Safe Space: Der sicherste Ort. Eine tödliche Falle. Der atemberaubende neue Thriller der aufregenden jungen Stimme des psychologischen Nervenkitzels. Thriller
Sadisten, Psychopathen, Serienmörder - die forensische Psychologin Anna Salomon weiß um die dunklen Abgründe der menschlichen Natur. Sie gilt als Ausnahmetalent in der Behandlung von Straftätern und ist bekannt dafür, die undurchdringlichsten Fassaden zu durchschauen. Doch niemand ahnt, was sich hinter ihrer eigenen verbirgt. Denn ausgerechnet in den Mauern eines Hochsicherheitsgefängnisses jagt Anna ihrer ganz persönlichen Heilung hinterher. Auf der Suche nach der Wahrheit ist sie bereit, alles zu riskieren. Sie ist nicht die Einzige, die ein gefährliches Spiel spielt. Jemand spielt mit - der Einsatz ist Annas Leben ...
Der neue Thriller der Autorin des Erfolgsdebüts HAPPY END - eine fesselnde Reise in die dunkelsten Kammern der menschlichen Psyche
»Was für ein Debüt! HAPPY END ist eine emotionale Achterbahnfahrt (...) kaum ist sie zu Ende, möchte man vor Begeisterung Noch mal!« MIKE ALTWICKER, WDR
Anna tritt ihren neuen Job als forensische Psychologin in einer Justizvollzugsanstalt an. Hinter Mauern, Türen und Sicherheitsstufen soll sie analysieren, therapieren und Straftäter resozialisieren. Doch schnell wird deutlich, dass in dieser Einrichtung vieles nicht zusammenpasst, denn es gibt widersprüchliche Aussagen, seltsame Vorfälle und eine unangenehme Atmosphäre, die mehr Druck als Sicherheit ausstrahlt. Anna verliert zunehmend die Kontrolle, und eigentlich verfolgt sie ihre ganz eigenen Pläne im Gefängnis…
Erzählt wird die Story auf mehreren Ebenen. Wir folgen Anna in der Gegenwart, die klar den größten Teil der Geschichte trägt. Ergänzt wird das durch zurückliegende Tagebucheinträge einer zweiten weiblichen Person, die emotional, intim und zunehmend beunruhigend wirken. Parallel dazu begleitet man Leon in einem Handlungsstrang der Vergangenheit, der wiederum Rückblenden in seine eigene frühere Vergangenheit enthält, eine Art Vergangenheit in der Vergangenheit.
Trotz dieser verschachtelten Struktur bleibt die Orientierung leicht. Annas Perspektive ist das stabile Zentrum, während die anderen beiden Stränge Stück für Stück das Gesamtbild erweitern und verdichten.
Anna, die zentrale Figur des Romans, wirkt anfangs vor allem professionell, intelligent und scheint einen psychologisch geschulten Blick zu haben, zumindest theoretisch. In der Praxis jedoch rutscht sie schnell mal aus der Rolle und ist emotionaler und impulsiver, als sie sich selbst eingestehen will. Diese Spannung zwischen Selbstbild und tatsächlichem Verhalten macht sie interessant, aber auch manchmal schwer nachvollziehbar. Daneben haben wir die zweite, zunächst anonym bleibende Stimme in den Tagebucheinträgen. Ihre Perspektive bringt Unruhe und zusätzliche Dynamik hinein, ohne zu viel zu früh preiszugeben. Außerdem haben wir Leon, dessen Perspektive ebenfalls in der Vergangenheit angesiedelt ist. Seine Kapitel geben Hintergrundinformationen zu den Tagebucheinträgen, die erst später wirklich greifbar werden. Dazu kommen Einblicke in seine persönliche Vergangnheit, die eine schwierige Kindheit offenbaren und die das Gesamtbild abrunden.
Das Setting war für mich das absolute Highlight. Ich liebe Thriller, die im Gefängnis spielen. Diese spezielle Mischung aus Enge, Kontrolle, Bedrohung und Routine hat eine ganz eigene Wirkung. Genau das fängt die Autorin sehr gut ein. Man spürt, wie belastend der Alltag im Vollzug sein kann und was es psychisch bedeutet, dort zu arbeiten. Es wurden genug fachliche Themen eingewebt, um authentisch zu wirken, aber nicht zu trocken. Die Balance zwischen Spannung und Einblick in psychische Mechanismen ist gut gelungen.
Die Hauptfigur war für mich das größte Fragezeichen. Anna soll fachlich reflektiert und neutral sein, trifft aber mehrfach Entscheidungen, die emotional und impulsiv wirken. Für mich passten Beruf und Verhalten nicht immer zusammen. Der große Twist am Ende war sehr klassisch aufgebaut. Das Buch arbeitet deutlich darauf hin, der Spielraum für Überraschungen ist storygemäß begrenzt und der „der Bösewicht erklärt nochmal alles Moment“ wirkte ein bisschen wie aus einem typischen Thrillerfilm. Absolut funktional, aber eben wenig überraschend.
„Safe Space“ ist ein atmosphärisch dichter, solide erzählter Psychothriller mit starkem Setting, guten Spannungsmomenten und einem cleveren Spiel mit mehreren Erzählebenen. Nicht ganz so überzeugend wie das exzellente Debüt der Autorin, aber definitiv ein guter und unterhaltsamer Thriller, den ich gern gelesen habe. Ich werde auch das nächste Buch von Sarah Bestgen wieder gerne lesen, denn ihr Stil und ihre Themen treffen voll meinem Geschmack.
Düster, psychologisch und deutlich tiefgründiger, als es der Klappentext zunächst vermuten lässt. Nach Happy End, das für mich ein echtes Highlight war, war meine Erwartungshaltung entsprechend hoch und auch wenn ich anfangs ein paar Startschwierigkeiten hatte, hat mich dieser Thriller am Ende absolut überzeugt.
Der Einstieg fiel mir zunächst etwas schwer, da die Geschichte aus zwei Perspektiven erzählt wird, die ich zu Beginn nicht richtig miteinander verbinden konnte. Doch je weiter ich gelesen habe, desto mehr hat sich alles ineinandergefügt und ich bin vollständig in der Geschichte angekommen. Der Spannungsaufbau ist eher ruhig und langsam, aber durchweg atmosphärisch und unterschwellig bedrohlich. Auch wenn ich mir stellenweise etwas mehr Tempo gewünscht hätte, war die Spannung für mich trotzdem konstant spürbar.
Besonders beeindruckt hat mich die psychologische Tiefe der Geschichte. Nichts ist so eindeutig, wie es zunächst scheint, und ich war mir lange sicher, eine gute Theorie zu haben, nur um in den letzten rund 100 Seiten komplett eines Besseren belehrt zu werden. Der Twist kam für mich überraschend, war aber absolut schlüssig und hat der Geschichte einen runden, stimmigen Abschluss gegeben.
Man merkt beim Lesen, wie viel Substanz dieser Thriller hat. Figuren, Thema und selbst der Titel entfalten erst nach und nach ihre volle Bedeutung. Genau diese leisen, tiefgehenden Momente machen das Buch für mich so stark. Insgesamt ein sehr gelungener, psychologischer Thriller mit kleinen Längen, aber großer Wirkung. Von mir gibt es dafür eine klare Leseempfehlung.
Anna Salomon ist forensische Psychologin und beginnt ihre Arbeit in der JVA Weyer. Dort sitzen die Schwerstverbrecher der Republik ein. Doch für Anna ist das die beste Umgebung um sich ihrer eigenen düsteren Unruhe zu stellen. Doch wie sicher kannst du unter Schwerstverbrechern sein?
