorianisches Abenteuer, dass durch seine realistischen Beschreibungen durchaus eine düstere Atmosphäre erzeugt und damit nicht nur unterhaltend ist, sondern auch über frühere Zeiten ins Gespräch kommen lässt.
Der Autor Benedict Mirow hat eine sehr düstere Kindergeschichte geschrieben, die im viktorianischen London spielt. Das Lesealter ist zwar mit 10 Jahren angegeben, aber ich würde ein älteres Lesealter empfehlen, da es einige brutale Szenen gibt und die Kinder sehr auf den Straßen von London leiden müssen. In Büchern für Erwachsenen ist immer einer Trigger Liste enthalten, vielleicht wäre diese hier auch angebracht gewesen. So hat die Handlung Szenen über Tierquälerei, Diebstahl, Gewalt an Kindern, Blut und auch der Tod wird thematisiert.
Josh ist ein aufgeweckter Junge, der sich mit seinen Freunden Charly und Leroy mit Zeitungsverkäufen durchschlägt. Josh findet auch eine kleine Hündin, die er Hazel nennt und die ab sofort Teil von Joshs Leben wird. Auf einen kleinen Botengang finden sie einen verletzten und bewusstlosen Mann, den sie zu Dr. Snow bringen. Josh vertraut dem Doktor, der sich auch immer wieder um ihn kümmert. Der Mann ist ein Professor und Erfinder, er wurde auf der Straße überfallen und seine Erfindung wurde gestohlen. Er verspricht den Kindern einen Preis, wenn sie ihm helfen seine Erfindung und die Dokumente wieder zu finden. Ein großes Abenteuer beginnt für die Freunde, doch bleibt ihnen nicht viel Zeit.
Ich fand Josh und auch die vielen Charaktere wirklich gut ausgearbeitet. Man bekommt ein klares Bild von der Situation in der die Kinder leben. Zudem schweißt die Jungs ihre Lebenssituation zusammen und sie vertrauen sich gegenseitig. Auch die Hündin Hazel trägt dazu bei, dass sich einige vor dem Hund fürchten und so vor allem Josh ein wenig Sicherheit bringt. Die Zeit im viktorianischen London wird auf jeden Fall nicht romantisiert und man merkt den Lebenskampf der Menschen deutlich. Wenn der Winter zu hart ist, sterben die Menschen, wenn die Menschen keine Arbeit haben, sterben die Menschen, wenn die Menschen in die Themse fallen, sterben die Menschen. Der Tod ist allgegenwärtig und die Handlung lockert sich ein wenig auf, als die Ermittlungen und Nachforschungen beginnen um die Erfindung zu finden.
Wäre dies ein Erwachsenen Buch, hätte ich geschrieben, dass dieses Buch starke Gothik-Vibes hat und die düstere Atmosphäre auch sehr stimmungsvoll ist. Man merkt, dass überall Gefahr lauern und doch kann sich Josh in dieser Zeit durchkämpfen, was schon erstaunlich ist und faszinierend zugleich.
Joshua Jackelby oder kurz Josh ist ein Straßenjunge, der in den Gassen Londons eigentlich nur Zeitungen verkaufen möchte und davon träumt königlicher Bote der Queen zu werden. Doch eines Tages finden seine Freunde, er und Hazel, die junge Hündin, die Josh überallhin folgt, einen verwundeten Mann. Plötzlich finden sie sich in einem gefährlichen Abenteuer wieder, das viel von ihnen abverlangt. Endlich gibt es mal wieder ein historisches Kinder-/Jugendbuch und dann spielt es auch noch 1851 in London – eine spannende Zeit! Diese schafft Benedict Mirow in seinem neuen Buch „Joshua Jackelby“ gekonnt, aber ohne viel Brimborium, aufleben zu lassen. Besonders beeindruckend ist es, wie er Themen anspricht, die sowohl damals wie auch heute noch relevant sind und so die Lesenden dazu angespornt werden, über ebenjene zu reflektieren und sich in die Figuren hineinzufühlen. Gerade Empathie ist etwas ganz wichtiges und das möchte uns das Buch in Form des lieben Joshs näherbringen. Josh ist ein mutiger Junge, der nicht davor zurückscheut, das zu tun, was nötig ist. Dabei ist er aber kein Draufgänger, sondern denkt gewissenhaft nach, handelt überlegt und fühlt mit seinen Mitmenschen mit. Immer wieder werden die lesenden wie auch die Kinder im Buch vor eine grausame, gemeine Realität gestellt, in der Gewalt und Rechtlosigkeit – vor allem für Kinder - an der Tagesordnung stehen. Um so warmherziger sind die vielen wundervollen Figuren gestaltet, die Josh auf seinem Abenteuer beistehen. Dabei bricht der Autor z.B. in Form der Charlotte bewusst mit Geschlechterklischées und schafft einzigartige Figuren, denen man gerne folgt. Auch der Schreibstil ist gelungen, so wird zwischen schönen, atmosphärischen Beschreibungen und authentischen Dialogen gewechselt. Überraschenderweise tauchen erstaunlich viele Tiere auf, die immer wieder eine wichtige Rolle spielen und definitiv auch zu Sympathieträgern werden. Nur hätte ich mir noch eine kritische Bemerkung zu Zirkustieren gewünscht, um ein kohärentes Bild zu erzeugen. Schließlich sind die Tiere dort auch nicht freiwillig. Davon abgesehen macht „Joshua Jackelby“ unheimlich viel Spaß und bietet eine ordentliche Portion Spannung, aber auch genauso viel Gefühl, Charme und Herz. Definitiv ein Kinderbuch, in dem alle fündig werden!
