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Balagan

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Altes Zeug, im besten Fall ein Erinnerungsstück – mehr erwartet Amira nicht, als sie die Tür zum Lagerraum ihres verstorbenen Großvaters in Berlin-Moabit aufstößt. Aber dann steht sie vor der seit dem Zweiten Weltkrieg verschollen geglaubten Kunstsammlung ihrer jüdischen Familie. »WTF!«, denkt Amira und macht erstmal eine Insta-Story. Und jetzt? Soll Amira die Kunstwerke einem Museum schenken oder an einen Oligarchen verkaufen? Darf sie sie einfach behalten? Und können alle, die ihr da reinquatschen wollen, bitte mal still sein! Als Zweifel aufkommen, ob die Sammlung auf legalem Weg zu ihrem Großvater zurückgelangte, muss plötzlich Amira sich rechtfertigen. Ein atemlos erzählter, messerscharf beobachteter Roman über eine junge Frau, die einen Weg finden muss durch das Chaos (hebr. ›Balagan‹), das die deutsch-jüdische Geschichte ihr hinterlassen hat.

365 pages, Hardcover

Published January 15, 2026

13 people are currently reading
107 people want to read

About the author

Mirna Funk

17 books43 followers
Mirna Funk works as a journalist, author and copy-writer. She lives in both Germany and Israel.

Born in Berlin in 1981, Funk majored Philosophy and History at Humboldt-University. She conducts articles, essays and copy for various magazines, newspapers and brands like NEON, NIDO, ZEIT Magazin and Süddeutsche Magazin.

Her debut novel Winternähe was published in July 2015 by S. Fischer Verlage. It was awarded with the "Uwe Johnson prize" for emerging writers and nominated for the "aspekte literature prize" for "best debut novel" as well.

Mirna Funk was invited by the Dutch Literature Foundation to stay at a writer-residency in Amsterdam from April 1 till May 15, by the PEN Belgium to live in Antwerp from June 1 till June 30 and by the Goethe Institute Finnland to work in Tampere from October 1 till October 31 2016.

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Community Reviews

5 stars
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22 (41%)
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2 (3%)
1 star
1 (1%)
Displaying 1 - 7 of 7 reviews
Profile Image for Verena Gangkofer.
56 reviews7 followers
January 17, 2026
2 - 2.5

Ich hätte es bei etwa Seite 150 nicht erwartet, aber das Buch enthält tatsächlich ein paar interessante Seiten. Ein paar. Vielleicht aber auch nur für mich, weil ich selbst nicht so tief drin bin in den Hintergründen des Krieges zwischen Israel und Palästina und wie sich dieser auf den Alltag der deutsch-jüdischen Bevölkerung (hier) in Berlin auswirkt.

Dennoch: der Großteil des Romans war einfach nur anstrengend.

Das liegt vor allem an der maximal unsympathischen Protagonistin. Die 32 jährige angebliche Überfliegerin soll in ihren 20ern ein Online-Magazin aufgebaut haben, 6 (?) Angestellte und ein siebenstelliges Angebot von Burda gehabt haben. Sie verhält sich aber wie ein pupertierender Teenager, der 'schwul' noch als Schimpfwort verwendet. Als ihre Angestellten (nachdem es nicht mehr so gut läuft und das Gehalt überfällig ist) sie bestehlen und ihr Büro ausräumen wollen, gibt sie ihnen zur Belohnung 3 Tage frei. Klar, so lässt sich sicher ein erfolgreiches Unternehmen aufbauen.


Als sie eine millionenschwere, jahrzehntelang verschollene Kunstsammlung erbt, die die anderen Erben ebenso lang schon suchen, ist ihr erster Impuls, eine Insta-Story zu machen, ihr zweiter Impuls, das gepostete Bild an den erstbesten russischen Oligarchen zu verscherbeln und der dritte, sich und die gesamte Sammlung betrunken einem Mann in Seidenhemd und pinker Balenciaga-Hose anzuvertrauen. Ach sie setzt die Sammlung übrigens auch betrunken beim illegalen Poker (wieder mal mit Russen) ein. Es vergeht kaum eine Seite ohne irrationale Handlung der Protagonistin. Die Dialoge erinnern an die 12-jähriger Kids, die man zufällig in der U-Bahn belauscht (Voll real, guuuurl). Dazwischen unangenehme Sex-Szenen.

