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Der Tote am Sandstrand

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Mit einem solch heiklen Fall hat Kommissarin Hannah Bülow nicht gerechnet, als sie in ihre Heimat Ostersande zurückkehrt. Frisch verwitwet will sie an der Wismarer Bucht ihr Leben neu ordnen und für ihren Vater sorgen. Ihr Dienst in der Polizeiwache, wo ihre alte Freundin Constanze Chefin ist, beginnt betulich. Dann wird der Psychiater einer nahen Klinik erschlagen am Strand aufgefunden. Bei ihm eine kryptische Notiz, die den Missbrauch einer Patientin nahelegt. Ein Rachemord? Die Ermittlungen führen Hannah und Constanze zurück in den Sommer 1993, als sie an einem Bootsunglück beteiligt waren. War es womöglich keine gute Idee, nach Ostersande zurückzukehren? Die Geister der Vergangenheit ruhen nie.

497 pages, Kindle Edition

Published September 26, 2025

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Nina Ohlandt

28 books13 followers

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Displaying 1 - 12 of 12 reviews
Profile Image for Katrina.
154 reviews5 followers
October 6, 2025
Im Auftakt der Reihe Mörderische Briese - Der Tote am Sandstrand folgen wir Hannah Bülow die in ihre Heimat zurückkehrt um dort als Polizeileitung zu arbeiten. Quasi sofort wird die Leiche eines alten Bekannten gefunden und Hannah stürzt sich in die Ermittlungen.

Ein unterhaltsamer Krimi der einen mit an die Ostseeküste nimmt. Leider ist mir der Schreibstil nicht kohärent genug, es gibt immer mal wieder kleine Lücken und andere Sachen sind etwas zu konstruiert. Nichtsdestotrotz macht man nichts falsch mit diesem Krimi.
Profile Image for Claudia Stückner.
642 reviews5 followers
October 17, 2025
"Du kannst nicht zurückgehen und den Anfang ändern, aber du kannst dort beginnen, wo du bist und das Ende ändern." (C. S. Lewis)
Nach dem viel zu frühen Tod ihres Ehemannes kehrt Hannah Bülow in ihre Heimatstadt Ostersande zurück. Der Ort, wo sie ihre Kindheit verbracht hat und im Sommer 1993 ein Bootsunglück geschah, für das sie sich noch heute die Schuld gibt. Nun will sie sich außerdem um ihren Vater kümmern, wenn er es denn zulässt. Mit ihrer Chefin Constanze Grotewohl verbindet sie eine alte Freundschaft. Constanze war unmittelbar von dem damaligen Unglück betroffen. Kurz nach ihrer Ankunft in Ostersande wird der Psychiater einer nahegelegenen Klinik tot am Strand aufgefunden. War es ein Unfall oder gar Mord? Eine bei ihm vorgefundene eigenwillige Nachricht lässt eher auf einen Rachemord schließen. Kommissar Grewe und Mara Abedi Steyn von der Kriminalpolizei Wismar führen Ermittlungen in sämtliche Richtungen durch und erhalten dabei Unterstützung von Hannah. Die Dämonen aus der Vergangenheit schleichen sich wieder in Hannahs Träume, und man findet einen zweiten Toten.

