Ich habe dieses Buch geschenkt bekommen und war zunächst skeptisch, da Naturheilkunde ja leider viel zu oft Hand in Hand mit der allumfassenden Leugnung der Schulmedizin, bestimmter Krankheiten oder gar Impfungen geht. Doch ich wurde eines besseren belehrt: An diesem Buch ist wirklich gar nichts schwurbelig. Schon zu Beginn wird betont, dass die beschriebenen Zutaten und Rezepte nur bei Alltagswehwehchen anzuwenden sind und man bei starken oder chronischen Schmerzen auf die Schulmedizin zurückgreifen muss.
Die 11 Zutaten sind mit ihren Wirkweisen erklärt und vor allem durch Studien belegt. Besonders gut finde ich, dass das Buch über ein umfassendes Quellenverzeichnis verfügt, mit welchen man die aufgeführten Studien nachlesen kann.
Die Rezepte selbst sind einfach beschrieben. Ich habe bereits drei ausprobiert und werde diese ab jetzt fest in meine Erkältungs-Routine integrieren.
Denn warum sollte man nicht die bewährten Zutaten, die den Geldbeutel und die Umwelt schonen und die man ohnehin meist zu Hause hat, nutzen? Es ist wirklich schade, wie viel dieser alten Rezepte mittlerweile (trotz eindeutigem Wirkungsbeweis mittels Studien) in Vergessenheit geraten sind.
Das einzige worauf ich hätte verzichten können, war die Akkupressur Anleitung am Ende des Buches. Es erschien mir im Gesamtbild irgendwie uneinheitlich am Ende noch chinesische Medizin mit hinein zu quetschen. Zumal ich die sehr kurz gehaltene Erklärung, warum genau der Druck auf diese Punkte irgendetwas bewirken sollte, einfach nicht durchblicke. Vor allem weil vorher alles so schön durch Studien belegt wurde, erscheint es am Ende dann leider undurchsichtig - was nicht heißen soll, dass Akkupressur per se schlecht ist, aber vielleicht hätte man dazu einfach ein extra Buch schreiben sollen, anstatt dies mit bewährten Zutaten zu vermengen.