Der 13. humorvolle Roman um die Kult-Heldin Andrea Schnidt ist wie ein Treffen mit lieben Freunden, die uns jedes Mal mit den lustigsten Geschichten unterhalten.
Über 60 – das wirft Fragen auf. Auch für Andrea Schnidt. Wie soll es weitergehen? Beruflich? Mit der Liebe? In der Familie? Mit ihrem ewigen Battle um den Titel 'Oma des Jahres', den die Schwiegermutter ihrer Tochter so energisch und auch mit durchaus fiesen Methoden verfolgt. Da eröffnet sich ihr eine ganz neue Perspektive – die einiges an 'Spice' – an erotischer Hochspannung in ihr Leben bringt. Auch Schwiegervater Rudi ist will es noch mal wissen – schließlich muss man etwa tun, wenn man mindestens 110 Jahre alt werden will. Und das möglichst nicht allein. Bloß für Andreas Liebsten Paul ist das Leben weiterhin ein langer ruhiger Fluss. Bis er ganz zufällig entdeckt, dass seine Frau da ein paar Bedürfnisse hat, von denen er nichts ahnte und die ihn ziemlich schockieren. Es ist also wieder mal nichts leicht in Andreas Leben. Außer am Ende. Das ist natürlich happy.
Empathischer Humor und Figuren, die wir uns als Freunde wünschen
Bestseller-Autorin Susanne Fröhlich weiß einfach, wie sie uns zum Lachen bringt. Ihre klug beobachteten Geschichten aus dem ganz normalen Alltagswahnsinn treffen den Nerv der Zeit. Und Andrea Schnidt hat nicht nur das Herz am rechten Fleck, sondern am Ende auch immer die Lacher auf ihrer Seite.
Die lustige Roman-Reihe von Susanne Fröhlich ist in folgender Reihenfolge
Susanne Fröhlich ist eine deutsche Schriftstellerin und Journalistin, die hauptberuflich für den Hessischen Rundfunk arbeitet.
Susanne Fröhlich machte 1982 ihr Abitur an der Schillerschule Frankfurt. Nach abgebrochenem Jura-Studium (4 Semester) und Volontariat debütierte Fröhlich 1984 beim Hessischen Rundfunk (Hörfunk). Von 1988 bis Sommer 2007 moderierte sie das „Ausgehspiel“ in hr3. Im Fernsehen moderierte sie „Allein oder Fröhlich“, „Vorsicht Fröhlich“ oder „Wir vier“. Sie war regelmäßig Gast bei Blond am Freitag sowie in der HR-Quizshow strassen stars.
Mittlerweile hat Fröhlich mehrere Bücher veröffentlicht. „Frisch gepresst“ handelt von einer Frau namens Andrea Schnidt, die gerade Mutter wird. „Frisch gepresst“ ist der erste Roman/Hörbuch über Andrea Schnidt. Weitere sind: „Frisch gemacht“, „Familienpackung“, „Treuepunkte“ und „Lieblingstücke“. Das Buch „Jeder Fisch ist schön, wenn er an der Angel hängt“ wendet sich an weibliche Singles. In ihrem Roman „Der Tag, an dem Vater das Baby fallen ließ“ wirft die Mutter des verstorbenen Babys den Vater hinaus und beginnt eine lesbische Beziehung zur Zugehfrau. 2004 erschien Susanne Fröhlichs bisher größter Bucherfolg „Moppel-Ich“, ein Ratgeber, der sich auf humorvolle Weise mit Gewichtsproblemen auseinandersetzt. In Anlehnung an dieses Buch entstand auch ein Fernsehfilm. Im MDR Fernsehen moderiert sie die Buchsendung „Fröhlich lesen“.
Susanne Fröhlich lebt mit dem Fernsehmoderator Gert Scobel zusammen. Die beiden haben zwei Kinder.
