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Kein Bock Club: Warum wir auch mal keine Lust auf Sex haben

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Wer gibt schon gerne zu, dass man keine Lust auf Sex hat? Warum schämen wir uns, wenn wir bestimmte Erfahrungen noch nicht gemacht haben? Und wieso sagen wir "Später vielleicht" oder "Ich bin zu müde", obwohl das gar nicht stimmt?

In Kein Bock Club erzählt Maria Popov offenherzig und ehrlich von eigenen Erfahrungen mit gescheiterten Flirtversuchen und gesellschaftlichem Druck rund um Sexualität. Sie spricht über das Label Asexualität, das sie für sich benutzt, und warum es okay ist, keinen Bock auf Sex zu haben.

Dieses Hörbuch ist für dich, wenn du dich

Warum wird sexuelle Unlust oft als Problem gesehen?

Wie beeinflussen gesellschaftliche Erwartungen unser Sexleben?

Wieso fühlen sich viele Menschen gezwungen, bestimmten Normen zu entsprechen?

Kein Bock Club
ist ein Plädoyer dafür, Lustlosigkeit nicht als individuelles Versagen, sondern als Teil der Vielfalt menschlicher Sexualität zu verstehen. Und ein Aufruf zu mehr Mut und Ehrlichkeit in Beziehungen.

Audible Audio

Published October 9, 2025

114 people are currently reading
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About the author

Maria Popov

1 book3 followers

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Community Reviews

5 stars
149 (44%)
4 stars
135 (40%)
3 stars
44 (13%)
2 stars
5 (1%)
1 star
3 (<1%)
Displaying 1 - 30 of 52 reviews
Profile Image for Caroline J.
5 reviews
October 8, 2025
"Ich schien nicht richtig zu funktionieren, dachte ich. Alle hatten Hunger, aber ich hatte nicht mal Appetit." Die persönlichen Geschichten der Autorin haben mich sehr berührt. Wie soll man etwas über sich erkennen, wenn die eigenen Erfahrungen strukturell unsichtbar, undenkbar gemacht werden?

Es gibt ein paar spannende Analysen über die spezifische Ungerechtigkeiten von Asexualität, aber es geht auch um die Verzahnungen verschiedener anderer Unterdrückungsmechanismen, die uns alle betreffen und zusammen die Normen von sexueller Verfügbarkeit und Lust produzieren. Und damit auch Erwartungen, Druck und unglaubliche Scham. Der "Kein Bock Club" ist Widerstand dagegen, Lebensrealität vieler und Erlaubnis, nichts an inaktiven Sexleben ändern zu müssen, ob asexuell oder nicht. Damit arbeitet das Buch weitläufig ein bisher unterbeleuchtetes Thema auf.

Das Buch ist extrem zugänglich geschrieben, auch wer bisher keine feministische Lektüre gelesen hat, bekommt nochmal die einzelnen Wellen des Feminismus erklärt. Aber das hilft auch. Ich hatte den Appell nach einer Sexneutralität wirklich nur in der Gegenwart verortet, aber die Debatten der "Feminist Sex Wars" und Kritik an "Spaßmoral" und "Spaßpflicht" zeigen, dass die Wurzeln dafür schon viel weiter zurückreichen.

Ich glaube, es ist ein guter Start, um vorurteilsfrei und wissenschaftlich fundiert über die Themen von sexueller (Un)lust und Asexualität ins Gespräch zu kommen. Und insgesamt ein Mutmacher, Freundschaften, Intimität und Liebe auch gegen Normen und Erwartungen befreiter zu leben. So wie es viele Menschen auch schon lange tun, nur bislang eher unsichtbar.
Profile Image for Jill.
135 reviews141 followers
November 18, 2025
Rezensionsexemplar | Das war gut! Hab viel Neues für mich gelernt und auch vieles nochmal wiederholt. In ihren Erzählungen über ihre eigene Jugend in den 2000 und 2010ern habe ich mich extrem wiedergefunden. Hier und da hätte ich mir noch ein bisschen mehr persönliche Story und ein bisschen weniger „Sachbuch“-Vibe gewünscht. Trotzdem auf jeden Fall eine Empfehlung von mir mir:)
Profile Image for Karosreads.
100 reviews20 followers
November 8, 2025
Ganz ganz toll! Bekommt ne riesige Empfehlung von mir. Hab nicht nur mehr über mich gelernt sondern mich auch das erste Mal richtig gesehen gefühlt 🥹🌟
Profile Image for cafereadings.
74 reviews27 followers
December 22, 2025
Die Themen rund um weibliche Sexualität und Popovs eigene sexuelle Reise sind unglaublich einfühlsam und ehrlich beschrieben. Es fühlt sich an, als würde man einer guten Freundin zuhören, die endlich Dinge ausspricht, über die sonst viel zu selten offen gesprochen wird.

