Seit er die Tasse »Bester Papa der Welt« bekam, steht Daniel unter Druck, sich dieses Titels würdig zu erweisen. Da das Leben seiner sechsjährigen Tochter aber nicht nur aus Überraschungseiern, Achterbahn und Quatschmachen besteht, sieht er sich mit einer verrückten Aufgabe Erziehung.
Zu allem Überfluss bricht in seiner deutsch-türkischen Familie ein Kampf um den Titel »Lieblingsoma« aus, mit hohen Einsä auf der einen Seite Lebensversicherung, Bioprodukte und pädagogisches Lernspielzeug, auf der anderen Seite Glitzerklamotten, Barbiepuppen und minutenlanges Knuddeln.
Auch beruflich steht Daniel unter Druck, denn er soll als Ghostwriter die Biografie seines Kindheitsidols schreiben. Leider zieht der ehemalige Bond-Bösewicht Shitstorms geradezu magisch an …
In all dem Chaos stellt Daniel plötzlich fest, dass er und seine Frau sehr wenig Zeit füreinander Zum Ausgleich plant er das spektakulärste Date in der Geschichte ehelicher Romantik – und beweist, dass akribische Vorbereitung der Schlüssel zu einem erfüllten Liebesleben ist. Oder etwa nicht?
Ok ich habe das Buch alleine wegen dem Titel angehört. Es ist normalerweise nicht meine Richtung oder Genre, nichts was ich unter anderen Umständen zu gegriffen hätte, ABER es war einfach sooo lustig!! Ich hatte wirklich unheimlich viel Spaß beim lesen.
Der Humor ist grandios, es ist flüssig geschrieben, es passiert viel und ist einfach Entertainment pur. Die Stimmen sind grandios beim Hörbuch! Es passt alles und die Gedanken sind so nachvollziehbar, wenn auch ein wenig dramatisiert natürlich. Es spiegelt Elternschaft sehr gut mit ein wenig Übertreibung und dennoch kann sich jeder wohl irgendwie wiedererkennen. Noch dazu fand ich die Idee und auch das gesamte große Ganze wirklich einfach eine flüssige, amüsante und doch gute Story!
Ich bin zwiegespalten, was das Buch angeht. An einigen Stellen empfand ich es als sehr humorvoll und lustig, insbesondere die türkisch-deutsche Familienzusammensetzung. Dann wiederum hatte das Buch aber auch einige Passagen, die auf mich wirkten, als ob sie zwanghaft lustig sein sollten. Ganz gepackt hat mich das Buch daher nicht. Positiv empfand ich die Beschreibung der Charaktere in dem Buch, diese konnte ich mich doch sehr gut vorstellen. Es wird sicher nicht wenige geben, die die Geschichte als sehr gelungen wahrnehmen, für mich war es das an einigen Stellen nicht. Daher "nur" ein mittelmäßiges Fazit meinerseits.
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Moritz Netenjakob ist mit "Der beste Papa der Welt" ein sehr witziger, pointenreicher Roman gelungen. Dabei sind die Themen deutlich vielfältiger, als es der Titel oder gar das furchtbare Cover vermuten lassen. Es ist eben nicht nur die Familie, die hier eine Rolle spielt. Die interessanteren Ereignisse sind diejenigen, die mit Fragen von Kultur oder Kulturkampf zu tun haben. Schön, dass es Bücher gibt, die sich auf intelligente und humorvolle Weise damit beschäftigen.