Wem kannst du noch trauen, wenn deine Liebsten dich belügen?
Eva führt mit ihrem Mann Daniel und dem gemeinsamen kleinen Sohn das perfekte Leben am Stadtrand. Oft hilft Sofia, die Tochter von Evas bester Freundin Susanne, als Babysitterin aus. Eines Nachts bringt Daniel die Fünfzehnjährige nach Hause, doch am nächsten Morgen ist sie spurlos verschwunden. Eine fieberhafte Suche beginnt. Als Sofias blutbefleckter Pullover gefunden wird, bricht Evas heile Welt zusammen. Ihr Mann beteuert seine Unschuld – doch kann sie seinen Worten Glauben schenken?
Atemberaubend spannend und großartig erzählt – die dunklen Abgründe hinter der Fassade einer glücklichen Familie.
Petra Johann, Jahrgang 1971, ist promovierte Mathematikerin. Sie arbeitete mehrere Jahre in der Forschung und in der Softwarebranche, bevor sie ihre wahre Berufung fand: Menschen umbringen - wenn auch nur auf dem Papier. Damit ihrer Phantasie bei neuen Projekten keine Grenzen gesetzt sind, schreibt Petra Johann keine Serien. Ihre Kriminalromane und Thriller sind Einzelstücke mit wechselndem Personal, in denen es um Themen geht, die Petra Johann faszinieren. Nach Lebensstationen in NRW und Bayern lebt und schreibt Petra Johann mittlerweile in Niedersachsen.
Ich liebe die Spannungsromane von Petra Johann. Ganz besonders mochte ich "Der Buchhändler", den ich immer gerne weiterempfehle. Eine tolle Milieustudie! Genau diesen Blick hinter die Kulissen beherrscht die Autorin perfekt! Auch diesmal rätseln wir, wer hinter der gutbürgerlichen Fassade ein Geheimnis bewahrt....
Eva und Susanne sind schon sehr lange allerbeste Freundinnen. Als Susanne ihre heute 15jährige Tochter Sofia alleine aufziehen musste, war Eva immer zur Stelle. Gemeinsam waren sie für das Mädchen da und ihre kleine Patchwork- Familie. Seit Eva mit Daniel verheiratet ist, passt Sofia des Öfteren auf deren Sohn Linus auf. Das Verhältnis zwischen allen ist sehr freundschaftlich. Als Eva und Daniel, sowie auch Susanne mit ihrem aktuellen Freund Axel eine Party besuchen, ist es wieder Sofia, die bei Linus bleibt. Während Susanne annimmt, dass ihre Tochter bei Eva und Daniel später übernachten wird, möchte Sofia lieber nach Hause gefahren werden. Daniel bringt die Fünfzehnjährige nach Hause, doch am nächsten Tag ist das Mädchen verschwunden. Was ist passiert, nachdem Sofia aus dem Auto ausgestiegen ist?
Sofia ist eine Einzelgängerin, die kaum Freundschaften pflegt, aber sich für Vieles interessiert. Sie ist nicht unbeliebt und wird auch nicht gemobbt, aber sie bleibt am liebsten für sich. Umso schwieriger ist es für die Kriminalpolizei mehr über sie zu erfahren. Schnell kommen Erinnerungen an den Disco-Mord hoch. Die damals neunzehnjährige Jennifer wurde vor 15 Jahren vergewaltigt und ermordet. Der Täter wurde bis heute nicht gefunden. Dieser Cold Case bleibt als roter Faden bestehen. Die Autorin eröffnet damit eine zusätzliche Perspektive, die Spannung aufbaut und mit dem Verschwinden von Sofia verwoben wird. Ihr gelingt es perfekt nach einem eher ruhigen Einstieg die Spannungskurve zu steigern, dass man als Leser gerne dran bleibt.
Der Kriminalroman wird aus der Sicht von Eva, sowie aus der von Kriminalkommissarin Heidi Westphal erzählt. Dazwischen gibt es auch einige Passagen in kursiver Schrift, die Fragen aufwerfen. Diese werden aber schneller beantwortet, als ich eigentlich dachte.
Wie auch in ihren anderen Büchern legt die Autorin den Schwerpunkt des Spannungsromans auf ihre Charaktere. Man spürt, wie das Verschwinden von Sofia ihr Leben völlig auf den Kopf stellt und sie verändert. Die angespannte Atmosphäre und die Suche nach Sofia war jederzeit spürbar. Es geht um Freundschaft, Familie und Vertrauen. Die Charaktere sind toll gezeichnet und trotzdem fragt man sich mit der Zeit immer wieder, ob einer von ihnen vielleicht doch nicht die Wahrheit sagt und wem man eigentlich trauen kann?
Der im Klappentext beschrieben blutbefleckte Pullover ist nicht nur eine Kapuzenjacke, sondern kommt auch erst im aller letzten Drittel vor. Immer öfters verzichte ich darauf Klappentexte zu lesen, bevor ich mit dem Buch starte, denn diese beschreiben oft zu viel oder einfach Dinge, die gar nicht oder anders geschehen.
Die Auflösung ist schlüssig, hat mich aber nicht ganz überzeugt. Trotzdem hat mich auch dieser neue Kriminalroman/Spannungsroman der Autorin wieder sehr gut unterhalten.
Fazit: Wieder eine überzeugende Geschichte von Petra Johann, auch wenn ich "Wem du traust" etwas schwächer als "Der Buchhändler" und "Die Schwester" finde. Dennoch hatte ich spannende Lesestunden und freue mich auf das nächste Buch der Autorin.