Das Kinderbuch „Joshua Jackelby“ hat mich echt überrascht. Der Autor Benedict Mirow hat eine tolle Detektivgeschichte mit dem viktorianischen London verbunden, dazu sind die Illustrationen von Maximilian Meinzold und Timo Kümmel sehr gelungen und tragen zu dem düstern Grundstimmung der Handlung bei.
Der Autor hat einen sehr klaren und flüssigen Schreibstil, der ein schnelles Eintauchen in die Handlung ermöglicht. Wir lernen zunächst Josh kennen der als Waisenjunge auf der Straße lebt und Zeitungen verkauft. Eines Tages treffen Josh und seine Freunde einen verletzten Mann auf der Straße und sie bringen ihn zu dem Arzt Dr. Snow. Es stellt sich heraus, dass der Mann ein Professor ist und seine Erfindung ihm geklaut wurde. Josh versucht mit seinen Freunden den Professor zu helfen und seinen Himmelssegler und die dazugehörigen Dokumente zu finden. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, in der Hoffnung, dass die Diebe diese Erfindung nicht patentieren lassen und diese als ihre eigene Erfindung ausgeben.
Josh ist ein sehr aufgeweckter und mutiger Charakter, aber auch seine Freunde Charly und Leroy stehen ihm bei in dieser grausamen Welt. Die Kinder versuchen sich gegenseitig zu unterstürzen und helfen sich bei den kleinen Jobs die sie ergattern können. Alles wird geteilt.
Das Lesealter ist ab 10 Jahren angegeben und ich muss sagen, dass mich das Lesealter schon ein wenig stört. Die viktorianische Zeit wird brutal ehrlich dargestellt und ich bin mir nicht sicher, ob die Kinder dann wissen was sie erwartet in diesem Buch. Vielleicht sollte die Eltern die Handlung einmal überfliegen und dann nach der Reife ihrer Kinder entscheiden, ob dieses Buch eine Empfehlung wert ist. Denn immerhin wollen sich auch Kinder gruseln und spannend ist die Handlung auf jeden Fall.
Insgesamt hat mir die Handlung aber gefallen vor allem auch wegen dem düstern Setting und der dunklen Atmosphäre. Daher kann ich diesem Buch auch eine klare Leseempfehlung geben unter Beachtung des Lesealters.
Diese spannende und atmosphärisch dichte Abenteuergeschichte rund um den Jungen Joshua Jackelby spielt im viktorianischen London. Autor Benedict Mirow gelingt es, die düstere Stimmung jener Zeit mit Armut, Krankheit und gesellschaftlichen Spannungen eindrucksvoll einzufangen. Der Ton bleibt durchgehend spannend und kurzweilig.
Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung mit einer skrupellosen Straßenbande, den sogenannten „Kings“, die auch vor Gewalt nicht zurückschrecken. Gleichzeitig breitet sich die Cholera unaufhaltsam aus. Die Warnungen des Arztes John Snows, der tatsächlich um diese Zeit gelebt hat und den Zusammenhang zwischen verunreinigtem Trinkwasser und der Seuche erkannte, verhallen wirkungslos. Stattdessen wird der Fremdenhass angeheizt, insbesondere gegenüber den ausländischen Zirkusartisten.
