Jelena hat echt keine Ahnung, was sie und Jakob gemeinsam haben. Sie kennen sich doch gar nicht! Was sollen sie dann nur bei ihrem Referat erzählen? Bei ihrer besten Freundin Lotte würde ihr sofort ganz viel einfallen, aber die geht ja jetzt auf eine andere Schule.
Wenn Jakob einfach ein paar Bücher lesen könnte, wär das mit dem Referat kein Problem. Aber es geht ja leider nicht um Dinos oder so. Sie sollen sich in der neuen Klasse halt besser kennenlernen. Und er eben Jelena. Also setzt er sich in der nächsten Stunde einfach neben sie.
Was für ein Glück, dass Sich-Kennenlernen doch gar nicht so schwer ist.
Ein warmherziges Kinderbuch über Schulwechsel, neue Freundschaften und unliebsame Spitznamen. Feinfühlig aus zwei Perspektiven erzählt.
**Mit farbigen Illustrationen von Barbara Yelin!**
Tamara Bach has been writing since she was sixteen. She spent her teen years living in Oppenheim -- a small town very much like Miriam's -- and, like Miriam, wishing she lived in a big city. Today she lives and writes in Berlin, where she also works in young people's television and theater.
Jakob und Jelena haben sich noch nicht in ihrer neuen Klasse zurecht gefunden, der Schulwechsel von der vierten in die fünften Klasse hat ihr Leben verändert und vor allem Jelena vermisst ihre beste Freundin Lotte, die an eine andere Schule geht. Dann kommt ein neues Schulprojekt und die beiden müssen Gemeinsamkeiten finden, haben sie diese überhaupt?
Jakob und Jelena von Tamara Bach ist ein feinfühliges Buch über den unvermeidlichen Schulwechsel und Ängste, die sich daraus ergeben können. Durch den Perspektivwechsel zwischen den beiden Protagonist:innen lassen sich gemeinsame Ängste, aber auch unterschiedliche Gedanken, Wünsche und Träume erkennen. Auf diese Weise wird wunderbar die Einzigartigkeit des Individuums dargestellt und dennoch viele Punkte eröffnet, die es den Leser:innen leicht machen, sich mit den beiden identifizieren zu können.
Die kurzen, feinfühligen Kapitel lesen sich nicht nur sehr gut, sondern übermitteln auch das Gefühl der Protagonist:innen hervorragend. Die Zeichnungen der Illustratorin von Barbara Yelin passen super zum Inhalt und ergeben ein tolles Gesamtpaket.
Einzige Kritik ist für mich das Ende, bei dem mir ein Abschluss fehlte, der das Buch ‚rund macht‘. Das Referat von Jakob und Jelena ist im Klappentext sehr relevant und wird auch im Buch thematisiert, dennoch fehlt mir eine Auflösung dessen.
Jakob und Jelena ist eine einfühlsame Geschichte über zwei Außenseiter, die an einer neuen Schule anfangen und sich kennen lernen müssen.
Bei diesem Buch hatte ich bereits die Erwartung, dass es sich um "Literatur" handelt, also: keine große Action oder Spannung, sondern eine ruhige Geschichte, wo die Protagonisten ihren Alltag bewältigen.
Ich muss sagen, die Geschichte ist noch ruhiger als erwartet. Der Leser begleitet Jakob und Jelena über ein paar Wochen, in denen nicht allzu viel passiert. Die beiden müssen zusammen einen Vortrag vorbereiten, in dem sie erzählen, was sie gemeinsam haben. Auch wenn beide versuchen einander kennen zu lernen, kommt es am Ende weder zu einer tiefen Annäherung noch zu einer bahnbrechenden Entdeckung. Die Geschichte endet, bevor der Vortrag stattfindet.
Vielleicht hat die Botschaft mit verpasste Gelegenheiten oder das Ungesagte zu tun. Die abwechselnde Erzählperspektive von Jakob und Jelena macht auf jeden Fall deutlich, dass beide viel denken und wenig sprechen.