Meine Meinung:
Mit dieser frischen Reihe zaubert uns der Autor, der Nina Ohlandts Geschichten weiterführt, ein Lächeln ins Gesicht. Anfänglich ging ich davon aus, dass die Idee von ihm selbst stamme; jedoch lässt sich diese offenbar auf die verstorbene Autorin zurückführen. Entsprechend der Vorgehensweise bei Kommissar John Benthien wird auch in diesem Fall ein signifikanter Schwerpunkt auf die Analyse einzelner Details und die Durchführung von Ermittlungen gelegt. Darüber hinaus werden den Lesern erneut vielfältige Einblicke in das Privatleben der Ermittler gewährt, wobei der Fokus insbesondere auf Hannah Bülow liegt. Da sie vom Vater nicht gerade freudestrahlend empfangen wird, hegt Hannah erste Zweifel daran, ob die Rückkehr in die alte Heimat die richtige Entscheidung war. Vor über 20 Jahren hat ein Bootsunglück die beiden entzweit und einen Keil zwischen sie getrieben. Mit dem Tod ihrer Mutter manifestieren sich bei ihrem Vater zunehmend auffällige Verhaltensänderungen. Auch dies stellt einen der Gründe dar, weshalb sie zurückgekehrt ist. Wer hätte damals erwartet, dass sie und Constanze eine Laufbahn bei der Polizei einschlagen würden? Hannah zeigt sich tief erschüttert über den Tod des Psychiaters und Jugendfreunds Philip Langmar. Im Rahmen dieses Kriminalfalls erfolgt eine wiederholte Rekonstruktion der Vergangenheit und des damaligen Bootsunglücks. Während Hannah die junge Kriminalbeamtin Mara unterstützt, sieht sich Kommissar Grewe wiederholt mit der Verantwortung für die Pflege seiner erkrankten Kinder konfrontiert. Dadurch erhält man ebenfalls zahlreiche Informationen über sein Familienleben. Maras hingegen bleibt meist im Schatten, kaum sichtbar oder sogar ganz verborgen. Aber was jetzt nicht da ist, kann vielleicht im nächsten Band noch kommen. Obgleich Julian, der Bruder von Philips, als vermisst gilt, gewinnt er zunehmend an Bedeutung im Kreis der Verdächtigen. Ebenso ist Julians Kollege Fleming zu nennen, der ihn am Strand aufgefunden hat. Bereits zu Beginn erscheint das Verhalten von Constanze auffällig. Es stellt sich die Frage, ob dies mit dem kürzlich erfolgten Bootsunfall in Verbindung steht. Sind bei ihr erneut die Erinnerungen und Verletzungen aus der Vergangenheit aufgetaucht? Für mich stellt dies einen gelungenen Auftakt dar, der jedoch noch Entwicklungspotenzial aufweist. Die Kooperation zwischen Hannah und der Kriminalpolizei erscheint mir insofern bemerkenswert, als eine derartige Zusammenarbeit im realen Kontext üblicherweise nicht existiert. Der Vater-Tochter-Zwist nach über 20 Jahren? Das ist doch ein bisschen viel Drama, vor allem wenn man bedenkt, dass Hannah kaum Schuld an dem Unglück hat. Im Verlauf des Leseprozesses entwickelte sich bei mir eine gewisse Vorahnung, dennoch vermochte der Autor mich zu überraschen. Das an der Ostsee angesiedelte Setting hat mir gut gefallen, wobei insbesondere die detaillierte Ausarbeitung der Ermittlungen hervorzuheben ist. Mit großer Vorfreude blicke ich auf Band 2 und vergebe ihm 4,5 Sterne.
Profile Image for Magnolia .
634 reviews3 followers
October 6, 2025
Gelungener Auftaktband

„Der Tote am Sandstrand“ ist der Auftaktband der neuen Reihe „Mörderische Brise“ nach einer Idee von Nina Ohlandt, deren Konzept sowie das Figurenensemble Jan F. Wielpütz aus ihrem Nachlass aufgegriffen und so den Ostsee-Krimi um die Hauptfigur Hannah Bülow mit Leben gefüllt hat. In vier Teilen gibt er den Ermittlungen rund um den Toten Raum, dabei ploppt das Geschehen im Sommer 1993 immer wieder auf, das bei diesem Kriminalfall von Bedeutung sein könnte.

