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Eisenblume

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Eine verlassene Psychiatrie und ein mysteriöser Die schwedische Bestseller-Serie geht weiter!

Eine verlassene Psychiatrie

Oktober 1987. Aus der psychiatrischen Klinik St. Lars verschwinden der 23-jährige Tommy Svensson und die psychisch instabile Ann-Louise Sparre, 17. Hinweise auf ein Gewaltverbrechen gibt es nicht.

Ein schrecklicher Leichenfund

35 Jahre später wird in der ehemaligen Klinik – das Gebäude ist längst zur Ruine verfallen – ein verwester Leichnam gefunden, in eine Wand Tommy Svensson, gestorben an Herzstillstand, angeblich aufgrund einer Überdosis Beruhigungsmittel.

Ein nervenzerfetzender Falll für das ungleiche Duo Fredrika Storm und Henry Calment

Fredrika Storm und Henry Calment rollen den Fall wieder auf, auch wenn die Spurenlage mehr als dürftig ist, befragen den früheren Klinikleiter, Ärzte und Pfleger. Was ist in der Oktobernacht passiert? Sie ernten nur Schulterzucken, keiner weiß etwas, keiner erinnert sich.

Dieser Cold Case deckt Abgründe auf

Fredrika und Henry sind ü Sie lügen alle! Während die beiden Ermittler sich mühsam in die Vergangenheit graben, gibt es einen weiteren Roger, seinerzeit Pfleger in St. Lars. Was wusste er, das ihm den Tod brachte? Welche Vorfälle in der Klinik werden seit Jahrzehnten vertuscht?

Mit ›Eisenblume‹ gelang Frida Skybäck der Durchbruch in Schweden – jetzt erobert ihre Serie auch die deutschen

433 pages, Kindle Edition

Published July 1, 2025

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20 people want to read

About the author

Frida Skybäck

34 books100 followers
I hela sitt liv har Frida drömt om att bli författare och redan i tidig ålder var det roligaste hon visste att skriva berättelser som sedan lästes upp för vänner och familj.


2007 började Frida blogga om sin resa i samband med att hon skickade in sitt första deckarmanus till en handfull utvalda förlag. Flera av dem visade intresse för det hon hade skrivit och Frida fortsatte att producera polisromaner.


2010 beslöt Frida, efter att ha sjukskrivits för utmattningssyndrom, att göra ett sista försök att bli utgiven genom att prova en ny genre. Detta visade sig vara ett lyckokast och i oktober 2011 debuterade hon med den historiska kärleksromanen Charlotte Hassel.


I juni 2012 kom hennes andra historiska roman Den vita frun.

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Community Reviews

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1 (1%)
1 star
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Displaying 1 - 23 of 23 reviews
Profile Image for Lotta.
135 reviews
November 11, 2025
3.5

Ein wirklich spannender Fall mit einer leider etwas lückenhaften Auflösung. Ausserdem hat es mich unfassbar gestört, dass Fredrika, obwohl sie ja schon auf dünnem Eis war aufgrund eines vorherigen Falles, so oft die Regeln gebogen hat.
Und: ein Stern Abzug für die Übersetzung ins Deutsche, bei der alle paar Seiten die Namen der Nebencharaktere anders geschrieben wurden…


____

Truly a Page Turner, Even though the solution to the case was a little lacklustre. Also, it really got on my nerves how the protagonist kept bending the rules even though she was already on thin ice because of her missteps in a previous case.
And: minus one star because the translation kept changing the spelling of the side characters names…
1,408 reviews7 followers
June 20, 2025
Spannende Krimireihe aus Schweden

Klappentext:
In einer Wand der verfallenen Lunder Psychiatrie werden menschliche Überreste gefunden. Schnell wird die Verbindung zu einem Cold Case von 1987 hergestellt, bei dem zwei Patienten in einer Oktobernacht spurlos verschwanden. Was ist damals geschehen und warum gibt es nur eine Leiche? Fredrika Storm und Henry Calment begeben sich auf die Spuren einer grausamen Tat und fördern dabei Erschreckendes zutage. Und dann fordert der Fall ein weiteres Todesopfer.

„Eisenblume“ ist der 2. Band der Krimireihe Fredrika Storm von Frida Skybäck.

Die Autorin hat interessante und facettenreiche Charaktere erdacht.
Das Ermittlerduo besteht aus Fredrika Storm und Henry Calmen.
Fredrika ist noch jung und hoch motiviert als sie von Kopenhagen zurück in ihre Heimat kommt und die Stelle bei der Mordkommission in Lund antritt. Sie ist in der Gegend aufgewachsen und kennt Land und Leute.
Im ersten Band sind die beiden Ermittler zu einem guten Team zusammengewachsen.

Mit den menschlichen Überresten, die gefunden werden, baut die Autorin von Beginn an Spannung auf. 1987 sind zwei Patienten aus der Psychiatrie verschwunden und man geht davon aus, dass die Leiche einer der Vermissten ist. Die Ermittler versuchen alles über den Cold Case herauszufinden. Doch nach gut der Hälfte der Geschichte, stocken die Ermittlungen und das Private der Ermittler nimmt überhand. Somit wird auch die Spannung weniger. Aber nach kurzer Zeit, zieht das Tempo und auch die Spannung wieder an.

Die Charaktere werden gut in die Geschichte eingeführt und sind sympathisch. Die Ermittler sind mir schon vom ersten Band gut bekannt. Wieder erfahren die Leser*innen einiges über das Privatleben der Ermittler.

Die Autorin hat einen flüssigen und gut verständlichen Schreibstil. Sie erzählt die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven, was das Ganze sehr facettenreich macht.
Die Spannung, die Frida Skybäck direkt am Anfang aufgebaut hat, wird in der Mitte kurz unterbrochen, steigert sich zum Ende hin aber wieder. Immer wieder kommen die Ermittler auf neue Spuren und so setzt sich stückchenweise das Puzzle zusammen. Aber so einfach macht es die Autorin den Ermittlern nicht. Immer wieder baut sie Wendungen in die Geschichte ein.
Die Auflösung ist nachher einleuchtend und lässt mich zufrieden zurück.