"Safe Space" war mein erster Thriller von Sarah Bestgen und lässt mich ernüchtert zurück. Der Klappentext klang sehr spannend. Vor allem das Setting im Gefängnis und der Beruf der Hauptfigur haben mich neugierig gemacht, Leider erzählt Sarah Bestgen trotz des interessanten Settings eine absolut durchschnittliche Geschichte mit offensichtlichen Twists und Unlogiken.
Der Roman wird aus wechselnden Perspektiven erzählt. Den Hauptteil nimmt Anna ein, die über ihre Arbeit in der JVA berichtet. Der erste Twist erfolgt schon recht früh und nimmt meiner Meinung nach Spannung aus dem Thriller. Nichtsdestotrotz war ich neugierig, wie Anna mit der Situation umgeht.
Leider entpuppt sich die intelligente Frau ab der Hälfte als unaufmerksame und ignorante Figur. Offensichtlichkeiten werden ignoriert und selbst, als die Realität ihr ins Gesicht springt, bleibt sie an ihrer Überzeugung hängen. Das fand ich ärgerlich und unglaubwürdig.
DIe Auflösung konnte ich ab knapp der Hälfte vorhersehen und hoffte bis zum Schluss, dass ich mich irre. Das Ende entpuppt sich dann gewollt psychologisches Duell, was allerdings nicht raffiniert, sondern stumpf aufgebaut wurde.
Alles in allem ein leicht durchschaubarer Thriller, der locker-leicht zu lesen ist.
"Da Disharmonie jeden Ort dieser Erde erreicht, sollte man seinen eigenen Schutzraum mit harmonischen Gedanken und Gefühlen bewahren." (Christa Schyboll) Psychologin Anna Salomon hat sich auf die forensische Psychologie spezialisiert und möchte unter anderem mit Sadisten, Serienmördern und Psychopathen arbeiten. Weshalb sie sich für eine Stelle in der JVA Weyer beworben hat. Was jedoch niemand ahnt, Anna hat ganz andere, private Gründe, weshalb sie in diesem Gefängnis arbeiten möchte. Ausgerechnet in diesem Hochsicherheitsgefängnis vermutet sie einen Häftling, der ihr Fragen beantworten kann. Fragen, was vor 6 Jahren mit ihrer Schwester Sina geschah und ob sie vielleicht sogar noch am Leben ist. Allerdings ist diese Suche mehr als gefährlich und nicht gerade einfach. Denn alles, was sie über diese Person weiß, ist sein Spitzname Sonny und seit wann er ungefähr einsitzt. Was und ob er etwas mit Sinas Verschwinden zu tun hat, ist Anna bisher unklar. Darum möchte sie auch unbedingt Antworten von ihm. Doch wie soll man so jemanden in einem so großen Gefängnis finden, ohne dass ihre Kollegen etwas von ihrem Geheimnis erahnen? Ein gefährliches Spiel mit unbekanntem Ausgang, bei dem auf einmal jemand mit Annas Leben spielt.
Meine Meinung: Bisher war ich nicht mit der Autorin vertraut, doch der Klappentext und die ungewöhnliche Gestaltung machen mich neugierig auf dieses Buch. Die Handlung wird in mehrere Handlungsstränge unterteilt, was dem Inhalt noch mehr Spannung vermittelt. Ich erlebe nicht nur Annas Spurensuche, sondern ebenso Sinas und Leons Leidensgeschichte. Leons Kindheit ist durch Misshandlung stark gerägt. Seine Eltern, die ihm nur schwer Liebe entgegenbringen können, sowie die Ängste, die daraus resultieren. Es ist für mich kaum nachvollziehbar, wieso diese Kindheit ihn nicht geprägt hat. Trotzdem scheint er jemand zu sein, der Sina Halt, Trost und Verständnis bietet. Sina ist mittlerweile so sehr durch ihren Freund Samu manipuliert, dass sie nur noch Positives an ihm sieht. Sie erkennt nicht einmal mehr, dass er ihr Leben entscheidend bestimmt. 6 Jahre nach Sinas Verschwinden endet nicht nur ihre Spur, sondern auch die ihres Freundes Samu. Kann er etwas mit dem Verschwinden von Sina zu tun haben und ist aus diesem Grund geflohen? Immer wieder kommen mir während des Lesens Fragen über Fragen in den Sinn, weshalb ich dieses Buch kaum weglegen kann. Auch Annas Suche wird zunehmend konzentrierter. Hinzu kommen die Gefangenen, für die sie zuständig ist und die sämtlich unberechenbar sind. Insgesamt gesehen ist das nicht gerade ein Safe Space, wie der Titel verspricht. Doch Annas Suche wird beobachtet, da der Täter sie bereits im Visier hat. Sie ahnt es nicht, aber er hat sein Spiel mit ihr bereits längst begonnen. Ein Psychothriller, der bis zum Schluss geheimnisvoll und fesselnd ist. Auch wenn mein Bauchgefühl sich letztlich als richtig herausstellt, hat mich dieses Buch überzeugt. Vor allem, weil es am Ende doch noch eine Menge Überraschungen bereithält. Ich konnte Menschen wie Sina, die sich so manipulieren lassen, noch nie ganz verstehen. Es handelt sich vermutlich um sehr labile Menschen oder Personen mit geringem Selbstwertgefühl. Wenn die Manipulation dann erfolgreich war, ist es kaum noch möglich, ihr zu entkommen. Im Fall von Anna ist das eher umgekehrt. Andernfalls wäre es ihr wahrscheinlich nicht möglich gewesen, ihre Tätigkeit als Psychologin in Weyer zu beginnen. Die Autorin demonstriert in diesem Buch eindrucksvoll ihr Wissen als Psychologin, und sie weiß, wie sie es in ihren Erzählungen effektiv nutzen kann. Selbst wenn einige der Ansicht sind, ihr Debüt „Happyend“ sei besser gewesen, hat mich ihr zweiter Thriller vollkommen überzeugt. Eine Erzählung, bei der Miträtseln leichtfällt, die einen bis zum Schluss in ihren Bann zieht und die von mir ganz klar 5 Sterne bekommt.