Dies war mein erstes Buch von Petra Johann und da ich keine große Krimi-Leserin bin, war mir die Autorin vorher auch kein Begriff. Der Klappentext hat mich aber überzeugt, dennoch zu diesem Kriminalroman zu greifen.
Die verschiedenen Erzählperspektiven haben für die Geschichte gut funktioniert: da ist einmal Heidi, die im Verschwinden der 15-jährigen Sofia ermittelt, und Eva, die als beste Freundin von Sofias Mutter fast schon eine Zweitmutter für die Jugendliche ist. Nachdem diese aber nach dem Babysitten von Evas Mann nach Hause gefahren wird und am nächsten Tag verschwunden ist, weiß Eva nicht mehr, wem sie trauen kann.
Wie gesagt, normalerweise lese ich nicht viele Krimis, da mich normalerweise die Polizeiarbeit nicht so interessiert. Hier fand ich die Perspektive der Ermittelnden aber echt spannend, vor allem, da im Laufe der Geschichte noch ein Cold Case beleuchtet wird.
Außerdem hat mir die Freundschaft zwischen Eva und Sofias Mutter Susanne wirklich gut gefallen. Sie sind gemeinsam schon durch alle Höhen und Tiefen gegangen und ihre Verbundenheit und Konflikte werden authentisch dargestellt.
In der Geschichte werden viele Themen aufgegriffen, die an dieser Stelle aber Spoiler beinhalten würden. Ich kann aber sagen, dass mir das Buch sehr nahegegangen ist und einfühlsam mit schwierigen Motiven umgeht.
Meine Meinung Wem du traust“ von Petra Johann hat mich auf eine Weise berührt, überrascht und beschäftigt, wie es nur wenige Thriller schaffen. Es ist nicht nur ein Spannungsroman – es ist eine Geschichte über Nähe, Vertrauen und darüber, wie schnell ein ganzes Leben ins Wanken geraten kann, wenn Gewissheiten zerbrechen. Je weiter ich gelesen habe, desto mehr hatte ich das Gefühl, Teil dieser Familie zu sein, Zeuge einer Katastrophe, die sich langsam, aber gnadenlos entfaltet. Was mich von Anfang an gefesselt hat, war die Normalität, die das Buch ausstrahlt. Eva, Daniel, ihr kleiner Sohn – das alles wirkt wie ein ganz gewöhnliches Familienleben. Kein Drama, keine großen Konflikte. Und genau deshalb trifft es mich als Leser umso heftiger, als Sofia verschwindet. Es ist diese Vorstellung, dass das Schrecklichste oft dann passiert, wenn wir uns am sichersten fühlen. Dieser Moment, in dem der Boden plötzlich nachgibt. Für mich war das der Augenblick, wo aus Neugier echte Betroffenheit wurde. Ich habe unglaublich stark mit Eva mitgefühlt. Ihre Gefühle sind so fein, so ehrlich beschrieben, dass ich sie fast körperlich spüren konnte: dieses nagende Misstrauen, das man eigentlich nicht zulassen will; die Angst, dass der Mensch, den man liebt, nicht der ist, für den man ihn gehalten hat; die Hoffnung, dass alles doch nur ein Missverständnis ist. Ihre emotionale Achterbahnfahrt ist so glaubwürdig, dass ich mich mehrmals gefragt habe, ob ich an ihrer Stelle überhaupt noch klar denken könnte. Was mich dabei besonders beeindruckt hat, ist der Schreibstil von Petra Johann. Er ist ruhig, unaufgeregt und dennoch voller Spannung. Sie baut kein lautes Drama auf, kein künstliches Tempo – stattdessen lässt sie die Situation organisch wachsen. Die Atmosphäre ist dicht, fast bedrückend, aber nie übertrieben. Jeder Satz hat ein Gewicht, jede Szene erfüllt einen Zweck. Der Stil wirkt klar, fast sanft, und gerade deshalb entfaltet die Geschichte eine enorme Wucht. Man rutscht Kapitel für Kapitel tiefer hinein. Die Charaktere sind ebenfalls herausragend gestaltet. Daniel zum Beispiel ist so ambivalent, dass ich ständig zwischen Sympathie und Skepsis geschwankt habe. Man will ihm glauben, aber gleichzeitig fragt man sich, ob er mehr weiß, als er zugibt. Auch Susanne ist eine Figur, die mit ihren eigenen Sorgen, Ängsten und blinden Flecken kämpft – und durch sie wird deutlich, wie fragil Freundschaften werden können, wenn ein Kind verschwindet. Jede Figur trägt ein Stück des Mysteriums in sich, und man ertappt sich selbst dabei, jedem abwechselnd zu misstrauen. Zudem setzt die Autorin viele kleine Wendungen ein, die so geschickt platziert sind, dass sie mich jedes Mal neu überrascht haben. Nichts wirkt konstruiert, nichts dient nur dem Effekt. Jede neue Erkenntnis fügt sich später zu einem stimmigen Gesamtbild zusammen. Am Ende saß ich wirklich kurz da und musste erst einmal durchatmen – so intensiv war das Gefühl, das mich beim Lesen begleitet hat. Was mir nach dem Ende besonders nachging, war die zentrale Frage des Buches: Wie gut kennen wir die Menschen wirklich, mit denen wir unser Leben teilen? Diese Frage bleibt im Kopf, auch nachdem man das Buch zugeklappt hat. Und sie ist unbequem – aber genau deshalb wirkt die Geschichte so lange nach. Für mich ist „Wem du traust“ ein außergewöhnlicher Psychothriller. Tiefgründig, emotional packend, realistisch erzählt und mit einer Atmosphäre, die mich bis zur letzten Seite festgehalten hat. Es ist eines dieser Bücher, die man nicht nur liest, sondern erlebt.