„Eisenblume“ ist ein gelungener zweiter Band und macht Lust auf mehr.
Profile Image for Janine.
1,441 reviews20 followers
August 7, 2025
In einer Wand der verfallenen Lunder Psychiatrie werden menschliche Überreste gefunden. Schnell wird die Verbindung zu einem Cold Case von 1987 hergestellt, bei dem zwei Patienten in einer Oktobernacht spurlos verschwanden. Was ist damals geschehen und warum gibt es nur eine Leiche? Fredrika Storm und Henry Calment begeben sich auf die Spuren einer grausamen Tat und fördern dabei Erschreckendes zutage. Und dann fordert der Fall ein weiteres Todesopfer.

Schon im ersten Band dieser Reihe hat mich das Ermittlerduo begeistert, und ich war gespannt, wie es mit ihrem neuen Fall weitergehen würde. Da es der zweite Teil ist, empfehle ich dringend, die Reihe chronologisch zu lesen. Es gibt viele Anspielungen auf den vorherigen Fall und das Privatleben von Fredrika Storm, die man nur versteht, wenn man den ersten Band kennt.

Ich war sofort wieder in der Geschichte drin. Schon die ersten Seiten haben mich in ihren Bann gezogen. Die Atmosphäre rund um die Psychiatrie ist unglaublich gut gelungen, intensiv und sorgt für Gänsehaut. Das Ermittlerduo mochte ich wieder sehr. Die beiden sind so unterschiedlich und ergänzen sich gerade deshalb perfekt. Beide Charaktere sind wirklich gut gezeichnet, und ich habe sie auf ihre ganz eigene Art und Weise ins Herz geschlossen.

Der Fall selbst ist einfach nur packend. Er hat ein unglaubliches Sogpotenzial, das mich zum Weiterlesen gezwungen hat. Besonders faszinierend fand ich die Bezüge zu den realen Zuständen in Psychiatrien von damals und wie grausam mit den Patienten umgegangen wurde. Die Auflösung ist schlüssig, auch wenn das Ende für mich etwas abrupt kam und ich mir ein paar Seiten mehr gewünscht hätte, aber das ist Meckern auf hohem Niveau.

Insgesamt ist es ein spannender Thriller, der euch fesseln wird. Eine absolute Leseempfehlung von mir!


4,5 von 5 Ottis
6 reviews
Read
September 3, 2025
Okay. Die Figuren werden zu oberflächlich dargestellt. Fall is zu konstruiert. Aber schwedisch.
Profile Image for JustagirlmitBuch.
43 reviews
August 19, 2025
Abbruch bei 45 %, danach nur noch die letzten 3 Kapitel gelesen, um zu wissen wie es ausgeht. Hätte ich mir sparen können, da ich es schon (fast) gelöst hatte.

"Bestseller aus Schweden" hieß es, als das Buch im Juli vom DTV Verlag mit einem Filmchen massiv beworben wurde. Ich war (durch das Filmchen) fasziniert und wurde enttäuscht.

Was ist das gerade für ein seltsamer Trend bei den Thrillern?
In den 90er Jahren hatten wir die New Yorker schmuddeligen, harten, ständig besoffenen Bullen, in den 2000ern erstickten wir in xfachen Reihen von forensischen Pathologen, in den 2010er Jahren selbiges mit dem weiblichen Powerduo und jetzt in den 2020ern scheinen die Mordermittler psychische Wracks zu sein, weil es in der eigenen Familie Mörder, verschwundene Familienmitglieder oder Kinderschänder gibt. Bei Skybäck sind es gleich 2 der aufgezählten Familienprobleme. Wahrlich zu viel für eine Mordermittlerin die man ernst nehmen soll.

Skybäck wurde mit dem 2ten Buch ihrer Fredrika Storm-Reihe bekannt (dieses hier). Nirgendwo stand aber, dass sie ihren gesamten 1. Teil spoilert (inkl. Auflösung) und aufarbeitet.

=> 2017: Jonas (12) und seine Klassenkameradin Emily gehen unerlaubt in den Lost Place der ehemaligen psychiatrischen Klinik aus dem 19. Jahrhundert, welche bis in die 1990er Jahre geführt wurde.
1987 verschwanden hier zwei Patienten spurlos. Die 16jährige Marie-Louise Sparren und der geistig beeinträchtigte 17jährige Tommy Svensson. Tommy wird als Mörder des jungen Mädchens bezeichnet, obwohl auch er verschwunden bleibt. Doch immer wieder werden Stimmen laut, dass die Leichen irgendwo am Lost Place zu finden sein sollen.
Emily verhält sich in dem alten Gebäude respektlos. Es kommt wie es kommen muss. Ein Teil einer Mauer gibt nach und plötzlich sehen die beiden Kinder eine Leiche in einer Plastikfolie. Wer ist es? <=

Was spannend beginnt, triffet immer mehr ins ad surdum ab.

Logikfehler an Logikfehler reichen sich die Hände, sowie Skybäcks Drang ihren 1. Teil komplett zu erzählen und aufzuarbeiten.

Skybäck wurde mit dem 2ten Buch ihrer Fredrika Storm-Reihe bekannt (dieses hier). Nirgendwo stand aber, dass sie ihren gesamten 1. Teil spoilert und aufarbeitet.

Des Weiteren haben mich die vielen Logikfehler massiv gestört; zB "Fredrika riss das Blatt ab, da sie die Zeugenaussagen nicht aufschreiben konnte, ohne ständig was zu vergessen". Aha. Arme schwedische Polizei, musste 2017 (Handlung fängt 1987 an | 30 Jahre später) noch mit der Hand oder Schreibmaschine Berichte schreiben, denn wo reißt man denn sonst ein Blatt ab?
Oder der Name "Petra". Wird völlig unzusammenhängend genannt und kommt dann nie wieder vor.
Oder aber auch: Fredrika muss sich mit einer Privatermittler-Whatsapp-Gruppe abgeben, denn in Schweden dürfte es keine Spurensicherung und Kriminaltechnik geben und anders scheint sie nicht in den Keller zu kommen.
Oder: Fredrika und ihr Partner Henry ermitteln, obwohl die Pathologin 110 Seiten braucht, bevor feststeht: ob es mit dem Fall von 1987 zu tun hat.
Oder: Henry geht die ganze Zeit fein und schick essen. Fredrika bekommt einen halben Herzinfarkt, als sie 200 Kronen für ein Mittagsmenü im Grand Hotel bezahlen soll. 200 Kronen sind € 17,90. Und was daran ist jetzt bitte arg, dass man sich 3 gesamte Seiten darüber aufregt? Ein Teller kostet bei der Nordsee auch € 17,90.