In „Safe Space“ erzählt Sarah Bestgen von der forensischen Psychologin Anna Salomon, die sich auf einer professionellen und gleichzeitig zutiefst persönlichen Mission befindet - nämlich den Mord an ihrer Schwester aufzuklären. Das ist der Kern, um den die ganze Story kreist. Besonders ist meiner Meinung nach vor allem der Aufbau der Geschichte gelungen. Diese spielt nämlich die ganze Zeit auf zwei Zeitebenen: Einmal der Gegenwart, in der Anna ermittelt und ihren therapeutischen Sitzungen nachgeht und einmal die Vergangenheit, die über Rückblicke und Tagebucheinträge das Leben von Sina - Annas Schwester - kurz vor deren Verschwinden beschreibt. Diese Einträge sind stellenweise super intim, hin und wieder auch arg verstörend, aber tragen deshalb auch wesentlich dazu bei, Sina (obwohl sie faktisch ja keine handelnde Person ist) zu einem echten greifbaren Charakter zu formen, der nicht einfach nur Plotmotor ist. Das gibt natürlich auch noch mal eine ganz andere Tiefe. Ein weiteres Highlight war für mich die psychologische Komplexität, die die Geschichte bietet. Bestgen führt ihre Leser:innen durch gefühlt wirklich hart tiefe Abgründe ihrer Figuren - sowohl die von Anna als auch die der Straftäter, die auf der Station sind. Gerade die Insassen, mit denen Anna arbeitet, sind nicht einfach platte Täter, sondern Menschen mit Geschichten, Traumata, narzisstischen Strukturen, Bedrohlichkeiten, aber auch Momenten unerwarteter Nähe. Die Geschichte ist so wahnsinnig klug und komplex aufgebaut, dass man als Leser:in nie so recht weiß, wem Anna trauen kann und wie es weiter geht. Immer wieder streut Bestgen Andeutungen ein, kleine Unstimmigkeiten, subtile Hinweise, und solcherlei Dinge, die erst rückblickend Bedeutung erhalten. Dadurch entsteht ein Gefühl permanenter Anspannung und immer - wirklich immer - wenn ich gedacht habe: JETZT weiß ich Bescheid, kam eine neue Wendung und ich war komplett baff. Absolut genial! Stilistisch - das muss man einfach sagen - glänzt der Roman! Die Sprache ist eindringlich und super klar und kann dennoch - oder gerade deshalb - die emotionale Wucht des Stoffes tragen, ohne darunter zu zerbrechen. Bestgen gelingt der Balanceakt so gut, die psychologischen Prozesse präzise zu beschreiben und dennoch wahnsinnig viel emotionale Tiefe in den Zwischenzeilen zu transportieren und in ganz vielen Szenen, die absolut herausstechen. Die einzige kleine Schwäche, die ich ganz persönlich gefühlt habe, war die Geschwindigkeitszunahme beim Ende. Das könnte eventuell ein klein wenig zu konstruiert wirken, weil die Auflösung vor allem von einigen Zufällen und schnellen Verbindungen lebt, die nicht ganz so stimmig sind, wie der übrige, sorgfältig aufgebaute Plot. Alles in allem ist „Safe Space“ ein atmosphärisch starker Psychothriller, der mit jeder Seite tiefer in die menschlichen Abgründe führt und gleichzeitig mitfühlend und präzise aufzeigt, wie weit jemand aus Liebe und Verzweiflung gehen kann. Gerade für Leser:innen, die auch gern mal ein klein wenig Tiefe neben der übelst krassen Spannung haben, ist das hier die perfekte Wahl!
Ein äußerst manipulatives, ein gar tödliches Spiel
„Anna Salomon. Ich bin die neue Anstaltspsychologin der sozialtherapeutischen Abteilung“ stellt sie sich vor. Sie hofft, dass ihre Stimme fest genug klingt, denn Nervosität oder mangelndes Selbstvertrauen würde ihre Kompetenz sofort untergraben, hat die 26jährige es doch in Zukunft mit Schwerverbrechern zu tun. Mit Serienmördern, mit Vergewaltigern, mit Sadistin und Psychopathen. Genau hier will sie sein, genau hier ist sie richtig. Dass sie so jung ist, überrascht den Sozialarbeiter Yves Vandenfeld, der in kleinen Gruppen mit den Inhaftierten arbeitet. Der Anstaltsleiter Kirchfeld stellt sie auch ihren anderen neuen Kollegen der sozialtherapeutischen Abteilung der JVA Weyer, kurz „SothA“ genannt, vor.
HAPPY END habe ich seinerzeit verschlungen, diese irrwitzige Story, die so anders ist, als es lange den Anschein hat. Und nun legt Sarah Bestgen ihren neuesten Thriller vor. SAFE SPACE. Auch er hat mich sofort gepackt. Warum Anna genau hier sein will, ist alsbald klar. Nur sie alleine weiß um ihren eigentlichen Plan, doch bald muss sie entsetzt feststellen, dass nicht sie die treibende Kraft ist, denn eher scheint sie die Getriebene zu sein.
Jemand sinniert über den Tod. Den altersbedingten Tod, den durch Unfall und auch den, der durch die Hand eines anderen herbeigeführt wird. Es gibt viele Arten des Ablebens, eines davon trägt die Handschrift eines Mörders. Das sind die ersten Gedanken, die ich lese – von wem auch immer. Um dann Einblicke in ein Tagebuch zu erhalten, das zwischendurch mehr und immer mehr von einer toxischen Beziehung verrät und das auch von einer Freundschaft berichtet. Auch erfahre ich von Leon, auch er kommt zwischendurch zu Wort. Noch bin ich ratlos, was diese Erzählstränge mit Anna und ihrer geheimen Mission zu tun haben.
So einige Lösungsansätze drängen sich mir auf, jeder davon ist mit vielen Fragezeichen behaftet und jede der hier agierenden Figuren beäuge ich sehr kritisch, es ist ein Auf und Ab der Verdachtsmomente und nicht nur einmal habe ich Angst um Anna. Sie will im Alleingang einen vermeintlichen Mörder dingfest machen, dabei hat es den Anschein, dass nicht nur die Schwerkriminellen ihre Gegner sind. Oder doch? Meine Zweifel werden irgendwann ausgeräumt, verblüfft bin ich nur bedingt, denn auch diese Möglichkeit habe ich in Betracht gezogen, wollte es aber dennoch nicht glauben.
SAFE SPACE bietet für Anna keinen Zufluchtsort, keinen geschützten Raum. Sarah Bestgen lässt tief in menschliche Abgründe blicken, das zunehmend bedrohliche Spiel drängt unaufhaltsam dem Höhepunkt zu, das Ende dann kommt geradezu grotesk daher.
SAFE SPACE ist durchgehend spannend. Ein bitterböses Spiel, das lange nicht durchschaubar ist mit vielschichtigen, undurchsichtigen, manipulativen Charakteren, deren dunkelste Seiten zum Vorschein kommen. Ein Thriller, den ich am Stück verschlungen habe, der nicht unbedingt für Zartbesaitete gedacht ist, den zu lesen es sich für jeden Thriller-Fan allemal lohnt.
Worum geht’s? Anna Salomon ist forensische Psychologin, jung, klug und eigentlich mitten im Leben. Doch ihre Schwester ist tot. Zumindest fast. Ihre Leiche wurde nie gefunden, nur Blut, viel zu viel Blut. Und diese Spur führt Anna nach Weyer, in ein Hochsicherheitsgefängnis, in dem nicht Resozialisierung, sondern Abgründe verwahrt werden. Ein Ort, an dem Wahrheit ein gefährliches Gut ist und Vertrauen ein Luxus, den man sich besser nicht leistet.
Meine Meinung: Von Sarah Bestgen hatte ich im Vorfeld viel gehört, entsprechend hoch war die Erwartung an ihren Thriller „Safe Space“. Und ja: Dieses Buch hat ordentlich Wucht. Der Thriller gibt intensive Einblicke in den Alltag einer forensischen Psychologin und in die beklemmende Atmosphäre eines Hochsicherheitsgefängnisses. Der Schreibstil ist dicht, eindringlich und lässt kaum Luft zum Atmen. Besonders stark sind die wechselnden Perspektiven, die gleichzeitig Orientierung geben und gezielt verunsichern. Genau das, was ein Thriller tun sollte.
Sarah begleiten wir in der Gegenwart. Irgendwie mag ich sie, auch wenn sie immer etwas ungreifbar bleibt. Dann lesen wir noch aus Sicht von Leon und Auszüge aus dem Tagebuch ihrer Schwester. Ihrer Schwester, die ihr sehr ähnlich ist, und doch ein völlig anderes Leben geführt hat, mit der sie aber noch mehr verbindet, als sie sich je erträumen könnte.
