Empathie gilt als höchste Kunst des Miteinanders. Trotzdem scheint sie der gegenwärtigen Debattenkultur abhanden gekommen zu sein. Im digitalen survival of the fittest beschäftigen sich alle mit allem, vorrangig jedoch mit sich selbst. Meinungen werden absolut, Zwischentöne unmöglich.
Warum wir wieder lernen müssen, empathisch zu sein - oder zumindest mehr empathische Egoisten brauchen -, erzählt Yasmine M’Barek in I FEEL YOU. Von relatable content auf Instagram über den Zusammenhang von Empathie und Kapitalismus bis zum Tod der Mit Schärfe, Humor und analytischer Klarheit plädiert Yasmine M’Barek für ein gesellschaftliches Wiederentdecken der Empathie - politisch, privat und popkulturell.
yasmine!!!! von hollister jeans tragenden mittelstufen bullys bis hin zur frage wie viel empathie man mit afd wählenden haben sollte, das kann wohl nur dieses girl! so schlau, lustig & real ✨💫
Sehr amüsant, aber ich hatte das Gefühl, das viel über einzelne Themen geschrieben wurde, aber letztendlich nicht so viel Richtiges rausgekommen ist. Es war trotzdem ein nettes Buch.
ahhhh, Yasmine, i see where you’re coming from, aber irgendwie war es mir zu wenig :-( fand die ansätze toll, aber irgendwie streiften die alle nur an der oberfläche.
“empathie ist keine angeborene fähigkeit, die man entweder hat oder eben nicht. empathie ist viel bedeutender und inklusiver, denn sie ist lernbar, gefühliger — also auch je nach situation intuitiv ausübbar — und beruht vielmehr auf dem wollen als auf dem können.”
von essays bin ich großer fan, und so habe ich mich auch auf die in i feel you gefreut. erst recht, wenn sie in der art und weise aufgebaut werden, wie yasmine m’barek es hier geschafft hat.
auf eine humorvolle und doch differenzierte art werden politische und popkulturelle themen betrachtet und regen zum nachdenken an. die ansätze fand ich super spannend, hätte mir stellenweise jedoch eine more in-depth betrachtung gewünscht.
Das an zwei Tagen in drei Zügen zu lesen, spricht schon sehr für das (wenn auch kurze) Buch! Ich liebe ja Essays sowieso, wenn sie dann Aktualität, Gesellschaft Politik und Pop-Kultur verbinden, count me in. Und wenn man 2-3 oder auch 20+ Podcast-Folgen mit Yasmine M'Barek gehört hat und praktisch ihre Stimme hören kann beim Lesen, umso besser.
⊹ Verhärtete Fronten stärken den Individualismus und rauben die Hoffnung auf ein gutes gesellschaftliches Miteinander. Davon müssen wir empathischerweise wegkommen. Denn retten kann uns bei alldem nur noch das kollektive Erlernen und die Wiederentdeckung der Empathie - politisch, privat und popkulturell.
Es gibt Hoffnung: Empathie kann man lernen! Wie das geht, welche Arten der Empathie wir unterscheiden und warum sie überhaupt so wichtig ist, das erklärt Yasmine M‘Barek in dieser sehr launig geschriebenen, gut verständlichen und vor allem auch nachvollziehbaren Essaysammlung.
Was ist Empathie und was kann und sollte sie leisten? Diesen Fragen geht die Autorin in fünf Essays nach, in denen sie Empathie in verschiedenen sozialen Kontexten beleuchtet. Sie erhebt dabei keinen Anspruch auf Vollständigkeit und vermittelt trotzdem ein gut erkennbares Bild ihrer Haltung: Empathie ist nicht das in zahlreichen Jobcoachings beschworene Allheilmittel, in fähigen Händen aber ein wertvolles Werkzeug für soziale Verträglichkeit und gesellschaftlichen Frieden. Das Rad wird hier nicht neu erfunden – dennoch konnte ich aus jedem Essay mindestens eine Kleinigkeit mitnehmen.