WEM DU TRAUST, ist am 08.12.2025 vom Aufbau Verlag veröffentlicht worden.
Die Schriftstellerin Petra Johann ihres Zeichens promovierte Mathematikerin, konnte mich absolut mit dieser Erzählung überzeugen.
- Nach der Lektüre ist mir klar, wie sehr ihr mathematischer Verstand die Logik & Konsequenzen in dieser Story beeinflusst hat.- Toll gemacht!
Buchgestaltung: Das geheimnisvoll wirkende, düstere Coverbild lebt von seiner Ausstrahlung & dem nicht klar erkenntlichen Gemeinsamkeiten mit der Story dahinter. Mich brachte es dazu, den Klappentext & die Leseprobe genau zu studieren. Und das ist ja der Sinn eines Coverbilds: neugierig machen. Bei mir hat das zu 100 % geklappt.
Worum geht's? Eine ganz normale Familie. Mutter Eva, Vater Daniel & ihr gemeinsamer kleiner Sohn. Sofia, die Tochter von Eva's bester Freundin Susanne, hilft des Öfteren als Babysitterin aus. Eva's Mann Daniel bringt die 15-jährige Sofia nach ihrem Sitter - Einsatz wieder nach Hause. Am nächsten Morgen ist Sofia nicht mehr auffindbar.
Fazit meines Leseerlebnisses:
In diesem Buch wird der Lesende von der ersten Seite an ermutigt, selber Schlussfolgerungen zu ziehen und mental aktiv mitzurätseln, zu vermuten & zu erforschen. Der Erzählstil ist mitreißend und erlaubt mir deshalb nur selten eine Lesepause. Zu dicht sind die aufgedeckten Fragen, Vermutungen und die Tiefen des Misstrauens, welche sich steig weiterentwickeln. Die gesamte Story hat einen logischen Verlauf & ist gespickt, mit Überraschungen und Wendungen, die ich nicht annehmen konnte. Das Finale birgt eine noch größere Überraschung. Hier wurden Struktur, Logik, menschliche Emotionen & Abgründe zu einem perfekten Spannungscocktail gemischt.
Analyse: Das gesamte Buch kann mich mit seinen guten Kapiteleinteilungen, der Nutzung von unterschiedlichen Fontstilen, & der pointierten Erzählung aus der Sicht einer der Hauptprotagonisten, überzeugen. Schon aufgrund dieser detailorientierten Planung und Ausführung in der Buchausgestaltung kann man auf die Qualität der Erzählung schließen. Hier wurde sich Mühe gegeben, das Buch insgesamt glänzen zu lassen. Und, das ist sehr gut gelungen.
Storyline: Die Hintergrundstory nimmt uns mit in ein deutschlandweites Familiengefüge. Eine Situation, die viele von uns täglich selber erfahren oder beobachten können. Nur zu leicht ist es gerade deshalb, die tiefen Abgründe zu erkennen, denen sich die Protagonisten ausgesetzt sehen. Nicht nur geht es um die erzählte Geschichte, auch ich fange an, meinen lesenden Beobachtungen nicht mehr zu 100 % zu vertrauen. Immer wenn ich dachte, ich weiß wie sich alles weiter entwickeln könnte, war eine Überraschung in den nächsten Zeilen zu lesen.
Plot - Fazit: Es ist mir immer sehr wichtig, dass ich das Ende nicht vorhersagen kann. Nachdem ich viel lese, ist es nicht einfach mich zu überraschen. Hier ist es der Schriftstellerin aber gelungen. Ich habe spannende und mitreißende Lesestunden mit diesem Buch erfahren.
Deshalb empfehle ich - WEM DU TRAUST- allen, die gerne lesen und Überraschungen jeglicher Form lieben.
Vorweg: Das EBook habe ich als Rezensionsexemplar erhalten dürfen.
Der Psychothriller "Wem du traust" von Petra Johann ist ein spannendes Buch über Vertrauen, Lügen und die Abgründe, die sich hinter einer scheinbar perfekten Fassade verbergen.
Im Mittelpunkt steht Eva, die mit ihrem Mann Daniel und ihrem kleinen Sohn ein ruhiges Familienleben führt. Alles scheint harmonisch, bis eines Abends die 15-jährige Sofia, die Tochter ihrer besten Freundin Susanne, verschwindet. Sie hatte wie so oft auf Evas Sohn aufgepasst – und Daniel hat sie als Letzter gesehen, bevor sie spurlos verschwand. Schon bald wird ein blutbefleckter Pullover gefunden, und die Polizei beginnt zu ermitteln. Für Eva beginnt ein Albtraum: Je mehr Fragen gestellt werden, desto mehr bröckelt das Bild ihrer heilen Welt.
Besonders intensiv ist die Darstellung von Evas innerem Konflikt. Sie will ihrem Mann glauben, doch die Zweifel wachsen mit jedem Tag. Kleine Ungereimtheiten, verdächtige Erinnerungen und Daniels ausweichendes Verhalten lassen sie immer stärker an ihm zweifeln. Gleichzeitig wird ihre Freundschaft zu Susanne auf eine harte Probe gestellt. Wer sagt die Wahrheit? Wem kann man wirklich trauen, wenn plötzlich alles auf dem Spiel steht?