Der Aufbau der Story trägt dann die Spannung von selbst und es geht direkt richtig los. Vor allem die Tagebuchauszüge gehen unter die Haut. Ansonsten baut sich das Finale im Laufe des Buches immer mehr auf, die Geschehnisse und Vorahnungen prickeln unter der Haut und heizen die Fantasie an – so ging es zumindest mir. Leider gab es in der Mitte einige Längen, die sich stellenweise etwas trocken lesen. Dafür wird es am Ende unglaublich spannend. Ja, ich habe es kommen sehen, auch wenn die Autorin versucht hat, eine falsche Fährte zu legen. Und dennoch ist es einfach genial und unbegreiflich und erstaunlich, dass Anna das nicht gesehen hat. Ab diesem Punkt gibt es kein langsames Lesen mehr. Das Tempo schießt hoch, Seiten fliegen, Gedanken rasen. Dieses Buch ist eine brennende Zündschnur. Du siehst die Explosion kommen, kannst nichts dagegen tun und bist am Ende trotzdem erleichtert, wenn es endlich knallt.
Fazit: „Safe Space“ von Sarah Bestgen überzeugt mit einem intensiven Einblick in die Arbeit einer forensischen Psychologin und dem beklemmenden Setting eines Hochsicherheitsgefängnisses. Der Schreibstil ist dicht und fesselnd, die wechselnden Perspektiven sorgen gleichzeitig für Orientierung und gezielte Verunsicherung. Besonders die Tagebuchauszüge der Schwester gehen unter die Haut und tragen viel zur düsteren Atmosphäre bei. In der Mitte gibt es ein paar ruhigere, sachlichere Passagen, die das Tempo kurz bremsen. Das Finale steigert sich dafür konsequent und zieht das Lesetempo spürbar an. Auch wenn man eine Ahnung vom Ausgang haben kann, ist das Ende konsequent, wirkungsvoll und rund.
Inhalt: Die forensische Psychologin Anna Salomon tritt ihre erste Stelle in der JVA Weyer an. Sie gilt als beste ihres Jahrgangs. Doch eigentlich ist sie auf einer ganz eigenen Mission: sie will das Verschwinden ihrer Schwester Sina von vor sechs Jahren aufklären. Dazu muss sie unbedingt Sonny aufspüren, der laut Sinas Tagebüchern in Weyer einsitzen soll. Doch schon sehr bald nach ihrem Start erhält Anna anonyme Dohnachrichten. Jemand scheint verhindern zu wollen, dass Anna das Geheimnis um Sinas Verschwinden ans Licht bringt - und schreckt dabei vor nichts zurück.
Meine Meinung: "Safe Space" war mein erstes Buch der Autorin Sarah Bestgen. Ihr Schreibstil lässt sich sehr angenehm und flüssig lesen und so ist man als Leser schon nach wenigen Seiten vollkommen eingetaucht in die Geschichte. Gut gefallen haben mir die zwei verschiedenen Zeitebenen, auf denen das Buch spielt. Einerseits begleitet der Leser Anna in der Gegenwart bei ihren Nachforschungen. Der Einblick in die Arbeit in der JVA ist spannend und zugleich wirft das Verschwinden von Sina eine Menge Fragen auf. Darüber hinaus erfährt der Leser durch andere Charaktere, aber auch durch Sinas Tagebucheinträge nach und nach, was vor 6 Jahren wirklich passiert ist, was ich als sehr spannend empfand.
Die Protagonistin Anna Salomon hat mir an und für sich gut gefallen. Sie ist aber psychsch völlig instabil und schafft es daher aufgrund der Belastung durch die damaligen, bis heute unaufgekärten Ereignisse eigentlich kaum, ihrem Job nachzugehen, da sie beinahe zwanghaft ihren Nachforschungen nachgeht. Die Drohungen und darauf folgenden Ereignisse helfen da natürlich nicht, im Gegenteil. Auch die anderen Charaktere des Buches sind keine absoluten Sympathieträger und so weiß man auch als Leser bald nicht mehr, wem man überhaupt noch trauen kann.
Die Idee des Plots hat mir gut gefallen. Er ist spannend und gerade in der zweiten Hälfte gibt es so einige Wendungen, die dafür sorgen, dass man das Buch kaum aus der Hand legen mag. Das Ende hat mir gut gefallen. Auch wenn ich mit meinem schon von Anfang an gehegten Verdacht richtig lag, konnte es mich dennoch in Teilen überraschen. Zudem wird es noch einmal richtig brenzlig, sodass die Spannung ihren absoluten Höhepunkt erreicht. Dennoch bleiben im Nachhinein für mich ein paar Ungereimtheiten bwz Punkte, die nicht so ganz realistisch erscheinen.
Fazit: Spannender Thriller im JVA-Umfeld. Insbesondere zum Ende hin wendungsreich und absolut fesselnd, auch wenn einem im Nachhinein nicht alles so ganz realistisch erscheint.
Annas Suche nach dem Mörder ihrer Schwester Sina war ungemein spannend. Dabei wird die Handlung nicht nur aus der Sicht von Anna, sondern auch aus der von ihrer Schwester und der eines gewissen Leon geschildert. So geht man nicht nur mit Anna in der Gegenwart auf Verbrecherjagd, sondern erfährt nach und nach, was im Leben ihrer Schwester geschehen ist, was mir sehr gut gefallen hat. Denn gerade das regt zum Spekulieren darüber an, was geschehen ist und wer der Täter sein könnte, was ich auch getan habe. Ich hatte so meine Vermutung, wer die Person ist, die mit Anna ein gefährliches Spiel spielt. Da die Autorin aber weiß, wie sie gekonnt falsche Fährten legt, lag ich am Ende mit meiner Vermutung falsch. Denn mit der Person und wer noch alles beteiligt ist, hätte ich wirklich nicht gerechnet.
Anna ist eine starke und vielschichtige Protagonistin, der man anmerkt, wie sehr ihr die Suche nach dem Mörder ihrer Schwester zusetzt. Ich finde, man konnte den Druck, unter dem sie steht, richtiggehend spüren, wodurch eine gewisse Dringlichkeit zwischen den Zeilen mitschwang. Ich konnte nachvollziehen, wieso Anna trotz aller Steine, die ihr in den Weg gelegt wurden, unbedingt weitermachen musste. Zudem habe ich mich die ganze Zeit gefragt, wie weit Anna gehen wird, um den Täter zu finden, und was passiert, wenn sie ihn gefunden hat. Denn man merkt zunehmend, dass Anna immer labiler wird. Dies alles hat noch zusätzlich dazu beigetragen, dass die Spannung sich immer weiter hochschraubte.
Fazit: Ein spannender Thriller, in dem wir die forensische Psychologin Anna Salomon dabei begleiten, wie sie versucht, herauszufinden, wer ihre Schwester vor sechs Jahren ermordet hat. Ich fand die Suche nach dem Täter spannend und habe wild spekuliert, wer es sein könnte. Zwar hatte ich so meine Vermutung, die sich jedoch als falsch herausstellte. Denn die Autorin weiß gekonnt, falsche Fährten zu legen, und so konnte sie mich mit der Auflösung überraschen, da ich damit nicht gerechnet hätte. Zudem fand ich Annas sich mit der Zeit verschlechternde Verfassung gut und nachvollziehbar dargestellt, sodass sie für mich spürbar wurde. So haben auch die Fragen, wie weit Anna für die Wahrheit gehen würde und was sie macht, wenn sie sie gefunden hat, dazu beigetragen, dass die Spannung nicht abriss.
