Wem kannst du noch trauen, wenn deine Liebsten dich belügen?
Eva führt mit ihrem Mann Daniel und dem gemeinsamen kleinen Sohn das perfekte Leben am Stadtrand. Oft hilft Sofia, die Tochter von Evas bester Freundin Susanne, als Babysitterin aus. Eines Nachts bringt Daniel die Fünfzehnjährige nach Hause, doch am nächsten Morgen ist sie spurlos verschwunden. Eine fieberhafte Suche beginnt. Als Sofias blutbefleckter Pullover gefunden wird, bricht Evas heile Welt zusammen. Ihr Mann beteuert seine Unschuld – doch kann sie seinen Worten Glauben schenken?
Atemberaubend spannend und großartig erzählt – die dunklen Abgründe hinter der Fassade einer glücklichen Familie.
Petra Johann, Jahrgang 1971, ist promovierte Mathematikerin. Sie arbeitete mehrere Jahre in der Forschung und in der Softwarebranche, bevor sie ihre wahre Berufung fand: Menschen umbringen - wenn auch nur auf dem Papier. Damit ihrer Phantasie bei neuen Projekten keine Grenzen gesetzt sind, schreibt Petra Johann keine Serien. Ihre Kriminalromane und Thriller sind Einzelstücke mit wechselndem Personal, in denen es um Themen geht, die Petra Johann faszinieren. Nach Lebensstationen in NRW und Bayern lebt und schreibt Petra Johann mittlerweile in Niedersachsen.
Wieder ein Spannungsroman dieser Autorin und ich wusste eigentlich schon vorher, dass ich ihn mögen werde,weil ich bisher noch nie enttäuscht wurde.
Ich mag ihren ruhigen, unaufgeregten Stil einfach total. Da wird nicht wild mit Action um sich geworfen, sondern die Spannung schleicht sich langsam rein. Und genau das liebe ich. Dieses unterschwellige Gefühl, dass irgendwas nicht stimmt.
Eva führt mit Daniel und ihrem kleinen Sohn scheinbar das perfekte Leben. Bis Sofia, die 15-jährige Babysitterin, nach einer Nacht verschwindet. Daniel hat sie zuletzt nach Hause gebracht. Und plötzlich steht da diese Frage im Raum, die alles verändert: Kannst du dem Menschen neben dir wirklich zu 100 % vertrauen?
Was ich richtig mochte: die verschiedenen Perspektiven. Evas Sicht, die der Kommissarin Heidi und dann noch diese unbekannte Stimme zwischendurch. Ich habe ständig überlegt, wer was weiß, wer lügt, wer etwas verschweigt. Genau dieses Miträtseln macht für mich einen guten Spannungsroman aus.
Die Charaktere fühlten sich für mich echt an. Nicht überzeichnet, nicht künstlich dramatisch. Einfach nahbar. Im Mittelteil hatte ich kurz das Gefühl, es sich zieht, aber emotional war ich trotzdem voll dabei und wollte unbedingt wissen, wie alles zusammenhängt.
Auch die ernsteren Themen werden hier nicht reißerisch ausgeschlachtet, sondern ruhig und ernsthaft eingebunden. Das hat mir wirklich gut gefallen.
Das Ende? Überraschend. Vielleicht ein kleines bisschen drüber, aber insgesamt rund und stimmig.
Für mich ein guter Spannungsroman, der mich unterhalten hat und den ich euch weiterempfehlen kann.
Ich liebe die Spannungsromane von Petra Johann. Ganz besonders mochte ich "Der Buchhändler", den ich immer gerne weiterempfehle. Eine tolle Milieustudie! Genau diesen Blick hinter die Kulissen beherrscht die Autorin perfekt! Auch diesmal rätseln wir, wer hinter der gutbürgerlichen Fassade ein Geheimnis bewahrt....
Eva und Susanne sind schon sehr lange allerbeste Freundinnen. Als Susanne ihre heute 15jährige Tochter Sofia alleine aufziehen musste, war Eva immer zur Stelle. Gemeinsam waren sie für das Mädchen da und ihre kleine Patchwork- Familie. Seit Eva mit Daniel verheiratet ist, passt Sofia des Öfteren auf deren Sohn Linus auf. Das Verhältnis zwischen allen ist sehr freundschaftlich. Als Eva und Daniel, sowie auch Susanne mit ihrem aktuellen Freund Axel eine Party besuchen, ist es wieder Sofia, die bei Linus bleibt. Während Susanne annimmt, dass ihre Tochter bei Eva und Daniel später übernachten wird, möchte Sofia lieber nach Hause gefahren werden. Daniel bringt die Fünfzehnjährige nach Hause, doch am nächsten Tag ist das Mädchen verschwunden. Was ist passiert, nachdem Sofia aus dem Auto ausgestiegen ist?
Sofia ist eine Einzelgängerin, die kaum Freundschaften pflegt, aber sich für Vieles interessiert. Sie ist nicht unbeliebt und wird auch nicht gemobbt, aber sie bleibt am liebsten für sich. Umso schwieriger ist es für die Kriminalpolizei mehr über sie zu erfahren. Schnell kommen Erinnerungen an den Disco-Mord hoch. Die damals neunzehnjährige Jennifer wurde vor 15 Jahren vergewaltigt und ermordet. Der Täter wurde bis heute nicht gefunden. Dieser Cold Case bleibt als roter Faden bestehen. Die Autorin eröffnet damit eine zusätzliche Perspektive, die Spannung aufbaut und mit dem Verschwinden von Sofia verwoben wird. Ihr gelingt es perfekt nach einem eher ruhigen Einstieg die Spannungskurve zu steigern, dass man als Leser gerne dran bleibt.
Der Kriminalroman wird aus der Sicht von Eva, sowie aus der von Kriminalkommissarin Heidi Westphal erzählt. Dazwischen gibt es auch einige Passagen in kursiver Schrift, die Fragen aufwerfen. Diese werden aber schneller beantwortet, als ich eigentlich dachte.
Wie auch in ihren anderen Büchern legt die Autorin den Schwerpunkt des Spannungsromans auf ihre Charaktere. Man spürt, wie das Verschwinden von Sofia ihr Leben völlig auf den Kopf stellt und sie verändert. Die angespannte Atmosphäre und die Suche nach Sofia war jederzeit spürbar. Es geht um Freundschaft, Familie und Vertrauen. Die Charaktere sind toll gezeichnet und trotzdem fragt man sich mit der Zeit immer wieder, ob einer von ihnen vielleicht doch nicht die Wahrheit sagt und wem man eigentlich trauen kann?
Der im Klappentext beschrieben blutbefleckte Pullover ist nicht nur eine Kapuzenjacke, sondern kommt auch erst im aller letzten Drittel vor. Immer öfters verzichte ich darauf Klappentexte zu lesen, bevor ich mit dem Buch starte, denn diese beschreiben oft zu viel oder einfach Dinge, die gar nicht oder anders geschehen.
Die Auflösung ist schlüssig, hat mich aber nicht ganz überzeugt. Trotzdem hat mich auch dieser neue Kriminalroman/Spannungsroman der Autorin wieder sehr gut unterhalten.
Fazit: Wieder eine überzeugende Geschichte von Petra Johann, auch wenn ich "Wem du traust" etwas schwächer als "Der Buchhändler" und "Die Schwester" finde. Dennoch hatte ich spannende Lesestunden und freue mich auf das nächste Buch der Autorin.
Dies war mein erstes Buch von Petra Johann und da ich keine große Krimi-Leserin bin, war mir die Autorin vorher auch kein Begriff. Der Klappentext hat mich aber überzeugt, dennoch zu diesem Kriminalroman zu greifen.
Die verschiedenen Erzählperspektiven haben für die Geschichte gut funktioniert: da ist einmal Heidi, die im Verschwinden der 15-jährigen Sofia ermittelt, und Eva, die als beste Freundin von Sofias Mutter fast schon eine Zweitmutter für die Jugendliche ist. Nachdem diese aber nach dem Babysitten von Evas Mann nach Hause gefahren wird und am nächsten Tag verschwunden ist, weiß Eva nicht mehr, wem sie trauen kann.