Die Kommissarin Hannah Bülow kehrt nach einem privaten Schicksalsschlag in ihre alte Heimat Ostersande zurück. Dort wohnt sie bei ihrem Vater, was für beide nicht gerade einfach ist. Bevor sie in der Polizeiwache ankommt, wird sie erst mal von den beiden Polizisten Hansen und Diekfoß wegen der überfälligen TÜV-Plakette zurechtgewiesen, unterwegs trifft sie noch auf ihren alten Freund Philip Langmar, der in der nahen psychiatrischen Klinik als Psychiater und Psychotherapeut arbeitet und ihre gute Freundin Constanze, die von nun an ihre unmittelbar Vorgesetzte ist, hat sie mit offenen Armen empfangen – soweit ist alles bestens. Bis die erste Leiche am Sandstrand gefunden wird…

…denn dieser Leichenfund gibt mehr als genug Rätsel auf. Bei dem Toten wird ein Zettel mit einer obskuren Notiz gefunden, die ein schlechtes Licht auf ihn wirft. Bei dem einen Toten bleibt es nicht, es folgen mehrere Todesfälle, bei denen man nicht weiß, ob es sich um einen Unglücksfall oder doch um Mord handelt.

Zwischendurch geht der Blick zurück ins Jahr 1993. In diesem Sommer geschah ein Bootsunglück, in das die damalige Clique um Hannah und Constanze verwickelt war, das zwar damals geklärt wurde, das aber dennoch seinen langen Schatten bis zum Heute wirft.

Der durchaus launige Einstieg mit Hannah und den beiden übereifrigen Polizisten ist gelungen, bald jedoch folgt für sie und ihre Kollegen die Ernüchterung, denn trotz akribischer Kleinarbeit und Zeugenbefragung wird es immer verworrener. Hannah arbeitet mit der Kripo Wismar zusammen, es geht um eine geheimnisvolle Patientenakte, um Rivalitäten und so mancher verstrickt sich in Widersprüche. Es passiert noch so einiges mehr, es ist und bleibt bis zum Schluss spannend. Wobei so einige Ungereimtheiten diesen ersten Fall der Mörderischen Brise begleiten und die Auflösung dann ist für meine Begriffe nicht ganz rund. Den Charakteren, allen voran Hannah, nehme ich ihre Persönlichkeit durchaus ab, sie haben alle ihre Eigenarten, sind nett oder auch nicht – so wie es im Leben eben ist.