Petra Johann gelingt es gut, psychologische Spannung zu erzeugen, ohne auf blutige oder brutale Szenen angewiesen zu sein. Stattdessen lebt das Buch von emotionalem Druck und der ständigen Frage, ob Eva sich selbst und ihrem Umfeld noch trauen kann.
Die Geschichte wird aus 3 Perspektiven erzählt: Eva (ich-Perspektive), der Kommissarin, die den Fall leitet und aus dem Blickwinkel einer unbekannten Person.
Thematisch behandelt das Buch zentrale Fragen menschlicher Beziehungen: Wie gut kennen wir unsere Liebsten wirklich? Was bleibt von Vertrauen übrig, wenn Zweifel gesät sind? Und wie weit würde man gehen, um die Wahrheit zu erfahren – oder um sie zu verbergen?
Mir hat "Wem du traust" gut gefallen. An einigen Stellen hat mir die atmosphärische Dichte leider gefehlt und oft habe ich die Handlungen und das Verhörverhalten der Kommissarin angezweifelt, weil sie oft jeglicher Logik widersprachen (ich habe sehr viele Krimi und Thriller Bücher gelesen). Nichtsdestotrotz zeigt der Psychothriller, wie dünn die Grenze zwischen Wahrheit und Lüge, zwischen Liebe und Misstrauen sein kann.
Gekonnt konstruierter, spannender und kurzweiliger Krimi
Sofia, die Tochter von Evas bester Freundin Susanne, verschwindet spurlos, nachdem sie abends auf Evas kleinen Sohn Linus aufgepasst hat. Nicht nur Susannes, sondern auch Evas Leben geraten daraufhin völlig aus den Fugen. Plötzlich steht nämlich Evas Mann Daniel bei der Polizei unter Verdacht. Er war derjenige, der Sofia zuletzt lebend gesehen hat und seine widersprüchlichen Aussagen werfen Fragen auf. Kann Eva ihm noch trauen? Die Polizei findet heraus, dass sich Sofia vor ihrem Verschwinden auffällig für einen früheren ungeklärten Mordfall interessierte. Hat der gewaltsame Tod der Schülerin Jennifer Mann vor 15 Jahren womöglich etwas mit Sofias Verschwinden zu tun?
Petra Johann erzählt chronologisch, hauptsächlich aus Evas Sicht in der ersten Person. Zudem schildert sie die Ermittlungen der Polizei unter der Leitung von Kriminalhauptkommissarin Heidi Westphal. Zwischendurch sind wiederholt einige Passagen abgedruckt, die die Situation einer anonymen Person darstellen, die sich offensichtlich in Gefahr befindet. Der Roman liest sich abwechslungsreich, unkompliziert und flüssig.
Eva und Susanne sind die besten Freundinnen. Gemeinsam kümmerten sie sich von Geburt an um Susannes Tochter Sofia. Für Eva ist Sofia fast wie eine eigene Tochter. Klar, dass Sofias Verschwinden die normalerweise ruhige und gelassene Eva vollkommen aus der Bahn wirft, zumal sich herausstellt, dass ihr Mann, der sonst so zuverlässige und fürsorgliche Daniel, nicht ganz die Wahrheit über sein letztes Treffen mit Sofia erzählt. Mit Eva fieberte ich beim Lesen mit. Recht sympathisch fand ich auch die erfahrene Polizistin Heidi Westphal, die mit Sofias Fall betraut ist, dabei sehr gründlich vorgeht und nicht nachgibt.
Ist der Mörder von damals zurückgekehrt? Raffiniert legt Autorin Petra Johann im Verlauf ihres Romans „Wem du traust“ immer wieder verschiedene Spuren. Die Zahl der Tatverdächtigen wird dabei größer, auch die Spannung steigert sich zum Ende hin stark. Die Auflösung zum Schluss empfand ich als logisch und nachvollziehbar. Für mich wie schon die bisherigen Romane der Autorin erneut ein packender, unterhaltsamer Krimi.
Sowohl die Inhaltsangabe als auch der Titel machten mich extrem neugierig auf den Kriminalroman "Wem du traust" von Petra Johann, erschienen im Aufbau Verlag.
Petra Johann zog mich schon im Prolog in die Storyline und legte den Spannungsbogen intelligent und gut durchdacht an. Sie erzählt die Geschichte aus der Sicht von Eva, der Mutter des Kindes, das Sofia am Tatabend und in der Nacht beaufsichtigte und zu der sie eine fast schon mütterliche Bindung hat, der Kommissarin und einer unbekannten dritten Person, die sich in einer schier ausweglosen Situation befindet. Diese unterschiedlichen Perspektiven gefielen mir ausgesprochen gut, denn sie beleuchteten das Verbrechen aus verschiedenen Blickwinkeln und so bekam ich einen tiefen Einblick in die Geschehnisse. Dabei arbeitete die Autorin die Charaktere gut aus, und so wirkten sie für mich authentisch. Durch die Einbeziehung eines Cold Case rund um die Vergewaltigung und den Mord an einer jungen Frau vor 15 Jahren bringt die Autorin einen fesselnden zusätzlichen Aspekt ein, der noch mehr Tiefe in die Geschehnisse bringt.