Die Gesichter der Protagonisten und die Stadt Lund bleiben genauso unerzählt: klein und pummelig, kurze Haare und Brille aka er schlendert beim Dom und Park vorbei, sowie komplizierte Straßennamen. Das kann überall sein!! Aber wie eine Kapsel-Kaffeemaschine funktioniert und der Kaffee durchrinnt, wird dann 1 Seite lang beschrieben.

⭐️ Storm ist eine psychisch labile, farblose Mordermittlerin. Gesichtslose Protagonisten und ein langweiliger Plott (den man sehr schnell selbst löst) sollen ein Bestseller sein. Skybäck spoilert den gesamten 1. Teil und schreibt einen Logikfehler nach dem anderen. Mit einem Wort: langweilig
Aus dem Stoff hätte man sooooo viel machen können!!
22 reviews
July 10, 2025
Cold Case – die Enthüllung der Wahrheit!

Die Covergestaltung vermittelt hinsichtlich der Farbgebung (Blau- und Brauntöne) eine düstere und mysteriöse Stimmung und hat mich sofort angesprochen. Das dargestellte Haus, welches in die Landschaft eingebettet ist, weckt die Neugier des Betrachters und deutet auf den Schauplatz des Plots hin.

„Eisenblume“ ist der zweite Fall für die Ermittlerin Fredrika Storm und ihrem Partner Henry Calment. Zwei Jugendliche machen zufällig in einem Lost Place (hier eine ehemalige psychiatrische Klinik) eine grausige und unerwartete Entdeckung – hinter einer Wand wird eine stark verweste Leiche gefunden, die durch einen Zufall aufgebrochen wurde.
Das Duo nimmt sodann die polizeiliche Ermittlung erneut auf. Es wird vermutet, dass die Leiche in einem Zusammenhang steht mit dem Fall zweier Jugendlicher, die vor 30 Jahren spurlos in dieser Klinik verschwunden sind. Ist dieser Zusammenhang gegeben? Und wenn ja, wo ist die zweite verschwundene Person?

Die Ermittler Fredrika und Henry, die sich durch einen gegensätzlichen Charakter auszeichnen, beginnen die schwierige Ermittlungsarbeit mit Gesprächen von Personen, die damals in den Achtzigern einen Bezug zur Klinik hatten: Pflegepersonal, Polizisten sowie Freunde und Bekannte. Während der Entfaltung des Plots entsteht nach und nach ein Verständnis vom möglichen damaligen Geschehen.

Fredrikas eigene Familiengeschichte zeigt Parallelen zum aktuellen Fall. Dieser persönliche Konflikt wird immer wieder thematisiert, was Brüche im Erzählfluss verursacht. Ferner wird im Verlauf des Plots an manchen Stellen auf weitere Ereignisse in der Vergangenheit von Fredrika Bezug genommen (1ste Band der Reihe), die der Leser jedoch nicht im Detail wissen muss, um die aktuelle Handlung vollständig zu erfassen.
Auch ihr Partner Henry hat ebenfalls eine problematische Vergangenheit hinsichtlich einer früheren Beziehung. Diese Vergangenheit holt ihn in der Gegenwart ein. Beide haben also ihre eigenen schweren Lasten und Geheimnisse, ihre „Päckchen“ zu tragen.

Der zu Beginn erzeugte Spannungsbogen mit Gruselfaktor flacht schon sehr bald ab. Der Plot entwickelt sich langsam und holprig. Da sich die Ermittlungen als schwierig gestalten, erscheint auch der gesamte Erzählfluss teilweise langatmig. Auch ein weiterer Mord, der sich im Verlauf der Geschichte ereignet, kann den Eindruck der Langatmigkeit nur zeitweise aufheben und die Handlung leicht spannend gestalten.
Die einzelnen Kapitel sind knappgehalten und lesen sich zügig, wobei die Autorin eine klare, präzise und ungekünstelte Ausdrucksweise verwendet.

Die Wahl des Schauplatzes, einer verlassenen Psychiatrie, ist positiv hervorzuheben, da die Autorin den Fall hiermit auf eindrucksvolle Weise lebendig werden lässt. Durch die Aufarbeitung der Ereignisse werden die gravierenden Missstände in der damaligen Zeit deutlich sichtbar – sowohl in der Behandlung und Pflege der verletzlichen Menschen als auch im täglichen Umgang mit ihnen. Diese Thematik wird bewusst ins Bewusstsein des Lesers gerückt und gibt den Betroffenen eine Stimme, wodurch die Dringlichkeit und Bedeutung dieser Missstände noch stärker hervorgehoben werden.