Wie gesagt, normalerweise lese ich nicht viele Krimis, da mich normalerweise die Polizeiarbeit nicht so interessiert. Hier fand ich die Perspektive der Ermittelnden aber echt spannend, vor allem, da im Laufe der Geschichte noch ein Cold Case beleuchtet wird.
Außerdem hat mir die Freundschaft zwischen Eva und Sofias Mutter Susanne wirklich gut gefallen. Sie sind gemeinsam schon durch alle Höhen und Tiefen gegangen und ihre Verbundenheit und Konflikte werden authentisch dargestellt.
In der Geschichte werden viele Themen aufgegriffen, die an dieser Stelle aber Spoiler beinhalten würden. Ich kann aber sagen, dass mir das Buch sehr nahegegangen ist und einfühlsam mit schwierigen Motiven umgeht.
Meine Meinung Wem du traust“ von Petra Johann hat mich auf eine Weise berührt, überrascht und beschäftigt, wie es nur wenige Thriller schaffen. Es ist nicht nur ein Spannungsroman – es ist eine Geschichte über Nähe, Vertrauen und darüber, wie schnell ein ganzes Leben ins Wanken geraten kann, wenn Gewissheiten zerbrechen. Je weiter ich gelesen habe, desto mehr hatte ich das Gefühl, Teil dieser Familie zu sein, Zeuge einer Katastrophe, die sich langsam, aber gnadenlos entfaltet. Was mich von Anfang an gefesselt hat, war die Normalität, die das Buch ausstrahlt. Eva, Daniel, ihr kleiner Sohn – das alles wirkt wie ein ganz gewöhnliches Familienleben. Kein Drama, keine großen Konflikte. Und genau deshalb trifft es mich als Leser umso heftiger, als Sofia verschwindet. Es ist diese Vorstellung, dass das Schrecklichste oft dann passiert, wenn wir uns am sichersten fühlen. Dieser Moment, in dem der Boden plötzlich nachgibt. Für mich war das der Augenblick, wo aus Neugier echte Betroffenheit wurde. Ich habe unglaublich stark mit Eva mitgefühlt. Ihre Gefühle sind so fein, so ehrlich beschrieben, dass ich sie fast körperlich spüren konnte: dieses nagende Misstrauen, das man eigentlich nicht zulassen will; die Angst, dass der Mensch, den man liebt, nicht der ist, für den man ihn gehalten hat; die Hoffnung, dass alles doch nur ein Missverständnis ist. Ihre emotionale Achterbahnfahrt ist so glaubwürdig, dass ich mich mehrmals gefragt habe, ob ich an ihrer Stelle überhaupt noch klar denken könnte. Was mich dabei besonders beeindruckt hat, ist der Schreibstil von Petra Johann. Er ist ruhig, unaufgeregt und dennoch voller Spannung. Sie baut kein lautes Drama auf, kein künstliches Tempo – stattdessen lässt sie die Situation organisch wachsen. Die Atmosphäre ist dicht, fast bedrückend, aber nie übertrieben. Jeder Satz hat ein Gewicht, jede Szene erfüllt einen Zweck. Der Stil wirkt klar, fast sanft, und gerade deshalb entfaltet die Geschichte eine enorme Wucht. Man rutscht Kapitel für Kapitel tiefer hinein. Die Charaktere sind ebenfalls herausragend gestaltet. Daniel zum Beispiel ist so ambivalent, dass ich ständig zwischen Sympathie und Skepsis geschwankt habe. Man will ihm glauben, aber gleichzeitig fragt man sich, ob er mehr weiß, als er zugibt. Auch Susanne ist eine Figur, die mit ihren eigenen Sorgen, Ängsten und blinden Flecken kämpft – und durch sie wird deutlich, wie fragil Freundschaften werden können, wenn ein Kind verschwindet. Jede Figur trägt ein Stück des Mysteriums in sich, und man ertappt sich selbst dabei, jedem abwechselnd zu misstrauen. Zudem setzt die Autorin viele kleine Wendungen ein, die so geschickt platziert sind, dass sie mich jedes Mal neu überrascht haben. Nichts wirkt konstruiert, nichts dient nur dem Effekt. Jede neue Erkenntnis fügt sich später zu einem stimmigen Gesamtbild zusammen. Am Ende saß ich wirklich kurz da und musste erst einmal durchatmen – so intensiv war das Gefühl, das mich beim Lesen begleitet hat. Was mir nach dem Ende besonders nachging, war die zentrale Frage des Buches: Wie gut kennen wir die Menschen wirklich, mit denen wir unser Leben teilen? Diese Frage bleibt im Kopf, auch nachdem man das Buch zugeklappt hat. Und sie ist unbequem – aber genau deshalb wirkt die Geschichte so lange nach. Für mich ist „Wem du traust“ ein außergewöhnlicher Psychothriller. Tiefgründig, emotional packend, realistisch erzählt und mit einer Atmosphäre, die mich bis zur letzten Seite festgehalten hat. Es ist eines dieser Bücher, die man nicht nur liest, sondern erlebt.
WEM DU TRAUST, ist am 08.12.2025 vom Aufbau Verlag veröffentlicht worden.
Die Schriftstellerin Petra Johann ihres Zeichens promovierte Mathematikerin, konnte mich absolut mit dieser Erzählung überzeugen.
- Nach der Lektüre ist mir klar, wie sehr ihr mathematischer Verstand die Logik & Konsequenzen in dieser Story beeinflusst hat.- Toll gemacht!
Buchgestaltung: Das geheimnisvoll wirkende, düstere Coverbild lebt von seiner Ausstrahlung & dem nicht klar erkenntlichen Gemeinsamkeiten mit der Story dahinter. Mich brachte es dazu, den Klappentext & die Leseprobe genau zu studieren. Und das ist ja der Sinn eines Coverbilds: neugierig machen. Bei mir hat das zu 100 % geklappt.
Worum geht's? Eine ganz normale Familie. Mutter Eva, Vater Daniel & ihr gemeinsamer kleiner Sohn. Sofia, die Tochter von Eva's bester Freundin Susanne, hilft des Öfteren als Babysitterin aus. Eva's Mann Daniel bringt die 15-jährige Sofia nach ihrem Sitter - Einsatz wieder nach Hause. Am nächsten Morgen ist Sofia nicht mehr auffindbar.
Fazit meines Leseerlebnisses:
In diesem Buch wird der Lesende von der ersten Seite an ermutigt, selber Schlussfolgerungen zu ziehen und mental aktiv mitzurätseln, zu vermuten & zu erforschen. Der Erzählstil ist mitreißend und erlaubt mir deshalb nur selten eine Lesepause. Zu dicht sind die aufgedeckten Fragen, Vermutungen und die Tiefen des Misstrauens, welche sich steig weiterentwickeln. Die gesamte Story hat einen logischen Verlauf & ist gespickt, mit Überraschungen und Wendungen, die ich nicht annehmen konnte. Das Finale birgt eine noch größere Überraschung. Hier wurden Struktur, Logik, menschliche Emotionen & Abgründe zu einem perfekten Spannungscocktail gemischt.
Analyse: Das gesamte Buch kann mich mit seinen guten Kapiteleinteilungen, der Nutzung von unterschiedlichen Fontstilen, & der pointierten Erzählung aus der Sicht einer der Hauptprotagonisten, überzeugen. Schon aufgrund dieser detailorientierten Planung und Ausführung in der Buchausgestaltung kann man auf die Qualität der Erzählung schließen. Hier wurde sich Mühe gegeben, das Buch insgesamt glänzen zu lassen. Und, das ist sehr gut gelungen.
