Du hast nur eine Chance. Noch nie war diese Regel so wörtlich zu nehmen, und noch nie war der Einsatz so hoch. Zweimal ist Nick Dunmore bereits mit heiler Haut den Fängen des Spiels entkommen. Nun erwacht die Welt von Erebos erneut auf seinem Computer zum Leben und zwingt ihn, sich als Dunkelelf Sarius ihren Rätseln zu stellen. Er und seine Freunde werden auf eine Suche geschickt, ohne zu wissen, was sie eigentlich finden sollen. Doch eins ist Es geht um Leben und Tod. Wessen Leben? Darauf gibt Erebos keine Antwort. Als Nick endlich begreift, was tatsächlich das Ziel ihrer Suche ist, ist es fast schon zu spät.
Dritter Band des Longsellers Erebos von Ursula PoznanskiSPIEGEL Bestseller-AutorinModerner JugendbuchklassikerErebos wurde ausgezeichnet mit dem Deutschen JugendliteraturpreisHochspannender KI-Thriller (nicht nur) für Jugendliche
Born on 30 October 1968 in Vienna, Ursula Poznanski (a.k.a. Ursula P. Archer), after finishing high school, she began studying Japanese studies, journalism, law and theater.
She has worked as a medical journalist since 1996.
She has been a published book author since 2003.
She lives with her family in the south of Vienna. ------------------------------------- Geboren am 30. Oktober 1968 in Wien. Nach Beendigung des Gymnasiums Studium der: Japanologie, Publizistik, Rechtswissenschaften, Theaterwissenschaften (in ungefähr dieser Reihenfolge, ohne Gewähr und ohne Abschluss). Seit 1996 Medizinjournalistin, seit 2003 veröffentlichte Buchautorin.
Als Ursula-Ultra war Erebos 3 natürlich ein Must-Read für mich. Wieder einmal wird Nick in die Welt von Erebos gezogen und muss verschiedene Quests und Rätsel lösen, um dem wahren Ziel des Spiels auf die Schliche zu kommen.
Mir hat gefallen, dass dieser Band wieder mehr in der Spielewelt stattfand. Neu ist, dass Sarius eine eigene Horde anführt und diese gegen andere Horden in die Schlacht führt. Mit dabei ist natürlich auch sein alter Freund Victor. Die Reallife-Aufgaben waren teilweise sehr spannend, aber oft auch verwirrend.
Generell gehört es natürlich dazu, dass das Ziel von Erebos lange undurchsichtig bleibt und wir als Leser ebenso wie Nick im Trüben fischen. Manchmal hat es mich aber ein bisschen genervt, wenn ich als Leser schon etwas wusste und Nick noch lange an falschen Fährten festgehalten hat.
Die Auflösung fand ich in Ordnung, aber sie kam für mich ein bisschen aus der Luft gegriffen. Mir ist nicht klar geworden, inwiefern das Spiel Erebos jetzt notwendig war, um das Ziel zu erreichen.
Insgesamt hatte ich aber wieder viel Spaß beim Lesen. Ich mag die Charaktere und die Connection zwischen der Spielwelt und dem realen Leben. Ein dritter Band war daher zwar nicht notwendig, da im Prinzip das Setting dreimal dasselbe war, aber wenn es so gut umgesetzt wird, kann es von mir aus auch noch weitere Fortsetzungen geben.
Mit "Erebos 3" kehrt Ursula Poznanski zurück in die düstere Welt des Jugend-Thrillers, mit dem sie vor mittlerweile vor 15 Jahren in dem Genre erfolgreich debütiert hat.
Noch heute hat dieses erste Buch einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen. Denn damals war diese Mischung aus Gaming, KI und Thriller-Elementen frisch, neu und beängstigend - ein Buch, das ich gerade wegen dieses subtilen Grauens nicht so leicht vergessen habe ...
Mit "Erebos 2" hat die Autorin vor einigen Jahren dann eine Fortsetzung nachgelegt, die Erebos in das Smartphone-Zeitalter transferiert hat, was das Gruseln noch einmal auf ein neues Level gehoben hat. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass ein dritter Teil eigentlich gar nicht vorgesehen war, doch die Geschichte habe sich laut Autorin "unausweichlich" ergeben. Was natürlich meine Neugier weiter befeuert hat :D.
Meine Meinung
Ich habe mir im Vorfeld noch einmal die Hörspiele zu Teil 1 und 2 angehört, um mich quasi auf das Buch einzustimmen. Zwar heißt es, dass das Buch auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden kann, aber in meinen Augen erleichtert es den Einstieg in die Geschichte, schon zu wissen, wie das Spiel Erebos funktioniert und was Nick mit seinen Freunden bereits im Vorfeld erlebt hat. Und es gibt auch immer wieder zwischendrin die eine oder andere Anspielung auf frühere Ereignisse, die sich in meinen Augen mit der Kenntnis der ersten beiden Bücher besser einordnen lassen.
Trotzdem finde ich, dass sich das Ergebnis sehen lassen kann: "Erebos 3" ist eine in meinen Augen gelungene Mischung aus vertrauten Elementen und Figuren und einer komplett neuen Geschichte, die unseren Helden wirklich einiges abverlangt. Die beklemmende Überwachung durch das Spiel, das Zusammenspiel von Realität und virtueller Welt und die gefährlichen Quests - wer das in den beiden früheren Büchern mochte, wird hier wieder seine Freude daran haben.