Andrea Schnidt ist inzwischen 60 Jahre alt und mit Paul verheiratet. Zwischen Ex-Schwiegervater Rudis Longevity-Projekt, bei dem sie nur noch kalt duschen und Gemüse essen darf, Freundin Ranghilds köstlichen Torten, der Betreuung ihrer (hochbegabten?) Enkelkinder, den Ansprüchen ihrer Tochter Claudia, ihrer dementen Mutter, ihrem schwierigen Verhältnis zur großen Schwester und ihrem neuen, heimlichen Job bemüht sie sich, es allen recht zu machen. Pauls Reaktion auf die Sache mit dem Banker finde ich schlimm. Das ist kein Liebesbeweis, sondern toxisch maskulin. Und die Schwärmerei über Fleischspeisen finde ich inzwischen wirklich verstörend. Was sind eigentlich "Kalbsbäckchen"? Sind das die Wangen oder die Pobacken von einem Kuhbaby? Beide Vorstellungen tun mir in der Seele weh. Es gibt lustige Momente, in denen sie z.B. im Auto mit einem Stück Käse-Sahne diskutiert. Oder was sie im Schwimmbad erlebt, das ist meine absolute Lieblingsstelle im Buch. Es gibt sehr kluge Nebensätze, z.B. dass weniger männlicher Einfluss der ganzen Welt gut tun würde. Ich lese diese Reihe nun schon seit über 15 Jahren, bin mit Andrea Schnidt mitgewachsen, wenn auch mit etwa zehn Jahren Rückstand. Die Geschichten sind immer turbulent, nachdenklich und authentisch. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil!
Charmantes Buch mit kleinen Schwächen Ich war neu im Andrea Schnidt Universum, habe aber den Einstieg mühelos gefunden. Das Buch ist definitiv auch unabhängig von der Reihe zu lesen. Das Cover hat sich mir leider nicht erschlossen, den Hasen konnte ich in keinen Zusammenhang zur Geschichte bringen. Zum Inhalt: Andrea, 60, will nochmal richtig durchstarten und ein Buch schreiben. Dies gestaltet sich jedoch schwieriger als gedacht, vor allem die geforderten Spicy Szenen. Der Schreibstil fällt sofort auf, locker, humorvoll, immer am Puls der Zeit. Die Geschichte lebt von ihren Figuren, die mit all ihren Ecken, Kanten und liebenswerten Eigenschaften gut dargestellt sind. Die Themen sind vielfältig, so dass sich die Leser generationsübergreifend angesprochen fühlen. Kindererziehung gestern und heute, Demenz, Beziehungen, Kommunikation und Partnerschaft werden wie selbstverständlich angesprochen und geben doch so manchen Denkanstoß. Die Passagen, die sich mit der Buchautorin Andrea beschäftigen, hätten für mich etwas gestrafft werden können. Sie wirken im Vergleich zum Rest des Buches etwas langatmig, um dann am Ende im Ergebnis eher im Sande zu verlaufen. Insgesamt ein charmantes und humorvolles Buch, das mich gut unterhalten hat.
Inhalt siehe Klappentext. Ich kenne bereits die Vorgängerbände von Susanne Fröhlichs Andrea-Schnidt-Reihe, die meisten selbst gelesen, einige als Hörbuch, ein oder zwei zusätzlich bei Autorenlesungen erlebt. Man bekommt einen lockeren Schreibstil, der sich flüssig liest, passend im hessischen (oder frankfurter?) Dialekt von Rudi untermalt. Was mir bei diesem neuen Band „Ungezügelt“ direkt aufgefallen ist, sind der knallblaue Schutzumschlag mit dem süßen Häschen (dessen Bedeutung ich bis zur letzten der 288 Seiten nicht hundertprozentig herausgefunden habe, ebenso suche ich das „ungezügelte“ im Roman), welches das absolut auffällig pinke Hardcover verdeckt. Ein Lesebändchen hätte optisch noch gepasst, aber es geht auch ohne. Das Buch ist in 17 Kapitel unterteilt, ich muss sagen, das ungefähr erste Drittel hat sich für mich ziemlich gezogen. Das zweite Drittel lief schon besser, das letzte Drittel hat mir am besten gefallen. Ohne zu viel vom Inhalt zu verraten kann ich sagen, es werden Themen wie Demenz im Roman verarbeitet (leider kam mir Erika nach