Storyline: Die Hintergrundstory nimmt uns mit in ein deutschlandweites Familiengefüge. Eine Situation, die viele von uns täglich selber erfahren oder beobachten können. Nur zu leicht ist es gerade deshalb, die tiefen Abgründe zu erkennen, denen sich die Protagonisten ausgesetzt sehen. Nicht nur geht es um die erzählte Geschichte, auch ich fange an, meinen lesenden Beobachtungen nicht mehr zu 100 % zu vertrauen. Immer wenn ich dachte, ich weiß wie sich alles weiter entwickeln könnte, war eine Überraschung in den nächsten Zeilen zu lesen.
Plot - Fazit: Es ist mir immer sehr wichtig, dass ich das Ende nicht vorhersagen kann. Nachdem ich viel lese, ist es nicht einfach mich zu überraschen. Hier ist es der Schriftstellerin aber gelungen. Ich habe spannende und mitreißende Lesestunden mit diesem Buch erfahren.
Deshalb empfehle ich - WEM DU TRAUST- allen, die gerne lesen und Überraschungen jeglicher Form lieben.
Klappentext: Eva führt mit ihrem Mann Daniel und dem gemeinsamen kleinen Sohn das perfekte Leben am Stadtrand. Oft hilft Sofia, die Tochter von Evas bester Freundin Susanne, als Babysitterin aus. Eines Nachts bringt Daniel die Fünfzehnjährige nach Hause, doch am nächsten Morgen ist sie spurlos verschwunden. Eine fieberhafte Suche beginnt. Als Sofias blutbefleckter Pullover gefunden wird, bricht Evas heile Welt zusammen. Ihr Mann beteuert seine Unschuld – doch kann sie seinen Worten Glauben schenken?
„Wem du traust“ ist ein spannender Kriminalroman von Petra Johann.
Sofia ist die Tochter von Evas bester Freundin Susanne. Wie schon oft hat sie am Abend auf Evas kleinen Sohn aufgepasst. Eva und ihr Mann Daniel waren zusammen mit Susanne und ihrem Partner Axel bei einer Party. Anschließend hat Daniel Sofia nachhause gefahren. Doch dort ist sie niemals angekommen.
Petra Johann erzählt die Geschichte sehr spannend und atmosphärisch. Die Charaktere werden gut beschrieben, man kann sie sich gut vorstellen. Eva uns Susanne sind beste Freundinnen und waren mir auch schnell sympathisch. Bei den Männern war ich mir nicht so klar. Eigentlich war mir Daniel auch sympathisch, aber er machte immer wieder Dummheiten und verschwieg Fakten, dass ich ihm bald nicht mehr getraut habe. Auch Axel hatte eine Seite an sich die ich nicht so mochte. Das war aber von der Autorin auch so beabsichtigt. Sofia ist auch ein interessanter Charakter. Sie ist eine Einzelgängerin, hat kaum Freundinnen. Ob sie unter dem Asperger-Syndrom leidet, bleibt offen.
Die Polizei sucht nach der vermissten Sofia. Ihre Spur verliert sich praktisch auf der Fahrt mit Daniel zu ihr nach Hause. Später werden ihr Fahrrad und ein blutbefleckter Hoodie gefunden. Daniel gerät ins Visier der Polizei. Die Polizei ermittelt im Umfeld von Sofia, die eine Einzelgängerin ist. Einzig in der Schule bekommen sie kleine Hinweise.
Zwischen den tragischen Tagen zwischen Hoffen und Bangen gibt es immer wieder kurze Abschnitte von einer namenlosen Frau der schlimmes angetan wurde und die sich in einem Raum aufhält in der Hoffnung, dass der, der ihr das angetan hat nicht zurückkommt. Handeln die Abschnitte von Sofia? Ich habe mit schlimmen gerechnet und um Sofia gebangt.
Je weiter die Geschichte fortschreitet, so weniger habe ich den Protagonisten getraut. Petra Johann hat gleich zu Beginn mit dem Verschwinden von Sofia Spannung aufgebaut und hält sie auch bis zum Ende aufrecht. Ihr Schreibstil ist flüssig, gut verständlich und fesselnd. Ich habe das Buch schnell nicht mehr aus der Hand legen können. Das Ende ist dann überraschend, aber auch schlüssig.
Für mich war „wem du traust“ das erste Buch von Petra Johann, aber bestimmt nicht das Letzte.
Vorweg: Das EBook habe ich als Rezensionsexemplar erhalten dürfen.
Der Psychothriller "Wem du traust" von Petra Johann ist ein spannendes Buch über Vertrauen, Lügen und die Abgründe, die sich hinter einer scheinbar perfekten Fassade verbergen.
Im Mittelpunkt steht Eva, die mit ihrem Mann Daniel und ihrem kleinen Sohn ein ruhiges Familienleben führt. Alles scheint harmonisch, bis eines Abends die 15-jährige Sofia, die Tochter ihrer besten Freundin Susanne, verschwindet. Sie hatte wie so oft auf Evas Sohn aufgepasst – und Daniel hat sie als Letzter gesehen, bevor sie spurlos verschwand. Schon bald wird ein blutbefleckter Pullover gefunden, und die Polizei beginnt zu ermitteln. Für Eva beginnt ein Albtraum: Je mehr Fragen gestellt werden, desto mehr bröckelt das Bild ihrer heilen Welt.
Besonders intensiv ist die Darstellung von Evas innerem Konflikt. Sie will ihrem Mann glauben, doch die Zweifel wachsen mit jedem Tag. Kleine Ungereimtheiten, verdächtige Erinnerungen und Daniels ausweichendes Verhalten lassen sie immer stärker an ihm zweifeln. Gleichzeitig wird ihre Freundschaft zu Susanne auf eine harte Probe gestellt. Wer sagt die Wahrheit? Wem kann man wirklich trauen, wenn plötzlich alles auf dem Spiel steht?
Petra Johann gelingt es gut, psychologische Spannung zu erzeugen, ohne auf blutige oder brutale Szenen angewiesen zu sein. Stattdessen lebt das Buch von emotionalem Druck und der ständigen Frage, ob Eva sich selbst und ihrem Umfeld noch trauen kann.
Die Geschichte wird aus 3 Perspektiven erzählt: Eva (ich-Perspektive), der Kommissarin, die den Fall leitet und aus dem Blickwinkel einer unbekannten Person.
Thematisch behandelt das Buch zentrale Fragen menschlicher Beziehungen: Wie gut kennen wir unsere Liebsten wirklich? Was bleibt von Vertrauen übrig, wenn Zweifel gesät sind? Und wie weit würde man gehen, um die Wahrheit zu erfahren – oder um sie zu verbergen?
Mir hat "Wem du traust" gut gefallen. An einigen Stellen hat mir die atmosphärische Dichte leider gefehlt und oft habe ich die Handlungen und das Verhörverhalten der Kommissarin angezweifelt, weil sie oft jeglicher Logik widersprachen (ich habe sehr viele Krimi und Thriller Bücher gelesen). Nichtsdestotrotz zeigt der Psychothriller, wie dünn die Grenze zwischen Wahrheit und Lüge, zwischen Liebe und Misstrauen sein kann.
Gekonnt konstruierter, spannender und kurzweiliger Krimi
Sofia, die Tochter von Evas bester Freundin Susanne, verschwindet spurlos, nachdem sie abends auf Evas kleinen Sohn Linus aufgepasst hat. Nicht nur Susannes, sondern auch Evas Leben geraten daraufhin völlig aus den Fugen. Plötzlich steht nämlich Evas Mann Daniel bei der Polizei unter Verdacht. Er war derjenige, der Sofia zuletzt lebend gesehen hat und seine widersprüchlichen Aussagen werfen Fragen auf. Kann Eva ihm noch trauen? Die Polizei findet heraus, dass sich Sofia vor ihrem Verschwinden auffällig für einen früheren ungeklärten Mordfall interessierte. Hat der gewaltsame Tod der Schülerin Jennifer Mann vor 15 Jahren womöglich etwas mit Sofias Verschwinden zu tun?