Was ich auch großartig fand: Popov untermauert ihre Gedanken mit Studien, Zahlen und Fakten, wodurch ihre Argumente nicht nur emotional, sondern auch intellektuell richtig stark sind. Das macht das Buch nicht nur spannend, sondern auch super informativ. Ich habe ganz viele Stellen markiert und mit meinen Freundinnen und Freunden geteilt, weil einfach so viele Aha-Momente dabei waren.

Besonders toll fand ich auch die Lyrics-Einbettungen im Text, welche immer perfekt zum Inhalt und zur Stimmung gepasst haben.
Profile Image for Naomi.
245 reviews4 followers
January 22, 2026
Du kannst fühlen was du fühlst und das reicht.

Gemischter Gefühle schliesse ich dieses Buch und denke darüber nach, dass ich viele Einblicke in das Ace Spektrum erhielt. Mir gefielen die Persönlichen Storys von Maria. Teilweise war mir wiederum den theoretischen Anteil zu viel. In vielen modernen Sachbüchern wiederholen sich Quellen und Aussagen. Bell hooks beispielsweise ist sehr oft vertreten, was auch gar nicht negativ ist. Nur wird's dann halt irgendwann langweilig.

Alles in allem ein solides Buch, wer mehr über die asexuelle Seite der Romantik lesen möchte. Mich konnte es trotz sehr gutem Start nicht überzeugen.
23 reviews1 follower
January 20, 2026
4/10
Ich sollte wirklich aufhören, “popfeministische” Bücher oder wie auch immer man dieses Genre nennt, zu lesen. Bisher konnte mich kein einziges Buch überzeugen, und manchmal frage ich mich, auch wenn das zynisch ist, ob die ganzen positiven Reviews gekauft sind, wirklich.

Der Grund dafür ist nicht unbedingt, dass diese Bücher alle per se schlecht sind. Das sind sie zwar meistens, aber das ist nicht das, was mich an ihnen stört. Für mich haben alle diese Bücher und insbesondere dieses zwei ganz gewaltige Schwachstellen.

1. Im Prinzip sind die Inhalte in all diesen Werken fast identisch. Es wird immer, wirklich immer bell hooks zitiert, Emilia Roig kommt auch meistens vor und die “Argumentationsstruktur” bzw. die Art und Weise, wie an das Thema herangegangen wird, ist fast immer dieselbe. Auch stilistisch fühlt es sich an, als würde jedes dieser Bücher von ein und derselben Autorin stammen. Immer der gleiche Humor, ein ähnlicher Schreibstil und eine ähnliche Art, persönliche Erlebnisse und popkulturelle Referenzen mit in den Text einfließen zu lassen. Ich hab’s verstanden, ihr seid alle Millenials gewesen, ihr habt alle mehr oder weniger die gleiche Jugend und Kindheit durchlebt (zumindest die weißen cis-Frauen, die fast immer diese Art von Büchern schreiben) und euer Gay-Awakening kam erst im Erwachsenenalter. Toll, ganz besonders seid ihr. NICHT. (Falls hier mein Hass auf Millenials durchscheint, sorry, der richtet sich nicht gegen die Autorin persönlich).
2. Dieses Buch ist definitiv kein Sachbuch und auch keine sachliche Hin- oder Einführung, so wie gefühlt 99% der anderen Bücher, die genau in diese Kategorie von “Sachbuch” und “Feminismus” fallen, und es nervt mich mittlerweile tierisch, dass solche Texte immer noch von Leuten als sachlich oder gar wissenschaftlich verstanden werden.
Kommen wir nun zur Kritik, die sich speziell an dieses Buch richtet:

Zunächst einmal finde ich es gut, dass es endlich Literatur zum Thema Asexualität und dem asexuellen Spektrum gibt. Vor allem dann, wenn sie für eine große Masse zugänglich gemacht wird. Das wird hier vor allem durch die recht einfache und verständliche Sprache realisiert. Das Problem: naja, der Inhalt.

In vielen Punkten konnte ich mich wiederfinden und habe auch verstanden, was mir die Autorin erzählen will. Aber: die Argumentation, egal um welchen Punkt es geht, ist extrem schwammig, das zieht sich durch alle Kapitel hindurch. Es wird etwas erklärt. Zunächst die konträre Meinung der Autorin. Dann folgt eine viel ausführlichere, auch mit viel mehr Beispielen gefütterte Gegenposition, die sich mit der der Autorin deckt. Und dann schreibt sie prinzipiell, dass sie das genau so sieht. Das erinnert sehr an das Sanduhrprinzip aus dem Deutschunterricht.