Ab und an hätte ich mir mehr Zug im Storytelling gewünscht, da hier die Handlung bis zu zwei Dritteln des Buches etwas auf der Stelle trat, aber das ist Klagen auf hohem Niveau. Trotz dieser Längen im Storytelling wurde mein Lesefluss nicht gehemmt, was auch durch den bildhaften Schreibstil der Autorin gefördert wurde. Am Schluss liefen alle Fäden schlüssig zusammen, auch wenn ich mit der Auflösung des Falls und den Folgen daraus nicht ganz glücklich war. Aber all das schmälerte mein Lesevergnügen nur minimal. Zwar war für mich "Wem du traust" eher ein Spannungsroman als ein Krimi, da die Autorin ihren Schwerpunkt eher auf die Personen legte, deren Leben von der Tat geprägt wurde, als auf die Ermittlungsarbeit. Trotzdem kann ich euch "Wem du traust" von Petra Johann mit vier von fünf Sternen sehr empfehlen, wenn ihr auf der Suche nach spannender Leseunterhaltung seid.
Kriminalistisches Familiendrama . Im vergangenen Jahr habe ich mit DER STEG mein erstes Buch von Petra Johann gelesen. Das ruhige Krimi-Drama hatte mir so gut gefallen, dass der Nachfolger WEM DU TRAUST quasi blind auf meiner Leseliste gelandet ist. . Darum geht’s: Die 15-jährige Sofia verschwindet, nachdem sie einen Abend als Babysitter im Haus von Eva verbracht hat. Evas Mann Daniel bringt Sofia nachts zwar nach Hause – dort kommt sie aber trotzdem nie an. Prompt gerät Daniel unter Verdacht… . WEM DU TRAUST knüpft von der Anmutung her an das vorangegangene Buch an. Der Schreibstil ist flüssig und ich habe gut in die Geschichte reingefunden. Es geht um zwei Familien, deren glückliche Fassade immer mehr Risse bekommt und schließlich ganz in sich zusammenfällt. Jeder hat Geheimnisse, die nach und nach ans Licht kommen und die Leser:innen immer wieder auf gewisse Fährten locken. Die Story wird größtenteils aus der Sicht von Eva erzählt, die immer mehr an ihrem Mann zweifelt. Wir begeben uns außerdem mit den Ermittlern auf Spurensuche und sind bei ausführlichen Befragungen dabei. Kurze Zwischenkapitel, deren Perspektive und Geschehnisse sich nicht so ohne weiteres einordnen lassen sorgen zusätzlich immer wieder für Spannungsmomente. . Der Krimi ist ein Familiendrama mit psychologischer Tiefe. Ruhig. Subtil. Über weite Strecken recht unaufgeregt. Um den Mittelteil herum hatte ich den Eindruck, dass sich die Handlung etwas im Kreis dreht. Aber Durchhalten lohnt sich, denn der Knoten platzt nochmal. Als die Handlung Fahrt aufnimmt, hat sich bei mir ein Lese-Sog eingestellt, den ich mir einfach konstant über das ganze Buch hinweg gewünscht hätte. Im Vergleich hat mich WEM DU TRAUST nicht ganz so gepackt wie DER STEG, weshalb ich letztendlich 3 Sterne vergebe.
Trau keinem, außer dir selbst „Wem du traust“ ist ein spannender Krimi, der zeigt, wie trügerisch Vertrauen sein kann und wie schnell sich Sicherheiten auflösen – egal, ob es sich um Beziehung oder um Freundschaft handelt. Eva führt mit ihrem Mann Daniel das perfekte Leben. Kleinstadtidylle pur. Oft hilft Sofia, die fünfzehnjährige Tochter von Evas bester Freundin Susanne, als Babysitter aus. Diese ist für Eva wie ihr zweites Kind. Eines Nachts bringt Daniel Sofia nach dem Babysitten nach Haus. Am nächsten Morgen ist sie spurlos verschwunden und die Suche beginnt. Sagt Daniel die Wahrheit? Was verschweigt Susanne und was die Schulkameradinnen? Die Geschichte entwickelt sich ruhig, aber stetig und zieht einen immer tiefer in ein Netz aus Geheimnissen, Zweifeln und unerwarteten Wendungen hinein. Man rätselt von Anfang bis Ende mit, wem man glauben kann und wem nicht. Geschildert wird die Story aus der Perspektive von drei Personen: einer unbekannten, aus der Ich-Perspektive von Eva und aus Sicht der Kriminalhauptkommissarin Heidi, was das Ganze abwechslungsreich macht. Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen, wodurch man schnell vorankommt und das Buch kaum weglegen kann. Kleine Schwächen zeigt der Roman stellenweise im Mittelteil, wo sich einige Szenen etwas ziehen und die Spannung kurzzeitig nachlässt, aber nicht komplett verloren geht. Insgesamt ist „Wem du traust“ ein fesselnder Krimi über Vertrauen, Misstrauen und greift auch Themen wie Misshandlung in der Beziehung auf. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich kann es allen empfehlen, die psychologische Spannung mögen.
3 Sterne sind keine schlechte Bewertung! 3.5 ★ Ein solider, unaufgeregter Thriller, der genau das tut, was er soll, ohne große Überraschungen, aber auch ohne grobe Ausfälle. Die Handlung ist konstruiert, bleibt dabei jedoch im Rahmen des Plausiblen, die Spannung entwickelt sich ruhig und eher geerdet als effekthascherisch. Twist-Sturm oder überdrehte Eskalationen bleiben aus, was dem Roman insgesamt gut bekommt.
Die Figuren sind, genretypisch, nicht besonders tief ausgearbeitet, funktionieren aber: Sie wirken weniger naiv als in vielen schwächeren Thrillern und handeln größtenteils nachvollziehbar. Besonders positiv fiel mir das Ende auf: die Entscheidung der Protagonistin wirkt konsequent und ehrlich und vermeidet eine moralisch fragwürdige Auflösung, die dem Buch im Nachhinein erheblich geschadet hätte.