Petra Johann erzählt chronologisch, hauptsächlich aus Evas Sicht in der ersten Person. Zudem schildert sie die Ermittlungen der Polizei unter der Leitung von Kriminalhauptkommissarin Heidi Westphal. Zwischendurch sind wiederholt einige Passagen abgedruckt, die die Situation einer anonymen Person darstellen, die sich offensichtlich in Gefahr befindet. Der Roman liest sich abwechslungsreich, unkompliziert und flüssig.
Eva und Susanne sind die besten Freundinnen. Gemeinsam kümmerten sie sich von Geburt an um Susannes Tochter Sofia. Für Eva ist Sofia fast wie eine eigene Tochter. Klar, dass Sofias Verschwinden die normalerweise ruhige und gelassene Eva vollkommen aus der Bahn wirft, zumal sich herausstellt, dass ihr Mann, der sonst so zuverlässige und fürsorgliche Daniel, nicht ganz die Wahrheit über sein letztes Treffen mit Sofia erzählt. Mit Eva fieberte ich beim Lesen mit. Recht sympathisch fand ich auch die erfahrene Polizistin Heidi Westphal, die mit Sofias Fall betraut ist, dabei sehr gründlich vorgeht und nicht nachgibt.
Ist der Mörder von damals zurückgekehrt? Raffiniert legt Autorin Petra Johann im Verlauf ihres Romans „Wem du traust“ immer wieder verschiedene Spuren. Die Zahl der Tatverdächtigen wird dabei größer, auch die Spannung steigert sich zum Ende hin stark. Die Auflösung zum Schluss empfand ich als logisch und nachvollziehbar. Für mich wie schon die bisherigen Romane der Autorin erneut ein packender, unterhaltsamer Krimi.
Eva Kramer und ihr Mann Daniel leben gemeinsam mit ihrem 5-jährigen Sohn Linus in einer idyllischen Reihenhaussiedlung. Sofia, die 15-jährige Tochter von Evas bester Freundin Susanne, die beiden vor kurzem umgezogen sind, und zwar zu Susannes neuem Freund, babysittet oft bei den Kramers. Bis eines nachts Sofia verschwindet - nachdem Daniel sie nach dem Babysitten nach Hause gebracht hat. Der Verdacht fällt sofort auf Daniel, doch Eva schwört, das ihr Mann nichts mit Sofias Verschwinden zu tun hat. Bis sich immer mehr und mehr Ungereimtheiten auftun - ist ihr Mann wirklich unschuldig? Kann sie ihm trauen?
Petra Johann weiß zu fesseln! Ich finde sowohl ihren Schreibstil packend, der zwar teilweise etwas nüchtern ist, dafür jedoch eindrücklich die mühsame Kleinarbeit der Polizisten wiedergibt, die jedes kleinste Detail, und sei es scheinbar noch so unwichtig, ans Licht bringen und überprüfen müssen. Das ist sehr authentisch, und mir gefällt so etwas sehr gut bei einem Krimi. Denn im echten Leben müssen auch Unmengen an Spuren ausgewertet werden, wovon oft nicht mal eine davon ans Ziel führt. Und der Autorin ist es gelungen, diese Spurensuche interessant und richtig spannend darzustellen. Auch die Verstrickung der Ermittlerin Heidi Westphal ist gut gelungen! Denn sie ist - als Mutter einer gleichalten Tochter - besonders daran interessiert, Sofia zu finden. Noch dazu geht Sofia nach ihrem Umzug nun auf das gleiche Gymnasium wie ihre Tochter.
Auch die Figurenzeichnung überzeugt, denn jede handelnde Person ist so unterschiedlich im Charakter, detailliert ausgearbeitet, und man fühlt sofort eine Bindung zu den Personen - oder findet sie unsympathisch. Man kann auch gut selbst miträtseln und überlegen, was denn mit Sofia geschehen sein könnte. Und falls sie entführt wurde - wer der mögliche Täter sein könnte (von denen es einige gibt und man seinen Verdacht immer zwischen diesen Personen wechselt). Auch wenn ich dann schon recht schnell den richtigen Riecher hatte, was einige Dinge betraf, konnte mich doch auch einiges überraschen.
Fazit: Ein spannender Plot, ein fesselnder Schreibstil, lebendige Charaktere und eine authentische Auflösung machen diesen Krimi für mich zu einem Highlight!
… Raffinesse: Eva lebt mit ihrem Mann Daniel und dem gemeinsamen Sohn Linus im Eigenheim den Vorstadttraum: Glücklich verheiratet, sichere Jobs und gute Freunde. Es scheint an nichts zu fehlen, bis eines Abends die 15jährige Sofia, Tochter von Evas bester Freundin Susanne, auf Linus aufpasst. Nachdem Daniel das junge Mädchen nach Hause gefahren hat, verschwindet dieses spurlos. Eine panische Suche beginnt und bald fragen sich alle Beteiligten, wer wem (noch) trauen kann…
Diese ruhig erzählte Geschichte besticht durch subtilen Spannungsaufbau und psychologische Tiefe. Abwechselnd erzählen Eva und die ermittelnde Kommissarin Heidi, ebenfalls Mutter einer 15jährigen Tochter. Diese dargestellten Perspektiven haben die Mutterrolle als gemeinsamen Nenner, wobei sich Heidi als Ermittlerin immer wieder emotional zu distanzieren versucht – dieses wird durch die Erzähltempora unterstrichen: Heidi erzählt im Präteritum, was auch sprachlich eine gewisse Distanz schafft, während Evas Sicht aus dem Präsens wiedergegeben wird, was unmittelbare Nähe zum Geschehen demonstriert, denn Eva liebt Sofia wie eine Tochter, da die beiden Freundinnen das Mädchen die ersten Jahre seines Lebens gemeinsam großgezogen haben. Ein psychologisches und analytisches Narrativ, welches den ewigen Kampf der ermittelnden Personen um die nötige emotionale Distanz zum Fall und die abgrundtiefe Angst und Verzweiflung der nächsten Angehörigen, insbesondere der Mutter, thematisiert.
Der plötzliche und tragische Verlust reißt eine tiefe Wunde in die Idylle und weckt Misstrauen auf allen Seiten. Schicht um Schicht werden kleine und große Dramen aufgedeckt und erlauben eine ungeschönte Sicht auf Familiendramen, in die jede*r unvorbereitet gelangen kann. Eingestreutem kurze Schilderungen eines namenlosen Opfers von Gewalt unterstreichen diesen Effekt. Wieviel Misstrauen vertragen Freundschaft und Liebe? Wie weit sind Menschen beim Wunsch nach Anerkennung und Liebe bereit zu gehen? Und vor allem: Ist das Grundgerüst stark genug, wenn die Fassade bröckelt?
Ein tiefgehender Roman, der auch die dunkelsten Ecken, menschliche Schwächen und tiefe Abgründe beleuchtet und gleichzeitig eine subtile Spannung aufrecht erhält!
Sowohl die Inhaltsangabe als auch der Titel machten mich extrem neugierig auf den Kriminalroman "Wem du traust" von Petra Johann, erschienen im Aufbau Verlag.
Petra Johann zog mich schon im Prolog in die Storyline und legte den Spannungsbogen intelligent und gut durchdacht an. Sie erzählt die Geschichte aus der Sicht von Eva, der Mutter des Kindes, das Sofia am Tatabend und in der Nacht beaufsichtigte und zu der sie eine fast schon mütterliche Bindung hat, der Kommissarin und einer unbekannten dritten Person, die sich in einer schier ausweglosen Situation befindet. Diese unterschiedlichen Perspektiven gefielen mir ausgesprochen gut, denn sie beleuchteten das Verbrechen aus verschiedenen Blickwinkeln und so bekam ich einen tiefen Einblick in die Geschehnisse. Dabei arbeitete die Autorin die Charaktere gut aus, und so wirkten sie für mich authentisch. Durch die Einbeziehung eines Cold Case rund um die Vergewaltigung und den Mord an einer jungen Frau vor 15 Jahren bringt die Autorin einen fesselnden zusätzlichen Aspekt ein, der noch mehr Tiefe in die Geschehnisse bringt.