. Hast du Lust auf einen Thriller um ein perfides Schachspiel, das dich schon von Beginn an in seinen Bann zieht und bis zur letzten Seite nicht mehr loslässt? Auf unerwartete Wendungen, die sich perfekt in die Geschichte einfügen? Dann solltest du auch jeden Fall „Safe Space“ lesen! Ein psychologischer Thriller, der unter die Haut geht! 5/5⭐️
. Aber worum geht es genau… Anna Salomon, brillante forensische Psychologin tritt eine neue Stelle in einem Hochsicherheitsgefängnisses an und hat dort mit allerlei Sadisten, Psychopathen, Serienmörder zu tun. Ihre vorrangige Aufgabe ist die Betreuung dieser, jedoch hat sie sich ebenfalls selbst eine geheime Aufgabe erteilt. Sie sucht nach Heilung, indem sie den Mörder ihrer Schwester findet.
. In „Safe Space“ folgen wir jeweils Anna, ihrer Schwester Sina und Leon als Ich- Erzähler durch die Geschichte und wechseln zwischen Gegenwart, sowie Vergangenheit. Wobei wir Sina durch ihre eigenen Tagebucheinträge kennenlernen und so eine tiefe Verbindung zu ihr aufbauen können. (Sehr schön gestaltet indem man hier kursive Schrift verwendet hat!) Ebenso erhalten wir durch die Ich- Perspektiven einen guten Einblick in die Gefühlswelt der anderen Protagonisten und lernen diese ebenfalls sehr gut kennen. Bestgen schafft es meiner Meinung nach sehr realistische authentische Charaktere zu erschaffen mit denen man mitfiebert und mitleidet. So ist beispielsweise Annas Unbehagen während der Geschichte deutlich spürbar. Das Buch hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Wir steigen ohne große Einleitung in die Geschichte ein, so ist die Spannung von Beginn an vorprogrammiert und nimmt im Laufe noch zu. Zum Ende hin überschlugen sich die Ereignisse, sodass es unmöglich war das Buch aus der Hand zu legen. Dieser Thriller nimmt uns mit auf ein perfides Schachfeld in dem auch wir zu Figuren werden und miträtseln dürfen, wer hier der Bösewicht ist. Wie schon in Bestgens ersten Thriller sind ihre Psychologinnen Wurzeln deutlich zu erkennen und zu spüren, so erhalten die Geschehnisse dieser Geschichte noch einen realistischeren Touch. Ein beeindruckender Thriller, den ich allen Thrillerfans wärmstens ans Herz lege! 🧡 Aber lest auch unbedingt ihr erstes Buch „Happy End“! 💚
Anna tritt ihre neue Stelle als forensische Psychologin in der JVA Weyer an. Mit Mitte zwanzig ist sie noch recht jung, kann sich aber dennoch unter den starken und gefährlichen Männern behaupten. Was anfangs nach einer tollen Karrierechance aussieht, entpuppt sich schnell als Farce. Denn Anna hat ihre persönlichen Gründe, warum sie ausgerechnet in dieser JVA ihre Arbeit ausüben will. Sie hat einen Plan und ist fest entschlossen, diesen durchzuziehen. Doch sie hat die Rechnung ohne die kriminellen Insassen gemacht. Denn es scheint, als würde einer von ihnen genau wissen, wer Anna ist und was ihre wahren Absichten sind …
Die Story wird aus zwei Perspektiven erzählt. So lernen wir neben Anna auch noch Leon kennen. Die Kapitel von Leon sind geheimnisvoll. Er hat eine tragische Kindheit hinter sich, die immer noch an ihm nagt. Obwohl mir seine Geschichte sehr nahe ging, haben mir seine Handlungen durchaus Joe-Goldberg-Vibes gegeben. Anna Salomon ist keine gewöhnliche Protagonistin. Ganz im Gegenteil! Sie ist die entschlossenste, stärkste und klügste Psychologin, die ich je kennenlernen dufte. Um endgültig mit den Ereignissen ihrer Vergangenheit abschließen zu können, nimmt sie diesen waghalsigen Job an und begibt sich auf ein gefährliches Terrain. Ich fand es nicht nur irre interessant, mal hinter die Gefängnismauern zu blicken, sondern auch den intensiven und tiefgründigen Therapiegesprächen beizuwohnen. Die Autorin hat hier sehr schön dargestellt, dass auch harte Kerle einen weichen Kern haben können.
Der mitreißende Schreibstil von Sarah Bestgen hat mich geradezu durch die Seiten gepeitscht. Die beklemmende Atmosphäre der eiskalten Gefängnismauern hat sie dabei perfekt eingefangen und mir die ein oder andere Gänsehaut beschert. Ich war fasziniert von den Ereignissen und habe das Buch dank der durchweg präsenten Spannung in einem Rutsch weginhaliert. Das ging mir damals bei „Happy End“ übrigens nicht anders - da hat sie mich auch komplett umgehauen und restlos begeistert! Merkt euch diesen Namen für Nervenkitzel-Lektüre: Sarah Bestgen!
Fazit: Düster, geheimnisvoll und voller Spannung erzählt Sarah Bestgen hier eine Story, die mich begeistern konnte und die ich euch unbedingt empfehlen MUSS!
Psychologischer, intensiver und aufwühlender Thriller . Mit HAPPY END hat Sarah Bestgen im vergangenen Jahr ein vielbeachtetes Debüt vorgelegt. Der Thriller hatte mir so gut gefallen, dass jetzt auch der Nachfolger SAFE SPACE sofort auf meiner Leseliste gelandet ist. . Darum geht’s: Anna Salomon tritt ihre neue Stelle als forensische Psychologin in der JVA Weyer an. In dem Hochsicherheitsgefängnis verfolgt sie allerdings ein ganz persönliches Ziel. Da, wo Sadisten, Psychopathen und Serienmörder einsitzen, will sie dem Schicksal ihrer Schwester auf die Spur kommen… . Ui, Sarah Bestgen hat hier für meinen Geschmack stark nachgelegt. Wer ruhige und psychologisch sehr intensive Thriller mag, kommt hier auf seine Kosten. Meinen Geschmack hat die Autorin damit jedenfalls getroffen. Diesmal sogar noch mehr als mit ihrem Debüt. Der tolle Schreibstil von Sarah Bestgen hat mich sofort gefesselt – auch wenn es dann ein bisschen Anlauf gebraucht hat, in die Story hineinzufinden. Ich musste erst mal mit ein paar losen Enden klarkommen. Kapitel aus unterschiedlichen Perspektiven werden verknüpft mit Stilmitteln wie Rückblenden, Kindheitserinnerungen und Tagebucheinträgen. Das ist anfangs etwas viel, was da auf einen einströmt. Aber als sich dann so langsam Zusammenhänge ergeben haben, war ich drin. . Auf der Suche nach Antworten habe ich mich hier in einen regelrechten Rausch gelesen. SAFE SPACE hat mich persönlich auf emotionaler Ebene noch viel mehr abgeholt und erreicht als HAPPY END. Diesmal haben mich die Personen und ihr Schicksal eindeutig mehr interessiert. Außerdem gab es nahezu keine Längen. Mit diesem psychologisch aufwühlenden Thriller hat Sarah Bestgen mich eindeutig auf dem richtigen Fuß erwischt und konnte zumindest für meinen Geschmack eins draufsetzen. Im Vergleich zum Vorgänger also eine 4 Sterne plus-Bewertung, die ich – da ich ja keine halben Sterne vergebe – auf 5 Sterne aufrunde.