Das harte Alltagsleben zu dieser Zeit wird auch anhand von Joshuas Freunden nachempfunden. So arbeitet Joshuas Freundin Charly unter harten und gesundheitsschädlichen Bedingungen in einer Kohlefabrik. Zusammen mit ihr und seinem Freund Leroy versuchen sie einen gestohlenen Himmelsgleiter zurückzuholen. Das Fluggerät bringt zusätzlich Spannung in die Handlung und steht symbolisch für Hoffnung und Fortschritt in einer düsteren Zeit.
Empfohlen wird das Buch ab zehn Jahren. Ich denke aber, dass ältere Kinder und Jugendliche mehr mit dem Text anfangen können, da einige Themen wie Armut, Krankheit, soziale Ungerechtigkeit und Vorurteile doch recht düster beschrieben werden. Insgesamt hat mir die Geschichte wirklich gut gefallen. Mich hat jedoch die Naivität mancher Erwachsener gestört sowie dass der eigentliche Drahtzieher doch recht schnell vorhersehbar war, nachdem er das erste Mal auftauchte.
Fazit: Wer sich für authentisch erzählte Geschichten mit historischem Hintergrund und einer Prise Abenteuer begeistert, wird hier definitiv fündig.
Josh, Charly und Leroy sind ein Freundesgespann wie man es sich nur wünschen kann. Sie teilen eine Schlafstatt in einem alten Schuppen, sie teilen Essen und ihre Sorgen, Hoffnungen und Träume. Sie sind Kinder im viktorianischen England, Freiwild sozusagen. Kaum jemand macht sich Gedanken um sie. Genau wie alle anderen Kinder die auf der Straße leben sind sie roher Gewalt und Kämpfen um das tägliche Überleben ausgesetzt . Josh hat den Doktor dem er ab und zu hilft gegen Essen, ein ordentliches Bett und auch Zuwendung. Charly hat eine Witwe als Arbeitgeberin einigermaßen fair für die sie Kohlen ausffährt. Leroy ist ein geschickter Taschendieb denn ansonsten hat er nur kleinere Geschwister für die er sorgt. Die Jungs verkaufen Zeitungen, immer die neueste Schlagzeile. Sie kommen einem Verbrechen auf die Spur und gemeinsam mit neuen Freunden und alten Feinden erleben sie das größte Abenteuer ihres Lebens. Es gab teilweise heftige Szenen im Buch, da hatte ich teilweise Schwierigkeiten mit dem empfohlenen Alter. Als Erwachsene wissen wir aus Geschichtsbüchern wie das Leben der Ärmsten in solchen Städten wie London ausgesehen hat, aber die teilweise harten Beschreibungen sind für Kinder schwer zu verstehen. Ansonsten haben mir die Charaktere im Guten wie im Bösen gut gefallen, denn es wurden auch die Beweggründe dargestellt. Vor allem der Respekt gegenüber den Anderen, egal ob Mädchen oder Junge, Einheimische oder aus fernen Landen, Freund oder Gegner war verständlich und schlüssig erklärt. Auch technische Neuheiten spielten eine Rolle, Erfindung als Abenteuer mit Beschreibung der Funktionen hat Spaß gemacht zu lesen. Am Ende hatte auch Queen Victoria ihren Auftritt, wie immer in solchen Büchern als freundliche Souveränin.
Die Freunde Joshua und Leroy arbeiten als Waterloo Boys am gleichnamigen Bahnhof als Zeitungsjungen und helfen in ihrer spärlichen Freizeit ihrer Freundin Charlie beim Kohleausfahren. Ihr Leben ist hart, sie schlafen in einem Verschlag und verdienen nur wenige Cent am Tag. Joshua träumt davon, berittener Bote der Königin zu sein und rettet eines Tages einen Hundewelpen aus der Themse. Eines Abends werden die Freunde Zeugen eines Überfalls auf einen Professor, dem die Pläne für eine Flugmaschine gestohlen wurden. Als sie sich auf die Suche nach den Dieben begeben, legen sie sich nicht nur mit einer kriminellen Jugendbande an, sondern geraten auch durch höchste Kreise in Lebensgefahr.
Ich mochte die Freunde und wie sie im Hörspiel dargestellt wurden, obwohl mir Joshua manchmal ein bisschen auf den Geist ging, weil er manchmal so lange brauchte, um etwas zu verstehen. Auch die Geschichte hinter der Geschichte schien mir richtig gut recherchiert zu sein. Das Leben der Ärmsten und allgemein im viktorianischen Zeitalter entstand gut beim Hören vor dem inneren Auge. Die SprecherInnen waren fantastisch! Was mir weniger gefallen hat, war, dass manchmal die Geschichte ein bisschen abgehackt wirkte, als wäre es wichtig, Szene an Szene zu reihen, und nicht, sie rund und geschmeidig in Form zu bringen. Noch mehr gestört hat mich aber am Schluss diese abstoßende Königinnentreue. Gerade in einem Jugendbuch wäre es angebracht, die wahre Natur von Königshäusern klar zu machen. Sie waren niemals WohltäterInnen, sondern haben immer ihr eigenes Volk und andere Völker ausgebeutet. Als überzeugter Kingslayer war es mir ein Graus, Queen Viktoria so zelebriert zu hören. 3.5/5 Punkten.