Ab und an hätte ich mir mehr Zug im Storytelling gewünscht, da hier die Handlung bis zu zwei Dritteln des Buches etwas auf der Stelle trat, aber das ist Klagen auf hohem Niveau. Trotz dieser Längen im Storytelling wurde mein Lesefluss nicht gehemmt, was auch durch den bildhaften Schreibstil der Autorin gefördert wurde. Am Schluss liefen alle Fäden schlüssig zusammen, auch wenn ich mit der Auflösung des Falls und den Folgen daraus nicht ganz glücklich war. Aber all das schmälerte mein Lesevergnügen nur minimal. Zwar war für mich "Wem du traust" eher ein Spannungsroman als ein Krimi, da die Autorin ihren Schwerpunkt eher auf die Personen legte, deren Leben von der Tat geprägt wurde, als auf die Ermittlungsarbeit. Trotzdem kann ich euch "Wem du traust" von Petra Johann mit vier von fünf Sternen sehr empfehlen, wenn ihr auf der Suche nach spannender Leseunterhaltung seid.
Da ich jetzt schon einige Krimis von Petra Johann gelesen habe, kann ich mich als ihren Fan ihrer Krimis bezeichnen. Auch mit ihrem neuen Buch „Wem du traust“,konnte sie mich begeistern.
Eva und Susanne sind langjährige, enge Freundinnen, die einen großen Teil ihres Lebens zusammen verbracht haben und Susannes Tochter Sophia zusammen groß gezogen haben. Mittlerweile sind beide in Beziehungen, Eva sogar verheiratet mit Daniela und sie haben einen gemeinsamen Sohn, Linus.Sofia übernimmt ab und zu das Babysitting im eigenen Reihenhaus der beiden und so auch als Daniel und Eva zu einer Party eines Freundes eingeladen sind. Im Normalfall übernachtet Sofie dann bei ihnen, doch heute möchte sie nach Hause und Daniel bringt sie mit seinem Auto bis in die Wohnanlagen in der sie mit ihrer Mutter und ihrem Freund lebt. Doch am nächsten Morgen stellt sich heraus, dass Sofie nicht zuhause angekommen ist. Was ist passiert. Schnell gerät Daniel in den Fokus der Ermittlungen und Eva‘s Welt bricht zusammen. Ihr Mann verstrickt sich in Widersprüche und verweigert einen DNA Test, nachdem man Sofies Blutigen Pullover gefunden hat. Hat Daniel Sofie getötet und wenn warum?
Der Krimi startet spannend und hält diese Spannung auch über das ganze Buch. Die Stärke ist neben der Spannung die Psychologie im Geschehen. Es geschehen Dinge, die man nie erwartet hätte und der Fokus liegt auf dem Misstrauen, was gesät wird, weil Dinge anders sind, als sie im ersten Moment erscheinen und Dinge verschwiegen werden, die dieses Misstrauen schüren. Wem kann man noch trauen, was ist Wahrheit und was Fake ?
Die Autorin schreibt gewohnt flüssig und präsentiert Protagonisten, die einem sofort nahe sind.Man fragt sich ständig, was passiert ist und wer der Täter ist. Die Geschichte wirkte auf mich gut konstruiert und mit dem Ende hätte ich nicht gerechnet.
Was ist wirklich passiert? Das Hörbuch Wem du traust von Petra Johann, gesprochen von Sarah Dorsel, hat mir sehr gut gefallen. Es ist ein ruhiger, aber sehr spannender Thriller, mit einer dichten Atmosphäre und vielen Zweifel den Protagonisten. Im Mittelpunkt steht Eva, die mit ihrem Mann Daniel und ihrem kleinen Sohn ein scheinbar perfektes Leben am Stadtrand führt. Als die fünfzehnjährige Sofia, die Tochter von Evas bester Freundin, eines Abends von Daniel nach Hause gebracht wird und am nächsten Morgen spurlos verschwindet, gerät diese heile Welt plötzlich ins Wanken. Als später ein blutbefleckter Pullover von Sofia gefunden wird, wird die Situation noch bedrückender. Daniel beteuert zwar seine Unschuld, doch Eva beginnt sich zu fragen, ob sie ihm wirklich noch vertrauen kann. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Eva und der ermittelnden Kommissarin erzählt. Man bekommt die Ereignisse aus verschiedenen Blickwinkel und kann sich selbst immer wieder ein Bild von der Situation machen. Obwohl der Vermisstenfall im Mittelpunkt steht, baut die Autorin auch viele Szenen aus dem Familienleben ein. Gerade diese Momente machen die Geschichte besonders intensiv, weil sie zeigen, wie schnell ein scheinbar normales Leben aus den Fugen geraten kann. Während des Hörens habe ich mich, genau wie Eva, immer wieder gefragt, wem man hier eigentlich noch trauen kann. Diese Unsicherheit zieht sich durch die ganze Geschichte. Auch wenn nicht permanent Hochspannung herrscht, bleibt doch die ganze Zeit ein mulmiges Gefühl bestehen. Die Auflösung am Ende ist schlüssig und passt gut zur Geschichte. Die Sprecherin Sarah Dorsel hat das Hörbuch sehr angenehm und lebendig gelesen und die Stimmung der Geschichte gut eingefangen. Für mich war Wem du traust ein fesselndes Hörbuch über Vertrauen, Zweifel und die Frage, wie gut man die Menschen kennt, die einem am nächsten stehen.
Wem kannst du noch glauben, wenn die eigene Familie ins Wanken gerät? Mit Wem du traust legt Petra Johann einen hochspannenden Psychothriller vor, der weniger auf spektakuläre Effekte setzt als auf leise, aber umso eindringlichere psychologische Spannung. Die Geschichte beginnt mit einer scheinbar perfekten Familie und kippt innerhalb weniger Stunden in einen Albtraum, der lange nachhallt. Besonders überzeugend ist die emotionale Tiefe der Figuren. Eva als Protagonistin wirkt authentisch, verletzlich und gleichzeitig stark, sodass man sich ihrer Perspektive kaum entziehen kann. Die Autorin spielt geschickt mit Zweifel, Misstrauen und der Frage nach Wahrheit und Lüge. Immer wieder wird man als Leser dazu gebracht, die eigenen Einschätzungen zu hinterfragen. Die Handlung entwickelt sich ruhig, aber stetig, und genau diese kontrollierte Erzählweise sorgt für eine beklemmende Atmosphäre, die sich kontinuierlich steigert. Petra Johann gelingt es, alltägliche Situationen in etwas Bedrohliches zu verwandeln. Gerade weil vieles so realistisch wirkt, entfaltet der Thriller seine volle Wirkung. Wem du traust ist kein reißerischer Krimi, sondern ein psychologisch dichter Spannungsroman über Vertrauen, Schuld und die dunklen Abgründe hinter einer scheinbar makellosen Fassade. Ein Buch, das man nicht einfach liest, sondern erlebt. Sarah Dorsel ist eine hervorragende Wahl für dieses Hörbuch. Mit ihrer klaren, ruhigen Stimme verleiht sie der Geschichte eine intensive emotionale Tiefe, ohne dabei zu überdramatisieren. Besonders Evas innere Zerrissenheit und die unterschwellige Spannung transportiert sie sehr feinfühlig. Durch gezielte Betonungen und ein gutes Gespür für Tempo schafft sie es, die Atmosphäre kontinuierlich aufzubauen. Die Figuren sind gut unterscheidbar, und die Lesung bleibt durchgehend fesselnd ein Hörbuch, das man kaum pausieren möchte.
Die Grundidee von "Wem du traust" hat mir unglaublich gut gefallen: Zwei Freundinnen ziehen gemeinsam das Kind der einen groß. Mittlerweile ist Sofia ein Teenager und das Leben ihrer Mutter und das ihrer besten Freundin hat sich geändert. Beide haben Partner und führen mehr ihr eigenes Leben. Doch dann verschwindet Sofia spurlos. Parallel dazu werden Erinnerungen an einen über zehn Jahre zurückliegenden Mordfall wach. Hat der Täter erneut zugeschlagen oder steckt jemand ganz anderes dahinter?