ihrem Auftritt eindeutig zu kurz, sie war dann einfach keine Satz mehr wert - schade). Ob man mit 60 eine Lebenskrise haben muss, die sich bei Paul in Unzufriedenheit bei der Arbeit oder im Neuversuch als Old-Romance-Autorin wie bei Andrea niederschlägt, kann ich nicht sagen, ist noch nicht meine Altersklasse. Dass man allerdings lieber maulig und anklagend durch die Gegend läuft, anstatt mit dem Partner zu reden, finde ich reichtlich kindisch, bei 60-Jährigen schon gar nicht altersgerecht. Einerseits witzig und pfiffig, andererseits auch ein wenig übergriffig erscheint mit Rudis Neustart mit 90 zu Longevity - Lebensverlängerung (oder -verjüngung?) um jeden Preis. Kann man, muss man aber nicht. Und last but not least, der ewige Konkurrenzkampf der beiden Omas Andrea und Thermomix-Tamara um die Enkelkinder Halvar und Holbeinn (zwei Zungenbrecher ohnegleichen, wenn man die Namen nicht kennt, das wird ein Spaß in der Kita!). Tochter Claudia ist eine anstrengende Helikoptermami und der hochbegabte Emil will es sowohl seiner Frau als auch seiner Mutter recht machen - beide denken dabei, so sehe ich es, nicht wirklich an ihre eigenen Sprößlinge. Wie gesagt, das Buch lässt sich flüssig lesen, das Demenz-Thema hat mich am meisten interessiert, auch wenn es irgendwann einfach ad acta gelegt wurde, gefolgt vom Leben, Arbeiten und Sein im Café Taubenschlag, wo Mensch einfach Mensch sein darf. Eine schöne Vorstellung, dass „Alte“ hier eine Beschäftigung finden, um nicht auf dem Sofa einzugehen. Ansonsten muss ich sagen, der Kinderknatsch war mir teilweise zu anstrengend, die Beziehung zwischen Paul und Andrea arg angespannt, einzig Birgit ist lockerer geworden, wenn man zurückblickt. Und Andreas Buchthema war für mich nicht wirklich greifbar, diese krampfhafte Suche im Netz - reicht zum Querlesen. Alles in allem recht nette Unterhaltung, für die ich heute 3 Sterne gebe, ich habe schon ansprechendere Romane der Autorin gelesen. Vielleicht ist beim 13. Band auch Frau Schnidts Zeit einfach mal abgelaufen?
Der dreizehnte Roman um die Kult-Heldin Andrea Schnidt ist tatsächlich der erste für mich, wird aber – so Susanne Fröhlich die Reihe fortsetzt – bestimmt nicht der letze sein. Man kann also ruhig mittendrin einsteigen, was ich an Reihen sehr schätze.
Nun habe auch ich Bekanntschaft mit Andrea Schnidt mitsamt Familie und ihrem näheren Umfeld gemacht. Es waren launige Lesestunden, zuweilen habe geschmunzelt, an anderer Stelle laut gelacht und auch habe ich mich so manches Mal gewundert. Über diese/n und jene/n, über gar exotisch anmutende Vornamen, über einen 90jährigen, der dem Fitnesswahn erlegen ist. Heutzutage ist das Longevity, also ein ausgetüfteltes Programm, das Langlebigkeit verspricht. All dies und noch so einiges mehr habe ich mir genussvoll - im übertragenen Sinne - auf der Zunge zergehen lassen.
Ich kenne, wie oben schon erwähnt, die Vorgängerbände nicht, werde aber so nach und nach in ihre Familiengeschichte eingeweiht. Sie ist mit Paul verheiratet, hat mit ihrem Ex zwei erwachsene Kinder und vor allem ihre Tochter Claudia ist es, die zuweilen die Hilfe der Omas gerne mal in Anspruch nimmt. Halvar und Kolbeinn, ihr Nachwuchs, werden mit Sack und Pack angeliefert, garniert mit einer ellenlangen Verhaltensliste, dazu gehört unter anderem zwingend, alles Süße vor den Kindern fernzuhalten (der ältere ist gerade mal fünf, Kolbeinn noch im Babyalter). Nun, Andrea ist eine ganz normale Oma, wie ich finde. Nicht nur die andere Oma bescheinigt dem Baby hohe Intelligenz, was bei ihr in der Familie zu liegen scheint, auch die Eltern des hochbegabten Kindes sind dieser Meinung.