Fazit: Ein gutes Buch zum Analysieren, aber wenig unterhaltsam
Das Cover ist wunderschön und auch die abwechselnden Kapitel sind wunderbar gestaltet. Es passt zu dem Inhalt des Buches - gefühlvoll. Jakob und Jelena sind eher zurückhaltende Jugendliche, die, so wie jeder und jede, ihr Päckchen zu tragen haben. In der weiterführenden Schule, die sie nun besuchen, werden sie Klassenkameraden und sollen ein gemeinsames Referat erarbeiten. Beide wohnen bei alleinerziehenden und liebevollen Eltern. Sie arbeiten sehr viel, denn Geldprobleme sind leider vorhanden und durch die viele Arbeit, ist die gemeinsame Zeit auch eher knapp. Das Buch erzählt über die Freundschaft, die sich zwischen den beiden Jugendlichen entwickelt. Man bekommt einen hervorragenden Einblick in die Gefühlswelten der Protagonistinnen. Jelena vermisst ihre beste Freundin sehr und findet nur sehr schwer Anschluss in der Klasse und Jakob kann mit anderen Kindern nichts anfangen, er versinkt lieber in seinen Büchern. Ich finde das Ende des Buches sehr unbefriedigend. Gerne hätte ich mehr über die Protagonistinnen erfahren. Was ist mit den fehlenden Elternteilen? Wer Action, Spannung oder rasante Wendungen erwartet, wird eher enttäuscht sein.
schon das wunderschöne cover ist ein hingucker und die illustrationen sind so passend und schön. die geschichte ist interessant, berührt und zeigt auf, wie ein schulwechsel aussehen kann, wie es ist wenn die beste freundin auf eine andere schule kommt, wie schwierig es sein kann neue freunde zu finden und freude an der neuen schule. zudem ist dieses buch toll zu lesen und es zeigt gut auf, wie mutter und tochter, sowie vater und sohn gute einheiten bilden und auch aussenstehende, wie nachbarn super eingebunden sind und unterstützen. die langsame annäherung durch eine schularbeit und was es mit allen macht sich in die anderen einzudenken ist sehr gut beschrieben, wie die spitznamen eine rolle spielen und wie überforderung sich auswirken kann ebenfalls. auch die probleme die auftauchen und nicht so leicht zu lösen sind, sich dann aufs ganze denken auswirken sind super gut beschrieben und zeigen so viel auf. für mich ist dieses buch absolut empfehlenswert.
Die Geschichte von Jakobs und Jelenas ersten Wochen an ihrer neuen Schule ist sehr bewegend. Jelena muss damit klarkommen, nicht mehr mit ihrer besten Freundin auf die gleiche Schule zu gehen. Jakob ist wohl Autist und wie Jelena Außenseiter an der Schule. Beide wohnen bei nur einem Elternteil und beide Elternteile, besonders Jelenas junge Mutter, geben ihr Bestes, um diese Aufgabe gut zu erfüllen. Jelenas Mutter hat ein ganzes Netzwerk an Freund:innen, die ihr zur Seite stehen. Eine der tollsten Szenen für mich ist zwischen Jakob und dem Freund seines Vaters, der voll und ganz auf den Jungen eingeht und ihn beruhigt dadurch, dass er ihn als Mensch ernst nimmt. Das Buch macht Kindern Mut, zeigt Eltern auf, wie sie mit Herz für ihre Kinder da sein können und zeigt eindrucksvoll, wie unterschiedlich Kinder und ihre Träume und Interessen doch sind. Absolut lesenswert!
Kein klassisches Kinderbuch im Mainstream-Sinne „Jakob und Jelena“, geschrieben von Tamara Bach und illustriert von Barbara Yelin, ist ein Kinderbuch für Kinder ab 10 Jahren. Das 256-seitige Buch erzählt die Geschichte von Jakob und Jelena, die von Fremden zu Freunden werden.
Jakob und Jelena besuchen dieselbe Schule, kennen sich aber kaum. Nun tun sie sich zusammen, um gemeinsam eine Schulrede zu halten. Von Fremden lernen sie sich kennen, und eine seltene Freundschaft beginnt.
Die Geschichte wird aus der Perspektive der beiden Kinder erzählt. Tamara Bachs Schreibstil ist klar, mit angemessenen Sätzen und Kapiteln, die sich an das Leseniveau von Kindern anpassen. Die Geschichte wird ruhig und ohne übermäßige Wendungen erzählt. Meine Tochter liebt die Farbgebung, die ein herbstliches Gefühl hervorruft und sehr beruhigend wirkt. Dieses Buch ist kein klassisches Kinderbuch im herkömmlichen Sinne, aber es ist eine tolle Lektüre für die ruhige Stunde oder nach dem Lesen.