Zwei ungleiche Brüder und ein tragischer Vorfall – der die Kulissen einer scheinbar intakten Familie ins Wanken bringt. Ein überwältigender Roman – poetisch, direkt und unerwartet humorvoll.
Lenny hat seinen älteren Bruder Jakob immer bewundert. Den Großen, den Alleskönner. Doch jetzt ist Jakob tot. Lenny beginnt, Fragen zu stellen. Wer war sein Bruder? Wer ist er selbst? Und was, zum Teufel, ist der Sinn des Lebens ohne Jakob? Da trifft Lenny auf Rosa. Sie kannte seinen Bruder. Besser als er ahnt …
Das Buch war Ok aber kein Meisterwerk, 10 Seiten waren spannend der Rest langweilig und Quälerei. Vllt hat es mir auch nur nicht gefallen weil es ein Schulbuch war.
Gute, spannende (ungewöhnliche) Geschichte - gut erzählt. Dieses Buch hat die Nominierung für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2015 durchaus verdient.
Lenny hat es mit seiner Familie nicht leicht. Sein Bruder Jakob ist bei einer Klettertour ums Leben gekommen, die Mutter ist tablettenabhängig und verarbeitet den Tod ihres Erstgeborenen nur sehr schwer. Auch der Vater findet keinen richtigen Weg zurück ins Leben, sehr zum Leid von Lenny, der sich nicht nur verlassen sondern auch vergessen vorkommt. Unsichtbar. Doch dann geschieht etwas an Jakobs Beerdigung, was Lenny aufhorchen lässt. War der Tod seines Bruders vielleicht gar kein Unfall? Und was macht dieses fremde Mädchen an seinem Grab? Lenny geht dem Ganzen auf die Spur und gerät damit noch mehr auf Kriegsfuß mit seinen Eltern. Aber er muss wissen, was wirklich passiert ist.
Ich habe mich schon während der ersten Hälfte des Buches damit abgefunden, dass es für mich kein Meisterwerk ist. Es gibt positive wie negative Dinge, wobei ich sagen muss, dass mich die negativen Aspekte eher gleichgültig werden ließen. Ich tat all das, was mir nicht gefiel mit einem Schulterzucken ab und las einfach nur weiter, um zu wissen, wie es zu Ende geht und was mit Jakob wirklich passiert ist. Was mir an dem Buch gut gefallen hat war der Zugang zu den Charakteren. Sie waren wirklich authentisch und so gestaltet, dass man sich als Leser gleich mit ihnen zusammentun konnte. Allerdings blieb das richtige Mitgefühl bei mir aus. Das, was in der Geschichte teilweise angesprochen wird und passiert, ist wirklich krass, aber ergriffen hat es mich jetzt nicht. Es war so, als sähe ich mir die Nachrichten an, denke mir 'Ach, wie blöd', aber zucke die Schultern, weil es mich nichts angeht und zappe zum nächsten Programm. Und das zog sich nun mal leider durch das ganze Buch und ich muss ehrlich sagen, dass ich aus der Langeweile heraus manche Seiten wirklich nur überflogen habe und das obwohl das Buch schon so wenige Seiten hat. Ansonsten kann ich das Buch aber weiterempfehlen, denn erstens sind Geschmäcker immer verschieden und zweitens ist die Geschichte an sich wirklich toll. Leider nur vom Schreibstil her nicht mein Ding. Es konnte mich nicht fesseln, aber dafür vielleicht sehr viele andere, vor allem, weil es eben eine kurzweilige Geschichte für zwischendurch ist, die aber eigentlich viel zum Nachdenken und auch zum Verarbeiten bietet. Für mich blieben einige Dinge am Ende jedoch etwas ungeklärt. Nicht, was die Situation an sich betraf, sondern das Gefühlsleben gewisser Personen. Mir wurde darauf zu wenig eingegangen und man könnte denken, dass es scheinbar nicht schlimm ist, im Leben mal leichtsinnig zu handeln. Mir war das doch zu wenig lehrreich in dem Moment und eben von den Emotionen her gab es da keine gute Basis. Dennoch: Wer Lust hat, sollte zu dem Buch greifen.
Für Lenny war sein älterer Bruder Jakob immer ein Held, zu dem er aufgeschaut hat, doch nun ist er tot und Lenny beginnt sich Fragen zu stellen. Wer war sein Bruder? Kannte er ihn überhaupt wirklich? Auf seiner Suche nach Antworten trifft er auf Rosa, die seinen Bruder kannte, besser als er vielleicht …
Dieses Buch ist mir letztes Jahr zum ersten Mal untergekommen, weil ich mir aber auf den Inhalt nicht wirklich einen Reim machen konnte, ist es dann doch irgendwie in Vergessenheit geraten. Nun, wie so oft, kam Meister Zufall um die Ecke und das Buch zu mir.
Schon nach den ersten Seiten erfährt man, dass Lennys Bruder beim Bergsteigen tödlich verunglückt ist, alleine schon, wie man mit Trauer umgeht, hätten dieses Buch sicherlich gefüllt, doch es geht auf eine andere Ebene hinaus. Jakob war ein erfahrender Bergsteiger, so will es Lenny nicht so recht glauben, dass er alleine unterwegs war und dabei abgestürzt ist. Niemals würde er alleine gehen, dafür ist es zu gefährlich. Seine Eltern wollen dieses Gedanken gar nicht aufkommen lassen und verkriechen sich.