Im Hochsicherheitsgefängnis Weyer in der Nähe Kölns tritt Anna Salomon ihre neue Stelle als forensische Psychologin an. Hier bekommt sie es mit Schwerverbrechern wie Serienkillern und Psychopathen zu tun. Keine einfache Aufgabe für eine junge Frau von Mitte 20. Doch Anna hat ihre Gründe warum sie ausgerechnet in diesem Gefängnis tätig sein will. Sie sucht Antworten, um sich von ihrem Trauma zu befreien. Doch jemand hat Anna schon längst im Visier…
SAFE SPACE ist ein rasanter Thriller, der aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird. Protagonistin ist natürlich Anna und man erlebt mit ihr die beklemmende und düstere Atmosphäre, die in dem Gefängnis herrscht. Anna ist umgeben von Schwerverbrechern, von denen manche hochgradig manipulativ sind. Ein gefährliches Katz-und-Maus-Spiel. Auch Leon nimmt eine größere Rolle ein, auch wenn man ihn anfänglich noch nicht ganz einordnen kann. Seine Geschichte, insbesondere die seiner Kindheit hat mich emotional stark berührt. Und schließlich gibt es noch die Tagebucheinträge von Annas Schwester Sina, die in der Vergangenheit liegen. Der ständige Perspektivwechseln zwischen den dreien hat mir bestens gefallen. Zuerst sind es nur lose Fäden, doch nach und nach erfährt man immer mehr, bis sich schließlich ein Gesamtbild formt. Es gibt einige Wendungen, doch die größte überraschende Wendung hat sich die Autorin bis zum Schluss aufgehoben. Mit diesem Ausgang hatte ich absolut nicht gerechnet. Erzählt wird die Handlung auf sehr spannende Weise, der Schreibstil ist flüssig und die Spannung baut sich permanent auf. Nach HAPPY END ist SAFE SPACE ist Sarah Bestgen ein weiterer genialer und spannender Thriller gelungen. Die beklemmende Atmosphäre wurde perfekt vermittelt und auch die Einblicke in die Tiefen mancher kranken Seele waren intensiv erzählt. Am meisten konnte mich das überraschende Ende überzeugen. Bitte mehr davon!
Da ich bereits von „Happy End“, dem Debüt von Sarah Bestgen schwer begeistert war, musste ich natürlich auch ihr nächstes Buch lesen. Und ich muss sagen, auch „Safe Space“ hat mich wieder sehr begeistert.
Der Schreibstil ist einfach klasse.
Anna Salomon ist der Hauptcharakter dieses Thrillers und sehr eindringlich beschrieben. Manche Handlungen von ihr konnte ich zwar nicht so richtig nachempfinden, aber das hat mir jetzt nichts ausgemacht.
Dieses Buch wird aus der Sicht von zwei Personen und auch zwei Zeitebenen erzählt. Im Hier und Jetzt von Anna Salomon und in der Vergangenheit von Leon. In den Kapiteln von Leon lernen wir auch seine tragische und traurige Kindheit kennen. Weiterhin gibt es auch Tagebucheinträge von einer Person. Das fand ich auch sehr interessant. Wie hängt das alles miteinander zusammen ? Diese Frage wird vollständig und zu meiner absoluten Zufriedenheit aufgeklärt. Ich weiss, ist alles etwas wage ausgedrückt, aber ich möchte nicht spoilern und mehr sagen, als der Klappentext hergibt.
Sehr interessant fand ich auch die Darstellung des Hochsicherheitsgefängnisses nebst den Insassen. Sowas interessiert mich immer sehr. Die forensische Psychologie ist ein tolles Thema für mich.
Die Geschichte bietet Hochspannung und ich habe mit Anna mitgelitten, die versucht die Wahrheit zu finden und in ein grausames Spiel involviert wird.
Fazit: Eine clever konstruierte Geschichte, die äusserst spannend und fesselnd ist. Mit einem Ende, das ich so nicht vorhergesehen habe.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 4,5 Sterne.
Gänsehaut garantiert: Safe Space ist kein Wohlfühlkrimi, das ist ein Schlag ins Kontor — knallhart, psychologisch und mit genug Abgründen, dass man abends das Licht anbehält. Anna Salomon, forensische Psychologin und wandelndes Mysterium, zieht sofort in ihren Bann: kompetent, verletzlich, clever — und mit einem Geheimnis, das einem länger im Nacken sitzt als eine schlechte Entscheidung um drei Uhr nachts. Die Handlung spielt in einem Hochsicherheitsgefängnis, aber die wahre Haftanstalt ist Annas Kopf. Sarah Bestgen baut Szenen so, dass man beim Lesen mitfiebert, die Atmung mitgeht und man sich fragt, wem man noch trauen kann — und das ist genau der Punkt bei einem guten Thriller.
Der Ton ist rau und direkt, das Tempo ein steter Puls: kurze Kapitel, messerscharfe Beobachtungen, Dialoge, die sitzen. Zwischendurch blitzt trockener Humor auf — kleine Atempausen, die die Spannung nur noch wirkungsvoller machen. Die Antagonisten sind nicht bloß böse Karikaturen, sondern facettenreich, was die moralische Grauzone so richtig schön verschwimmen lässt. An manchen Stellen hätte die Auflösung etwas weniger offensichtlich sein dürfen; ein, zwei Wendungen wirken erwartbar, statt einem den Boden unter den Füßen wegzuziehen. Trotzdem nimmt einem das Buch bis zur letzten Seite nicht die Möglichkeit, sich zu irren — und das ist ein großes Plus.
Wer Psychothriller mag, die mehr auf Kopfkino als auf Geknatter setzen, wird hier bestens bedient. Keine leichte Kost, aber eine, die lange nachhallt. Kaffeetassen bereitstellen, Licht anlassen — und rein in diesen dunklen, intelligenten Ritt.
Meine Meinung Safe Space von Sarah Bestgen ist ein spannender Psychothriller, der tief in die Abgründe der menschlichen Psyche eintaucht. Mit der forensischen Psychologin Anna Salomon hat die Autorin eine faszinierende Hauptfigur geschaffen: hochintelligent, professionell und scheinbar unerschütterlich im Umgang mit Sadisten, Psychopathen und Serienmördern – und doch selbst voller Geheimnisse. Besonders überzeugend ist die düstere Atmosphäre, die sich durch das Setting im Hochsicherheitsgefängnis zieht. Die Autorin versteht es, psychologische Spannung aufzubauen und den Leser immer wieder an Annas Wahrnehmung zweifeln zu lassen. Die Grenzen zwischen Therapeutin und Patient, Kontrolle und Kontrollverlust verschwimmen zunehmend, was die Geschichte sehr intensiv macht. Stark ist auch die innere Entwicklung der Protagonistin. Annas persönliche Suche nach Heilung verleiht dem Thriller emotionale Tiefe und hebt ihn von klassischen Ermittlergeschichten ab. Gleichzeitig sorgt das gefährliche Katz-und-Maus-Spiel dafür, dass die Spannung bis zum Ende erhalten bleibt. Kleine Längen im Mittelteil und vorhersehbare Momente verhindern zwar die Höchstwertung, doch insgesamt ist Safe Space ein packender, psychologisch dichter Thriller, der Fans von forensischen und psychologischen Geschichten definitiv überzeugen dürfte. Ein fesselnder Thriller mit starker Hauptfigur, düsterem Setting und psychologischem Tiefgang – absolut lesenswert.