Der Auftaktband der Mörderischen Brise, die an der Ostsee weht, ist bis auf einige schon erwähnte Unzulänglichkeiten gelungen und nun bin ich auf den nächsten Fall gespannt, den Hannah Bülow mithilfe ihrer Kollegen zu lösen hat.
503 reviews2 followers
October 6, 2025
Nach dem Tod ihres Mannes zieht die Hauptkommissarin Hannah Bülow von Münster zurück in ihre Heimat nach Ostersande. Ihre Freundin Constanze ist dort Leiterin der Ortswache und hat ihr eine Posten als Gruppenleiterin angeboten. Sie zieht erst einmal zu ihrem Vater, der gar nicht glücklich darüber ist, denn er hat ihr den Unfall vor vielen Jahren noch nicht verziehen. Gleich am ersten Tag trifft Hannah auch auf ihre Jugendliebe Phillip, der jetzt Psychologe an der heimischen Klinik ist. Der erste Tag verläuft recht eintönig, bis man eine männliche Leiche am Strand findet. Es ist Phillip und es könnte ein Unfall oder ein Mord sein. Die Kripo aus Rostock übernimmt den Fall und Constanze ermuntert Hannah sich an den Ermittlungen zu beteiligen. Der Rostocker Kollegen ist das ganz recht, haben sie doch damit eine Einheimische Polizistin mit an Bord. Dieser ist für Hannah besonders, da sie doch immer wieder mit ihrer Vergangenheit konfrontiert wird.
„Mörderische Brise – der Tote am Sandstrand“ ist eine neue Reihe, die Nina Ohlandt vor ihrem Tod noch konzipiert hat und nun von Jan F. Wielpütz fortgeschrieben wird. Es ist eine sehr interessant Hauptfigur, die hier im Mittelpunkt steht. Denn Hannah Bülow kehrt zurück in den Ort, in dem sie aufgewachsen ist und in dem ein großes Unglück immer noch als Schatten über ihr liegt. Sie hat damals durch einen Unfall eine Freundin verloren. Das Cover zeigt eine Szene, wohl vom Ostseestrand, dass ein wenig die Atmosphäre der Region, in der der Krimi spielt, widerspiegelt. Sehr behutsam wird beschrieben, wie sie sich in dem Ort wieder eingewöhnt, denn man kann das Gefühl nicht loswerden, das sie unter Beobachtung steht. Da wäre natürlich ihr Vater, der ihr den Unfall noch nicht verziehen hat und auch nicht möchte, dass seine Tochter sein Leben umkrempelt. Und dann natürlich Constanze, die sie mit einem Posten versorgt hat, aber auch vom Unfall gezeichnet ist. Der Autor beschreibt, wie sie sich langsam, aber sicher wieder einlebt auch unterstützt durch den Fall und die beiden Rostocker Kripobeamten. Die Spannung in dem Krimi steigt von Abschnitt zu Abschnitt und die Story hat auch noch einiges an Überraschungen parat, die dem Krimi auch guttun, Der Spannungsbogen wird sehr gut bis zum Ende entwickelt Die Sprache ist sehr bildhaft, so dass es mir als Leser gut gelingt mich in den Roman einzuschwingen.
Ich finde den ersten Band mit der neues Ermittlerin sehr gelungen. Es ist spannend und auch die regionalen Besonderheiten finden ihren Platz. Ich finde die Hauptfiguren gut eingeführt und erwarte weitere spannende Fälle. Der erste ist ja schon angekündigt.
591 reviews5 followers
October 18, 2025
Gelungener Serienauftakt mit sympathischen Ermittlern

Buchmeinung zu Nina Ohlandt und Jan F. Wielpütz – »Der Tote am Sandstrand«

»Der Tote am Sandstrand« ist ein Kriminalroman von Nina Ohlandt und Jan F. Wielpütz, der 2025 bei Lübbe erschienen ist.

Zum Autor:
Nina Ohlandt, ausgebildete Sprachlehrerin, arbeitete in vielen Berufen, bis sie zu ihrer wahren Berufung zurückfand: dem Krimischreiben. Ihre Nordsee-Krimireihe mit John Benthien als ermittelnden Kommissar war sensationell erfolgreich. Nina Ohlandt starb im Dezember 2020.
Die Krimireihe der 2020 verstorbenen Autorin Nina Ohlandt wird von Jan F. Wielpütz fortgesetzt, der als Verlagslektor Krimi- und Thrillerautoren betreute und - teils unter Pseudonym - mehrere Bücher veröffentlichte, die auf der SPIEGEL-Bestsellerliste standen.

Zum Inhalt:
Frisch verwitwet kehrt Kommissarin Hannah Bülow in ihr Heimatdorf Ostersande zurück. Kurz darauf wird ein Psychiater, den sie seit ihrer Jugend kannte, erschlagen am Strand aufgefunden. Zusammen mit der Kriminalpolizei aus Wismar beginnt sie zu ermitteln.