Ganz gut geschrieben, wichtige Themen werden aufgegriffen, für mich aber leider nicht wirklich was Neues mit dabei. Konnte bei vielen Punkten mitgehen aber nicht bei allen. Besonders beim Punkt Idole worshippen…Ich persönlich bin der Meinung, dass wir keine Menschen worshippen sollten, vor allem nicht in der Pop Szene.
mhm. die meisten sachen sind ja eher so mittel. das buch auch. irgendwie raff ich nicht worums genau geht und wie empathie jetzt ausm kleinen ins politische kommen soll. aber yasmine m‘barek auf jeden krass schlau und witzig und vermutlich versteh ich’s auch einfach nicht so richtig
Unglaublich differenziert, zum nachdenken anregende Essay Sammlung. Ich fand manche Kapitel „besser“ als andere, würde bei manchen Standpunkten mehr mitgehen als bei anderen, aber das mindert das Lesevergnügen um kein bisschen. (Ganz verstanden, was Empathie mit Lästern zu tun hat, habe ich aber nicht; lol) Letzten Endes sind es ja vielleicht gerade die abweichenden Meinungen zu eigenen, die Entwicklung ermöglichen. Leseempfehlung! (Einzig den Preis finde ich für so ein dünnes Büchlein leider nicht gerechtfertigt, aber naja)
An sich finde ich ist das Buch echt gut geschrieben und bringt einem Politische Situation näher. Ich denke ich hab das Buch nur zu einer falschen Zeit gelesen, da ich das gesagt nicht wirklich aufnehmen konnte. Deshalb kriegt es 3 Sterne, kann mir aber auch vorstellen dass es für andere 4 Sterne wären
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da ich etwa in yasmines alter bin, bereits viele ihrer inhalte konsumiere und weiß, dass wir in etwa ähnliche einstellungen, meinungen und tiktok-algorithmen haben, muss ich aber sagen, dass wenig aus diesem buch besonders neu für mich war. es war aber dennoch hoffnungsstiftend und informativ und da ich yasmines haltungen meist generell sehr wertschätze, habe ich es gerne gelesen. und wenn ich 10-20 jahre älter und nicht chronisch online wäre, hätte ich sicherlich sehr viele neue gedanken und impulse mitgenommen (und wäre vielleicht von dem ein oder anderen „hurensohn“ schockiert gewesen, danke für die referenz 🤝🏻).
Grundsätzlich behandelt das Buch ein wichtiges und aktuelles Thema. Einige Gedanken fand ich durchaus interessant, vor allem dort, wo mir die Autorin eine neue Perspektive auf Empathie eröffnet hat. An manchen Stellen konnte ich mich selbst wiedererkennen, insbesondere bei den Beschreibungen der Blicke und Bewertungen, die man im Alltag von anderen Menschen wahrnimmt. Trotzdem hat mich das Buch insgesamt nur bedingt überzeugt. Nicht alle Gedankengänge der Autorin waren für mich gut nachvollziehbar.
Als eine Person, die Yasmine M'Barek leidenschaftlich auf allen möglichen sozialen Medien verfolgt, habe ich dieses Buch mit Freude gelesen. Stilistisch frech, manchmal jedoch etwas zu sehr gewollt, und sehr witzig. An manchen Stellen hatte ich das Gefühl, dass das Buch gefühlt zur Hälfte aus Arendt references besteht, aber honestly I don't mind. Die Kapitalismus-Kritik, die sie in vielen Kapiteln übt, ist meiner Meinung nach aber einfach Sozialstaatskritik, wie so häufig. Es sind Probleme, die vielleicht durch kapitalistische Strukturen befeuert, aber durch eine gute Sozialpolitik ebenso gut wieder gelöst werden könnten. Vielleicht muss sie das schreiben, um ihrem urbanen primären Mitte-links-Publikum, das sich selber viel weiter links identifizieren würde, zu gefallen. Dennoch tolles Buch mit vielen guten Denkanstößen und einer angenehmen Erzählweise! 10/10 would read again.
Sehr interessantes Buch, mit wirklich tollen Denkansätzen, aber mir stellenweise etwas zu wirr geschrieben. Selten so viele Sätze in Klammern gelesen, die den Flow komplett rausnehmen. Wenn etwas wichtig genug ist, um einen Satz zu unterbrechen, dann bitte lieber natürlich als eigenen Satz einbauen.