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Zurück zu ihr

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Was zählt im Leben wirklich? - Der berührende Roman des deutschen Schauspielers Kai Wiesinger


Jan ist gerade fünfzig geworden, da erreicht ihn die Einladung zum 30. Klassentreffen, welche er, wie auch alle vorangegangenen, ignoriert, doch seine Frau Svenja überredet ihn die Reise von München nach Hannover anzutreten. Jan begibt sich erstmals ohne Kind und Kegel auf einen Road-Trip in die Vergangenheit, bei dem nicht nur alte Erinnerungen in ihm hochkommen. Vor allem der Gedanke an Anja, seine große Jugendliebe, die ebenfalls zum Klassentreffen kommt, lässt ihn nicht mehr los. Als dann eine Panne auf die nächste folgt, beginnt Jan zu zweifeln, was er eigentlich will und vor allem mit wem. Hat er vielleicht sein eigenes Leben verpasst? Zwischen hoffnungsvoller Aufbruchsstimmung und herben Enttäuschungen muss sich Jan der Frage stellen, ob er sein Glück nur noch im Rückspiegel sehen kann?

Kai Wiesingers erster Roman nach seinem Sachbucherfolg »Der Lack ist ab« beschäftigt sich mit den großen Fragen der eigenen Identität, der Wünsche und Ziele, die man in der Mitte des Lebens nochmal neu erkunden muss. 

252 pages, Kindle Edition

Published November 19, 2025

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Community Reviews

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Displaying 1 - 2 of 2 reviews
Profile Image for Daniela.
125 reviews
November 30, 2025
Kai ist in seiner Ehe unzufrieden: er und Svenja, seine Frau, lieben ihre Kinder, haben sich aber über die Jahre auseinander gelebt. Eine Einladung zu einem Klassentreffen wirft dann Erinnerungen a seine frühere Beziehung mit seiner großen Liebe aus Schulzeiten, Annika auf. Auf dem abenteuerlichen Weg in Richtung des Klassentreffens stellt Kai sich die Frage nach der Gesundheit seiner Beziehung, er stellt sich vor, wie es wohl ist Annika wieder zusehen und stellt sein eigenes Leben in Frage.
Der Plot ist eher anstrengend und platt (z.B. Auto auf der Autobahn). Es passieren zu viele banale Dinge.
Profile Image for Monika Caparelli-Hippert.
286 reviews4 followers
January 9, 2026
Puh. Was war das denn? Der Klappentext klang gut und vielversprechend, ich kann mich sowohl altersmäßig als auch erfahrungsmäßig mit den Protagonisten identifizieren, und dachte, das könnte ein echt cooler Roman sein. Auch das Wort „Roadtrip“ triggert mich ja immer positiv in Buchbeschreibungen; in diese Falle renne ich ja immer wieder gerne rein. Und jetzt habe ich die 250 Seiten gelesen und muss sagen: selten so ein merkwürdige banales Konstrukt gelesen, zusätzlich versehen mit mMn diversen Logikfehlern.

Okay, ich werd meinen Leseeindruck ein wenig ausführlicher beschreiben, und Achtung, dazu muss ich spoilern. Wer das Buch noch nicht kennt, möge bitte nicht weiterlesen. Aber sorry, ohne spoilern kriege ich das hier nicht hin.

Wir starten in München bei Jan, ü50, verheiratet mit Svenja, zwei Kinder, ein Bub (15), ein Mädchen (8). Gehobene Mittelschicht. Jan ist gelernter Fotograf, und im digitalen Handyzeitalter läuft es bei ihm jobtechnisch nicht mehr soooo gut, aber immer noch okay. Jan liebt seine Kinder abgöttisch, und ist auch der Ansicht, seine Ehe war zwar schon mal besser in Fahrt, aber hey, ist halt so als Familienvater, er ist trotzdem halbwegs zufrieden und kommt zumindest nicht mal ansatzweise auf die Idee, seine Gattin könnte es anders sehen. Der Roman ist übrigens aus einer auktorialen Perspektive geschrieben, aber wir sind ziemlich oft in Jans Gedankenwelt involviert, und Jan macht sich ziemlich viele Gedanken über alles Mögliche, und wir erfahren relativ schnell, dass er hochsensibel ist und ein sehr anspruchsvolles Innenleben hat. In seinem Alter macht er sich auch immer öfters Gedanken, eventuell doch was verpasst zu haben und stellt sich diverse „was wäre wenn“-Fragen. Soweit alles verständlich, soweit alles passend und stringent erzählt.