Die düstere Atmosphäre des Covers spiegelt recht gut die Verschwörung wieder, in die Joshua mit seinen Freunden gerät und ich mag es echt gern. Der Schreibstil lässt sich leicht lesen und mir gefällt die Art, wie der Autor Dinge beschreibt und erzählt. Es ist mal eine nette Abwechslung, in einem Buch ein früheres London nicht durch die Augen eines wohlhabenden Charakters kennenzulernen, sondern durch die von jemandem, der nicht aus den Kreisen der hohen Gesellschaft kommt. Wenn wir schon bei Charakteren sind, die mochte ich ebenfalls echt gern. Es hat richtig Spaß gemacht, ihre Geschichte zu verfolgen und ich hab das Buch gar nicht richtig aus der Hand legen wollen, bin nur so durch die Seiten geflogen. Mir gefällt richtig gut, dass im Laufe der Geschichte, auf Missstände der damaligen Unterschicht aufmerksam gemacht wurde, was in anderen Büchern schnell mal in dem romantisierten Bild untergeht. Auch, dass Dr. Snow scheinbar auch in echt eine sehr wichtige und auch ähnliche Rolle eingenommen hat, mochte ich wirklich. Also das hier einfach reale Dinge mit eingeflochten worden. Die Plottwists habe ich tatsächlich nicht kommen sehen, und so hat es das Ganze natürlich noch spannender gemacht.
Fazit: Ein sehr spannendes Kinder-/Jugendbuch, welches im frühen London spielt. Man fiebert und rätselt mit, und ich konnte gar nicht aufhören zu lesen.
Zum Inhalt: Joshua hat große Träume. Er hätte gerne ein eigenes Pferd und wäre gerne ein königlicher Bote, aber aktuell ist er einfach ein recht cleverer Zeitungsjunge. Was nach der Rettung eines Hundewelpens aus der Themse passiert, ahnte er allerdings nicht. Gemeinsam mit Freunden jagt er Dieben nach, die einem genialen Erfinder Pläne für eine Flugmaschine gestohlen haben und decken dabei auch noch eine Verschwörung auf. Meine Meinung: Schon das Cover fand ich richtig klasse und dann der Klappentext dazu ließ ein richtig gutes und spannendes Buch erwarten und genau das war es auch. Ich mochte die Geschichte sehr und denke auch dass die Zielgruppe das Buch lieben wird. Der sympathische Joshua und seine Freunde erleben ein wirklich spannendes Abenteuer in London des 19. Jahrhundert, wo sie es mit düsteren Typen zu tun bekommen. Gut gefallen hat mir auch der enthaltene Stadtplan, der allerdings in der Ebook-Version etwas schwer zu erkennen war. Der Schreibstil ist gut und ich hatte nicht wirklich das Gefühl ein Kinderbuch zu lesen und das hat mir auch gut gefallen. Auch sehr positiv fand ich das Nachwort, in der es noch ein paar weiterführende Informationen gab. Fazit: Tolles Buch
Joshua Jackelby entführt seine Leser mitten ins London des Jahres 1851, eine Stadt voller Nebel, Geheimnisse und dampfender Maschinen. Zwischen Zeitungsschreien und Straßenlärm stolpert Joshua, ein cleverer Waisenjunge mit großem Herzen, in ein Abenteuer, das größer ist, als es jedes Kind erträumen könnte. Eine gestohlene Flugmaschine, zwielichtige Gestalten und eine Freundschaft, die selbst durch dunkle Gassen leuchtet, machen diese Geschichte zu einem besonderen Erlebnis.
Benedict Mirow gelingt es, den Zauber der alten Zeit lebendig werden zu lassen. Jede Seite riecht nach Kohle, Abenteuerlust und Hoffnung. Der Roman beeindruckt zudem damit, dass Freundschaft und Mut hier stark im Mittelpunkt stehen. Benedict ist kein Held, der alles kann, sondern ein Junge, der über sich hinauswächst. Die detailreiche Welt, das hochwertige Buchdesign und die stimmungsvollen Illustrationen runden das Lesevergnügen zudem wundervoll ab.