Es geht heiß her, Andrea versucht sich in einem Job, der ihr so einiges an Recherche abverlangt. Blöd nur, dass nicht alle eingeweiht sind. Ein Wochenendtrip gestaltet sich so ganz anders als erwartet, es ist herrlich schräg, zuweilen überzeichnet, manch Sequenz macht auch nachdenklich. Der witzig-spritzige Schreibstil zieht sich durchs Buch, man findet sich in so manch Situation selber wieder, Susanne Fröhlich beobachtet genau - sie spitzt zu, sie stellt den ganz normalen Alltagswahnsinn überdeutlich dar.
„Ungezügelt“ ist ein Buch, das sich wegliest wie nix. Unterhaltsam, komisch, dann auch mal ernst. Eine Rivalität der Omas, die um den Titel „Oma des Jahres“ konkurrieren, habe ich allerdings nicht festgestellt. Eher sind es zwei ganz und gar unterschiedliche Persönlichkeiten, die jede für sich ihren ganz eigenen Blick auf die Enkelkinder (und auf sich selber) haben. Wer kurzweile Unterhaltung sucht, einfach mal abschalten will, ist hier richtig.
Endlich ist Andrea Schnidt wieder da – mittlerweile über 60 Jahre und noch gar nicht bereit, alles etwas ruhiger anzugehen. Ihr Mann Paul, Schwiegervater Rudi und die Enkelkinder Halvar und Kolbeinn hätte sie ja eigentlich genug zu tun – aber war es das dann ? Absolut nicht, denn Andrea hat eine ungezügelte Idee – Spicy Romane schreiben….aber wo kommt der ganze Spice her ? Das ist die Frage, die Andrea umtreibt und so in viele – wie gewohnt – peinliche Situationen schlittert. Der Schreibstil von Susanne Fröhlich ist leicht und flüssig und so gelingt der Einstieg in die Geschichte unserer nun etwas älter gewordene Alltagsheldin Andrea Schnidt ganz einfach ( man muss die vorherigen Bände nicht zwingend gelesen haben, aber ich mag es, die Figur wachsen zu sehen ). Witzig, mit Humor und viel Selbstironie meistert Andrea die nächsten Abenteuer und Susanne Fröhlich lässt den Leser/ die Leserin ganz in die Geschichte eintauchen. Charmant beschreibt die Autorin, wie sich Vieles verändert, wenn man die 60 überschritten hat und dass es auch mal lohnt, Fehler mit einzukalkulieren – Shit happens, das zeigt Andrea Schnidt auf jeden Fall. Dass das Leben trotzdem rasant, schön und keineswegs langweilig sein muss, das vermittelt die Autorin mit ihrem neuesten Buch „Ungezügelt“ auf jeden Fall : ein bisschen spice kann man in jedem Alter haben. Ein toller Roman, den ich fast in einem Rutsch weggelesen habe, weil ich ihn kaum zur Seite legen konnte – eine absolute Empfehlung von mir !!!
3,5 die ersten Seiten waren zäh und dachte kurz, sie seien mit KI geschrieben. Nen bisschen flapsig geschrieben und zuuu viele Rückblicke. Aber ab Seite 100 war das Andrea-Feeling da und zum Glück gab es am Ende noch n bisschen Mark. Lustig wie immer und wie immer gespannt, wie es weiter geht 💕
Ich habe in meinen Teenagerjahren mit dieser Buchreihe begonnen, daher sind mir diese Charaktere ans Herz gewachsen. Ohne die Vorgeschichte würde ich heute vermutlich nicht mehr voll den Zugang finden. Nichtsdestotrotz ist es ein unterhaltsames, nettes und stellenweise amüsantes Buch.
Ein Buch aus der Andrea Schnidt Reihe, wieder sehr unterhaltsam. Obwohl wieder viele lustige Passagen dabei waren, fand ich Story nicht ganz so gut wie in den Vorgängerbüchern.