Was mir auch aufgefallen ist und auch in anderen Rezensionen bereits erwähnt wurde: die vielen sprachlichen und inhaltlichen Wiederholungen. Das Buch ist nicht besonders lang, und dennoch hatte ich das Gefühl, ständig das Gleiche zu lesen. Sex-negativ, Sex-positiv, dass Asexualität ein Spektrum ist, wie sich Intimität noch zeigen kann außer in Romantik und Sex usw. Auch die Beispiele haben sich ständig wiederholt, und vor allem die, die von Meinung der Autorin abweichen, wurden dann aber nicht ausführlich und vollständig ausgeführt. Was ich damit meine, möchte ich selbst an einem Beispiel konkretisieren:
Popov schreibt sehr oft von Pornografie und nutzt auch den Begriff “ethische Pornografie”. Genauso unterscheidet sie zunächst zwischen Prostitution und “Sexarbeit”, vermischt dann beide Begriffe wieder. Es liest sich aus diesem Buch sehr offensichtlich heraus, dass sie positiv zu Prostitution und Pornografie eingestellt und davon überzeugt ist, dass beide “Berufsstränge” prinzipiell feministisch sind oder sein können. Ich habe dazu eine ganz andere Meinung, aber darum geht es nicht konkret. Man kann nämlich zu diesem Entschluss durchaus kommen. Was Popov jedoch macht ist, dass sie in ihrem Buch die Argumente einfach weglässt oder nicht genug ausführt, die nicht ihre Meinung widerspiegeln. Und das finde ich, in Anbetracht dessen, dass dieses Buch durchaus auch als Einstiegslektüre gesehen werden kann, durchaus fatal und verzerrend. Wenn sie von Pornografie spricht, dann erwähnt sie nur in einem Nebensatz, dass einige Feministinnen das als Ausbeutung und falsch empfinden. Warum dem so ist, wird nicht erklärt. Es wird weder auf die fatalen Umstände in der Industrie hingewiesen, noch geht sie näher darauf ein, dass sich der Konsum von Pornografie, egal ob gewalttätig oder nicht, negativ und oftmals wie eine Suchterkrankung auf das Gehirn auswirkt/auswirken kann. Dazu gibt es durchaus empirische Materialien und Quellen, auf die man sich stützen kann. Stattdessen erwähnt sie lediglich, dass Feministinnen, die dagegen sind, einfach nur glauben würden, dass Pornografie immer gewaltverherrlichend wirkt und durch Pornografie Machtdifferenzen aufrecht erhalten werden, was sie dann wiederum ganz leicht mit der Vorstellung von “ethischer Pornografie” entkräften kann. Es wirkt im Buch dann so, als sei diese Punkte die einzige Kritik, die aus feministischen Kreisen zum Thema Pornografie bestehen. Und das stimmt einfach nicht. Es sind nur die Aspekte, die sich im Vergleich zu den von mir angebrachten Punkten am leichtesten entkräften lassen. Beim Thema Prostitution geht Popov dann genau gleich vor: Gewisse Feministinnen sehen Prostitution als Ausbeutung, aber das sind eh alles TERFs, die hassen alle Frauen, die sich prostituieren und außerdem gibt es ja auch Menschen, die diesen “Beruf” gerne machen. Joa. Die ersten beiden Punkte stimmen einfach nicht und beim Dritten kann man ihr prinzipiell zwar schon recht geben, nur sind die Frauen, die gerne in der Industrie arbeiten, prozentual gesehen eine Minderheit und außerdem meistens in vielerlei Hinsicht privilegierter als andere Prostituierte.

Der Grund, warum diese Rezension so lang und so negativ geworden ist, ist folgender: ich kann einfach nicht mehr. Die Kritik richtet sich nicht (nur) an die Autorin persönlich, sondern an alle Personen, die solche Bücher schreiben. Bitte, lasst euch was anderes einfallen. Lest andere Texte, hört auch anderen Menschen zu. Und überlegt, ob es wirklich noch das hundertste Buch braucht, das zu genau den gleichen Erkenntnissen kommt wie alle anderen in dieser Kategorie, nur mit einem klitzekleinen anderen Schwerpunkt.
Profile Image for Mia.
279 reviews1 follower
November 23, 2025
War mir beim Stricken in den letzten Tagen eine sehr gute Begleitung!

