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Gute Menschen

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Die letzten Wochen des Jennifer ist erfolgreiche Juristin und will sich selbst verwirklichen. Jan ist engagierter Gymnasiallehrer und träumt von der Weltrettung. Ihre Beziehung gerät in die Krise. Als Jan vor Weihnachten zu seiner kranken Großmutter fährt, zieht Jennifer heimlich aus. Sie erfindet sich neu, während er die sinnstiftende Kraft der Nächstenliebe findet. Seitdem herrscht Funkstille. Werden sie sich weiterentwickeln und wiederfinden? Warum sprechen sie nicht miteinander? Ist das schon Ghosting oder ganz richtig?

Ein radikaler Liebesroman der GenY für jeden Alters

»Schwilden hat einen klugen, einen amüsanten, soziologischen Blick.« Denis Scheck, SWR lesenswert

206 pages, Kindle Edition

Published August 1, 2025

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125 people want to read

About the author

Frédéric Schwilden

3 books3 followers
Frédéric Helmut Johannes Schwilden wird 1988 geboren und wächst in der Fränkischen Schweiz auf. Mit sechs beschließt er, Feminist zu werden. Er zieht nach Berlin, studiert Gartenbau und wird Journalist. Anfangs schreibt er für den deutschen Rolling Stone über Popmusik. Später arbeitet er als Redakteur im Feuilleton der Welt am Sonntag. Schwilden interessiert sich vor allen Dingen für zeitgenössische Kunst, Politik und deutschen Hip-Hop. Frédéric Helmut Johannes Schwilden war zwei Jahre Reporter für das Fakten-Magazin Focus und arbeitet seit 2018 im Politikressort der Welt.

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Displaying 1 - 8 of 8 reviews
Profile Image for Meike.
Author 1 book5,070 followers
August 17, 2025
Everyone is talking about the increasing political polarization - but what about the lines of conflict that run through our own consciousness? In Frédéric Schwilden's novel “Gute Menschen” (Good People), Jennifer, a 35-year-old well-off antitrust lawyer, separates from her partner Jan, a teacher. She moves out of their shared apartment in Munich and leaves behind a farewell letter in which she states that the reason for the breakup is that she no longer wants to argue for the very reason that they are doing well.

Realist Jennifer is proud of the position she has achieved as a woman. She loves useless, beautiful things that are fun and cherishes her freedom. Idealist Jan, on the other hand, is enthusiastic about socially critical literature like Heinrich Böll and sees himself as a misunderstood artist who has benefited from Jennifer's money, but in truth looks down upon the luxury of the upper class. Most of us have characteristics of both these characters, Schwilden explained to me in an interview (see below).

Schwilden's novel takes place over a few days between December 18 and 31 in the recent past. After the breakup, Jennifer travels with a friend to Paris and Lake Tegernsee, while Jan visits his grandmother in Krefeld and has to be treated in hospital for pericarditis. The encounters and events that unfold in both story lines not only reveal more about the relationship between Jan and Jennifer, they also provide ample opportunity for humorous exaggerations and commentary on the present state of the world.

Soon, it becomes clear that there are indeed numerous bridges between the protagonists' positions. Jennifer, for example, is annoyed that there are no longer any consequences, that everything is just symbolic: A flag, some outrage, no real change. Consequently, a feeling that numerous characters experience and that plays a recurring role in the novel is anger. Anger is just as legitimate a feeling as sadness, says Schwilden.

“Good People” combines observations of the zeitgeist with humor, from jabs at media personalities such as Joko Winterscheidt, Sophie Passmann, and Til Schweiger to pop-literary commentary on products from various brands. The result is an enormously entertaining, fast-paced, and clever novel in which readers will recognize themselves alarmingly often.

You can listen to the podcast crew and the author discussing the novel here:
https://papierstaupodcast.de/podcast/...

And my radio piece about the novel here:
https://www.sr.de/sr/srkultur/home/ak...

Plus you can listen to the podcast gang chat with Schwilden about his debut Toxic Man et al. here: https://papierstaupodcast.de/podcast/...
Profile Image for Anika.
967 reviews325 followers
August 24, 2025
Hat mich ähnlich begeistert wie schon Toxic Man, auch aus ähnlichen Gründen: Frédéric Schwilden hat es einfach ganz wunderbar drauf, zeitgeistige Ambivalenzen, Ambiguitäten und moralische Dilemmas aufzuzeigen, sowohl gesellschaftliche als auch innere. Das muss man sich drauf einlassen können und wollen, dann lohnt es sich sehr. Denn, let's face it, sind wir nicht alle ein bisschen Jan und Jennifer, die beiden treibenden Kräfte dieses Romans?

