Hannah Höch - eine queere Liebe, eine neue Zeit, eine Befreiung Es sind die 20er Jahre des 20. Jahrhunderts, als Til auf Hannah trifft und Hannah auf Til. Eine gemeinsame Dekade beginnt. Erst in Den Haag, dann in Berlin verbringen die Künstlerin und die Autorin die letzten großen Partys und Momente zärtlicher Zweisamkeit. Doch von Sommer zu Sommer entpuppt sich das gemeinsame Leben und Schaffen zunehmend als Herausforderung, unter Druck gesetzt von der politischen Bedrohung durch den Nationalsozialismus. Behutsam und poetisch setzt Miku Sophie Kühmel in »Hannah« das Bild einer Liebe zusammen, die sich nicht nur an den Abgründen ihrer Zeit messen muss.
“das harte am menschsein ist ja, dass man sich des eigenen bewusstseins so schlecht entsagen kann.”
mit hannah hat die autorin einen ganz besonderen roman erschaffen. die dadaistischen zügen finden sich gut in der erzählweise wieder, die neben der klassischen form auch strichpunktartige aufzählungen, zitate und briefe umfasst. dieser aspekt hat mir gut gefallen, da somit der inhalt schön aufgelockert wurde.
den poetischen schreibstil fand ich spannend, hatte jedoch stellenweise meine probleme damit. die geschichte wirkte sehr abgehakt, worin ich mich leider etwas verloren habe. hier hätte die liebesgeschichte zwischen hannah und til, umgeben vom historischen setting, verstärkt eine emotionale nähe aufbauen können. dies habe ich persönlich nur zu teilen so empfunden.
alles in allem ein sehr interessanter ansatz und dennoch empfehlenswert als eine lektüre, die definitiv aus der reihe tanzt.
ach, wie schön! ich fand es ganz wunderbar zusammengestellt mit allen kleinen einschüben, bin manchmal nur etwas rausgekommen (vielleicht auch deswegen)
Ich wollte das Buch mögen, schon weil der Klappentext auf eine queere Beziehung Bezug nahm. Leider war das Lesevergnügen von kurzer Dauer. Die Geschichte, falls es eine gibt, ist unter so vielen Seitengeschichten versteckt und aufgeteilt, dass ich nicht ins Lesen rein kam. Zu viele einzelne Fäden im Wollknäuel, die verworren den Inhalt übertünchen. Ich hab mich durch die ersten vier Kapitel gequält und danach das Buch weggelegt.