Die Ausgangslage mit Annas Job in der JVA als Psychologin hat schon mal einen guten Grundstein gelegt. Die Einblicke in ihre Arbeit und die Gespräche mit den Schwerstverbrechern haben mir besonders gut gefallen und hin und wieder für Nervenkitzel gesorgt. Doch Anna hat einen ganz bestimmten Grund, der sie speziell in diese JVA geführt hat. Sie verfolgt einen Plan und dabei verliert sie im Laufe der Zeit immer mehr ihre Professionalität, was ich anhand der Ereignisse aber gut nachvollziehen konnte. Annas Passagen wechseln immer wieder mit Rückblicken eines weiteren Charakters, den man zuerst nicht so richtig zuordnen kann. Außerdem werden immer wieder Tagebucheinträge eingestreut, was ich normalerweise immer cool finde. In dem Fall haben diese Abschnitte sich aber immer mehr wiederholt und keine neuen Erkenntnisse gebracht und dadurch auch immer wieder die sich aufbauende Spannung ausgebremst. Ab einem bestimmten Punkt wollte ich nur noch aus Annas Sicht lesen...
Am Ende spitzt sich die Lage immer weiter zu und die Auflösung haben wir schon ein wenig erahnen können. Das war leider etwas ernüchternd und der zweite Twist der dann kam, den fand ich leider sehr unrealistisch. Generell hat mich die Auflösung nicht so ganz begeistern können. Trotzdem hat mir der Weg dahin sehr viel Spaß gemacht, ich mochte das miträtseln, ich mochte den Schreibstil und werde auf jeden Fall weitere Bücher der Autorin lesen. 4 ⭐
In Safe Space, dem 2. Thriller der Autorin Sarah Bestgen, begleiten wir die junge Psychologin Anna auf ihrem ganz persönlichen Weg. Ihre Schwester Sina ist vor 6 Jahren verschwunden - vermutlich Opfer eines Mordes geworden. Der Fall wurde nie aufgeklärt, es gibt jedoch ein Tagebuch, das Anna Hinweise auf die letzte Zeit im Leben ihrer Schwester gibt. Sie vermutet den Mörder oder jemanden, der ihn kannte, als Insassen der JVA Weyer, bei der sie nun ihren Dienst antritt - und gleichzeitig versucht, den Mord an ihrer Schwester endlich aufzuklären. Der Thriller ist wirklich packend geschrieben, ein Pageturner wie er sein muss. Bis zum Schluss habe ich nicht mit der Auflösung gerechnet und war absolut überrascht. Besonders gut gefallen hat mir als Fan von Lydia Benecke, wie die Autorin die psychologischen Themen im Buch verarbeitet - Psychopathie und die Art und Weise, wie sich psychopathisches Verhalten äußern kann. Die verschiedenen Erzählebenen durch Sinas Tagebuch, die Kapitel aus Sicht ihres guten Freundes Leon und natürlich Annas Kapitel machen die Lektüre sehr abwechslungsreich. Der Schreibstil der Autorin ist total mein Fall und ich muss sagen, ihr 2. Buch hat mich sogar noch mehr als ihr erstes Buch gepackt, was vor allem an der Auflösung, aber auch am Setting der Geschichte lag. Ich kann den Thriller uneingeschränkt empfehlen und habe eine neue Lieblingsautorin!
Was war ich gespannt auf den neuen Thriller von Sarah Bestgen, nachdem mich ihr Debüt "Happy Place" absolut umgehauen hat! Ganz besonders habe ich mich gefreut, dass ich wieder bei der Lesejury bei der Leserunde mitlesen durfte. Das macht es umso interessanter, denn alle von uns haben wieder mitgerätselt und Ideen eingebracht.
Anna ist forensische Psychologin und tritt nach einem ausgezeichneten Studium ihre erste Stelle im Hochsicherheitsgefängnis Weyer an. Hier werden die ganz schweren Fälle behandelt, doch Anna hat sich mit Absicht für die Stelle in der JVA Weyer beworben. Sie möchte wissen, was mit ihrer Schwester Sina passiert ist, die vor sechs Jahren spurlos verschwand. In ihrer Wohnung wurde damals nur eine Menge Blut gefunden, welches auf ein Gewaltverbrechen zurückzuführen scheint. Gemeinsam mit Sina ist auch deren Freund Samu unauffindbar und dessen Freund Sonny, der jedoch zur Tatzeit angeblich in Haft ist. Die Polizei konnte trotz intensiver Ermittlungen den Fall nicht abschließen. Anna vermutet indessen den Täter oder einen Mitwisser in Weyer.
Die Einblicke in die psychologische Arbeit innerhalb eines Hochsicherheitsgefängnissen, in dem Serienmörder und Psychopaten einsitzen, ist spannend. Allerdings beginnt Anna Fehler zu machen und gerät zunehmend unter Druck. Sie kann immer öfter ihre professionelle Maske nicht mehr aufrecht erhalten. Mit ihrer Figur bin ich nicht ganz warm geworden und als forensische Psychologin handelte sie oftmals zu unreflektiert. Anna gerät zunehmend unter Druck und macht Fehler. Das spielt jedoch jemand perfekt in den Plan, denn Anna ist längst selbst das Opfer in diesem Katz und Maus Spiel...
Neben dem Handlungsstrang in der Gegenwart, die wir aus Annas Sicht erleben, lesen wir noch aus Sinas Tagebuch und über Leon, dessen gewaltreiche und lieblose Kindheit wir begleiten. Dies ist oftmals harter Tobak! Sarah Bestgen ist die charakterliche Darstellung ihrer Figuren wieder großartig gelungen. Jedoch habe ich mich bei einigen gefragt, welche genaue Rolle sie im Endeffekt eigentlich gespielt haben und wie manche Stränge zusammenpassen. Da gab es für mich einige Irritationen.
Wie schon in ihrem Thrillerdebüt versteht die Autorin es hervorragend falsche Fährten zu legen, mit Erwartungen zu spielen und die Leser zu verwirren. Auch in "Safe Space" gelingt ihr das ausgezeichnet. Sarah Bestgen lässt in menschliche Abgründe blicken. Während des Lesens spürt man die unheilvolle Stimmung und die bedrückende Atmosphäre.
Trotzdem konnte mich "Safe Space" nicht so abholen, wie "Happy End". Ich empfand manche Handlungen überzogen oder unglaubwürdig. Es gab Wiederholungen und es fehlte mir in der Mitte etwas die Spannung. Nichts zu bemängeln gibt es bei den Kapitellängen und den Schreibstil der Autorin, den ich bereits kannte und sehr mag. Was Sarah Bestgen wieder absolut beherrscht sind die überraschenden Wendungen und Plot Twists! Das Ende ist ein Knaller.
Fazit: Für mich leider um einiges schwächer als "Happy End", aber vor allem die Charakterisierungen der Figuren und die intensive beklemmende Atmosphäre ist der Autorin wieder hervorragend gelungen. Wegen einiger Wiederholungen, kleinen Längen und überzogenen Handlungen gebe ich 3 1/2 Sterne und runde auf anderen Plattformen auf.