Die Umsetzung ist lange Zeit sehr spannend. Nach und nach kommen dunkle Geheimnisse ans Licht, sodass man als Leser ständig zweifelt und niemandem mehr wirklich trauen kann. Genau daraus entsteht eine intensive, unterschwellige Spannung. Ich konnte das Buch trotz kleiner Längen im Mittelteil kaum aus der Hand legen.
Besonders gelungen fand ich die Charakterzeichnung. Die Figuren sind hervorragend ausgearbeitet, mit nachvollziehbaren Gedanken, realistischen Handlungen und viel Tiefe. Die enge Verbindung zwischen ihnen wird eindrucksvoll geschildert. Die Autorin setzt insgesamt stark auf die psychologische Ebene. Im Laufe der Handlung bekommt die Fassade jedes Protagonisten Risse und offenbart dessen wahres Wesen.
Bis kurz vor dem Ende war ich bei vier Sternen. Doch leider konnte mich die Auflösung dann nicht überzeugen. Die Lösung wirkte auf mich sehr weit hergeholt und wenig realistisch. Auch wenn die Autorin mich überraschen konnte, hätte ich mir ein stimmigeres und glaubwürdigeres Ende gewünscht.
Fazit: "Wem du traust" ist ein psychologisch dichter und spannender Krimi mit starken Figuren und einer fesselnden Atmosphäre. Das unrealistische Ende trübt den insgesamt sehr guten Eindruck jedoch deutlich. Daher gibt es von mir 3 Sterne. Da mich die Geschichte abgesehen von dem Ende überzeugen konnte, werde ich mit Sicherheit noch zu anderen Werken der Autorin greifen.
Als eines nachts Sofia - die Tochter von Evas bester Freundin Susanne - plötzlich spurlos verschwindet, gerät ihr Mann Daniel ins Fadenkreuz der Ermittlungen. Er war es, der Sofia in dieser Nacht zuletzt sah. Er war es, der sie nach dem Babysitten bei Sohn Linus nach Hause fuhr, wo sie aber nie ankam. Und er ist es, der sich durch falsche Angaben bei der Polizei in immer neue Ungereimtheiten verstrickt. Doch wäre er, ihr Mann Daniel, wirklich in der Lage Sofia etwas anzutun?
Ansprechendes Cover, spannende Beschreibung, also entschied ich mich, für meinen Putzmarathon, für die Hörbuchversion dieses Buches, obwohl mir die Autorin Petra Johann bis zu ihrem Kriminalroman „Wem du traust“ gar kein Begriff war. Bereut habe ich die Wahl keine Minute lang, sondern um genau zu sein, insgesamt sogar noch mehr aufgeräumt als ich ursprünglich eigentlich wollte. Warum? Weil mich die Story, die hauptsächlich aus Evas und aus der Perspektive der Ermittlerin Heidi Westphal erzählt wird, so gefesselt hat, dass ich einfach die Zeit vergessen hab. Davon abgesehen lässt sich der Stimme der Sprecherin Sarah Dorsel aber auch wirklich sehr angenehm lauschen. Wenn manchmal vielleicht auch etwas langatmig, so haben die Beschreibungen das Misstrauen und die Zweifel beim Hören auf jeden Fall spürbar gemacht. Wobei ich den Schreibstil insgesamt als sehr flüssig, klar und mitreißend empfand, so dass ich mich nicht erst zurechtfinden musste, sondern gleich mitten im Geschehen war, was ich gerade bei Hörbüchern echt wichtig finde.
Fazit: Ein wirklich gut gelungener, spannender psychologischer Kriminalroman, der mir nicht nur eine saubere Wohnung, sondern auch - bis zum überraschenden Schluss - großes Lese- bzw. Hörvergnügen, mit durchaus raffinierten Wendungen, bereitet hat. Petra Johann werde ich auf jeden Fall im Blick behalten!
Kriminalistisches Familiendrama . Im vergangenen Jahr habe ich mit DER STEG mein erstes Buch von Petra Johann gelesen. Das ruhige Krimi-Drama hatte mir so gut gefallen, dass der Nachfolger WEM DU TRAUST quasi blind auf meiner Leseliste gelandet ist. . Darum geht’s: Die 15-jährige Sofia verschwindet, nachdem sie einen Abend als Babysitter im Haus von Eva verbracht hat. Evas Mann Daniel bringt Sofia nachts zwar nach Hause – dort kommt sie aber trotzdem nie an. Prompt gerät Daniel unter Verdacht… . WEM DU TRAUST knüpft von der Anmutung her an das vorangegangene Buch an. Der Schreibstil ist flüssig und ich habe gut in die Geschichte reingefunden. Es geht um zwei Familien, deren glückliche Fassade immer mehr Risse bekommt und schließlich ganz in sich zusammenfällt. Jeder hat Geheimnisse, die nach und nach ans Licht kommen und die Leser:innen immer wieder auf gewisse Fährten locken. Die Story wird größtenteils aus der Sicht von Eva erzählt, die immer mehr an ihrem Mann zweifelt. Wir begeben uns außerdem mit den Ermittlern auf Spurensuche und sind bei ausführlichen Befragungen dabei. Kurze Zwischenkapitel, deren Perspektive und Geschehnisse sich nicht so ohne weiteres einordnen lassen sorgen zusätzlich immer wieder für Spannungsmomente. . Der Krimi ist ein Familiendrama mit psychologischer Tiefe. Ruhig. Subtil. Über weite Strecken recht unaufgeregt. Um den Mittelteil herum hatte ich den Eindruck, dass sich die Handlung etwas im Kreis dreht. Aber Durchhalten lohnt sich, denn der Knoten platzt nochmal. Als die Handlung Fahrt aufnimmt, hat sich bei mir ein Lese-Sog eingestellt, den ich mir einfach konstant über das ganze Buch hinweg gewünscht hätte. Im Vergleich hat mich WEM DU TRAUST nicht ganz so gepackt wie DER STEG, weshalb ich letztendlich 3 Sterne vergebe.
Trau keinem, außer dir selbst „Wem du traust“ ist ein spannender Krimi, der zeigt, wie trügerisch Vertrauen sein kann und wie schnell sich Sicherheiten auflösen – egal, ob es sich um Beziehung oder um Freundschaft handelt. Eva führt mit ihrem Mann Daniel das perfekte Leben. Kleinstadtidylle pur. Oft hilft Sofia, die fünfzehnjährige Tochter von Evas bester Freundin Susanne, als Babysitter aus. Diese ist für Eva wie ihr zweites Kind. Eines Nachts bringt Daniel Sofia nach dem Babysitten nach Haus. Am nächsten Morgen ist sie spurlos verschwunden und die Suche beginnt. Sagt Daniel die Wahrheit? Was verschweigt Susanne und was die Schulkameradinnen? Die Geschichte entwickelt sich ruhig, aber stetig und zieht einen immer tiefer in ein Netz aus Geheimnissen, Zweifeln und unerwarteten Wendungen hinein. Man rätselt von Anfang bis Ende mit, wem man glauben kann und wem nicht. Geschildert wird die Story aus der Perspektive von drei Personen: einer unbekannten, aus der Ich-Perspektive von Eva und aus Sicht der Kriminalhauptkommissarin Heidi, was das Ganze abwechslungsreich macht. Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen, wodurch man schnell vorankommt und das Buch kaum weglegen kann. Kleine Schwächen zeigt der Roman stellenweise im Mittelteil, wo sich einige Szenen etwas ziehen und die Spannung kurzzeitig nachlässt, aber nicht komplett verloren geht. Insgesamt ist „Wem du traust“ ein fesselnder Krimi über Vertrauen, Misstrauen und greift auch Themen wie Misshandlung in der Beziehung auf. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich kann es allen empfehlen, die psychologische Spannung mögen.