Dieses schmale Büchlein hat mich bis zur Hälfte auf ungeahnte Weise berührt. Ich habe mich nichts erwartet und unglaublich viel bekommen. Es fällt schwer zu sagen, was genau all die Gefühle ausgelöst hat, aber sich mich Lenny auf die Spuren seines Bruder zu begeben, ist voller Emotionen, die mich als Leser mitgerissen haben. Besonders auch, weil er alleine gelassen wird, seine Eltern kämpfen mit ihren eigenen Problemen, wollen nichts hören und so macht Lenny sich alleine auf, seine Gedanken zu sortieren, was extrem aufwühlend ist.
Wer war Jakob? Für Lenny war er der große Bruder, den er nachzustreben versuchte, für seine Eltern war er das Wunderkind, welches nie Probleme bereite, doch war Jakob wirklich so oder hatte er etwas unter der Oberfläche verborgen? Hat sein innerer Dämon ihn gefangen genommen, dass er letztlich nur diesen einen Ausweg kannte?
Ab der Hälfte flacht die Geschichte ziemlich schnell ab und verliert an Intensität. Rosa taucht auf und gerade ihre Beziehung zu Jakob war für mich viel zu schnell aufgedeckt und abgehandelt. Ich denke, da hätte es durchaus mehr Seiten geben können, die dem Buch gut getan hätten, um alles wieder mit so vielen Emotionen zu füllen, wie den ersten Teil.
Das Buch ist wunderbar geschrieben, lässt sich leicht und rasch lesen, nur leider ist der Bruch in der Mitte ziemlich gravierend. Es macht die Geschichte nicht schlecht, sie bleibt immer noch lesenswert, aber doch blieb ich letztlich ein wenig enttäuscht zurück, auf Grund der vergebenen Chancen, Jakobs Gedanken besser kennenzulernen.
Für mich ein kurzes, aber doch tief bewegendes Buch. Trotz oder gerade wegen der starken Emotionen so eins, das man mit gutem Gefühl im Bauch beendet und gerne gelesen hat. Die vom Autor aufgegriffenen Themen (der Tod, die Familie, die Liebe, das Leben) wurden sehr schlüssig bearbeitet. Ich möchte hier gar nicht viel verraten, da es ziemlich schwierig ist, nichts vorwegzunehmen. Meiner Meinung nach ist man mit dem knappen Klappentext ausreichend informiert. Die Figuren waren sehr schön gezeichnet, vor allem in den Protagonisten Lenny konnte man sich gefühlsmäßig gut hineinversetzen, er schildert die Beziehung zu seinem Bruder durch Erinnerungen, ein bisschen Philosophie ist auch dabei. Die Handlung selbst ist nicht ganz perfekt gelungen, einiges ist im Vorhinein vermutbar. Die Spannung bleibt aufgrund vieler Fragen seitens des Lesers trotzdem aufrecht erhalten. Man muss wissen, warum der Bruder ein Held war, wie die Familie auf den Tod reagiert, was mit Lenny passiert, ... Für mich auf jeden Fall lesenswert!
Auch wenn es jetzt schon drei Monate her ist,dass ich das Buch gelesen habe,erinnere ich mich noch sehr gut dran.
In diesem Buch geht es um Lenny,der seinen älteren Bruder Jakob verliert. Nachdem Jakob stirbt,fragt sich Lenny,wer sein älterer Bruder war,wer er ist und was der Sinn des Lebens ohne Jakob ist. Jakob,der immer von Lenny bewundert wurde. Jakob,der alles Könner. Jakob,der bereit war in seinen eigenen Abgrund zu schauen, ganz egal, was er dort sehen wird. Jakob,der für Lenny ein Held war. Aber nicht nur Lenny trauert.Wie soll seine Familie es schaffen,ihr gewohntes Leben weiter zu leben,ohne ihren geliebten Sohn Jakob.
Das, was mir an diesem Roman so gefallen hat war, dass es mit dem Thema Tod ohne Reue dran gegangen ist. Dass es für Lenny,zwar traurig, aber in manchen Aspekten auch okay war, dass Jakob gestorben ist. Mir hat außerdem gefallen,dass Lenny versucht hat normal,so weit das möglich ist, weiter zu leben. So wie sein Bruder das bestimmt für ihn gewollt hätte.
Es ist ein wunderschönes Buch. Ich liebe wie der Verfasser der Gedenken von Lenny über der Tod seines Bruder so realistisch macht. Man sieht wie schwierig Lenny es damit hat, wie er es nicht glauben will. Ein Punkt von Kritik ist für mich das vorletzte Kapitel. Dann schlagen der Gedanken von Lenny um und versteht er sein Bruder plötzlich.
Ich musste dieses Buch als Schullektüre lesen, zwei Tage nach dem ich aus der Psychiatrie entlassen wurde und mich hat es sehr getriggert. Die Story ist eigentlich super gut geschrieben aber man sollte auf jedenfall mental stabil sein bevor man anfängt dieses Buch zu lesen. An einen mental stabilen Menschen kann ich dieses Buch nur empfehlen. Für eine Schullektüre war es echt spannend.