Fazit: Der Krimi hat einige vielversprechende Elemente im Plot, die Potenzial für Spannung bieten, doch leider bleibt die Umsetzung dahinter zurück. Die Handlung entwickelt sich sehr langsam und schafft es nicht, die Spannung durchgehend aufrechtzuerhalten. Der Krimi wird sicherlich viele Leserinnen und Leser ansprechen, für mich persönlich war er jedoch nicht ganz so spannend.
Profile Image for Silke Tellers.
334 reviews
October 9, 2025
Als in einer verlassenen psychiatrischen Anstalt eine Leiche, in einer Wand eingemauert, gefunden wird, werden Fredrika Storm und ihr Kollege Henry Calment zum Fundort gerufen. Es scheint als gäbe es eine Verknüpfung zu einem Fall aus dem Jahr 1987 als die Anstalt noch in Betrieb war und aus der zwei Jugendliche spurlos verschwanden. Bis heute fehlte jede Spur von Tommy und Ann-Louise und die Ermittler beginnen in den alten Akten zu wühlen. Zwischen Zeugenbefragungen und Stöbern in der alten Anstalt stoßen sie auf immer mehr Geheimnisse. Wer sagt die Wahrheit? Wer lügt? Und vor allem, wer erinnert sich noch wirklich nach so langer Zeit? Und dann taucht eine weitere Leiche auf.
Mit Eisenblume erschien der zweite Band der Krimireihe um die beiden Ermittler Storm und Calment. Wie immer gilt, die Fälle sind unabhängig voneinander, ansonsten bauen die Hintergrundgeschichten aufeinander auf.
Der Einstieg fällt leicht, denn Frieda Skybäck erzählt fesselnd und flüssig, so dass man schnell in den Sog der Geschichte gerät.
Als Lost Place Fan fand ich die Atmosphäre hier ganz besonders gelungen, diese Psychiatrie, dem Verfall preisgegeben, hat allein schon durch ihren Hintergrund einen ganz besonderen, unheimlichen und beklemmenden Aspekt.
Genauso wie Lost Places mag ich auch Cold Cases, dem dieser Fall zu Grunde liegt. Wir erfahren in Rückblicken mehr aus vergangenen Tagen, behalten aber in der Gegenwart trotzdem einen spannenden Fall.
Im Mittelteil muss ich zugeben, wird die Handlung ein wenig langatmiger, was schade ist, denn gerade so das Wühlen im Vergangenen hat viel zu bieten. Wurde etwas vertuscht? Welche Geheimnisse gab es? Wer kann sich wirklich noch an etwas erinnern, das beinahe vierzig Jahre in der Vergangenheit liegt. Trotz der Längen gab es auf jeden Fall noch gelungene Überraschungen und Wendungen.
Das Setting, die alte Anstalt, wirft dann auch das Thema rund um psychische Behandlungen in der Vergangenheit auf. Was heute undenkbar scheint, war früher Gang und Gäbe und das ist bedrückend und erschreckend.
Die beiden Ermittler empfand ich als sehr gut gezeichnet. Man lernt sie auch auf persönlicher Ebene kennen und merkt hier sehr gut, dass sie alles andere als perfekt sind. Für mich wirkten sie dadurch greifbar und authentisch und ich freue mich auf ein Wiedersehen mit den Beiden. Die Nebencharaktere bleiben aber hier deutlich blasser und ich glaube, gerade da hätte man noch einiges spannender werden lassen können.
Mein Fazit: Wer skandinavische Krimis mag, weiß, dass sie oft düster und mit einer gewissen Schwere daherkommen, genau so ist auch Eisenblume. Wer Geschichten aus der Vergangenheit, so genannte Cold Cases, mag, wird hier ganz auf seinen Geschmack kommen. Mich konnte Frieda Skybäck wieder überzeugen und ich freu mich auf den nächsten Fall.
Profile Image for ☆Anni☆.
31 reviews
July 7, 2025
Für mich war es das erste Buch von Frida Skybäck. Ich wusste nicht wirklich, was mich erwarten würde, aber ich wurde nicht enttäuscht.

Der Name Eisenblume ist geheimnisvoll und düster. Während eine Blume zart ist, ist Eisen hart, also zwei komplette Gegensätze. Ich muss sagen, dass ich am Anfang den Titel immer falsch gelesen habe und dachte, das Buch würde "Eisblume" lauten. Aber Eisenblume passt auf jeden Fall besser. Der Klappentext verrät gerade viel genug, um den Leser aufmerksam zu machen. Das hat mir sehr gefallen, da ich es nicht mag, wenn schon so viel vorweg genommen wird.

Zum Inhalt:
In einer ehemaligen Psychiatrie, in der in den 80er Jahren zwei Teenager verschwunden sind, wird eine Leiche gefunden. Dies ruft die Ermittler, allen voran das Duo Fredrika Storm und Henry Calment, auf den Plan. Diese müssen feststellen, dass es nicht einfach ist, einen so alten Fall wieder aufzurollen. Vor allem dann nicht, wenn die damaligen Ermittler nicht ordentlich gearbeitet haben, man von der Öffentlichkeit unter Druck gesetzt wird und die Beteiligten scheinbar etwas vor den Ermittlern verbergen. Als dann eine weitere Leiche gefunden wird, ist das Chaos perfekt.
Inhaltlich nimmt das Buch hin und wieder Bezug auf den ersten Fall von Fredrika Storm. Es ist also von Vorteil, wenn man den ersten Teil gelesen hat, aber man kann der Handlung auch folgen, wenn dies nicht so ist.

Meine Meinung:
Bei diesem Krimi ist man als Leser zunächst genauso ahnungslos wie die Ermittler. Sie stehen vor vielen Ungereimtheiten, die nach und nach aufgeklärt werden und ich fand es spannend, wie man miträtseln konnte. Die Handlung ist dabei eher seicht und geht zeitweise langsam voran. Es gibt keine großen Höhepunkte oder dramatische Wendungen, hier hätte ich mir noch etwas mehr Spannung gewünscht. Bis auf das Ende. Bei der Enthüllung eines Mörders war ich tatsächlich geschockt, das habe ich so nicht kommen sehen. Ich fand es gut, dass die Autorin zwischen Fredrika und Henry nicht noch eine Romanze eingebaut hat und der Fokus stattdessen auf dem Fall liegt. Man erfährt über beide einige Hintergrundinformationen und erhält Einblicke in ihr Privatleben, die sie vor den anderen verborgen halten.

Schlusswort:
Sowohl im Vorwort der Autorin, als auch im Buch selbst, werden die mehr als zweifelhaften Praktiken, die in der damaligen Zeit in Psychatrien angewandt wurden, dargestellt. Ich finde es gut, dass die Schrecken, denen die Patienten ausgesetzt waren und die Schmerzen, die sie durchleiden mussten, hier bezeichnet werden und diese Menschen, die leider oft in Vergessenheit geraten, so eine Stimme bekommen. Das regt zum Nachdenken an.
Profile Image for rebecca_booklover.
200 reviews2 followers
July 27, 2025
Spannend erzählter Krimi mit Fokus auf den Charakteren

In Frida Skybäcks zweiten Band rund um die schwedische Ermittlerin Frederika Storm und ihrem Ermittlungspartner Henry Calment, bekommen beide es diesmal mit einem Cold Case aus dem Jahr 1987 zu tun. Nach dem grausigen Fund einer Leiche in der ehemaligen Psychiatrie in Lund, kommt schnell der Verdacht auf, dass es sich um eine/r der vermissten Patienten von damals handeln muss. Doch wo ist die andere verschwundene Person? Was ist damals wirklich in Lund passiert?

Passend zum Leichenfundort in einer Psychiatrie beginnt der Krimi gleich atmosphärisch, düster und spannend. Auch spätere Beschreibungen der damaligen grausamen psychiatrischen Behandlungsmethoden tragen zu dieser Stimmung bei.

Erzählt wird die vielschichtige Handlung, die einige Überraschungen besonders zum Ende hin bereithält, aus unterschiedlichen Perspektiven und anhand kurzer Kapitel, wodurch das Interesse an der Geschichte konstant hochgehalten wird.
Die Spannung leidet jedoch etwas zur Mitte hin, da das Erzähltempo etwas an Fahrt verliert und erst wieder zum Schluss hin an Fahrt aufnimmt.

Die Charakterdarstellungen sind gut, besonders in Henry und Fredrikas Gedanken- und Gefühlswelt taucht man ein und lernt die beiden so als Mensch näher kennen. Dazu trägt auch die Nebenhandlung rund um Frederika bei, die parallel zu den Ermittlungen auf der Suche nach ihrer Mutter ist.
Frederikas Angewohnheit bei den Ermittlungen Grenzen zu überschreiten, lässt sie wiederum in keinem so guten Licht darstellen.
Hinzu kommt, dass der Fokus manchmal fast mehr auf Henry und Frederik als Personen als auf dem eigentlichen Rätsel liegt, wodurch der Kriminalfall an sich leicht ins Hintertreffen gerät.

Trotz kleiner Schwächen im Erzähltempo und im Handlungsaufbau, ist "Eisenblume" von Frida Skybäck ein spannend und besonders in Bezug auf das Thema Umgang mit psychiatrischen Patienten respektvoll erzählter Kriminalroman, der Lust auf weitere Bände rund um das schwedische Ermittlerduo macht.
Wer Freude an glaubwürdig und bildhaft erzählten Kriminalfällen mit toller Charakterbeschreibung hat, wird Gefallen an dem neusten Band der Frederika-Storm-Reihe finden!
172 reviews
August 6, 2025
Da skandinavische Krimis und ich, wie ihr mittlerweile wisst, ein perfektes Match sind, zog nach den vielen positiven Stimmen „Eisenblume“ von Frida Skybäck, erschienen bei dtv, bei mir ein. Unbezahlte Werbung, Buch selbst gekauft.

Kurz zum Inhalt:

In den alten Gemäuern einer verlassenen psychiatrischen Klinik stolpern zwei Jugendliche über eine Leiche. Durch die Gerichtsmedizin wird bestätigt, dass es sich um den vor 35 Jahren aus der Klinik verschwundenen Tommy Svensson handelt, der damals zeitgleich mit einer anderen Patientin, Ann-Louise Sparre, verschwand. Ihre Familie hielt Tommy immer für Ann-Louise' Mörder. Frederika Storm und Henry Calment rollen den Fall neu auf und enthüllen so manches düstere Geheimnis rund um die Klinik.

Meine Meinung:

Im Nachwort der Autorin wird klar, wie viele grauenhafte Vorgänge hinter den dicken Mauern dieser Klinik vor sich gingen. Diese Tatsache verlieh diesem Kriminalroman eine ganz besondere Schwere und Tragik. Frida Skybäck erzählt die Geschichte ruhig und verleiht sowohl dem Ermittlerduo als auch jeder einzelnen Person in diesem Roman Tiefe. Der Aufbau der Storyline war klug durchdacht und hielt so manche Wendungen bereit, die ich nicht habe kommen sehen. Der Anteil des Nebenhandlungsstrangs rund um das Privatleben der beiden Ermittler war für mich perfekt ausgewogen zum Haupterzählstrang. Ich mag es, wenn dies im Buch ebenfalls eingeflochten wird.

Wie jeder skandinavische Krimi ist auch dieser vom Erzähltempo her eher langsam, doch trotzdem kam es zu keinerlei Längen im Storytelling. Die knackig kurzen Kapitel heizten ebenfalls meinen Lesefluss an. Die düsteren Geheimnisse, die Frederika und Henry nach und nach entdecken, machten mich wütend und sprachlos, da sie zeigten, in welcher Lage psychisch kranke Menschen damals teilweise waren. Für mich war „Eisenblume“ ein Krimi, der mich emotional sehr bewegt hat und den ich euch nur wärmstens weiterempfehle. Sofort nach dem Beenden des Buches ist „Schwarzvogel“, der erste Band dieser Krimireihe, bei mir eingezogen, und ich habe bereits begonnen, ihn zu lesen. 4,5 von 5 Sternen.
95 reviews1 follower
June 30, 2025
Solider Krimi mit sympathischen Ermittlern

Der nächtliche Ausflug zweier Jugendlicher in eine ehemalige Psychiatrie gerät schnell zum Albtraum. Hinter einer Wand entdecken die beiden Teenager durch Zufall eine versteckte Leiche, die schon stark verwest ist. Handelt es sich bei dem Opfer um eine der zwei vermissten Patienten, die bereits vor 30 Jahren aus der Psychiatrie verschwanden? Der Fall wurde nie aufgeklärt. Fredrika Storm und ihr Kollege Henry Calment sehen einen Zusammenhang und rollen den cold case noch einmal auf.

Fast zwei Jahre musste ich auf eine Fortsetzung von „Schwarzvogel“, dem ersten Fall für Fredrika Storm und ihren ungleichen Partner Henry Calment warten. Ein Reihenauftakt, der hat mir richtig gut gefallen hat. Zwar hatte ich den damaligen Fall nicht mehr ganz präsent, doch schon nach wenigen Seiten war ich wieder mit den Figuren und der Handlung vertraut, da es immer wieder kleine Bezüge zum Vorgängerband gibt. Empfehlenswert, aber nicht zwingend notwendig ist das Lesen in der chronologischen Reihenfolge.
Dieser Fall mit der unkenntlichen Leiche erweist sich als ziemlich zäh. Nicht nur die Rechtsmedizin tritt auf der Stelle und braucht Ewigkeiten, in diesem Fall in etwa bis zur Mitte des Buches, um überhaupt das Geschlecht der Leiche feststellen zu können. Auch sonst gestalten sich die Ermittlungen recht schwierig. Ehemalige Angestellte der Klinik oder damalige Patienten sind kaum aufzutreiben und wenn dann sind diese nur wenig kooperativ. So dümpelt die Geschichte mit immer wiederkehrenden Befragungen zunächst etwas vor sich hin. Erst ab der Mitte gibt es dann kleine Enthüllungen, die für Aufklärung des Falls notwendig sind.
Sehr gut gefallen haben mir wieder die kleinen privaten Probleme der beiden Ermittler. Das macht sie nicht nur menschlicher, sondern man lernt sie dabei auch besser kennen. Gerade im Privatbereich der beiden Protagonisten lässt die Autorin zum Schluss einiges offen und macht damit schon wieder neugierig auf den nächsten Fall.
30 reviews
July 3, 2025
Nordische Krimis - super. Bezüge zur realen Medizingeschichte - noch besser. Die Grundvoraussetzungen waren also sehr gut, so dass ich mich aus diesen Gründen für dieses Buch entschieden habe. Zwischendurch war ich mir dann aber gar nicht mehr so sicher. Die Ermittlungen treten sehr lang auf der Stelle und damit irgendwie auch das Buch. So ein paar mehr kleine Wendungen im Laufe der Geschichte hätten dem ganzen gut getan, so nimmt das Buch doch irgendwie erst im letzten Drittel Fahrt auf und dann war es auch schwer wegzulegen. Mehr davon hätte ich mir auch zwischendurch schon gewünscht.

Den beiden Ermittlern Frederika und Henry fehlt es etwas an Tiefe bzw. ist das Verhältnis recht ähnlich zu vielen anderen Ermittlerteams, Frederika, die um Anerkennung kämpft, Henry der eifersüchtige Kollege.
Ich bin fälschlicherweise davon ausgegangen, dass es der erste Teil dieser Reihe ist, war aber während des Lesens nicht ganz so schlimm, war jedoch zwischendurch neugierig zu erfahren, was es mit Frederikas Familie in Bezug auf den vorangegangenes Falles genau auf sich hat. Für das Verstehen der Geschichte dieses Bandes ist es jedoch kaum von Bedeutung.

Ich mag die Bezüge zur realen Geschichte der Orte im Buch, über die psychiatrische Einrichtung in Lund hatte ich schon in Podcasts gehört und es war somit recht interessant, dass nun ein Fall genau dort spielt, es ist schon erschreckend, wie lang die Psychiatrie in der Fachwelt falschen Annahmen aufsaß und Dinge für normal hielt, die heute keineswegs und zum Glück mehr "state of die art" sind.

Das Buch kann man durchaus empfehlen, jedoch wird es vermutlich eher keine Reihe, die ich weiter lesen werde, dafür gibt es dann doch genug andere 5-Sterne-Kandidaten auf meiner Liste, die weitergelesen werden wollen.
112 reviews
July 7, 2025
In einer verlassenen Psychiatrie im Lund wird eine eingemauerte Leiche entdeckt. Das Ermittler-Duo Fredrika und Henry sehen sich schnell mit einem ungeklärten Fall aus den Achtzigerjahren konfrontiert, bei dem zwei junge Patienten aus der Klinik verschwunden sind und bis heute nicht gefunden wurden. Die Ermittlungen damals liefen nicht optimal und Tommy wurde der Stempel als vermeintlicher Täter aufgedrückt. Wurde nun also Marie-Louise endlich gefunden? Die Angehörigen machen Druck, doch Fredrika und Henry stellen bald fest, dass in dem Fall nichts so ist, wie es scheint…

Eisenblume ist ein vielschichtiger Krimi, der genau deshalb seine Zeit braucht, um in Fahrt zu kommen. Gerade bei alten Fällen, die nie geklärt wurden, finde ich es realistisch, dass die Ermittlungsarbeiten dauern. So haben mich kleine Längen nicht wirklich gestört, sondern ich habe mitgerätselt, wie sich der Fall entwickelt. Die Autorin lässt dabei viele Spuren hochkommen, die jedoch alle wieder im Sand verlaufen. Fast jeder ist mal verdächtig. Das Ermittler-Duo finde ich interessant, jedoch hebt es sich nicht besonders von vielen anderen ab, die man in Krimis findet. Eine Side-Story von Fredrika fand ich jedoch sehr spannend.
Das Setting mit der Psychiatrie ist gut gelungen, es herrscht eine absolut bedrückende Atmosphäre. Vor allem, wenn man als Leser weiß, dass es diese Kliniken wirklich gegeben hat und was die Patienten damals alles über sich ergehen lassen mussten. Der Fall konnte mich dann mit den finalen Wendungen jedenfalls überraschen und die Spannung war gut spürbar. Für mich ein guter Krimi und eine Reihe, die ich sicherlich weiterverfolgen werde.
Profile Image for Ancla Müller.
848 reviews5 followers
August 10, 2025
Skybäck kann erzählen! Dieser Spannungsroman hallt nach.

**** Worum geht es? ****

Vor über 30 Jahren verschwanden zwei Patienten aus einer psychiatrischen Anstalt. Jetzt – Jahrzehnte später – wird eine Leiche in den alten Mauern entdeckt. Besteht ein Zusammenhang? Was ist damals wirklich geschehen?

**** Mein Eindruck ****

Endlich mal wieder ein Buch in klassischer Er-Sie-Erzählweise, das ohne künstliche Dramatik auskommt – und dabei von Anfang bis Ende stimmig bleibt. Die Atmosphäre wird Stück für Stück aufgebaut, der Fall entfaltet sich intensiv und emotional. Keine übertriebenen Twists, keine Effekthascherei – und genau das macht es so stark. Jede Szene bringt die Handlung spürbar voran. Ich mochte es sehr, zuerst in der Geschichte anzukommen und dann in die Befragungen einzutauchen. Es macht Freude, selbst mitzurätseln und ein kluges Ermittlerteam zu begleiten. Der Fall ist komplex, und die 30 Jahre Abstand erschweren die Auflösung. Trotzdem – oder gerade deshalb – baut sich eine starke emotionale Verbindung zu den Figuren auf. Die Geschichte bleibt in der Gegenwart verankert. Was damals geschah, erfahren wir durch Erzählungen – es gibt keine Rückblenden, und das funktioniert erstaunlich gut. Skybäck zeigt hier eindrucksvoll, wie man mit erzählerischem Können eine Geschichte trägt. Für mich gehört sie damit zu den ganz Großen – sie erinnerte mich stellenweise an Charlotte Link.

**** Empfehlung? ****

Ein kluger, ruhiger und emotionaler Spannungsroman mit Tiefe und Stil. Wer echte Atmosphäre und starke Figuren liebt, sollte Skybäck unbedingt lesen!
32 reviews
July 17, 2025
Mit Eisenblume liefert Frida Skybäck den zweiten Fall für das Ermittlerduo Fredrika Storm und Henry Calment – ein Krimi mit düsterer Atmosphäre, historischen Bezügen und einem komplexen Fall, der in einer verlassenen Psychiatrie seinen Anfang nimmt.

Der Fund einer Leiche in den Ruinen einer alten Klinik führt zu Ermittlungen, die tief in die Vergangenheit reichen. Könnte es sich um einen der Patienten handeln, die in den 1980ern spurlos verschwanden? Die Idee, reale medizinhistorische Hintergründe – wie die umstrittene Praxis früher psychiatrischer Einrichtungen – aufzugreifen, verleiht dem Krimi Tiefe und Authentizität. Besonders spannend ist, wie sich Fredrikas persönlicher Hintergrund in den Fall einwebt, da sie neue Hinweise zum Verschwinden ihrer Mutter erhält.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig, die Kapitel übersichtlich. Dennoch plätschert die Handlung über weite Strecken etwas dahin. Die Ermittlungen geraten ins Stocken, Wendungen lassen lange auf sich warten – erst im letzten Drittel zieht das Tempo deutlich an. Dann wird es spannend und fesselnd, wenn auch etwas spät. Das Ende selbst polarisiert: Für manche überraschend, für andere vielleicht etwas enttäuschend.

Die beiden Hauptfiguren sind solide gezeichnet, wirken in ihrer Dynamik aber etwas stereotyp – Fredrika als ehrgeizige Ermittlerin mit emotionalem Gepäck, Henry als skeptischer Kollege. Etwas mehr Tiefe und Entwicklung im Verhältnis der beiden hätte dem Roman gut getan.
Profile Image for Julien Ilsitz.
236 reviews1 follower
August 1, 2025
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Und wieder fange ich eine Reihe mittendrin an, aber hey, diesesmal ist es immerhin der zweite Band😂 Bei dem Krimi "Eisenblume" von Frida Skybäck handelt es sich um den zweiten Teil der "Fredrika Storm"-Reihe.

Kurz zur Geschichte: In einem alten Krankenhaus wird in der Wand eine Leiche eingemauert gefunden. Vor 30 Jahren sind dort zwei Jugendliche verschwunden und der Fall wird neu aufgerollt.

Erstmal muss ich sagen, ich stehe total auf Cold Cases. Irgendwie hat ein Buch was, wo alte Fälle aufgerollt werden. Dazu spielt das ganze noch in Schweden, was ich echt super finde😍

Da es aber in Schweden spielt, haben die Protagonisten natürlich schwedische Namen und da muss ich zugeben, bin ich öfters mal durcheinander gekommen. Trotzdem sind die Protagonisten super dargestellt worden.

Allgemein die Ermittlungsarbeit finde ich gut dargestellt. Sowas erweist sich ja nach 30 Jahren nicht gerade einfach. Die Spannung hält sich konstant auf einem guten Niveau. Hätte etwas mehr sein können, war aber so ganz angenehm. Beim Ende natürlich steigert sie sich nochmal.

Der Krimi liest sich auch sehr schnell weg. Das liegt zum einen an die schönen kurzen Kapitel und zum andern auch an die tolle Schreibsweise.

Man muss übrigens den ersten Teil nicht zwangsläufig gelesen haben. Es kommt zwischendurch was davon vor, aber es ist kein weiterführender Krimi.

Alles in allem kann ich dem Buch getrost eine Leseempfehlung aussprechen und freue mich auf weitere Bücher der Autorin😊
24 reviews
June 21, 2025
'Eisenblume' von Frida Skybäck entführt den Leser in die dunklere Vergangenheit, in der psychiatrische Einrichtungen nicht nur menschenfreundlich agierten - oder aus einem anderen Menschenbild heraus.

Ein klassischisches Cover, ganz in den schwedischen Farben gekb und blau gehalten, setzt den gekonnte Auftrakt. Der zweite Teil dieser Krimiserie um den Hauptdarstellerin Fredrika Storm entwickelt sich schnell und verfolgt zwei Handlungsstränge. Einen um zwei verschwundene Patienten in den 89ern und einen zweiten um die verschwundene Mutter von Fredrika.

Die Autorin beschreibt zu Beginn des Romans die Hintergründe für die Geschichte, die als gute Vorlage dienen, auch den historisch angelehnten Kontext besser zu verstehen.

In kurzen Kapiteln springt sie zwischen den verschiedenen Habdlungen hin und her. Das ist zwar kurzweilig, weiß aber dennoch ein paar Längen auf. Dank des leichten Schreibstils habe ich das Buch dennoch weitergegeben, auch wenn es manchmal etwas dahinplätscherte und aus meiner Sich zu wenig Zug nach vorne entwickelte. Frida Skybäck vermag es aber, bis zum Ende unerwartete Wendungen einzubauen, was die Spannung dann doch hochhält.

Fazit: ein solider Skandinavienkrimi, gut geignet als Sommerlektüre.
Profile Image for Samuel.
19 reviews
June 22, 2025
Spannung pur

Zwei Jugendliche finden durch Zufall in einer verlassenen Psychiatrie eine Leiche, die in einer Wand versteckt wurde. Schnell sind Angehörige einer in den Achtzigern verschwundenen Patientin vor Ort und drängen die Ermittler dazu, den Cold Case wieder aufzunehmen. Die sympathische schwedische Ermittlerin Fredrika Storm und ihr Kollege Henry Calment ermitteln, was vor 35 Jahren in der Anstalt passiert ist - und dann kommt es zu einem weiteren Todesfall.