Und auch insgesamt ein sehr gutes und wichtiges Buch! Für mich war zwar persönlich gerade auf der theoretischen Ebene nicht mehr sooo viel Neues dabei, weil ich die meisten Personen, auf die sich Maria Popov bezieht, selbst schon gelesen hatte. Aber für mich war dennoch der absolute Mehrwert dieses Buches, dass es die wichtigen Diskurse, die in der Ace Community schon lange geführt werden, aus der kleinen Bubble heraus in die allo- und amatonormative Mehrheitsgesellschaft trägt. Und eben nicht abstrakt theoretisch, sondern persönlich und für viele anschlussfähig.

Menschen, die auf dem Ace-Spektrum sind, fehlt es in unserer Gesellschaft so sehr an Sichtbarkeit, das merke ich selbst in meinem Alltag immer wieder.
Umso wertvoller ist es, dass mit Maria Popov eigentlich zum ersten Mal in Deutschland eine asexuelle Person mit so großer Reichweite ihre Perspektive offen und stolz teilt und Aufmerksamkeit und Anerkennung für die Community und ihre Themen, die auch Menschen außerhalb des Ace-Spektrums betreffen, einfordert.

Einen kleinen Stern Abzug gibt es nur dafür, dass ich manchmal das Gefühl hatte, dass die Autorin versucht super viele Themen zu vereinen und dabei teilweise für mich der rote Faden etwas verloren gegangen ist, bzw. manche Dinge etwas oberflächlich blieben, aber es bleibt ein ganz tolles Buch, dass ich nur allen wärmstens empfehlen kann :))
Profile Image for Bluemuffin.
30 reviews2 followers
November 15, 2025
intimität ist überall und nicht nur beim sex.
wir finden sie auch in freund:innenschaften oder beim flüchtigen kontakt zu menschen an der supermarktkasse.

maria popov benennt klar wie wir in dieser gesellschaft beziehung definieren: sexuell und romantisch.
dabei kommen tiefe, enge und nicht sexuelle beziehungen oftmals zu kurz und werden abgewertet.

wo bleibt die einführung der verantwortungsgemeinschaft? warum romantische und sexuelle beziehungen > romantischen beziehungen, freund:innenschaften, ..?

eine ode an meine liebsten <3
Profile Image for Cardi.
153 reviews
January 31, 2026
Einfühlsam, nostalgisch, gut recherchiert, clever kombiniert und mit einer guten Portion Humor führt Maria Popov durch die Gedanken und Konzepte, die sich um den Begriff der Asexualität ranken. Dabei öffnet sie den Begriff („Kein Bock Club“) und lädt ein, nicht nur das eigene Verlangen mit all den zugehörigen Einflüssen zu hinterfragen, sondern auch Gesellschaftsdynamiken. Spannend, kurzweilig und besonders als Hörbuch empfehlenswert, da von der Autorin selbst gelesen.

P.S. Die Lesung zum Buch war auch fantastisch!
Profile Image for rinka.
58 reviews
February 1, 2026
größter aha moment: responsives verlangen. never heard of it before und war so ajjjjjaaaaaaaaaa???!?!!??! that’s a thinggggg!!??? hallo that makes sm sense

ich mag maria sie war mir schon immer sehr sympathisch ok now zu meinem geramble

ich fand die teile zum ace sein sehr gut und hilfreich aber es war leider gar nicht mal so viel weil die feministischen basics viel raum eingenommen haben und da bin ich einfach schon zu advanced und auch weniger soft (holding myself back from saying „weniger funk“ weil ich will nicht fies sein) about it. es war ironischerweise in teilen zu choice feminist für mich. also basically alles zum thema feminism etc hatte keinen neuigkeitswert für mich und da hatte ich auch nicht das gefühl dass ich ihren spin on it hör sondern einfach ne wiederholung von dem was alle anderen auch aktuell so sagen/schreiben

ABER die ace stellen waren wirklich sehr hilfreich und wichtig zu lesen und honestly ich avoide das thema aber als maria dann meinte sie is es und schreibt n buch und spricht es ein und labert in podcasts drüber war ich so okkkkk igggg???? und das buch kam mir weniger intimidating vor als die wo dick und fett ACE draufsteht und ich mag wie sie das thema approacht und auch den fazitteil & dass sie viel privates gesharet hat

letzter satz im buch war etwas sehr corny aber das darf man auch sein mein gott

ich walke out of this mit dem gefühl dass ich n buch lesen will wo es mehr um das thema an sich geht aber idek ob es überhaupt noch so viel dazu zu sagen gibt honestly

eins will ich noch erwähnen: das buch lesbisch werden suckt ass sorry 😔 (weils hier als quelle genommen wurde)
Profile Image for Julias Leseecken.
264 reviews8 followers
October 23, 2025
Es ist beeindruckend, mit wie vielen klaren Worten und anschaulichen Wort-Bildern und Beispielen Maria Popov uns in ihre Erfahrungen, ihre eigene Geschichte und die allgemeine, intersektional gedachte Aufklärung mitnimmt.

Maria betrachtet dabei nicht nur A-Sexualität als Teil der queeren Community, sondern auch wie sich unterschiedliche „Bock-Bedürfnisse“ in sämtlichen (ja auch hetero) Beziehungen auswirken oder zeigen können.

Es findet eine Distanzierung zur Pathologisierung fehlender Lust statt, während gleichzeitig Raum für unterschiedliche Sichtweisen gegeben wird.

Ein Kapitel hat mir extrem gut gefallen: Es ging darum, dass Maria berichtete, dass sie mit einer ehemaligen Beziehungsperson eine Situation erlebt hat, in der Maria der anderen Person gesagt hat, dass sie keinen Bock auf Sex hat und sie die darauffolgende Reaktion der Person nicht verstehen konnte. Für das Buch bat sie die Person in einem kurzen Text zu beschreiben wie die Situation für sie war. Diese Form der Reflexion und Einordnung aus verschiedenen Perspektiven habe ich als extrem wertvoll und bereichernd empfunden.

Es ist ein unglaublich persönliches und intimes Buch, durch das uns die Autorin einen Einblick in ihr Leben und ihre Erfahrungen gewährt. Zeitgleich werden diese Erscheine Erfahrungen immer wieder in einem höheren wissenschaftlichen, gesellschaftspolitischen und medial-geprägten Kontext eingeordnet. Chapeux!

Ein großartiges Buch, das wirklich für jede*n nur bereichernd sein kann.
Profile Image for Katharina Amberg.
25 reviews
January 9, 2026
Dass Sex politisch ist war mir klar, aber wie politisch - vor allem das keinen Sex haben, oder wie die Autorin so treffend sagt: die Bocklosigkeit - ist/sein kann war mir nicht klar. Das Buch ist wirklich sehr unterhaltsam geschrieben und dabei nicht minder informativ.

Ich mochte sehr die klare Struktur des Buches. Von der Frage, was ist überhaupt sexuelles Verlangen und wie unterschiedlich es sich bei männlich und weiblich gelesenen Personen auswirken kann, bis hin zu der Problematik wie Sex und vor allem unser gesellschaftlicher Blick auf Sex die patriarchalen Strukturen unterstützt, bildet die Autorin vieles ab. Sie zeigt einem auf wieso gerade Asexualität von der Gesellschaft so irritiert betrachtet, wenn nicht sogar schlichtweg nicht akzeptiert wird.

Ich bin mir gänzlich anderen Erwartungen an das Buch herangegangen. Wie Maria Popov selbst in ihrem Nachwort schreibt, lässt der Titel vor allem erwarten, dass Asexualität und viele „Graubereiche“ der Bocklosigkeit thematisiert sind. Es ist aber mehr eine Aufforderung für mich gewesen von dem gesellschaftlichen Stellenwert den Sex und vor allem die Erwartung daran, wie er zu sein hat, wie oft er zu sein und vor allem wie er doch bitte auf keinen Fall zu sein hat, abzurücken.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for PiaReads.
352 reviews9 followers
December 1, 2025
Maria Popov beleuchtet in ihrem Hörbuch die gesellschaftliche Fixierung auf sexuelle Lust und erzählt mit Humor und Scharfsinn von eigenen Erfahrungen rund um Asexualität und Intimität. Das Hörbuch ist wichtig, weil es Lustlosigkeit nicht als Defizit darstellt, sondern als Teil menschlicher Vielfalt.

Meine Erwartung war hoch, doch der Fokus bleibt ausschliesslich auf Sex. Gerade weil der „Kein Bock Club“ als Umbrella-Term eingeführt wird, hätte ich mir gewünscht, dass auch der Fokus auf Paar-/Liebesbeziehungen und andere gesellschaftliche Normen stärker hinterfragt werden. So eignet sich das Hörbuch besonders für Menschen, die Popov kennen oder bisher wenig darüber nachgedacht haben, wie sehr sexuelle Lust auf ein Podest gehoben wird.

P.S.: Etwas irritierend fand ich die Coverwahl. Obwohl es im Hörbuch explizit um Scham bei behaarten Beinen geht, zeigt das Cover glatte, haarlose Beine. Warum?
Profile Image for Halina Jereczek.
67 reviews
December 2, 2025
Eine wunderschöne Analyse von Sex, Zärtlichkeit und Beziehungen in unserer Gesellschaft und allem, was drumrum passiert. Es war vor allem eine gute Zusammenfassung und Zentrierung von dem, was viele queere und vorallem Ace Personen beschäftigt, aber eben auf eine Art und Weise die es auch der "breiten Masse" zugänglich macht. Ich fand die persönlichen Anekdoten erfrischend, die haben mir das Lesen vereinfacht und einige sachpunkte gut unterstrichen.
Profile Image for Jule.
359 reviews17 followers
October 23, 2025
Umfangreiche Auseinandersetzung mit Themen, die sonst eher wenig Beachtung finden. Gelungene Mischung aus Studien und Wissenschaft, eigenem Erleben und Popkultur.
Profile Image for Tracy.
73 reviews2 followers
December 17, 2025
wichtiges thema, auch gutes buch, aber komme aktuell in solche bücher/sach bücher nicht mehr so rein und brauch dann immer ewig dafür. konnte auch nicht so viel mit dem humor anfangen. für mich deshalb nur 3 sterne
Profile Image for emmi.
28 reviews
October 30, 2025
Der ,,Kein Bock Club‘‘, ist ein wohlfühlendes und interessantes Buch, welches Menschen in den Arm nimmt, die eben mal keinen Bock haben und den Grund dafür suchen.
Die Autorin schildert ihre Erlebnisse und das Entdecken ihrer Sexualität in einem sehr nahbaren und einfühlsamen Blick, was eher wie ein ,,Facetime-Anruf‘‘ wirkt, als ein bloßer Text. Auch die kurzen Songtexte, die sie an manchen Stellen eingebaut hat, sind stimmend und passten gut zum jeweiligen Kapitel.
Ich kann dieses Buch jedem Empfehlen, der sich die Frage schon mal gestellt hat, warum man manchmal keine Lust auf Intimität hat und was mit einem deswegen ,,nicht stimmt‘‘. Auch ist dieses Buch eine geniale Schilderung von Sexualitäten, der heutigen Realität bezogen darauf und vieles mehr.
Profile Image for Nic.
237 reviews
November 4, 2025
Dieses Buch ist eine Bereicherung für jeglichen politischen Diskurs.

Ich war zunächst davon ausgegangen, dass sich KEIN BOCK CLUB hauptsächlich auf Asexualität fokussiert. Ich habe mich mit damit bereits intensiv befasst (u.A. mittels Autor:innen, die auch in diesem Buch zitiert werden) und hegte daher verhaltene Erwartungen, wie viel Neues ich mitnehmen würde. Dabei hätte ich wissen sollen, dass eine intersektional-feministischen Journalistin wie Maria Popov die Dinge, die sie bespricht, auch gesellschaftspolitisch einordnet und analysiert. Und zwar auf ganz, ganz großartige Weise. Sie bespricht Sexualität, Attraktivität und Beauty Standards, die Zugehörigkeit zum "Kein Bock Club", Incels und Gewalt, und viele weitere Themen, teils mit persönlichen Anekdoten oder Erfahrungen untermauert, die aber nie Überhand nehmen. Auch hier werden marginalisierte Personen mitgedacht und explizit genannt.
Alles in allem kann ich das Buch wirklich nur wärmstens und dringend empfehlen!

Als i-Tüpfelchen hat Maria Popov das Hörbuch selbst eingesprochen, das einen echten Hörgenuss bietet, auch in den wissenschaftlich intensiveren Teilen des Buches.

Danke an NetGalley und Argon Hörbuch für das kostenlose Rezensionsexemplar!
8 reviews
December 20, 2025
Egal wo auf dem asexuellen Spektrum, hier fühlt sich jede*r verstanden🫶🏻
Profile Image for Annie.
105 reviews12 followers
November 7, 2025
Ahhh dieses Buch war so gut geschrieben, hilfreich und informativ, dass ich es am liebsten allen Menschen ans Herz legen würde. Ganz behutsam, und doch irgendwie richtig straight geht Popov der Frage auf den Grund, warum Sex immer im Mittelpunkt steht, warum er vielen Menschen so wichtig ist und warum es nicht auch als okay und normal gesehen werden kann, wenn Sex eben nicht der persönliche Mittelpunkt ist, das Zentrum einer jeden Beziehung.
Im Laufe dieses Buches habe ich nicht nur einiges über mich selbst gelernt, sondern auch über Feminismus, Sexismus und Asexualität - letztere hatte ich bis dato unter einer ganz anderen Definition abgespeichert, einfach, weil ich es nicht besser wusste. Popov hat ganz hervorragende Aufklärungsarbeit geleistet und dabei eine wundervolle Balance zwischen persönlichen Anekdoten, Erläuterungen und wissenschaftlichen Begründungen gehalten. Genau so etwas habe ich mir gewünscht, und ich wurde nicht enttäuscht!
Ich finde, besonders (junge) Männer sollten dieses Buch lesen, um sich selbst, aber auch ihre Partner*innen und unser gesellschaftliches, patriarchales System besser zu verstehen und einfach zu checken, wieso sie die Gewinner dieses Systems sind. Ich verstehe Popovs Buch nicht zwingend als Gesellschaftskritik, eher als „Leute, ist das eigentlich richtig, was wir hier machen?“ und das finde ich einfach nur angenehm. Alles kann, nichts muss hat sie in ihrem Buch immer wieder betont und genau so ist es doch am Ende des Tages - in uns selbst, in unseren Beziehungen, in unserer Gesellschaft.
Ein großartiges Buch. Period.
Profile Image for Dennis.
58 reviews4 followers
December 23, 2025
Das Buch beginnt mit der Selbsteinordnung als "Manifest", und so muss man es auch lesen. Es handelt sich nur bedingt um ein kritisch-einordnendes Sachbuch, sondern um die Ausarbeitung einer Perspektive (einer asexuellen und im klassischen Romantik-Sinne auch tendenziell aromantischen). Das ist teilweise argumentativ einseitig, aber auf jeden Fall erhellend (auch wenn sicherlich nicht alle Asexuellen jede Nuance teilen werden).

Im Gegensatz etwa zu B. Frasels "Entromantisiert euch" rutscht sie auch selten in Polemik ab - der Ton bleibt relativ sachlich, der Inhalt zumindest nicht eindimensional. Ob es die gesellschaftlichen Großentwürfe gebraucht hätte, weiß ich nicht: "Jede und jeder kann lieben und Beziehungen führen, wie ersieesthey will" scheitert in der Realität halt oft an Erwartungen und Erwartungserwartungen; "Freundschaft läuft der romantisch-sexuellen Beziehung den Rang ab" ist empirisch und sozialstrukturell zumindest bestreitbar. Der Einblick in die Erfahrungswelt einer Asexuellen ist aber jedenfalls lesenswert.
14 reviews1 follower
February 10, 2026
Tolles Buch! Sehr einfühlsam und zugänglich geschrieben. Wer sich ohnehin mit Feminismus und/oder dem Ace-Spektrum befasst, dem wird vieles bekannt sein, aber einiges war für mich persönlich neu und ich hatte oft das Gefühl, dass mich jemand versteht und dass Dinge auf einmal Sinn ergeben und das war ein sehr schönes Leseerlebnis. Es werden sehr viele Themen abgedeckt, wodurch manche Bereiche etwas oberflächlich behandelt wurden und ich stimme auch nicht überall mit der Meinung der Autorin überein, aber insgesamt war die Mischung auf persönlichen Anekdoten, Gedanken und Recherche gut gelungen. Besonders berührend war das letzte Kapitel, wo die Gegenperspektive der Ex-Freundin geschildert wird. Davor hatte es manchmal ein wenig den Vibe von "Niemand hat valide Gefühle außer mir (vor allem Männer nicht)" aber das wurde dadurch meiner Meinung nach außer Kraft gesetzt.
Profile Image for Sofi.
92 reviews2 followers
December 7, 2025
4.5 ⭐️
ein sehr wichtiges buch, das meiner meinung nach zur richtigen zeit kommt. ich durfte viel neues lernen und viele neue sichtweisen einnehmen. ich werde dieses buch wohl inflationär weiterempfehlen.
34 reviews
November 10, 2025
Ich freu mich immer riesig wenn’s neue Bücher zum Aspec gibt und genauso war’s bei diesem auch. Ich glaub das ist ein richtig gutes Buch wenn man sich noch nie damit auseinandergesetzt hat. Mir war’s teilweise ein bisschen zu oberflächlich und hier und da hat es sich angefühlt wie als hätte die Autorin versucht alle möglichen Themen abzuhaken. Ich verstehe komplett, dass es super schwer ist sich zu fokussieren bei solch einem komplexen Thema, hätte mir aber dennoch mehr Fokus gewünscht. In meiner Wahrnehmung ging’s in einem großen Teil des Buchs nicht ums Aspec, sondern um andere verwandte Themen. Ich freu mich trotzdem riesig dass das Buch existiert und glaube wie gesagt, dass es ein super Einstieg ist!
12 reviews
December 24, 2025
Wichtiges Thema, und persönlich wertvoll und stellenweise heilsam, weil ich mich in einigem gesehen fühlen konnte. Persönlich fehlte mir oft der Fokus, ich hatte das Gefühl, dass die Themen ineinander überfließen und sich auch immer wieder wiederholen - gefühlt hätte das Buch kürzer sein können, ohne an Aussagegehalt zu verlieren, wenn dafür einige Punkte (Intimität kann nicht nur durch Sex entstehen; es ist in Ordnung, keine Lust zu haben; platonische Beziehungen können sexuellen Beziehungen gleichwertig sein) weniger oft wiederholt worden wären. Es ist leicht und unterhaltsam geschrieben und doch fand ich manchmal schwer, die Motivation zu finden, weiterzulesen. Ich stelle für mich persönlich immer wieder fest, dass "popfeministische" Bücher, die in Sprache und Analyse oft schwammig und oberflächlich bleiben, mir oft nicht (mehr?) viel geben - vielleicht schon zu oft gelesen. Gleichzeitig gilt aber auch: Gerade die persönlichen Berichte packten mich beim Lesen immer wieder und ermöglichten Verständnis und das Gefühl des Gesehenwerdens.
Profile Image for Vika.
98 reviews1 follower
November 13, 2025
Im "Kein Bock Club" macht Maria Popov eine Bestandaufnahme des viel zu wenig beachteten, manchmal sogar in queeren Spaces diskriminierten "A" aus LGBTQIA+. Sie erzählt dabei ihre eigene Geschichte mit Sexualität und Selbstfindung, zeigt gesellschaftliche Erwartungen und Missstände, wenn es um Sex geht, auf, erläutert den Unterschied zwischen sexueller Unlust und Asexualität, und plädiert generell dazu, Sex einfach auch mal zu dezentralisieren.

Während ich selbst nicht asexuell bin, kennt sicherlich jede*r einige (viele?) Momente, in denen man einfach mal keinen Bock hat(te). In einer hypersexualisierten Welt ist es manchmal schwierig, das zuzulassen und auch an die Partner*innen zu kommunizieren. Und es ist erfrischend auch mal zu hören, dass DAS AUCH EINFACH NORMAL UND OKAY IST.

Ich kannte Popov vorher nicht, fand es aber sehr angenehm, ihr im Audiobuch zuzuhören, musste häufig schmunzeln, trotz ernsten Themen und habe viel für mich mitgenommen. Vor allem berührt hat mich eine Situation der Lustlosigkeit zwischen ihr und einer Expartnerin, die aus beiden Perspektiven geschildert wurde.

Was mir weniger gut gefiel, war, dass die erste Hälfte des Buches sich sehr binär angefühlt hat (bspw. weibliche vs männliche Lust). Im zweiten Teil hat sich dieser "Misstand" aber komplett aufgelöst.
An anderer Stelle argumentiert Popov für polygame / -amore Beziehungen als mögliche Beziehungsart - dann aber gegen offene Beziehungen, weil diese wieder nur Sex zentrierten. Da kann ich leider überhaupt nicht mitgehen, finde beides absolut nicht vergleichbar und halte nicht viel vom Shaming offener Beziehungen (, die auf beidseitigem Konsens basieren!).

Aber alles in allem ein sehr lesens(hörens)wertes Buch, das ich jedem*jeder empfehlen kann. 4,5 / 5 Sternen.

(Vielen Dank an Netgalley und argon hörbuch für das Rezensionsexemplar, es hat meine Meinung nicht beeinflusst.)
35 reviews
December 21, 2025
„Kein Bock Club“ von Maria Popov ist ein Buch, auf das ich über einige Posts auf Instagram aufmerksam wurde, bei dem ich mir aber zunächst nicht sicher war ob ich es interessant genug finde es zu lesen, da es auf den ersten oberflächlichen Blick den Anschein erweckte, dass es darin nur um Asexualität ging und ich mir nicht sicher war, ob mich das genug interessieren würde. Nachdem eine Freundin das Hörbuch gehört hatte und weiterempfahl griff ich aber doch zu und wurde nicht enttäuscht, denn das Buch beschäftigt sich mit sehr vielen sehr relevanten Themen: dem Stellenwert von Sex in der Gesellschaft, dem überzogenen Blick auf die Bedeutung heteronormativer Beziehungen, weibliche und männliche Sexualität, gesellschaftliche Normen und Prägungen, Feminismus und Patriarchat. Dazu erzählt die Autorin viele persönliche Anekdoten darüber wie ihr Blick auf Sex und Beziehungen durch ihre Jugendzeit geprägt wurde und wie schwer es ist sich davon zu lösen. Und am Wertvollsten an dem Buch finde ich den Fokus darauf wie gut es der Gesellschaft und den Menschen darin tun würde wenn man Freundschaften und alternative Beziehungsformen gleichberechtigt neben (sowieso meist romantisierte Vorstellungen von) romantische und durch Sex geprägte Beziehungen stellen würde.

Das Buch ist bei der Vielfalt von Themen sehr kurzweilig und ich fand auch das Verhältnis zwischen persönlichen Anekdoten und Sachbuch ausgewogen.
Displaying 1 - 30 of 52 reviews

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