Meine Meinung:
Neben dem Kriminalfall spielen persönliche Angelegenheiten der Kommissarin eine gewichtige Rolle. Bei einem Bootsunglück war 1993 eine Jugendfreundin von Hannah gestorben und ihr Vater gibt ihr eine Mitschuld daran. Sukzessive erfährt der Leser mehr über die damaligen Geschehnisse und in der Jetztzeit gibt es einen zweiten Todesfall. Außerdem versucht Hannah das Verhältnis zu ihrem Vater zu verbessern. Lange Zeit ist nicht klar, ob die beiden Morde mit dem Unglück von 1993 zusammenhänge, denn es gibt auch aktuelle Motive.
Hannah ist Dorfpolizistin und der Autor bemüht sich sehr, Hannahs Mitarbeit an den Ermittlungen zu legitimieren. Die beiden Wismarer Kollegen scheinen Hannahs Hilfe zu brauchen, zeigen sich aber im weiteren Verlauf als kompetente Ermittler. Mir hat der angenehm zu lesende ruhige Schreibstil sehr gut gefallen, da er auch atmosphärisch wirkt. Auch die Figurenzeichnung konnte mich mit vielen Grautönen überzeugen. Die Handlung war komplex mit einigen Überraschungen. Einzig die vielen Nebenhandlungen taten dem Spannungsbild nicht immer gut. Am Ende zog das Tempo deutlich an und es gab einen passenden Showdown. Der aktuelle Fall und die Geschehnisse in der Vergangenheit wurden vollständig und nachvollziehbar aufgelöst.

Fazit:
Mir hat dieser Serienauftakt vor allem wegen des Schreibstils und der Figurenzeichnung sehr gut gefallen. Deshalb bewerte ich den Titel mit vier von fünf Sternen (80 von 100 Punkten) und spreche eine Leseempfehlung für die Freunde ruhiger und atmosphärischer Krimis aus.
Profile Image for summersoul.
540 reviews1 follower
October 16, 2025
Hannah ist eine vielschichtige Protagonistin, die ihre Ecken und Kanten hat und die sympathisch wirkt. Sie hat eine direkte Art, mit der sie bei einigen Personen aneckt, die sie aber besonders, was den Fall angeht, auch weiterbringt. Ich fand ihre unterschiedlichen Gefühle, was die Rückkehr in ihre Heimat angeht, gut und verständlich dargestellt. Schließlich hat sich einiges verändert, vieles ist aber auch gleich geblieben. Interessant fand ich die Vater-Tochter-Beziehung von Hannah und ihrem Vater Uwe. Man merkt, wie sehr sich beide wünschen, dass diese besser ist, aber nicht über ihren Schatten springen können. Die Entwicklung, die an der Stelle stattgefunden hat, hat mir sehr gefallen.

Der Fall, in dem Hannah ermitteln muss, war spannend und interessant. Nicht nur, weil sie das Opfer gut kennt, sondern auch, weil sich die ganze Zeit die Frage stellt, ob sein Tod etwas mit dem Ereignis aus dem Jahr 1993 zu tun hat. So gehen wir zusammen mit Hannah und den beiden Ermittlern von der Kripo Wismar, Henning Grewe und Mara Abedi Steyn, auf die Spurensuche, bei der wir immer auf dem gleichen Wissensstand wie sie sind. So habe ich versucht, den Hintergründen der Tat und der Täterin oder des Täters auf die Spur zu kommen. Dabei hatte ich, ehrlich gesagt, ziemlich früh einen Verdacht, wer das sein könnte, mit dem ich letztendlich auch recht hatte. Dies hat der Spannung aber keinen Abbruch getan und ich habe sie alle gerne bei ihren Ermittlungen begleitet.

Neben Hannah gibt es viele weitere interessante Figuren, die alle ihre Charakterzüge haben, durch die man sie gut voneinander unterscheiden kann. Zudem wurden die verschiedenen Figuren und Orte so anschaulich beschrieben, dass ich mir nicht nur alle gut vorstellen konnte, sondern mich fühlte, als wäre ich selbst vor Ort.