Thematisch greift der Roman Aspekte wie sexualisierte Gewalt, Machtmissbrauch und häusliche Gewalt auf und verhandelt diese mit einem generischen feministischen Unterton. Das ist nicht subtil, aber insgesamt stimmig umgesetzt und verleiht der Geschichte eine zusätzliche Ebene jenseits reiner Spannung.
Als Hörbuch war der Roman insgesamt gut umgesetzt, auch wenn die sehr präsenten Atemgeräusche der Sprecherin zeitweise irritierend waren. Nach einer Eingewöhnungsphase ließ sich das zwar ausblenden, blieb aber ein kleiner Störfaktor.
Insgesamt kein besonderes Highlight, aber ein qualitativ ordentlicher Thriller: solide geschrieben, thematisch interessant und über dem Niveau vieler seiner Genrevertreter.
Spannende, realistische Aufklärungen In eine idyllische Familiensituation platzt ein Konstrukt aus menschlichem Fehlverhalten und Lügen. All das führt letztendlich zur Aufklärung zweier polizeilich bearbeiteter Fälle: die Lösung des Vermisstenfalles Sofia Ziemiak, 15 Jahre alt und die Aufklärung des Discomordes an der 18-jährigen Schülerin Jennifer Mann vor 15 Jahren. Die systematische und akribische Arbeitsweise der einfühlsamen Kriminalhauptkommissarin Heidi Westphal, 55, gefällt besonders durch ihre nachvollziehbare und logische Ermittlungsarbeit. Neben ihr als sympathische Hauptfigur agieren Eva Kramer und ihre Freundin Suzanne Ziemiak vor allem als liebevolle Mütter. Aus der Sicht dieser drei Frauen entspinnt sich ein spannendes Gefüge voller Verdächtigen. Die Thematik rund um das Asperger-Syndrom wird eingeflochten neben häuslicher Gewalt. Anfangs nur in kursiv gestalteten Passagen ohne Zuordnungsmöglichkeit, jedoch große Angst und Schmerzen andeutend, klärt sich dieser Missbrauch schließlich gegen Ende der Ermittlung. Im tiefgründigen Finale geht es aber auch um den Verlust von Gefühlen wie grenzenlosem Vertrauen, Sicherheit und Geborgenheit in der Familie bzw. in der Ehe.
Eva und Daniel haben das Glück, dass die fünfzehnjährige Tochter ihrer besten Freundin Susanne auf ihren gemeinsamen Sohn Linus aufpasst, wenn sie unterwegs sind. So auch an dem Abend, an dem die Handlung beginnt. Sofia hat das Babysitten von Linus übernommen und wird von Daniel nach Hause gebracht. Dort ist sie jedoch nie angekommen und sie bleibt verschwunden. Mit diesem Schockmoment startet die Handlung. Da Daniel sie zuletzt gesehen hat, gerät er unter Verdacht. Als die Polizei herausfindet, dass Sofia sich für den Mord an einer Schülerin in der Vergangenheit interessiert hat, versucht die Polizei eine Verbindung herzustellen. Die Spannung ist von Beginn an hoch. Ich habe sowohl mit Susanne um den Verlust ihrer Tochter gelitten als auch mit Eva, die nicht mehr weiß, ob sie ihrem Mann noch trauen kann. Gespannt habe ich das Vorgehen der Polizei verfolgt. Obwohl die Zahl der Verdächtigen zunächst wächst, erschien es mir gut durchdacht und schlüssig. Es ist unglaublich spannend, was hier im Verlauf der Ermittlungen alles zutage kommt und wie sich der Fall letztendlich löst. Das Buch ist von der ersten Seite bis zum Schluss spannend und ich kann es Krimifans nur empfehlen.
Eva und Daniel leben mit ihrem kleinen Sohn ein scheinbar perfektes Familienleben. Regelmäßig babysittet Sofia, die Tochter von Evas bester Freundin, bei ihnen. Nach einem dieser Abende bringt Daniel die 15-Jährige nach Hause, doch am nächsten Morgen ist Sofia spurlos verschwunden. Da die Polizei zunächst im Dunkeln tappt, gerät Daniel zunehmend unter Verdacht. Die Szenen und Gedanken werden sehr gut und bildhaft beschrieben, sodass man sich alles gut vorstellen kann. Auch das Misstrauen untereinander sowie die beklemmende Atmosphäre sind deutlich spürbar. Leider wirkten einige Dialoge und Zusammenhänge auf mich etwas zu konstruiert. Zudem hätte ich mir für einen Krimi stellenweise etwas mehr Spannung gewünscht. Insgesamt wirkte die Geschichte auf mich eher wie ein psychologisches Familiendrama als wie ein klassischer Krimi, da die zwischenmenschlichen Konflikte und das Misstrauen im Vordergrund stehen. Obwohl ich relativ früh eine Vermutung über den weiteren Verlauf hatte, empfand ich das Hörbuch dennoch als fesselnd, interessant und unterhaltsam.
Ein Mädchen verschwindet Sofia, die Tochter von Eva bester Freundin, verschwindet spurlos. Daniel, ihr Mann, hat sie in der Nacht nach dem Babysitten wohlbehalten nach Hause gebracht. Oder doch nicht? Daniel gerät unter Verdacht und eine Kette von Zweifeln, Misstrauen und Verdächtigungen wird in Gang gesetzt. Erzählt wird aus der Perspektive der Polizei und von Eva. Dazu gibt es Unterbrechungen aus der Perspektive einer Person, die sich erst am Ende zuordnen lässt. Petra Johann erzählt sehr spannend und fast jedes Kapitel endet mit einem kleinen Cliffhanger. Der Schreibstil ist sehr ruhig, der Fall logisch aufgebaut. Die Charaktere sind authentisch beschrieben und man kann fast alle Handlungen nachvollziehen. An einigen Stellen hätte ich mir etwas mehr Straffung gewünscht, aber das ist auf die gesamte Handlung zu vernachlässigen. Mir hat dieser abwechslungsreiche Krimi mit vielen Wendungen und einer doch unerwarteten Auflösung gut gefallen. Hier gebe ich gerne eine Leseempfehlung.