Es kommt nun eine Einladung zum 30. Klassentreffen in Hannover. Jan hat wenig Lust darauf, aber Svenja überredet ihn, dorthin zu fahren. Die Party soll Samstag abends losgehen, und Samstag mittags machen sich erst Svenja und die Kids auf den Weg zu den Großeltern ins Wochenende, und anschließend packt Jan seinen Weekender und setzt sich ins Auto. Nicht vergessen: zwischen München und Hannover liegen etwa 600 km, und es ist Samstag mittag. Das ist für den Verlauf der Story nicht unrelevant. Man verabschiedet sich ganz normal. Ich würde sagen, bis hierhin war ich auch noch lesetechnisch bei der Stange, aber jetzt beginnt Jans angekündigter Roadtrip, und hier hat mich der Roman in immer schnellerem Tempo verloren.
Jans Gedankenkino nimmt an Fahrt auf, er lässt kleine und große Lebensfragen durch seine Gehirnwindungen ziehen, steigert sich in die Vorstellung hinein, seine Ex Anja abends wiederzusehen – die Frau, an der alle nachfolgenden Damen seines Lebens sich messen lassen mussten, und mit der er seit 30 Jahren keinen Kontakt mehr hatte. (Ich merke mal sarkastisch an: selbstverständlich hat Anja all die Jahre nur auf ihn gewartet…….).
Der Roadtrip selbst wird sich dermaßen unrealistisch gestalten, dass ich nur noch kopfschüttelnd da gesessen habe; wir haben merkwürdige Episoden mit Anhaltern, mit Pannen, mit Mitfahrgelegenheiten und Autobahnüberquerungen zu Fuß, es ist echt bizarr, was man so an einem kurzem Nachmittag (und beschrieben auf etwa 80-100 Seiten) in Wiesingers Phantasie erleben kann. Besonders realistisch: Jans Auto bleibt auf der Autobahn liegen. Jan ruft den ADAC an, die sagen, in einer Stunde seien sie da. Das dauert ihm zu lange, schließlich hat er abends noch einen Termin, und kurzentschlossen lässt Jan sich von einer Familie mitnehmen. Ja, das Auto bleibt einfach da stehen, Jan vertraut darauf, dass der ADAC das Auto schon in die nächste Werkstatt abschleppt, und er ihn auf dem Rückweg repariert abholen kann. Jo. Sollte jemand vom ADAC das Buch lesen: wäre doch mal eine Geschäftsidee :-)))) Ich hab mich gefragt, ist das Satire oder hat Jan zu viel geraucht?

Also, ich überspringe jetzt mal einiges, in dem Stil geht es nämlich weiter, und auch auf das Klassentreffen will ich jetzt mal nicht eingehen. Ja, da kommt unser Held tatsächlich noch pünktlich an, und ich will man nur soviel verraten: Anja hat nicht die letzten 30 Jahre auf ihn gewartet…. Wer hätte das gedacht.

Und nun mein großer Spoiler zum Abschluss: Montag morgens kommt Jan wieder zuhause an, und die Wohnung ist komplett leer geräumt, das Buch endet mit einem Abschiedsbrief von Svenja, die ihn verlassen hat, weil man sich auseinander gelebt hat. Schon toll, wie die Dame das logistische Kunststück vollbracht hat, in 1,5 Tagen übers Wochenende die ahnungslosen Kids entspannt zu ihren Eltern zu fahren, einen Umzug zu organisieren, und dann nicht nur die Familienwohnung leerzuräumen, sondern auch noch komplett alle Teppiche herauszureißen etc. pp, und dann sich irgendwo neu eingerichtet zu haben.
Und Jan? Der will zurück zu ihr. Herr Hochsensibel hat es wahrscheinlich einfach im Gespür.

Mannometer, was war die Geschichte hanebüchern. Und wie viele Details und Banalitäten wurde haarklein beschrieben, während größere Fragen entspannt übergangen wurden.

Ach, und wenn ich schon mal dabei bin, ich hätte hier noch so ein Detail, wo ich nicht wusste, soll ich grinsen oder den Kopf schütteln. Also, Szenenwechsel; wir begleiten Svenja und die Kids im Zug auf der Hinreise zu den Großeltern. Mama hat Reiseproviant dabei. Gesunden Reiseproviant. Und wir haben hier einen pubertierenden 15jährigen und die 8jährige Schwester. Der Autor beschreibt hier detailliert, wie die beiden einträchtig ihre Möhrenschnitzel und Äpfelschnitten mümmeln. Die Kleine sagt, sie habe Lust auf was Süßes, und die Mama reicht Möhrchen an die Kinder, die sich gierig darauf stürzen. Und ich habe mich nur gefragt, in welcher Dinkel-Dörte-Welt passiert denn sowas? Der Traum eines jeden Pubertiers :-) Ach ja, und vergessen wir mal nicht, der Samstag Nachmittag verrinnt im Zuge, und es steht ja noch der Umzug an :-) Passt :-) Jeder, der schon mal mit einer Familie umgezogen ist, würde sich am Ende des Buches über Tipps freuen, wir man das so dermaßen sauber, schnell und reibungslos macht wie Frau Svenja. Interessant wäre es noch zu erfahren, wie am Montag morgen die beiden Kinder reagiert haben. Der Traum jedes Teenies…..nicht.

Okay, ich höre auf. Das Buch war stilistisch kein wirkliches Meisterwerk, und die Story war zumindest phantasievoll, wenn auch null überzeugend.

Selbstverständlich bedanke ich mich trotzdem beim Verlag für das Rezensionsexemplar! War halt einfach nicht meins.
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