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Das Feuer vergessen wir nicht

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Über die Bedeutung des geschriebenen Wortes – der neue Roman von Sarah Jäger («Nach vorn, nach Süden»)

Ari und Flint jobben aus unterschiedlichen Gründen neben der Schule im Pflegeheim. Zuerst mögen sie sich nicht besonders, doch nach und nach kommen sie sich näher. Eine Beziehung wollen sie aber auf keinen Fall, denn Flint glaubt nicht an die Zukunft und Ari nicht an feste Bindungen. Bei einer Heimbewohnerin finden sie eine wissenschaftliche Arbeit über den Aufstand der Arbeiterinnen einer Zündholzfabrik im England von 1888. Angeregt von dieser Dokumentation beginnt Ari, ihre Geschichte mit Flint aufzuschreiben. Und dann bricht im Pflegeheim ein Feuer aus ...

215 pages, Kindle Edition

Published September 24, 2025

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Sarah Jäger

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October 7, 2025
Weil in Aris Familie das Geld knapp ist, liest die 17-Jährige samstags als Honorarkraft dementen Bewohnern im Altenheim vor. Frau Martin ist dement und spricht schon lange nicht mehr, reagiert jedoch aufmerksam auf die Streichholzflamme, die Ari entzündet. Warum die alte Dame mit rund 60 Jahren noch studierte und eine Hausarbeit schrieb über den Streik von 1888 in einer englischen Streichholzfabrik, wird Ari sie vermutlich nicht mehr fragen können. Auch Flint arbeitet im Altenheim; er leistet Sozialstunden, um die Geldstrafe abzustottern, die wegen seines Schulschwänzens gegen seine Eltern verhängt wurde. Ari lebt mit den gleichaltrigen Mirjam und Milan in einem Haus und ist seit dem Kindergarten eng mit ihnen befreundet. Obwohl sie sich nie vorstellen konnte, ohne ihre Lieblingsmenschen zu sein, ist sie aktuell von Flint fasziniert, der viel zu verschweigen hat. In einer chaotischen Situation, in der ein Teil des Heims zum Umbau geräumt wird, entsteht ein Brand – und eine Person, die erst am Ende benannt wird, richtet sich als Erzählende an ein Du, das offenbar beim Brand verletzt wurde.

Der Streik der Streichholzarbeiterinnen, über den Frau Martin geschrieben hat, ist nur eines der vielen Themen, die parallel zu den Ereignissen im Heim verlaufen. Aris ältere Schwester ist schwanger und wieder zu Mutter und Schwester gezogen. Drei Erwachsene und ein Baby in unsichereren wirtschaftlichen Verhältnissen mochte ich mir zunächst so wenig vorstellen wie Flints Leben als Ausreißer. Zentrale Frage für die vier Jugendlichen ist jedoch, wer wen liebt und welche Geheimnisse Mirjam und Flint auf der Seele liegen. „Das Feuer vergessen wir nicht“ dreht sich um Solidarität und Hilfsbereitschaft als zentrale Frage und dass es offenbar ein „ganzes Dorf“ (hier ein ganzes Mietshaus) braucht, um vier Siebzehnjährige aufzuziehen und zu unterstützen. Trotz dramatische Ereignisse eine anrührende, ruhig erzählte Geschichte, in der auch das Ende des Lebens Raum findet.

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