Fazit:
Ein spannender Krimi, in dem wir die Kommissarin Hannah Bülow bei ihrem ersten Fall in ihrer alten Heimat Ostersande begleiten, der ziemlich persönlich ist. Ich habe Hannah und die beiden Ermittler von der Kripo, Henning Grewe und Mara Abedi Steyn, gern bei ihren Ermittlungen begleitet, die ganz schön verworren waren. Dennoch hatte ich schon ziemlich schnell einen Verdacht, wer hinter der Tat stecken könnte, was der Spannung aber keinen Abbruch getan hat. Zudem haben mir die Entwicklungen, die Hannah und ihr Vater Uwe machen, sehr gut gefallen. Nun bin ich gespannt, welcher Fall als Nächstes auf Hannah wartete.
18 reviews
October 14, 2025
Wenn die Vergangenheit einen einholt…

...trifft es einen oft mit voller Wucht. So oder so ähnlich muss sich die Protagonistin Hannah Bülow gefühlt haben, als sie erfuhr, warum der Psychiater gestorben ist.

Hannah Bülow zieht nach dem Tod ihres Mannes zurück in Ihre Heimat nach Ostersande, um bei ihrem alleinstehenden Vater sein zu können. Sie nimmt einen Job in der kleinen Wache an, in der ihre Schulfreundin Constanze die Leitung innehat.

Es ist spannend, wie der Autor herausarbeitet, dass diese Beziehung in der Jugend ganz eng war und wie durch das Wiedersehen alte Loyalitäten, Geheimnisse und Schuldgefühle aufbrechen. Constanze als Chefin und alte Freundin parallel zur Ermittlerinrolle Hannahs erzeugt eine starke Spannung, die sich meiner Meinung nach auch nie ganz löst.
Der Plot verbindet immer wieder die Gegenwart und die Vergangenheit und ich finde, man bemerkt, wie wenig man eigentlich von dem Entkommen kann, was man nicht aufgearbeitet hat. Dass Hannah sich plötzlich nicht nur mit einem aktuellen Mord beschäftigen muss, sondern auch noch mit Schatten aus ihrer Vergangenheit, macht die Ermittlungen nicht nur kriminalistisch, sondern auch emotional aufregend.

Manchmal wirkt die Polizeiarbeit in meinen Augen jedoch zu idealisiert – besonders die Zusammenarbeit zwischen Polizeiwache Ostersande und der Kripo Wismar – hier hätte ich mir gelegentlich mehr Realismus gewünscht. Aber ich kann auch verstehen, weshalb die Verbindung zwischen Polizeiwache und Kripo so eng war.
Die Mitarbeiter der Wache in Ostersande und der Kripo Wismar finde ich allesamt klasse. Ich hoffe wirklich, dass wir sie im Folgeroman erneut treffen dürfen!

Der Schreibstil liest sich wirklich angenehm und lässt sofort Bilder im Kopf entstehen – man ist direkt an der Küste, riecht förmlich das Salz in der Luft und hat fast den Geschmack von Fischbrötchen auf der Zunge. Die Atmosphäre ist also richtig gut beschrieben. Gleichzeitig bleibt es immer spannend: Es gibt viele Fragen, falsche Fährten und mögliche Verdächtige, sodass man immer weiterliest, um endlich hinter das große Ganze zu kommen. Und obwohl es zwischendurch ganz schön hin und her geht, ist die Auflösung am Ende stimmig und nachvollziehbar.

Mir hat das Buch gut gefallen und ich freue mich schon auf Band zwei, den ich auf jeden Fall lesen werde.
51 reviews
October 11, 2025
spannend- man kann die Vergangenheit nicht einfach abschütteln

Hauptkommissarin Hannah Bülow zieht es zurück in ihre Heimat nach Ostersande. Nach dem Tod ihres Mannes, mit erwachsenen Kindern aus dem Haus, kommt das Arbeitsangebot ihrer alten Freundin Constanze wie gerufen, auch um ihren immer älter werdenden Vater im Blick zu behalten. Doch schon rasch verläuft der neue Job nicht so ruhig wie in den ersten Stunden vermutet- man findet eine Leiche am Strand, nahe einer Klinik. Dem nicht genug, ist es ihr Freund, und alte Liebe- Phillip. Eine kryptische Notiz in seiner Tasche wird gefunden und die Kriminalpolizei im nahen Wismar übernimmt die Ermittlungen. War es ein Unfall oder doch Mord? Hannah und Constanze sehen sich mit ihrer Vergangenheit konfrontiert unter anderem auch einen Bootsunfall, der sich im Jahr 1993 im Ort ereignet hat und ihre Leben nachhaltig verändert hat.