Safe Space von Sarah Bestgen gelesen dank Netgalley Anna ist forensische Psychologin geworden und startet ihr Berufsleben in einer Strafanstalt für besonders schwere Verbrecher. Sie sucht den einzigen Menschen, der in den letzten Monaten vor Ermordung ihrer Schwester Kontakt mit ihr hatte und dessen Aufenthaltsort bekannt ist. Doch niemand kennt ihn unter dem Namen, den sie aus dem Tagebuch der Schwester kennt. Im Wechsel wird das Erleben und Hinterfragen von Anna im Gefängnis und das Tagebuch ihrer Schwester kapitelweise erzählt. Anna ist hartnäckig und nur begrenzt vorsichtig, denn die Leiche ihrer Schwester ist nie gefunden worden, so dass sie trotz der Unmenge Blut am Tatort noch eine kleine Resthoffnung hat. Ihr sicherer Hafen ist der Lebensgefährte, mit dem Anna zwar ihre Ängste, nicht aber die Motivation zu Ausbildung und Arbeitsort teilt. Die Geschichte spielt gekonnt mit den Identitäten der Männer, kaum einer scheint zu sein, wer er auf den ersten Blick ist. Wer der Täter damals war, erschließt sich mir deutlich früher, als die Frage, welche Rolle er in der Jetztzeit spielt. Geschickt lenkt die Autorin auf die gewünschte Fährte. Dann gibt es noch das überraschende Showdown, in dem alle Fragen beantwortet werden. Mal wieder ein richtig gelungener Thriller! #SafeSpace #NetGalleyDE! @SarahBestgen #KathrinliebtLesen #Bookstagram #Rezension
Safe Space war mein erstes Buch von Sarah Bestgen und ich muss sagen, ich will mehr davon!🤭
Kurz zum Inhalt: 🎀 „Dein Geheimnis ist entsetzlich. Dein Plan ist raffiniert. Doch: Dein Gegner hat dich längst im Visier ... Sadisten, Psychopathen, Serienmörder - die forensische Psychologin Anna Salomon weiß um die dunklen Abgründe der menschlichen Natur. Sie gilt als Ausnahmetalent in der Behandlung von Straftätern und ist bekannt dafür, die undurchdringlichsten Fassaden zu durchschauen. Doch niemand ahnt, was sich hinter ihrer eigenen verbirgt. Denn ausgerechnet in den Mauern eines Hochsicherheitsgefängnisses jagt Anna ihrer ganz persönlichen Heilung hinterher. Auf der Suche nach der Wahrheit ist sie bereit, alles zu riskieren. Nur: Sie ist nicht die Einzige, die ein gefährliches Spiel spielt. Jemand spielt mit - der Einsatz ist Annas Leben ...“
Meine Meinung: 🌟 Dieses Buch konnte mich von der ersten Seite an total überzeugen. Es war unfassbar spannend geschrieben und dieses ganze Setting im Gefängnis konnte mich sofort in seinen Bann verwickeln. Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen und habe es innerhalb von 24 Stunden durchgelesen. Es war unfassbar gut und wird definitiv nicht mein letztes Buch von Sarah Bestgen gewesen sein!🎀🩷
Vielen Dank an den @bastei_luebbe und @netgalleyde für die zur Verfügungsstellung des Ebooks Inhalt Sadisten, Psychopathen, Serienmörder - die forensische Psychologin Anna Salomon weiß um die dunklen Abgründe der menschlichen Natur. Sie gilt als Ausnahmetalent in der Behandlung von Straftätern und ist bekannt dafür, die undurchdringlichsten Fassaden zu durchschauen. Doch niemand ahnt, was sich hinter ihrer eigenen verbirgt. Denn ausgerechnet in den Mauern eines Hochsicherheitsgefängnisses jagt Anna ihrer ganz persönlichen Heilung hinterher. Auf der Suche nach der Wahrheit ist sie bereit, alles zu riskieren. Nur: Sie ist nicht die Einzige, die ein gefährliches Spiel spielt. Jemand spielt mit - der Einsatz ist Annas Leben ... Meinung Ich fand das Buch von der ersten Seite an sehr unterhaltsam uns spannend. Der Schreibstil ist leicht und locker. Die Protagonisten sind gut gezeichnet. Das Buch wird abwechselnd aus Annas und Leons Sicht geschildert, zudem kommen noch Tagebuch Einträge von Sina dazu. Bis zum Schluß wusste ich nicht wohin mich die Reise führt. Deshalb fand ich das Ende auch sehr spannend. Kurzweilig und spannend Große Lese Empfehlung
In „Safe Space“ von Sarah Bestgen wird die Geschichte von Anna Salomon erzählt. Sie ist frisch gebackene forensische Psychologin und beginnt ihre Arbeit in einer Hochsicherheitseinrichtung.
Die Erzählung begleitet Anna bei ihrer Arbeit und ihren Nachforschungen und zeigt, wie sich Stück für Stück die Verbindungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart ergeben. Die Darstellung der Gespräche mit den Insassen und die Atmosphäre im Gefängnis sorgen für eine beklemmende Stimmung, die die Spannung über weite Strecken aufrechterhält. Ich hatte meine eigenen Theorien, von denen sich nur wenige bestätigt haben. Am Ende wurde jedoch alles logisch und nachvollziehbar aufgelöst.
Ein Punkt, der mich ein bisschen irritiert hat, war die Tatsache, dass es in manchen Bereichen der Hochsicherheitseinrichtung keine durchgehende Videoüberwachung gab. Gerade in einer solchen Umgebung hätte ich erwartet, dass mehr Hinweise durch Kameras nutzbar wären. Trotzdem haben die Enthüllungen der Handlung am Ende für mich gut funktioniert.
Insgesamt war es für mich ein unterhaltsamer Psychothriller, der mich mitgerissen hat und bei dem ich bis zum Schluss mitgerätselt habe.
Safe Space ist ein solider Thriller mit starker Idee, der am Ende leider nicht hält, was der Anfang verspricht. Es beginnt stark: die Idee, Trauma, Isolation und psychologische Spannung miteinander zu verbinden, hat wirklich Potenzial.
Im Verlauf hat das Buch für mich aber deutlich an Kraft verloren. Die Ermittlungen bleiben eher oberflächlich, und je weiter die Geschichte voranschreitet, desto konstruierter wirken manche Entwicklungen. Vor allem die Auflösung fand ich unglücklich gelöst. Sie war emotional wenig überzeugend und wirkte eher wie eine schnelle Wendung als ein organisch aufgebautes Finale. Das hat für mich einen Teil der Spannung im Nachhinein entwertet.
Trotzdem kein schlechtes Buch: flüssig geschrieben, gut wegzulesen und mit ein paar gelungenen psychologischen Momenten.
Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass ich selbst Psychologin bin und bereits Erfahrung im forensischen Bereich habe, aber ich bin der Meinung, dass es für diesen Roman sehr, sehr viel suspension of disbelief vom Leser braucht. Die Hauptprotagonistin benimmt sich leider nicht, als hätte sie ein Psychologiestudium absolviert, auch wenn sie gefühlt alle drei Zeilen davon spricht, dass sie forensische Psychologin sei ("calm you tits, Anna, du arbeitest seit 2 Minuten in diesem Bereich"), sie wirkt eher naiv und fast schon ignorant, leider lässt auch die Erklärung durch das von ihr erlebte Trauma wenig über offensichtliche Wissenslücken hinwegsehen. Der große Twist war auch spätestens ab Seite 70 sehr vorhersehbar.
Okay wow 😮 nicht nur mit der Protagonistin wird hier ein Spielt gespielt. Ich dachte zu Beginn „das ist ja einfach“ und dann von der Autorin voll auf dem Leim gegangen. Super geschrieben und ein mega Plot Twists. Ich bin selbst auch Psychologin und das Buch ist wirklich sehr nah an der Realität. Es sind die kleinen Details, die es besonders authentisch machen. Klare Empfehlung!
2,5* Für mich war das ein solider, unterhaltsamer Thriller, jedoch konnte er mich nicht komplett abholen. Das Ende war für mich unglaublich vorhersehbar und ich bin etwas enttäuscht wie 0 8 15 das Buch geworden ist.