Undercover-Journalistin Maya gerät in eine Fake-Beziehung mit Mafiaboss Enzo. Zwischen Gefahr und Leidenschaft entdecken sie unerwartete Gefühle.
»›Dann lass sie starren, beherrsche den Raum.‹ Maya schmiegte sich an Enzo und ließ sich für einen Moment in die Illusion fallen. Ein Tanz im Chaos, ein Herzschlag zwischen Gefahr und Leidenschaft.«
Maya Bascot wagt sich nach einem anonymen Tipp undercover in die Unterwelt der New Yorker Mafiafamilien und trifft dort auf den charismatischen Mafiaboss Enzo. Als sie aufzufliegen droht, rettet er sie durch einen Kuss und schlägt ihr eine falsche Beziehung im Austausch für Schutz vor. Zwischen falschen Gefühlen und realen Gefahren wächst die Anziehung zwischen den beiden. Doch als alte Wunden aufbrechen und Mayas Vergangenheit sie einholt, steht ihre aufkeimende Liebe vor einer Kann sie dem Mann vertrauen, der ein Teil der Welt ist, die ihr Leben einst brutal zerstörte?
Ich mag Undercover-Storys. Wirklich. Falsche Identitäten, moralische Dilemmata, Nähe unter falschen Voraussetzungen – das ist eigentlich mein Sweet Spot. Undercover Heart hatte also alle Zutaten, um mich richtig reinzuziehen. Hat es aber nur halb geschafft. Die Idee ist gut. Da ist Spannung angelegt, da ist ein innerer Konflikt, da ist dieses „Ich darf dich nicht wollen, aber ich tue es trotzdem“. Und trotzdem blieb für mich vieles zu sauber. Zu kontrolliert. Zu wenig Eskalation.
Die Anziehung zwischen den Figuren ist da, keine Frage. Aber sie hat mich nicht komplett erwischt. Ich habe verstanden, warum sie sich näherkommen – ich habe es nur nicht immer gefühlt. Gerade bei einer Story, die mit Verlangen und Verderben wirbt, hätte ich mir mehr emotionale Konsequenzen gewünscht. Mehr Chaos. Mehr Risiko. Das Undercover-Setting fühlt sich stellenweise eher wie eine Kulisse an als wie eine echte Bedrohung. Konflikte werden eingeführt, aber oft recht glatt gelöst. Ich hatte nie das Gefühl: Oh fuck, das geht richtig schief. Und genau das hat mir gefehlt.
Warum trotzdem 3 Sterne? Weil das Buch gut lesbar ist, weil die Grundidee trägt und weil ich sehe, was hier versucht wurde. Es ist kein Reinfall. Aber es ist auch kein Buch, das mich gepackt oder aufgewühlt hat. Undercover Heart bleibt für mich ein solides „Kann man lesen“, aber kein „Ich denke noch Tage später darüber nach“. Und bei diesem Titel hätte ich mir ehrlich gesagt ein bisschen mehr Verderben gewünscht.