Dies ist das erste Buch einer neuen Serie um Hannah Bülow aus der Hand von Jan F. Wielpütz und nach Idee von Nina Ohlandt. Wie schon in Vorgängerwerken, der Autoren ist hier das Setting im hohen Norden und lebt natürlich durch diverse lokale Beschreibungen und Eigenheiten. Für mich war es jedoch nicht nur ein typischer Regionalkrimi, da man sich doch sehr schnell in rasanten kriminalistischen Fahrwassern mit vielen offenen Fragen befindet.

Der Schreibstil ist angenehm und flüssig und transportiert gut ein Bild des eher kleinen Ortes Ostersande. Man spürt durch die Schilderungen richtiggehend die Fischbrötchen und die salzigen Meeresbrisen, also auch wundervoll atmosphärisch. Doch auch das Rätseln kommt nicht zu kurz, schnell ergeben sich viele offene Fragen, falsche Spuren, mögliche Täter. Man möchte nicht aufhören zu Lesen und freut sich, dass die Lösung trotz allem hin und her davor schlüssig ist.

Die Charaktere, speziell Hannah und ihren Vater fand ich sehr gelungen. Hannah kehrt mit Lebenserfahrungen und nach Schicksalsschlägen wieder zurück an den Ort ihrer Kindheit, der sich im Laufe der Zeit auch verändert hat. Auch die neue Beziehung zu ihrem alternden Vater wird authentisch geschildert.