Ein Buch, das voller Spannung und Wärme ist und mit einer Prise viktorianischer Magie punkten kann. Perfekt zum mitfiebern, träumen und um sich in eine andere Zeit entführen lassen.
Das Buch Joshua Jackelby von Benedict Mirow bietet spannende Unterhaltung für Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren. Es handelt von Joshua, einem Zeitungsjungen, und seinen Freunden Leroy und Charlotte, die sich jeder Herausforderung gemeinsam stellen. Als sie einem verletzten Professor das Leben retten und klar wird, dass er bestohlen wurde, wollen sie die Diebe finden. Dabei erhalten sie Unterstützung von Dr. Snow und einigen Artisten eines Zirkus. Sie geraten in einen Wettlauf gegen die Zeit, da es sich bei den gestohlenen Gegenständen um die Pläne des Himmelsreiters handelt, den der Professor in Kürze als seine Erfindung präsentieren möchte.
Besonders gefallen haben mir die realistischen Beschreibungen des viktorianischen Londons! Die düstere Atmosphäre bietet einen starken Kontrast zu dem Mut und Zusammenhalt der Figuren, der stark im Vordergrund steht. Das Buch liest sich flüssig und ist aufwendig gestaltet. Es gibt eine Karte, Illustrationen und alt aussehende Seitenränder. Insgesamt hat es mir sehr viel Freude bereitet, dieses berührende und spannende Buch zu lesen.
Eine klare Leseempfehlung für (junge) Leser*innen, die in das viktorianische London eintauchen möchten!
Joshua Jackelby von Benedict Mirow entführt in ein geheimnisvolles, düsteres London voller Rätsel, Gefahren und unerwarteter Wendungen. Schon ab den ersten Seiten war ich mitten im Geschehen und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Die Atmosphäre ist dicht, mysteriös und wunderbar viktorianisch, Nebel, Gassen, Geheimnisse und eine unterschwellige Bedrohung begleiten einen durch die gesamte Geschichte.
Besonders beeindruckt haben mich die starken Figuren. Joshua und seine Begleiter sind vielschichtig, glaubwürdig und wachsen einem schnell ans Herz. Die Freundschaft, der Mut und die inneren Konflikte fühlen sich echt an, wodurch man emotional stark mitfiebert. Auch der Schreibstil ist sehr angenehm, bildhaft und flüssig . Ideal für lange Leseabende.
Insgesamt ist Joshua Jackelby ein fesselnder Abenteuerroman mit einer tollen Mischung aus Spannung, Mystery und Emotion. Klare Leseempfehlung von mir.
Ein Zeitungsjunge rettet die Krone so oder so ähnlich könnte eine Zeitungsüberschrift lauten. Joshua lebt im London als Zeitungsverkäufer. Gemeinsam mit anderen Kindern ohne Zuhause schläft er am Bahnhof in einer Nische. Das Geld für etwas Essen ist hart verdient , doch zum Glück darf er bei Doktor ab und zu helfen und Patienten heim begleiten. Bei dem leben auf der Strasse bekommt man natürlich auch viel mit. Eines Tages beobachtet er mit seinen Freunden wie eine komische Gestalt in den dunklen Gassen herum streunt und die entdecken einen bewusstlosen Mann. Wie sich herausstellt, ist der Mann ein angesehener Erfinder. Doch wer hat ihn überfallen und warum. Keiner kennt die Strassen besser als Joshua und seine Kollegen und so machen sie sich auf die gefährliche Suche nach den Täter. Bald merken sie, dass das ganze grösser ist als es zu Beginn schien. Der Schreibstil ist zu beginn etwas gewöhnungsbedürftig gewesen, da ich die Sätze recht holprig fand. Doch bereits nach den ersten zwei Kapiteln konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Gefangen im London von früher, der Jagd nach Verbrechern und der geheimen Herkunft zweie plötzlich aufgetauchter Kinder ist das Buch extrem kurzweilig. Es lädt ein, die frühere Zeit etwas besser kennen zu lernen, das Leben in den zwei unterschiedlichen Schichten, die Art wie man Geld verdient hat, aber auch wie es damals mit der Cholera und allgemein medizinischen Versorgung aussah Das Buch kann hier gut genutzt werden um gewissen gesellschaftliche Aspekte zu vertiefen und eignet sich daher sicher auch gut als Klassenlektüre. Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen, eben weil es mehr ist als nur eine Geschichte sondern auch einiges an geschichtlichem Wissen birgt, auf das am Ende des Buches noch eingegangen wird.