Vor einigen Jahren hat mir „Die Frau vom Strand“ von Petra Johann sehr gefallen. Seit dem sind einige Bücher der Autorin auf meiner Wunschliste gelandet. Mit „Wem du traust“ habe ich nun endlich mal wieder einen ihrer Krimis gelesen. Und was soll ich sagen… wow, ich muss definitiv mehr von Petra Johann lesen! Sie kann sehr gut mit Worten umgehen und ihr Schreibstil hat mir wirklich gut gefallen. Er ist lebhaft und hält eine kontinuierliche Spannung. Die Geschichte ist aus zwei Perspektiven geschrieben. Zum einen haben wir hier einen klassischen Ermittlerkrimi und auf der anderen Seite erfahren wir Evas Sicht der Dinge. Eva und Daniel führen ein glückliches Familienleben bis eines Nachts ihr Kindermädchen spurlos verschwindet. Im Zuge der Ermittlungen rückt Daniel immer weiter in den Fokus und wird schnell zum Hauptverdächtigen. Petra Johann gelingt es sehr gut, Zweifel zu sähen. Ist Daniel so sympathisch wie er scheint oder hat er eine dunkle Seite? Und wieso verstrickt er sich immer wieder in Heimlichkeiten und Lügen. Das Buch zeigt sehr gut, wie schnell man aufgrund von Indizien ins Zentrum polizeilicher Ermittlungen rücken kann. Ich fand „Wem du traust“ sehr fesselnd und war hin und her gerissen zwischen „Die Lösung liegt auf der Hand“ und „Kann es wirklich so einfach sein“? Petra Johann lässt ihre Leser bis zum Schluss zweifeln, so dass ich wirklich bis zuletzt an den Seiten klebte. Eigentlich war es ein sehr gutes Buch. Allerding hatte ich kürzlich einen Thriller mit einer sehr ähnlichen Auflösung gelesen, was meine Begeisterung ein klein wenig trübt. 4,5 Sterne von meiner Seite.
„Wem du traust“ von Petra Johann ist ein Kriminalroman, der mich von der ersten bis zur letzten Seite in den Bann gezogen hat. Mit einer packenden Handlung gelingt es der Autorin Petra Johann, ein spannendes Leseerlebnis zu schaffen.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Eva, die mit ihrem Partner Daniel und ihrem fünfjährigen Sohn lebt. Eines Abends wird Sofia, die Tochter von Evas bester Freundin Susanne, nach dem Babysitting von Daniel nach Hause gebracht. Doch Sofia kommt nie dort an. Ihr Verschwinden wirft zahlreiche Fragen auf. Was ist überhaupt mit ihr passiert?
Bereits am nächsten Tag beginnt die Polizei mit den Ermittlungen. Es stellt sich heraus, dass sowohl Susanne als auch Daniel kleine Unwahrheiten erzählen. Diese Lügen könnten aber entscheidende Hinweise auf das Verschwinden von Sofia geben. Wer von ihnen spricht die Wahrheit? Die Spannung steigt, während die Suche nach der Wahrheit immer komplizierter wird.
Die Autorin hat geniale Wendungen und Überraschungen eingebaut, die mich immer immer wieder in die Irre geführt haben. Ich war von der ersten bis zur letzten Seite beeindruckt. Die geschickte Konstruktion der Handlung und die unerwarteten Wendungen haben mich begeistert. Der Schreibstil von Petra Johann ist flüssig.
„Wem du traust“ ist ein genialer Kriminalroman, der mit einer spannenden Handlung und gut entwickelten Charakteren überzeugt. Es war mein erstes Buch von Petra Johann und ich bin mehr als begeistert. Dieses Buch gehört definitiv zu meinen Jahreshighlights 2026 und ich kann nicht anders, als ihm die vollen 5 Sterne zu geben! ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
3 Sterne sind keine schlechte Bewertung! 3.5 ★ Ein solider, unaufgeregter Thriller, der genau das tut, was er soll, ohne große Überraschungen, aber auch ohne grobe Ausfälle. Die Handlung ist konstruiert, bleibt dabei jedoch im Rahmen des Plausiblen, die Spannung entwickelt sich ruhig und eher geerdet als effekthascherisch. Twist-Sturm oder überdrehte Eskalationen bleiben aus, was dem Roman insgesamt gut bekommt.
Die Figuren sind, genretypisch, nicht besonders tief ausgearbeitet, funktionieren aber: Sie wirken weniger naiv als in vielen schwächeren Thrillern und handeln größtenteils nachvollziehbar. Besonders positiv fiel mir das Ende auf: die Entscheidung der Protagonistin wirkt konsequent und ehrlich und vermeidet eine moralisch fragwürdige Auflösung, die dem Buch im Nachhinein erheblich geschadet hätte.
Thematisch greift der Roman Aspekte wie sexualisierte Gewalt, Machtmissbrauch und häusliche Gewalt auf und verhandelt diese mit einem generischen feministischen Unterton. Das ist nicht subtil, aber insgesamt stimmig umgesetzt und verleiht der Geschichte eine zusätzliche Ebene jenseits reiner Spannung.
Als Hörbuch war der Roman insgesamt gut umgesetzt, auch wenn die sehr präsenten Atemgeräusche der Sprecherin zeitweise irritierend waren. Nach einer Eingewöhnungsphase ließ sich das zwar ausblenden, blieb aber ein kleiner Störfaktor.
Insgesamt kein besonderes Highlight, aber ein qualitativ ordentlicher Thriller: solide geschrieben, thematisch interessant und über dem Niveau vieler seiner Genrevertreter.
Eva lebt mit ihrem Mann Daniel und ihrem fünfjährigen Sohn Linus ein scheinbar perfektes und sehr geordnetes Leben in einer Reihenhaussiedlung am Stadtrand. Sofia, die Tochter von Evas bester Freundin Susanne, babysittet dort gelegentlich. Da Susanne und Sofia vor kurzem zu Susannes neuem Freund gezogen sind, fährt Daniel sie nach dem Babysitting zurück in die neue Wohnung. Doch am nächsten Morgen ist ihr Bett leer - Sofia ist verschwunden. Als ihr blutbefleckter Pullover auftaucht, starten die Ermittlungen durch Heidi Westphal und Eva muss sich fragen, ob sie ihrem Mann Daniel trauen kann und er wirklich nichts mit Sofias Verschwinden zu tun hat.
Petra Johann hat mit "Wem du traust" einen spannenden und fesselnden Kriminalroman mit ganz unterschiedlichen Figuren geschrieben. Jede davon bekommt den Platz, dass sich die Leser*innen ein Bild machen können, jede Beziehung einordnen und Thesen aufstellen kann, was mit Sofia passiert ist und wer inwiefern involviert ist. Während des Lesens habe ich meine Theorien immer wieder erneuert, angepasst, über den Haufen geworfen und neu geordnet, da einige Entwicklungen unvorhergesehen für mich waren und ich bis zum Ende nicht sicher war, ob ich auf der richtigen Spur war. Mir gefiel dier ruhige Schreibstil, der Raum für Entfaltung bot, und einen stetig wachsenden Spannungsbogen aufbaute, sehr gut. Interessant und authentisch fand ich darüber hinaus die familiären Konflikte und die verarbeiteten Themen von Freund*innenschaften und Vertrauen, die durchgehend eine Rolle spielten.