Ich bin sehr schnell in die Geschichte reingekommen, die Spannung steigt schnell an und die kurzen Kapitel ermöglichen ein schnelles Lesen. Der Schreibstil gefällt mir gut. Die Figuren sind teils komplex geschrieben, teils etwas oberflächlicher und man lernt die Hauptfiguren auch außerhalb der Ermittlungen etwas kennen, was mir persönlich zusagt.

Der Krimi entwickelt sich in eine ungeahnte und unvorhersehbare Richtung und verliert dabei die Spannung nicht. Mir gefällt zudem, dass ein Thema, das kaum aufgearbeitet wird, hier Platz findet: Die Behandlung von psychisch Kranken in der Vergangenheit. Man merkt, dass die Autorin gute Recherche geleistet hat und so die, die aufgrund ihrer Erkrankung nie eine Stimme hatten, zu Wort kommen lässt.
144 reviews
July 23, 2025
Spannender Cold Case

Eine Psychiatrie, die vor Jahren außer Betrieb genommen wurde. Ein alter Vermisstenfall. Das ist die spannende Ausgangslage in „Eisenblume“.
Frederike Storm und Henry Calment sollen sich um einen Leichenfund in der Psychiatrie von Lund kümmern. Dabei handelt es sich um einen Vermisstenfall aus den 80er Jahren. Je mehr sie ermitteln, desto mehr Abgründe tun sich auf…
Ich finde den Plot spannend. Ein alter Fall bringt für gewöhnlich Geheimnisse mit sich, von denen kaum jemand etwas ahnt. Auch in diesem Fall sind viele Geheimnisse und Mythen mit dem Fall verknüpft. Das sind alte Familienfehde genauso wie Streit oder Schicksalsschläge. Dazu passt Skybäcks beschreibender und gefühlvoller Schreibstil. Für die nötige Spannung sorgen offene Fragen, die zwischendurch auftauchen sowie Plottwists.
Allerdings gibt es durchaus Punkte, die ich nicht mochte. So wurde manches in die Länge gezogen, was verhältnismäßig unwichtig war. Hinzukommt, dass nicht immer alles Sinn machte. So verstehe ich den Schluss nur bedingt.
Insgesamt gebe ich vier Sterne und freue mich auf ein neues Buch der Autorin.
214 reviews24 followers
June 24, 2025
Ein interessantes Cover. Das Vorwort über damalige Behandlungsmethoden läßt einen erschaudern.
Die Geschichte ist unglaublich. Nach > 30 Jahren wird eine Leiche in der Wand eines aufgegebenen Krankenhauses gefunden. Dazu noch auf einer psychiatrische Station.
Die Aufgabe ist für die ins B - Team versetzte Kommissarin Frederika und ihren smarten Kollegen Henry eine schier unlösbare Aufgabe. Unter Druck der Vorgesetzten , der Medien und einer Selbsthilfegruppe ermitteln sie in Fsalle des Verschwindens zweier Patienten vor 30 Jahren. Das ehehmalige Personal mauert bei den Aussagen, den ehehmaligen Patienten glaubt man nicht und die damaligen Ermittlungen verliefen unbefriedigend.
Auf wen kann mam sich verlassen? Wer schützt wen?
Dazu kommt noch ein verzwicktes Familienleben beider Ermittler.
Der Schreibstil ist manchmal zu verwinkelt, aber das Thema auch.
Ich gebe eine klare Leseempfehlung.
403 reviews
August 1, 2025
Jugendliche finden in der ehemaligen Psychiatrie von Lund eine Leiche, die in einer Wand verborgen war. Fredrika Storm und ihr Kollege Henry Calment werden mit den Ermittlungen zu diesem Cold Case beauftragt und so kommt nach langwierigen Nachforschungen ein gut gehütetes, altes Geheimnis ans Licht. Doch dann ereignet sich dort ein weiterer verdächtiger Todesfall.

Dies ist der zweite Fall für das ungleiche Ermittler-Duo Fredrika und Henry, die sehr unterschiedlich sind, aber vielleicht gerade deshalb so gut zusammenarbeiten. Dieser Cold Case erweist sich als äußerst schwierig zu lösen, da die damaligen zuständigen Polizisten sehr schlampig gearbeitet haben. Und nach dreißig Jahren ist es nicht so einfach, noch Zeugen zu finden, die sich an etwas Relevantes erinnern.

Es ist von Vorteil, wenn man den ersten Teil kennt, denn der wird immer wieder erwähnt. Mir hat auch der zweite Teil wieder sehr gut gefallen und ich fand ihn spannend bis zum Ende.
251 reviews2 followers
June 28, 2025
Eisenblume – Frida Skybäck

(Anzeige | Rezensionsexemplar)

4/5 Sterne

Ich habe Schwarzvogel, den erste Teil der Reihe, schon vor längerer Zeit gelesen und konnte mich nicht mehr wirklich an den Inhalt und die Personen erinnern. In den zweiten Teil habe ich trotzdem gut reingefunden, da die wichtigsten Aspekte (auch die Auflösung des ersten Falls!) am Anfang aufgegriffen werden. Man kann das Buch also meiner Meinung nach auch ohne den ersten Teil lesen, empfehlen würde ich es aber trotzdem der Reihe nach.

Das Buch hat mich mit seinem angenehmen Schreibstil und dem interessanten Fall aus einem kleinen Lesetief geholt. Für mich ist es nicht das spannendste oder beste Buch des Jahres, aber es ist ein solider Krimi, den ich spätestens nach der Hälfte nicht mehr aus der Hand legen wollte.

Obwohl das Privatleben der beiden Hauptermittelnden thematisiert wird, hätte ich mir ein wenig mehr Tiefe bei den Charakteren gewünscht. Insgesamt hätte das Buch für meinen Geschmack ein bisschen mehr Spannung vertragen können, aber es ist nun mal kein Thriller.

Bei der Auflösung bin ich mir gerade noch nicht sicher, ob ich damit zufrieden bin. Einen Teil hatte ich schon erwartet, aber insgesamt war das Ende nicht ganz das, was ich erwartet hatte.
Profile Image for Luc Jäger.
19 reviews1 follower
December 5, 2025
Jeder hat eine Lieblingskrimireihe - und ich denke ich habe mit Fredrika Storm meine gefunden. Wirklich gut geschriebene Krimis, herrlich für einen entspannten Tag am Strand.
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