Eine verschwundene Babysitterin. Eine Schülerzeitung, die auf Missstände aufmerksam macht. Und ein altes Verbrechen , das geheimnisvoll ist. Darum geht es im Krimi „Wem du traust“.
Eva, Daniel und ihr kleiner Sohn leben ein unaufgeregtes Leben mit stabilen Freundeskreis. Ihr Sohn wird regelmäßig von der Tochter von Evas bester Freundin betreut. Doch dann verschwindet Babysitterin Sophia spurlos… Ich persönlich finde den Krimi sehr spannend. Von dem Verschwinden über falsche Spuren bis zu Delikten wie häusliche Gewalt und Manipulation ist alles dabei. Die Emotionen kochen hoch und dennoch gelingt es der Polizei rund um Heike Westphal alles aufzuklären. Gestützt wird die Spannung durch Cliffhanger, detaillierte Beschreibungen und einer passenden Wortwahl. Alles in allem hätte ich das Ende nicht erwartet, aber es macht alles Sinn. Fünf Sterne für diesen gelungenen Krimi ohne zu viel Blut und co.
Zum Inhalt: Eva und Susanne sind befreundet und oft hilft Susannes Tochter Sofia bei Eva und Daniel als Babysitterin aus. An einem Abend bringt Daniel Sofia nach Hause, doch sie verschwindet spurlos. Eine Suchaktion wird gestartet, bleibt jedoch ohne Ergebnis. Immer wieder verstricken sich Personen im Umfeld von Sofia in Widersprüche um sich dann wieder zu korrigieren. Was ist wirklich passiert? Meine Meinung: Ich glaube, ich habe selten ein Buch so verschlungen. Es werden immer wieder Spuren gelegt, man verdächtigt immer wieder jemand anderen um dann wieder festzustellen, dass es da dann doch wieder nicht passt. Ich musste einfach immer weiter lesen, weil es so spannend war. Wie es ausgeht, werde ich sicher nicht verraten, denn dann würde man das Buch kaputt machen, ich möchte nur sagen, alles ist anders als es scheint und das Buch ist absolut lesenswert und mega spannend. Gerade auch die wechselnden Sichtweisen machen es noch besser. Unbedingte Leseempfehlung. Fazit: Super spannend
„Wem du traust“ der Autorin Petra Johann ist für alle Thriller Fans welche gerne mit rätseln eine richtig gute Wahl. Die Geschichte ist von der ersten Seite an packend und sorgt durch psychologische Finessen und ein hohes Tempo für einen gelungenen Lesefluss. Der Schreibstil liest sich dabei mühelos und gefiel mir richtig gut. Einen Teil der Geheimnisse habe ich schon relativ früh erahnt und auch die letzten Zusammenhänge konnte ich kurz vor dem Ende und der eigentlichen Auflösung erraten. Trotzdem empfand ich die Handlung nicht als übermäßig vorhersehbar. Die Autorin gibt uns Leser:innen einfach immer wieder Hinweise und wer regelmäßig Crime liest, kann dadurch definitiv selbst auf die Auflösung kommen. Und gerade dies macht richtig Spaß, auch weil die Handlung durchaus komplex und psychologisch durchdacht ist. Alles in allem ist „Wem du traust“ richtig gut geschrieben. Deshalb vergebe ich gerne volle 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung!
Petra Johann ist für mich die Spannungsqueen des deutschsprachigen Raums, selten hat mich eine Autorin mit ihren Büchern so mit Spannung überzeugen können und dabei die emotionale Sicht nie aus den Augen verloren. Johanns Stärke liegt dabei darin, dass sie Fälle und Situationen erschafft, die aus dem Leben gegriffen sind und aus alltäglichen Problemen heraus entstehen. Nie wird es zu unrealistisch oder übertrieben, sondern orientiert sich stets am ganz alltäglichen Schrecken, den das Leben zu bieten hat. Dabei erschafft sie eine atmosphärische Spannung, die ich selten nahbarer, erschreckender und realistischer erzählt bekommen habe. Hinzu kommt ihre Begabung für Charaktere, welche sie zeichnet wie keine andere und jedem Leben und Emotionen einhaucht, die den Leser nie kalt lassen, sondern stets zu packen vermag.
In meinen Augen ein erneut grandioser und spannender Thriller, einer wirklich talentierten Autorin, welche stets zu überzeugen vermag
Die 16 jährige Sophie verschwindet spurlos nach einer Nacht Babysitten bei Eva, der besten Freundin ihrer Mutter Susanne, deren Mann, sie nachts nach Hause fahren sollte. Doch dort kommt sie scheinbar nie an. In einer dramatischen, sehr spannend und fesselnde Erzählung beschreibt dieses abwechselnd aus der Perspektive von Eva, sowie der Kommissarin, wie die Suche nach Sophie verläuft. Immer wieder die Synthese der verdächtigen, sowie auch der Rückblick auf einen Fall aus 2009, in dem auch ein Mädchen verschwunden ist und dann ermordet wieder aufgefunden wurde, dass mutmaßlich von Abiturienten aus dem Jahr ermordet wurde. Man hat schnell das Gefühl, den verdächtigen zu kennen, da insbesondere Evas Ehemann sich in mehr und mehr Widersprüche verwickelt, doch mit fortschreiten der Erzählung, kommen mehr und mehr potentielle Täter infrage.. Der Krimi bleibt durchweg spannend, man möchte ihn gar nicht mehr weglegen.
