Dieses Vermächtnis ist eine schwere Bü Ostfrieslands berühmteste Kommissarin Ann Kathrin Klaasen steht vor der größten Herausforderung ihrer Karriere. Eine der erfolgreichsten deutschen Krimireihen feiert Jubilä "Ostfriesenerbe" ist der 20. Fall für Ann Kathrin Klaasen.
Eine ganze Stadt gerät in Panik, als Radio Nordseewelle am frühen Morgen den Fund zweier Leichen meldet. Die eine wurde vor dem berühmten Teemuseum in der Norder Innenstadt abgelegt, die andere im neu eröffneten Krimimuseum. Schon sprechen die ersten vom "Museumsmörder" und fragen sich, wo und wann er wieder zuschlagen wird. Doch als Ann Kathrin Klaasen die Leiche von Helga Bornemann sieht, weiß sie, dass hier etwas viel Größeres auf dem Spiel steht und dieser Fall zu einem Wendepunkt in ihrem Leben und ihrer beruflichen Laufbahn werden wird.
Inhalt siehe Klappentext. Ostfriesenerbe ist der 20. Fall für Ann Kathrin Klaasen, den Klaus-Peter Wolf wie gewohnt in Norden, Norddeich und auf den ostfriesischen Inseln spielen lässt und in dem, wenn man die anderen Bände kennt, viele „alte Bekannte“ mitwirken. Nach dem Besuch der Autorenlesung am 01.03., bei der man einen Vorgeschmack auf den Kriminalroman bekam, habe ich das Buch nun selbst gelesen und mich dabei gerne an die Szenen erinnert, die der Autor vor Publikum lebendig hat werden lassen. Die Geschichte liest sich flüssig, aber für mich nicht immer schlüssig. Für mich gibt es zu viele Anspielungen auf Sex und den damit verbundenen, merkwürdigen Vorlieben sowie Brutalität und Gewalt allgemein. Es gibt viele Tote, bewusst ermordet, aber auch mal als Unfall getarnt, ich finde es zu viel, auch für einen Krimi. Ist wirklich Ann Kathrin Klaasen das Ziel und die anderen Opfer nur der Weg dorthin? Muss das viele Blutvergießen sein? Manchmal hat es den Anschein, als zögen sich Rupert und Co. selbst ins Lächerliche., dazu wirkt vieles konstruiert, nicht unbedingt passend oder logisch. Wie geht es mit dem „Wissen“, dem „Ostfriesenerbe“ weiter, was ist Frau Dr. Döses Mission? Erschreckend, sollte es eine solche „Möglichkeit“ wirklich geben - ich vermute, sie wird nicht nur von den Guten genutzt, sondern hauptsächlich von den Bösen. Wie ist die Verbindung zu Edgar oder laufen hier einfach zwei Stränge parallel, die im Grunde nichts miteinander zu tun haben, aber so wirken sollen? Im letzten Viertel geht es rasant zu, aber das Ende finde ich allgemein enttäuschend - zwar für zwei Personen abgeschlossen, der Rest jedoch ist und bleibt offen, warum, wieso, weshalb? Schwierig zu bewerten, die Landschaft auf Langeoog und an der Norddeicher Wasserkante sprechen für sich, beim Text tue ich mich schwerer. 2 Sterne scheinen für die Mühe, unterhalten zu wollen, zu wenig, 3 sind schon wieder zu viel, 2,5 Sterne? Wie gesagt, die Lesung war besser als der Krimi selbst. Es wird Zeit, sich von der ostfriesischen Truppe zu trennen, wenn man Elisabeth Schwarz glauben darf.
Leichen. Und dann noch eine schräg gegenüber der Polizeistation. Mein Lieblingscharakter Rupert kann sich so wunderbar darüber echauffieren. "Was ist nur aus dieser Welt geworden? (…) Das ist eine Provokation. Eine Herausforderung zum Duell." [34f] Mir gefällt der Charakter besonders in den Bänden, da er seine Gedanken meist ungefiltert äußert und immer einen coolen Spruch, manchmal auch nicht politisch korrekt, auf den Lippen hat. Insgesamt gefällt mir an der Reihe, dass ordentlich Lokalkolorit vorhanden ist. Man hat das Gefühl, man wäre hautnah dabei. Das Jubiläum "Ostfriesenerbe" von Klaus-Peter Wolf konnte ich mir nicht entgehen lassen. Es ist der nunmehr zwanzigste Fall für Ann Kathrin Klaasen. Man kann über die ostfriesischen Ermittlungen, welche sich ein bisschen von den uns bekannten Polizeiarbeiten unterscheiden, des Öfteren schmunzeln. Der Schreibstil ist super. Die Story lässt sich bestens lesen und man fiebert mit der Mordkommission mit. Man spürt richtig, was auf Ann Kathrin Klaasen lastet. Immer in Bereitschaft, innerlich immer im "Dauerdienst" [352]. Auch der neueste Band überzeugt und bringt den Lesenden einige spannende Stunden in Ostfriesland.