Spannende, realistische Aufklärungen In eine idyllische Familiensituation platzt ein Konstrukt aus menschlichem Fehlverhalten und Lügen. All das führt letztendlich zur Aufklärung zweier polizeilich bearbeiteter Fälle: die Lösung des Vermisstenfalles Sofia Ziemiak, 15 Jahre alt und die Aufklärung des Discomordes an der 18-jährigen Schülerin Jennifer Mann vor 15 Jahren. Die systematische und akribische Arbeitsweise der einfühlsamen Kriminalhauptkommissarin Heidi Westphal, 55, gefällt besonders durch ihre nachvollziehbare und logische Ermittlungsarbeit. Neben ihr als sympathische Hauptfigur agieren Eva Kramer und ihre Freundin Suzanne Ziemiak vor allem als liebevolle Mütter. Aus der Sicht dieser drei Frauen entspinnt sich ein spannendes Gefüge voller Verdächtigen. Die Thematik rund um das Asperger-Syndrom wird eingeflochten neben häuslicher Gewalt. Anfangs nur in kursiv gestalteten Passagen ohne Zuordnungsmöglichkeit, jedoch große Angst und Schmerzen andeutend, klärt sich dieser Missbrauch schließlich gegen Ende der Ermittlung. Im tiefgründigen Finale geht es aber auch um den Verlust von Gefühlen wie grenzenlosem Vertrauen, Sicherheit und Geborgenheit in der Familie bzw. in der Ehe.
Eva und Daniel haben das Glück, dass die fünfzehnjährige Tochter ihrer besten Freundin Susanne auf ihren gemeinsamen Sohn Linus aufpasst, wenn sie unterwegs sind. So auch an dem Abend, an dem die Handlung beginnt. Sofia hat das Babysitten von Linus übernommen und wird von Daniel nach Hause gebracht. Dort ist sie jedoch nie angekommen und sie bleibt verschwunden. Mit diesem Schockmoment startet die Handlung. Da Daniel sie zuletzt gesehen hat, gerät er unter Verdacht. Als die Polizei herausfindet, dass Sofia sich für den Mord an einer Schülerin in der Vergangenheit interessiert hat, versucht die Polizei eine Verbindung herzustellen. Die Spannung ist von Beginn an hoch. Ich habe sowohl mit Susanne um den Verlust ihrer Tochter gelitten als auch mit Eva, die nicht mehr weiß, ob sie ihrem Mann noch trauen kann. Gespannt habe ich das Vorgehen der Polizei verfolgt. Obwohl die Zahl der Verdächtigen zunächst wächst, erschien es mir gut durchdacht und schlüssig. Es ist unglaublich spannend, was hier im Verlauf der Ermittlungen alles zutage kommt und wie sich der Fall letztendlich löst. Das Buch ist von der ersten Seite bis zum Schluss spannend und ich kann es Krimifans nur empfehlen.
Eva und Daniel leben mit ihrem kleinen Sohn ein scheinbar perfektes Familienleben. Regelmäßig babysittet Sofia, die Tochter von Evas bester Freundin, bei ihnen. Nach einem dieser Abende bringt Daniel die 15-Jährige nach Hause, doch am nächsten Morgen ist Sofia spurlos verschwunden. Da die Polizei zunächst im Dunkeln tappt, gerät Daniel zunehmend unter Verdacht. Die Szenen und Gedanken werden sehr gut und bildhaft beschrieben, sodass man sich alles gut vorstellen kann. Auch das Misstrauen untereinander sowie die beklemmende Atmosphäre sind deutlich spürbar. Leider wirkten einige Dialoge und Zusammenhänge auf mich etwas zu konstruiert. Zudem hätte ich mir für einen Krimi stellenweise etwas mehr Spannung gewünscht. Insgesamt wirkte die Geschichte auf mich eher wie ein psychologisches Familiendrama als wie ein klassischer Krimi, da die zwischenmenschlichen Konflikte und das Misstrauen im Vordergrund stehen. Obwohl ich relativ früh eine Vermutung über den weiteren Verlauf hatte, empfand ich das Hörbuch dennoch als fesselnd, interessant und unterhaltsam.
Ein Mädchen verschwindet Sofia, die Tochter von Eva bester Freundin, verschwindet spurlos. Daniel, ihr Mann, hat sie in der Nacht nach dem Babysitten wohlbehalten nach Hause gebracht. Oder doch nicht? Daniel gerät unter Verdacht und eine Kette von Zweifeln, Misstrauen und Verdächtigungen wird in Gang gesetzt. Erzählt wird aus der Perspektive der Polizei und von Eva. Dazu gibt es Unterbrechungen aus der Perspektive einer Person, die sich erst am Ende zuordnen lässt. Petra Johann erzählt sehr spannend und fast jedes Kapitel endet mit einem kleinen Cliffhanger. Der Schreibstil ist sehr ruhig, der Fall logisch aufgebaut. Die Charaktere sind authentisch beschrieben und man kann fast alle Handlungen nachvollziehen. An einigen Stellen hätte ich mir etwas mehr Straffung gewünscht, aber das ist auf die gesamte Handlung zu vernachlässigen. Mir hat dieser abwechslungsreiche Krimi mit vielen Wendungen und einer doch unerwarteten Auflösung gut gefallen. Hier gebe ich gerne eine Leseempfehlung.
Eine verschwundene Babysitterin. Eine Schülerzeitung, die auf Missstände aufmerksam macht. Und ein altes Verbrechen , das geheimnisvoll ist. Darum geht es im Krimi „Wem du traust“.
Eva, Daniel und ihr kleiner Sohn leben ein unaufgeregtes Leben mit stabilen Freundeskreis. Ihr Sohn wird regelmäßig von der Tochter von Evas bester Freundin betreut. Doch dann verschwindet Babysitterin Sophia spurlos… Ich persönlich finde den Krimi sehr spannend. Von dem Verschwinden über falsche Spuren bis zu Delikten wie häusliche Gewalt und Manipulation ist alles dabei. Die Emotionen kochen hoch und dennoch gelingt es der Polizei rund um Heike Westphal alles aufzuklären. Gestützt wird die Spannung durch Cliffhanger, detaillierte Beschreibungen und einer passenden Wortwahl. Alles in allem hätte ich das Ende nicht erwartet, aber es macht alles Sinn. Fünf Sterne für diesen gelungenen Krimi ohne zu viel Blut und co.
Zum Inhalt: Eva und Susanne sind befreundet und oft hilft Susannes Tochter Sofia bei Eva und Daniel als Babysitterin aus. An einem Abend bringt Daniel Sofia nach Hause, doch sie verschwindet spurlos. Eine Suchaktion wird gestartet, bleibt jedoch ohne Ergebnis. Immer wieder verstricken sich Personen im Umfeld von Sofia in Widersprüche um sich dann wieder zu korrigieren. Was ist wirklich passiert? Meine Meinung: Ich glaube, ich habe selten ein Buch so verschlungen. Es werden immer wieder Spuren gelegt, man verdächtigt immer wieder jemand anderen um dann wieder festzustellen, dass es da dann doch wieder nicht passt. Ich musste einfach immer weiter lesen, weil es so spannend war. Wie es ausgeht, werde ich sicher nicht verraten, denn dann würde man das Buch kaputt machen, ich möchte nur sagen, alles ist anders als es scheint und das Buch ist absolut lesenswert und mega spannend. Gerade auch die wechselnden Sichtweisen machen es noch besser. Unbedingte Leseempfehlung. Fazit: Super spannend
„Wem du traust“ der Autorin Petra Johann ist für alle Thriller Fans welche gerne mit rätseln eine richtig gute Wahl. Die Geschichte ist von der ersten Seite an packend und sorgt durch psychologische Finessen und ein hohes Tempo für einen gelungenen Lesefluss. Der Schreibstil liest sich dabei mühelos und gefiel mir richtig gut. Einen Teil der Geheimnisse habe ich schon relativ früh erahnt und auch die letzten Zusammenhänge konnte ich kurz vor dem Ende und der eigentlichen Auflösung erraten. Trotzdem empfand ich die Handlung nicht als übermäßig vorhersehbar. Die Autorin gibt uns Leser:innen einfach immer wieder Hinweise und wer regelmäßig Crime liest, kann dadurch definitiv selbst auf die Auflösung kommen. Und gerade dies macht richtig Spaß, auch weil die Handlung durchaus komplex und psychologisch durchdacht ist. Alles in allem ist „Wem du traust“ richtig gut geschrieben. Deshalb vergebe ich gerne volle 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung!