In drei Schritten zum freien Kopf - Raus aus der Mental Load Falle
In drei Schritten zum freien Kopf
Mental Load, die Last der tausend Kleinigkeiten. Unzählige Alltagsaufgaben organisieren, Entscheidungen treffen und sich für alles verantwortlich fühlen – diese permanente Denkarbeit führt zu unsichtbarem Stress. Gesundheitliche Probleme wie Migräne, Tinnitus oder chronische Erschöpfung können die Folge sein.
Betroffen sind vor allem Frauen. Wie es gelingt, die mentale Last sofort spürbar zu verringern und endlich wieder den Kopf freizubekommen, zeigt dieser Ratgeber Schritt für Schritt und mit alltagstauglichen Strategien.
Das Buch ist übersichtlich strukturiert mit kurzen, verständlichen Themen und Impulsen. Mir haben die Tabellen, Übersichten unten Fragebögen gefallen, die mich das ein oder andere mal zum Nachdenken gebracht haben oder Impulse gesetzt haben.
Das Buch ist sehr liebevoll und wohlwollend geschrieben und bezieht sich in meinen Augen viel auf den privaten, familiären Mental Load und nicht so viel auf den Arbeitskontext wie ich es erwartet habe. Dabei bezieht es sich konkret viel auf Mütter von kleinen Kindern. Dieses Themenfeld ist wichtig, war für mich jedoch nicht so relevant. Da ich mich schon lange mit dem Thema beschäftige, gab es für mich nicht so viele neue Insights. Trotzdem war das Buch ein guter Refresher (z.B. Eisenhower Matrix oder Achtsamkeit) und hat mir den ein oder anderen Impuls mitgegeben "gut genug reicht meistens völlig", "helfen vs übernehmen", "Konzept people pleaser"
Ich bin mit der Erwartung an Freier Kopf statt Mental Load gegangen, wirklich etwas Substanzielles zur mentalen Last in Partnerschaften zu lesen, und wurde leider enttäuscht. Stattdessen bekommt man größtenteils die üblichen Verdächtigen: Achtsamkeit, Pareto-Prinzip, Eisenhower-Matrix, Schulz von Thun, „Nein sagen“, „Aufgaben abgeben“ und People-Pleasing stoppen. All das mag nützlich sein, aber es ist eben nicht das Gleiche wie eine gründliche Auseinandersetzung mit Mental Load als Macht- und Verteilungsproblem.
Das Buch richtet sich offenbar vor allem an Mütter und liefert viele allgemein brauchbare Tipps zur Selbstorganisation und Stressreduktion. Wer einfache Tools, Mindset-Erinnerungen und Basics zur Priorisierung sucht, findet hier einiges zum Nachschlagen. Für mich war das aber nicht der Kern: Ich wollte wissen, wie Mental Load in Partnerschaften wirklich entsteht, wie man die Arbeit neu aushandelt, wie man Konflikte führt, wenn Aufgaben schlicht nicht fair verteilt sind. Dazu hätte ich gern tiefere Konzepte, Praxisbeispiele und Interventionen gelesen.
Stattdessen bleibt es oft bei simplen Lösungen: Delegieren, mal fünf gerade sein lassen, Wünsche äußern. Nett und ja, nötig aber eben zu kurz gedacht. Was passiert, wenn das Gegenüber nicht mitzieht? Wer managt dann das Nachmanagen? Wer trägt emotional die Mehrarbeit, obwohl formal Aufgaben „geteilt“ sind? Das sind Fragen, die in meinem Alltag relevant sind, und die beantwortet dieses Buch meiner Meinung nach nicht.
Fazit: Nützlich als Einstieg oder für Menschen, die noch keine Basisstrategien kennen. Wenn man aber eine tiefere, partnerschafts- und machtkritische Perspektive auf Mental Load erwartet, bleibt das Buch blass. Schade, denn das Thema hätte viel mehr verdient.
Ein sehr guter Ratgeber, der hilft, die Gedanken zu entrümpeln
Gleich vorweg: Das Buch ist besonders an Frauen mit Familie gerichtet, obwohl es natürlich auch für alle anderen ein sehr wertvoller Ratgeber ist.
Die Autorinnen beginnen mit der Erklärung des Begriffes „Mental Load“ und erläutern die Ursachen seiner Entstehung. Wie unterscheidet er sich von akutem Stress und welchen Folgen hat er? So beschreibt Mental Load, wie schon der Name sagt, die unsichtbare und beständige Denkarbeit, die im täglichen Leben anfällt und zu kognitiver und emotionaler Belastung führt. Im Gegensatz zu akutem Stress, der einen Anfang und ein Ende hat, bedeutet Mental Load eine dauerhafte Belastung, die auch nicht nachlässt, wenn die einzelnen Aufgaben abgearbeitet wurden.
Besonders Mütter sind aufgrund der Doppelbelastung durch Beruf und Familie von Mental Load betroffen. Endlose To-do-Listen reihen sich aneinander ohne eine Chance auf Pausen und Entspannung. Die zum Teil noch immer traditionellen Rollenbilder drängen Frauen in die „Kümmerrolle“ und verhindern eine gerechte Aufteilung der Arbeit. Die Autorinnen räumen in diesem Zusammenhang auch mit schon lang bestehenden Mythen auf. Wissenschaftliche Studien belegen zum Beispiel eindeutig, dass es den sogenannten „Mutterinstinkt“ gar nicht gibt und dass Frauen nicht besser im Multitasking sind als Männer. Viele Frauen landen aufgrund der permanenten Überlastung irgendwann im Burn-out, und damit dies nicht geschieht, haben die Autorinnen eine ganze Reihe hilfreicher Tools entwickelt, die helfen, die täglichen Aufgaben besser zu managen und Mental Load zu reduzieren. Wichtig ist es dabei, die Verantwortung auch mal abzugeben und Netzwerke zu schaffen, die unterstützend eingreifen können. Viel Augenmerk wird auch auf die Kommunikation gelegt. Die Autorinnen sind Befürworter der gewaltfreien Kommunikation und geben Tipps, wie man die sogenannten „vier apokalyptischen Reiter“ vermeidet. Es ist jedenfalls unbedingt notwendig, Grenzen zu setzen, was besonders für „People Pleaser“ sehr schwierig sein kann. Zum Schluss geben die beiden Autorinnen noch Ratschläge, wie man die nach dem „Brain Dump“ (Entrümpelung der Gedanken) gewonnene Zeit sinnvoll nutzen kann.
Obwohl ich nicht zur Zielgruppe gehöre, habe ich das Buch als sehr interessant und hilfreich empfunden. Die Autorinnen umreißen in leicht verständlicher und klarer Sprache das Phänomen „Mental Load“ und integrieren eine Vielzahl an Tipps und Übungen, die wirklich jedem helfen, der mit seinen To-do-Listen kämpft. Die Palette an hilfreichen Tools ist sehr breit gefächert, so erfährt man u.a. vom Pareto-Prinzip, dem japanischen Ikigai-Modell, digitalen Apps, der Wirksamkeit des Bullet Journaling bis hin zu den wichtigsten Achtsamkeitstechniken. Besonders gefallen hat mir die sehr gute Struktur des Buches sowie die vielen übersichtlichen Zusammenfassungen der Informationen in anschaulichen, oftmals farbigen Grafiken und (Check-)Listen, die helfen, das Gelesene zu verinnerlichen und auch selbst eine Bestandaufnahme der eigenen Befindlichkeit zu machen. „Freier Kopf statt Mental Load“ ist nicht nur ein Ratgeber, sondern ein richtiges Arbeitsbuch, das man immer wieder zur Hand nehmen kann, wenn man Hilfe und Anregungen braucht. Von daher kann ich dieses Buch nur wärmstens weiterempfehlen!
Raus aus dem Overload Das Buch „Freier Kopf statt Mental Load“ setzt sich mit einem Thema auseinander, das besonders in vielen Familien und Partnerschaften präsent ist: der unsichtbaren Organisationsarbeit, die immer noch überwiegend an den Frauen hängt. Die Autorinnen erklären anschaulich, was Mental Load bedeutet: nämlich die ständige Verantwortung, an alles zu denken, Aufgaben zu planen und Abläufe am Laufen zu halten. Sie zeigen die negativen Auswirkungen, die diese Denkarbeit auf Körper und Geist haben kann und dass bzw. wann man sich Hilfe holen sollte. Das Buch liefert in drei Schritten viele konkrete Strategien, um die mentale Belastung zu erkennen und Schritt für Schritt zu reduzieren. Im Vordergrund steht die faire Verteilung von Verantwortung, weg von reiner „Hilfe“ hin zu echter Mitverantwortung. Die Autorinnen machen Mut, offen über Bedürfnisse zu sprechen und eingefahrene Strukturen zu verändern. Gut fand ich, dass verschiedene wissenschaftliche Theorien und Modelle erläutert werden und es auch an praktischen Tipps nicht fehlt. Anschaulich werden die Ausführungen durch Grafiken und Fragen ergänzt, die man selbst für sich beantworten kann. Leider unterbrechen aber diese oft den Fließtext. Eine andere Platzierung hätte ich übersichtlicher gefunden. Farbige Textpassagen bieten verblüffende und spannende Zusatzinformationen, der Schreibstil ist verständlich und gut zu lesen. Das Buch ist ein hilfreicher Ratgeber für alle, die faire Aufgabenverteilung und mehr Leichtigkeit im Alltag anstreben. Der Fokus liegt eher auf Müttern. Mental Load betrifft aber auch andere Personen, die leider etwas zu kurz kamen. Dennoch haben mich Aufbau und Inhalt des Buches sehr angesprochen und mir Impulse gegeben, manche Situationen neu zu bewerten und zu überdenken. Ich kann es auf jeden Fall empfehlen.
Sara Pierbatisti Spirak Prof Dr Katharina Wick Stiftung Warentest 2025
Endlich ein freier Kopf und weniger Kopfschmerzen!
Das Buch Freier Kopf statt Mental Load ist auf dem ersten Blick klar strukturiert mit der blauen Stift und dem altrosa Cover. Auch die weg fliegenden Papageien (Aras?) finde ich sehr gut passend zum Buchtitel.
Dadurch, dass da Freier Kopf statt Mental Load auf dem Cover steht, ahnt man, was damit gemeint ist. Ich finde, es wurde alles gut und ausführlich erklärt. Ich habe mich oft wiedergefunden, in dem was die Autoren geschrieben haben, mit ihren Situationen und Alltagsmomenten. Diese sind absolut authentisch. Dafür haben die Autorinnen sehr viele umsetzbare Tipps. Was mir sehr gut gefällt. Man hat den Eindruck, man ist nicht alleine und die Autoren haben vollstes Verständnis für den Leser.
Das Buch ist in drei Schritte untergliedert: Schritt 1: Chefin sein? Besser nicht Schritt 2: Mental Load entspannt managen Schritt 3: Mental Load loswerden.
Dazu gibt es noch die Einleitung Kopf voll, Akku leer und zum Schluss Kopf frei – für Freizeit, Fokus, Flow!
Dazu gibt es weiterführende Literaturtipps und ein Register.
Vor allem gefallen mir die blau unterlegten Abschnitte, die aufgeteilt sind in Gut zu wissen, Achtung!, Verblüffendes, eine kurze Anleitung und aus der Forschung. Es gibt Checklisten und Pläne und somit ist alles drin, was man als Anfänger bei diesem Sachbuchthema benötigt. Nichts zu viel und nichts zu wenig. Denn gerade bei diesem Thema können zu viele Seiten einfach belastend sein.
Mein – Lesezeichenfees – Fazit: Mir gefällt das Buch sehr gut, von der Strukturierung, dem Text und allem drumherum. Sogar mein Mann ist davon begeistert. 5 Feensternchen.
Ehrlich gesagt, habe ich viel von diesem Buch erwartet. Das Buch versprach Methoden um aus dem Dauerstress heraus zu kommen. Somit dachte ich, es würde mir helfen, besser mit Stress umzugehen, bzw. zu vermeiden.
Leider wurden nur bereits bekannte Methoden wie das Sender-Empfänger-Modell von Schulz von Thun, Gewaltfreie Kommunikation von Marshall Rosenberg, die Eisenhower-Matrix zur Priorisierung von Tätigkeiten, das Pareto-Prinzip am Beispiel des Hausputzes erklärt und das Ikai-Modell erwähnt.
Ich bin davon ausgegangen, dass dieses Buch etwas Neues ist und neue Methoden vorschlägt. Ich persönlich finde dieses Buch überflüssig, da es über diese Methoden bereits umfassende Informationen zu finden sind. Auch dachte ich, es würde auch etwas mehr auf die Arbeitsstelle abzielen. Die meisten Ratschläge sind jedoch auf Mütter und deren Stress mit Kindererziehung und den anderen vielen Aufgaben abgezielt.
„Freier Kopf statt Mental Load“ soll einen Einblick in das Thema Mental Load geben. Das Buch ist sprachlich leicht verständlich und inhaltlich gut gegliedert. Es sind schöne Visualisierungen eingepflegt sowie praktisch umsetzbare Übungen, die in den Alltag integriert werden können. Wobei hier auch klar genannt werden muss, dass der Fokus auf Müttern mit (kleinen) Kindern liegt, was mir nicht sehr gefallen hat. Aus dem Titel und dem Beschreibungstext ging das nicht deutlich hervor. Die Lektüre gibt einen guten Überblick und ist als Einstieg gut geeignet. Es lädt dazu ein, verschiedene Themen bei Interesse näher zu beleuchten und sich damit auseinanderzusetzen. Für einen ersten Zugang ist „Freier Kopf statt Mental Load“ ein guter Wegbegleiter. Wenn man jedoch bereits unter Mental Load leidet oder sich schon im Zuge einer Depression bzw. eines Burn-Outs befindet, kann professionelle Hilfe besser und gezielter greifen.
Ich lese in meiner Freizeit total gerne Sachbücher in Richtung Selbstreflektion, Mental Health oder gegen Depressionen etwas. Ich bin generell der Meinung, dass man nicht die krasseste Wunderheilung erwarten darf sondern dass man aus jedem Buch etwas lernt und mitnimmt für sich! In dem Buch "Freier Kopf statt Mental Load" bin ich ohne große Erwartungen reingegangen und sehr positiv das Buch beendet! Ich bin generell ein großer Fan von Büchern, wo man selbst auch was tun muss und nicht nur Informationen abspeichern sondern auch nachdenken und ausfüllen. Die Aufteilung des Buches in 3 "Ebenen" ist wirklich gut gelungen und man merkt, dass man sich da wirklich Gedanken gemacht hat.
Es ist ein Buch für jeden, der es mag sich selbst zu reflektieren und bereit ist, sich weiterzuentwickeln! Pluspunkt: Gestaltung des Buches + Farbwahl!