Definitiv ein hilfreiches Buch, dass verschiedene Probleme durch Beispielexposés und -pitches veranschaulicht. (Auch wenn die meisten echt dröge waren; man muss etwas Geduld mitbringen.)
Die erfolgreichen Exposés am Ende sind allerdings alle alt, das jüngste von 2009, was ich bei einem sich stets wandelnden Literaturbetrieb schade finde und ihre Aussagekraft verringert. Am Ende liefern Interviews mit renommierten Agent*innen viele praktische Tipps, doch auch hier frage ich mich nun: fanden die auch vor fünfzehn Jahren statt? Wie aktuell sind die Antworten noch?
Auf andere Weise befremdlich war die ableistische Sprache (verkrüppelt, Hallfried ist ein Krüppel) und Anrede an männliche Leser: „Sie sind Literat.“ Ein „oder Literatin“ darf man doch wohl erwarten…
Trotz allem ein übersichtlicher Ratgeber, der Schritt für Schritt alles rund ums Exposé erläutert und eine gute Basis bildet.
Danke an NetGalley und Bedey & Thoms Media für das kostenlose Rezensionsexemplar.