Ich glaube dennoch, es wir seine Leserschaft finden. Fans von 'Yellowface' könnten es mögen.
This entire review has been hidden because of spoilers.
23 reviews
February 7, 2026
Ich tue mich sehr schwer mit einer Rezension, weil die Autorin medial und politisch sehr intensiv diskutiert wird. Gerade deswegen wollte ich es lesen - denn man muss nicht mit der politischen Position der Autorin einverstanden sein oder mit der Haltung der Protagonistin, um ein Buch zu lesen. Ich fand dieses Buch sehr gut und packend geschrieben. Es fängt ein grosses Chaos („Balagan“) von vielen jüdischen Positionen ein. Gelungen finde ich besonders, wie das Buch hier eine Momentaufnahme macht, ohne dass der Anspruch besteht, eine ordnende Metaebene einzubauen. Insbesondere auch der Antisemitismus in linken Kreisen wird sehr pointiert dargestellt. Ich kann mir vorstellen, dass es viele provoziert, die mehr Empathie und Anerkennung für palästinensische (Menschen-)rechte fordern - und ja, hier fokussiert sich das Buch auf jüdische Perspektiven. Ich wünsche mir jedoch, dass man das so stehen lassen kann, und bspw. einfach weitere Bücher (Atef Abu Saif) liest und auch den Anspruch loslässt, dass ein Buch alles abdecken muss.
Profile Image for Bella CE .
12 reviews
February 1, 2026
Am Anfang erscheinen die Charaktere alle äußerst klischeehaft und für eine Sekunde war ich enttäuscht deswegen … aber mit jeder weiteren Seite zieht Mirna Funk uns weiter in ihr Storytelling und legt dabei ganz sanft ein Pflaster über die offene Wunde deutscher Juden seit dem 7. Oktober
Profile Image for Ricci.
54 reviews3 followers
February 1, 2026
Großartig!!! Liebe Mirna Funks Bücher! Lest selber :)
9 reviews3 followers
January 31, 2026
Die Bücher von Mirna Funk haben meinen Blick auf die Situation in Israel erweitert. Vielen Dank dafür.
Profile Image for Sara.
78 reviews
March 1, 2026
Ich fand viele Aspekte an diesem Buch super spannend: Ein Buch, dass nach dem 7. Oktober spielt und vielseitig den Einschnitt in die jüdische Lebensrealität in DE widerspiegelt. Dann ist die Protagonistin plötzlich eine reiche Erbin über Nacht und muss sich mit den Konsequenzen und Lasten ihrer Familie auseinandersetzen.

Ich fand den Hate gegen "Lefties" echt bisschen drüber und alle Charaktere die der Protagonistin nicht gepasst haben, waren direkt lächerliche Karikaturen eines angeblichen Mainstreams. Begriffe wie "behindert" und "schwul" wurden bewusst von der Protagonistin als Schimpfwörter benutzt, meiner Meinung nach auch, um eine gewisse Edgyness herzuimaginieren, dabei ist es einfach nur unangenehm.
1,395 reviews6 followers
March 11, 2026
Tja, anfangs etwas undurchsichtige Geschichte einer Riesen Erbschaft ihres jüdischen Grossvaters von 36 Gemälden. Sie will in Berlin eine Galerie eröffnen, was durch Judengegner sehr erschwert wird. Sie übersiedelt deshalb mit den Gemälden, die ihr verbleiben (nach Auszahlung des Pflichtteils an die beiden Miterben) nach Tel Aviv.
Es wäre besser gewesen, die vielen jüdischen Wörter in einem Anhang zu erklären, sonst ist es ja nur für Juden voll verständlich.
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