Mehr zum Buch in unserer ausführlichen Besprechung @ Papierstau Podcast: #329: Da fehlen noch Penisse.

Profile Image for Thilo Mischke.
116 reviews170 followers
July 27, 2025
Sie hatten keine Sorgen
mehr. Und keine Angst. Draußen fiel weiter Schnee.
Profile Image for Barbara W.
67 reviews2 followers
September 21, 2025
Großartige zeitgeistige Beobachtung der links-intellektuellen Millenials-Bubble.
Profile Image for Steffi.
340 reviews317 followers
August 23, 2025
I think this was a classic FOMO read: Gute Menschen" by Frédéric Schwilden (Piper,
August 2025).

Die 'zunehmende polarisierung der gesellschaft' hat sich ja inzwischen bis in die letzten reihen rumgesprochen und hier auch im roman "Gute Menschen" apparently zentrales thema: mid-30s idealistischer lehrer (böll-leser, erinnerungskultur, im grossen und ganzen woke) wird von seiner rich kid (porsche, champagne, designermöbel) eher hedonistischen und 'realistischen' anwaltsfreundin verlassen; erzählt aus zwei perspektiven mit verweisen auf die verneintlich großen moralischen fässer unserer zeit (Nazis, Israel, Ukraine etc.). Und der leser erkennt sich natürlich in beiden positionen wieder; ist ja dann doch alles komplizierter in der bürgerlichen seele und 24/7 woke ist auch ein vollzeitjob.

Und da liegt natürlich auch schon das sogenannte problem mit dem roman: er verfehlt auf fast cute weise die eigentliche politische polarisierung. Also die spaltung der gesellschaft verläuft sicher nicht zwischen verbeamteten gymnasiallehrern und der erbreichen oberschicht lol und dementsprechend bleibt die 'polarisierung' letztlich bürgerliches navel gazing.

Ironischerweise kommt dann genau jene pseudo polarisierung heraus wie in laberpodcasts aus berlin mitte an denen sich der roman versucht abzuarbeiten. Dazu natürlich ordentliches name dropping von referenzen zu kunst und luxury brand names, ich glaube ganz ohne gehts in dieser art deutschen roman von männern nicht. seis ihnen gegönnt.

Cute, cute denk ich, wie sich da einer an den fault lines innerhalb der eigenen bubble abschuftet und das vermutlich als das große ganze misinterpretiert 🫣

Andererseits unterhält der roman, guilty pleasure wie die podcasts aus berlin mitte.
Profile Image for Urban.
102 reviews3 followers
August 31, 2025
Eine gute Urlaubslektüre, mehr aber auch nicht, so meine Wertung. Man schmunzelt an vielen Stellen und erkennt sich selbst in einigen Facetten wieder, die Frédéric Schwilden auf seine Protagonisten Jan und Jennifer projiziert. Wir befinden uns im Tal der Mittdreißiger, irgendwo in den Mittzwanzigern, in München und Krefeld.

Die Trennung des kinderlosen Paares ist nicht untypisch für diesen Lebensabschnitt, die Melancholie und Hoffnungslosigkeit der beiden erscheint mir aber übertrieben. Dabei leiden Jan und Jennifer nicht an dem Bruch ihrer Beziehung, sondern wohl eher daran, dass sie keinen wirklichen Sinn in ihrem Leben finden können. Jennifer hat Geld und muss erkennen, dass Geld alleine auch nicht glücklich macht. Soweit, so bekannt. Jan ist Lehrer, Gutmensch und Weltverbesserer, aber das ist auch kein Lebensinhalt. Eventuell eine Botschaft?

Letztlich erscheint es typisch deutsch, alles zu zerdenken anstatt einfach anzupacken und dem Leben pragmatisch zu begegnen. "Reißt Euch zusammen!", will man den beiden Unsympathen entgegenschreien. Oder gründet sich deren Verhalten eher an unserem Wohlstand und dem Mangel an Zwängen in unserer Zeit? Die 96jährige Großmutter von Jan macht hier einen Punkt, wenn sie erklärt, sie hatte in ihrer Zeit keine Zeit, ein Buch zu lesen, noch Zeit sich zu überlegen, was sie mal werden wollte. Hausfrau und Careperson zu sein, war ihr vorgegeben.

Ich legte die Urlaubslektüre zur Seite und freute mich, dass ich (für den Moment) andere Sorgen hatte als Jan und Jennifer.
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