Was für ein tolles Buch! „1000 letzte Dates“ hat mich mehrmals zum lauten Lachen gebracht und das will schon was heißen, denn selten sorgt ein Buch für solche Lachanfälle! Anna Dushime nimmt uns mit auf ihre Reise zurück ins Dating-Leben und lässt uns an ihren chaotischen, aber oft auch unglaublich lustigen Erlebnissen teilhaben. Dabei sind ihre Dates nicht nur skurril, sondern auch voller selbstironischer Momente und tieferer Erkenntnisse.
Anna ist 36, nach einer langen Beziehung und einem Kind frisch getrennt und, naiv wie es nur geht, auf der Jagd nach der Liebe. Dabei hat sie keine Ahnung, was „Ghosting“, „Polyamorie“ oder die neuesten Dating-Apps überhaupt bedeuten. Und genau das ist es, was „1000 letzte Dates“ so authentisch und unterhaltsam macht. Anna ist kein unfehlbares Dating-Wunder, sie ist wie wir: ungeschickt, manchmal verzweifelt, aber immer mit einem humorvollen Blick auf ihre eigenen Misserfolge und Erlebnisse.
Was das Buch für mich besonders gemacht hat, war, wie sehr ich mich immer wieder selbst in Annas Gedanken und Handlungen wiedergefunden habe. Da gibt es diese seltsamen, peinlichen Dates, die einfach zum Schmunzeln einladen, aber auch die tiefere Frage, was man wirklich von einem Partner erwartet und wie sich die eigenen Wünsche über die Jahre verändern. Und dann dieser Twist zu Essen Kray! Ich hab’s direkt geahnt, als sie davon erzählt hat und das hat mir wirklich ein breites Grinsen auf die Lippen gezaubert, weil ich selbst in der Nähe wohne. Anna schafft es, mit kleinen, regionalen Details so viele Aha-Momente zu erzeugen, die ihre Erlebnisse noch persönlicher und nachvollziehbarer und nahbarer machen.
Natürlich sind die ganzen Dating-Erfahrungen auch ein Spiegel unserer modernen Dating-Kultur, in der man ständig zwischen Enttäuschungen, „Fuckboys“ und Missverständnissen hin- und herpendelt. Der Humor, mit dem Anna diese Erlebnisse beschreibt, ist so ehrlich und schonungslos, dass man manchmal denkt: „Ja, genau so läuft es heutzutage wirklich.“ Dabei geht es nie nur um das Aufeinandertreffen der unterschiedlichsten Charaktere, sondern auch darum, sich selbst im Chaos des modernen Datings neu zu entdecken und das auf eine unfassbar witzige Weise!
Ein Highlight sind auch die vielen kleinen, philosophischen Fragen, die Anna immer wieder aufwirft: Ist die Bindungsangst meiner Generation wirklich so groß? Warum suchen wir eigentlich so verzweifelt nach dem „Traummann“? Und was hat es eigentlich mit den ganzen seltsamen Date-Orten auf sich? Die Antworten darauf bleiben zwar vage, aber das macht das Buch gerade so spannend. Es geht nicht nur um die Suche nach Liebe, sondern auch um die Frage, was wir über uns selbst herausfinden, während wir uns in die seltsamsten Date-Situationen stürzen.
Fazit:
„1000 letzte Dates“ ist ein absolutes Highlight für alle, die sich in den Dschungel des modernen Datings wagen (oder auch nicht wagen wollen). Das Buch ist mit Humor, Charme und einer gesunden Portion Selbstironie geschrieben und lässt einen immer wieder schmunzeln, während es gleichzeitig die Fragen des Lebens aufwirft, die wir uns oft nicht zu stellen trauen. Anna Dushime hat mit diesem Werk nicht nur das Dating der Gegenwart perfekt eingefangen, sondern uns auch eine Geschichte geliefert, bei der wir uns selbst und unsere eigenen Dating-Erlebnisse nie wieder ganz so ernst nehmen werden.
Ein absolutes Lese-Highlight, das mich begeistert hat – 5 Sterne, ohne Frage! Ein Muss für alle, die das moderne Liebesleben mit einem guten Lachen betrachten wollen.