Ich freue mich definitiv schon auf den nächsten Band der Reihe.
Profile Image for Fulminara.
3 reviews1 follower
October 19, 2025
Nach dem Tod ihres Mannes kehrt Kommissarin Hannah Bülow in ihren Heimatort Ostersande zurück, um dort auf der Polizeiwache als Dienstgruppenleiterin zu arbeiten. Diese Stelle wurde ihr durch ihre alte Freundin Constanze ermöglicht. Außerdem möchte sie ein Auge auf ihren Vater haben, der sich nach dem Tod ihrer Mutter immer mehr gehen lässt. Kurz nach ihrer Ankunft wird ein Mordopfer am Strand gefunden. Dabei handelt es sich um einen alten Freund von Hannah und Constanze. Eine Notiz in der Tasche des Opfers deutet auf den Missbrauch einer Patientin hin. Doch je weiter die Ermittlungen voranschreiten, wird ein Zusammenhang mit einem Bootsunglück von vor 32 Jahren immer wahrscheinlicher. Und es sollte nicht bei einem Opfer bleiben... Mir hat der Einstieg in das Buch gut gefallen, obwohl es - meinem Empfinden nach - etwas länger gedauert hat, bis der erste Mord geschehen ist. Eine mögliche Erklärung ist, dass man, da es sich ja um einen Serienauftakt handelt, erst die Umgebung und die Charaktere vorstellen wollte. Der Schreibstil ist flüssig und gut lesbar. Besonderes gut gefallen hat mir, dass zwar immer wieder auf das Bootsunglück bzw. die Vergangenheit verwiesen wurde, die "Aufklärung" aber erst später im Buch aufgelöst wurde. Mich hat das so gefesselt, dass ich unbedingt wissen wollte, was genau damals geschehen ist und nur so durch die Seiten fliegen konnte. Ich hatte allerdings sehr bald eine Vermutung, wer der Täter/die Täterin ist, was sich dann auch bestätigte. Die Charaktere haben mir auch gut gefallen, Hannah und ihr Hund Tobby waren mir von Beginn an sympathisch. Bei ihrem Vater brauchte ich etwas, da ich nicht gleich verstehen konnte, weshalb er so kühl und abweisend war. Auch die Zusammenarbeit mit den Kripokollegen fand ich spannend und hoffe, dass es in Folgebänden auch wieder dazu kommt. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass es sich um einen gelungenen Auftakt einer neuen Krimireihe handelt. Da ich persönlich gerade in meiner Nord- und Ostseekrimi-Ära bin, kam die Leserunde natürlich genau richtig. Empfehlen würde ich die Reihe jedem, der Krimis mit regionalem Flair und flüssigem Schreibstil schätzen.
Profile Image for Goldensammy.
467 reviews5 followers
November 18, 2025
Nach dem Verlust ihres Ehemannes kehrt Kommissarin Hannah Bülow zurück nach Ostersande, um sich um ihren Vater zu kümmern. Durch ihre Freundin Constanze hat sie einen Job in der hiesigen Polizeiwache bekommen. Allerdings ist der neue Job nicht ganz so ruhig wie Hannah es erwartet hatte, da am Strand ein Toter gefunden wird. Bei dem Toten handelt es sich um einen Jugendfreund von Hannah, der als Psychiater in der nahen Klinik war. Hannah unterstützt die Kripo Wismar bei den Ermittlungen und wird dabei auch mit einem Bootsunglück in ihrer Vergangenheit konfrontiert.
Der Schreibstil lässt sich auch hier wieder angenehm leicht und flüssig lesen. Die Atmosphäre des kleinen Küstenortes wurde sehr gut beschrieben. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und bestechen durch ihre Stärken und Schwächen. Der Fall ist spannend und die Verbindungen in die Vergangenheit nachvollziehbar. Die Spuren, die das Unglück in der Vergangenheit hinterlassen hat, waren für mich stimmig und verständlich. Ich mochte auch die Kollegen von der Kripo Wismar unglaublich gern und hoffe, dass wir diese noch in weiteren Bänden treffen werden. Die Auflösung hat mir gut gefallen, auch wenn ich aber der Mitte des Buches schon einen Verdacht hatte, der sich bestätigt hat.
Ich freue mich auf jeden Fall schon auf einen Folgeband, da mir dieser spannende Krimi sehr gut gefallen hat.
15 reviews
October 5, 2025
Der Einstieg in das Buch mit dem spannenden Prolog ist gut gelungen.
Von Anfang an begleiten wir die Polizistin Hannah an ihrem neuen Wirkungsort, mit etwas holprigem Einstieg und alten, mehr oder weniger guten Bekannten. Interessant geschildert ist auch die konfliktbeladene Beziehung zu ihrem Vater.
Es gibt mehrere Kriminalfälle, die miteinander in Verbindung stehen, was jedoch nicht leicht zu enträtseln und zu durchschauen ist. Hier führen uns die Autoren wirklich gekonnt mehrmals auf falsche Fährten, und vieles löst sich erst ganz zum Schluss auf, meiner Meinung nach in logischer Weise.
Alles in allem ist das Buch wunderbar flüssig und spannend geschrieben, atmosphärisch dicht, mit lebendigen Personen... es hat viel Spaß gemacht! Über ein paar kleine Ungereimtheiten konnte ich gut hinweg sehen.
Wunderbar finde ich auch immer wieder die Beschreibung von Wismar. Ich habe in der Stadt mal ein paar Tage Urlaub gemacht, und finde die Schilderungen der Stadt und der Landschaft drum herum atmosphärisch sehr echt und gelungen.
Ich freue mich auf Band 2!
15 reviews
October 13, 2025
Ich hab schone lange keinen Krimi mehr gelesen. Das Buch war aber wirklich sehr unterhaltsam. Vor allem die letzten 200 Seiten hab ich echt verschlungen. Man rätselt richtig mit. Könnte mir vorstellen, weitere Bände der Reihe später zu lesen.
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