Vielen Dank an @aufbauverlageberlin und @netgalleyde für die zur Verfügungsstellung des Hörbuchs Inhalt Eva führt mit ihrem Mann Daniel und dem gemeinsamen kleinen Sohn das perfekte Leben am Stadtrand. Oft hilft Sofia, die Tochter von Evas bester Freundin Susanne, als Babysitterin aus. Eines Nachts bringt Daniel die Fünfzehnjährige nach Hause, doch am nächsten Morgen ist sie spurlos verschwunden. Eine fieberhafte Suche beginnt. Als Sofias blutbefleckter Pullover gefunden wird, bricht Evas heile Welt zusammen. Ihr Mann beteuert seine Unschuld – doch kann sie seinen Worten Glauben schenken? Meinung Ich kam sehr gut ins Buch. Die Geschichte ist von Anfang an Spannung und fesselnd. Die Protagonisten fand ich authentisch. Die Story blieb mir bis zum Schluss undurchsichtig, das Ende fand ich nachvollziehbar. Die Vertonung fand ich großartig. Ein Buch für zwischendurch das sehr gut unterhält. Große Lese Empfehlung
Ich durfte durch NetGalley das Buch vor Release lesen und hier ist meine Review: ,,Wem du traust‘‘ war ein wirklich interessanter und nervenaufreibender Krimiroman. Ich habe tatsächlich etwas gebraucht am Anfang, um in das Buch hinein zu kommen, doch nach den ersten 10%, hat es mich gepackt und ich habe das Buch regelrecht verschlungen. Ich hatte durch das gesamte Buch durch meine Vermutungen, doch wurde am Ende nochmal eines besseren belehrt, was mich gefreut hat. Es zeigt, was auch kleine Lügen für Großes bewirken können. Meiner Meinung nach ist das Buch perfekt für einen kalten Herbsttag, an dem man nichts lieber machen würde, als ein Buch zu lesen.
Ein super spannender Krimi, der nach Petra Johann Manier kaum vorhersehbar und bis zum Ende spannend ist und vor allem am Ende auch mit einer sehr starken Message im Gedächtnis bleibt. Zwei große Kritikpunkte habe ich aber: 1. Die Wortwiederholungen. Man hätte ein Trinkspiel mit dem Wort "Duffle-Coat" veranstalten können. 2. Der Esk***-Kuss. Im Jahr 2025 sollte man mitbekommen haben, dass diese Bezeichnung für Inuit absolut respektlos ist und nicht mehr verwendet werden sollte. Hier kommt das Wort sogar mehrmals vor und ich verstehe absolut nicht, wie sowohl Autorin als auch Lektorat kein Problem darin sehen konnten, das Wort zu verwenden.
In „Wem du traust“ spielt Petra Johann gekonnt mit der Unsicherheit ihrer Figuren und Leser*innen. Die Geschichte entfaltet sich langsam, aber mit wachsender Spannung. Nichts ist, wie es scheint, und jede Figur trägt eine Schattenseite in sich. Besonders gelungen ist die dichte, psychologisch feinfühlige Atmosphäre, die das Misstrauen und die innere Zerrissenheit der Figuren greifbar macht. Wer sich auf die ruhige, aber stetig beklemmender werdende Erzählweise einlässt, wird mit einem überraschenden Finale belohnt. Kleine Längen in der Mitte trüben den Gesamteindruck nur geringfügig.
Eva hat ihr Glück gefunden. Mit ihrem Mann Daniel und ihrem Sohn Linus lebt sie in einem kleinen Vorort. Evas beste Freundin Susanne lebt nicht weit entfernt und deren Tochter Sofia passt regelmäßig auf Linus auf. So auch an einem feucht-fröhlichen Partyabend. Obwohl Eva und Daniel es mehrfach anbieten, möchte Sofia nachts nach Hause gebracht werden. Daniel fährt sie. Doch Sofia kommt daheim nicht an...
"Wem du traust" war mein erster Krimi von Petra Johann und mich sehr gut unterhalten. Die Autorin erzählt eine gut gestrickte Geschichte aus Lügen, gebrochenem Vertrauen und bedingungsloser Liebe. Die Spannung steigerte sich langsam, aber stetig und gipfelte in mehreren Höhepunkten.
Kapitelweise werden die Ermittlungen aus Sicht der Kommissarin Westphal und Eva Kramer geschildert. Während die Polizei strukturiert nach Sofia sucht, bricht bei Eva verständlicherweise das Chaos und die Verzweiflung aus. Sie unterstützt ihre beste Freundin Susanne nach Kräften und muss sich so manchem Vorwurf stellen. Diese Dynamik fand ich klasse und ich fühlte mich den Figuren verbunden.
Der Kriminalroman startet ruhig und fast schon gemächlich. Ich hatte mich bereits damit abgefunden, einen soliden, bodenständigen Krimi zu lesen, als Petra Johann den Hammer ausgepackt hat. Von da an ging es Schlag auf Schlag und ich bin durch das letzte Drittel geradezu geflogen.
Ein toll aufgebauter Krimi, den ich absolut empfehlen kann.