Denn Nick wird auch dieses Mal nicht freiwillig in den Bann des Spiels gezogen und permanent mit neuen Rätseln und Hinweisen konfrontiert, deren Konsequenzen bis in die reale Welt reichen und nicht nur ihn, sondern auch seine Freunde unmittelbar berühren. Der erzählerische Fokus liegt dabei aber ganz klar auf Nick und dem, was er tut, um die von Erebos gestellte Aufgabe zu lösen.
Die Spannung der Geschichte steigert sich auf diese Art und Weise recht subtil, denn zunächst wird Nick damit konfrontiert, in der Spielwelt von Erebos eine eigene Horde zusammenzustellen und mit dieser zusammen auf die Suche zu gehen. Was das Ziel ist, bleibt in meinen Augen relativ lange unklar, vielleicht fast ein bisschen zu lange, aber gerade im letzten Drittel zieht die Autorin dann wieder alle Register - und ab diesem Zeitpunkt ist es mir wirklich schwer gefallen, das Buch beiseite zu legen.
Der Schluss ist auf jeden Fall rund und beantwortet alle ungeklärten Punkte, auch wenn (wieder einmal?) die Frage offen bleibt, ob wir Erebos nun das letzte Mal gesehen haben. Ideen gibt es meiner Meinung nach jedenfalls nach wie vor genug, die die Autorin in eine spannende Handlung gießen kann :).
Mein Fazit
Inhaltlich bleibt "Erebos 3" den bekannten Kernelementen treu: Erebos tritt ein weiteres Mal als rätselhafter Game Master auf, das intime Details über seine Spieler:innen kennt, Aufgaben in der Realität stellt und hohe Risiken birgt. Wer sich für diese Art von Geschichten begeistern kann, wird deswegen meiner Meinung nach sicher auch mit dem dritten Band sehr viel Freude haben!
Es ist wieder da... und wie habe ich mich darauf gefreut 😍 Wie erwartet ist Erebos in einem flüssigen, gut lesbaren Stil verfasst, der mich ohne Mühe durch die Handlung trug. Im Zentrum steht wiederholt Nick, der älter, reifer und von den Ereignissen der Vorgänger geprägt erscheint. Ihm zur Seite stehen einige Nebencharaktere, die ich diesmal aber leider etwas zu blass fand. Dadurch konnte ich nur bedingt eine Verbindung aufbauen, was der Lesefreude allerdings nur bedingt abträglich war, zumal die Figuren im Verlauf der Geschichte wider Erwarten doch noch etwas zulegten. Gut fand ich, dass die Themenfelder Daten, Überwachung und digitale Kontrolle noch etwas mehr Raum einnahmen, als es in den Vorgängerbüchern der Fall war. Zumindest war das mein Eindruck und ich fand es sehr zeitgemäß. Die Spannung innerhalb des Romans fand ich gut, allerdings hatte die Geschichte auch ihre Längen. Für mich kann ich nur vermuten das es daran lag, dass ein wirklicher Überraschungseffekt fehlte. Der hintere, finale Teil konnte es allerdings wieder rausreißen, was letztlich ein positives Gesamtbild hinterlies. Hier passierte noch eine ganze Menge, alles fügte sich zusammen, wurde nach und nach gelöst und auch wenn ich manchmal die Stirn runzeln musste, weil ich das eine oder andere als nicht ganz schlüssig empfand. Trotzdem packte mich das Ende sehr. Jetzt bin ich gespannt, ob es vielleicht noch einen vierten Teil gibt. Ganz geschlossen war das Ende für mein Empfinden nicht. Jugendlichen LeserInnen empfehle ich das Buch auf jeden Fall, man sollte allerdings mit Band eins beginnen. Die älteren LeserInnen, wie auch ich eine bin, könnten eventuell enttäuscht werden. Was mich anbelangt, so habe ich von Nick und Erebos vielleicht etwas viel erwartet. Nichtsdestotrotz hat mir das Buch unterhaltsame Lesestunden beschert.
Ich fühle mich so wahnsinnig doppelmoralisch, wann immer ich zu Erebos zurückkehre. Denn ich bin immer diejenige, die ihren Freunden ins Gewissen reden, wenn sie wieder mal mit ihrem oder ihrer Ex schlafen, dort wieder ein Hickhack entsteht, nur lauter Gefühle verletzt werden und das meistens immer damit versucht wird zu begründen, dass die Zeiten ja nicht immer blöd waren und es vielleicht jetzt klappen könnte.
Erebos ist mein Exfreund, zu dem ich immer und immer wieder zurückkehre, obwohl das ursprüngliche, schöne Gefühl nie wieder wird hergestellt werden können. Dem ich immer und immer wieder eine Chance gebe, weil der erste Teil und ursprüngliche Einzelband mein Hobby des Lesens vor über fünfzehn Jahren mitbegründet hat, und es für lange Zeit eines meiner Lieblingsbücher war. (Und sogar bei meinem Reread vor fünf Jahren noch immer wirklich gut war!)
Und während durchaus noch Ansätze aus diesem ersten Teil zu erkennen sind, ist das Gesamtpaket letztlich doch ein ganz anderes. Eines, das sich langgestreckt anfühlt, austauschbare Charaktere bietet und schlichtweg nicht die Tiefe und Mystery des ersten Bandes hat. Der ist und bleibt unschlagbar - und trotzdem habe ich mir Erebos 2 gekauft, gelesen und es als ziemlich schlecht empfunden, und obwohl ich mir geschworen habe, dass es jetzt reicht, hat mich die Veröffentlichung von Band 3 doch neugierig gemacht. Also bin ich dem Booty Call gefolgt und was soll ich sagen? Es war es wirklich nicht wert.
Wieder taucht das mysteriöse, KI-gesteuerte Computerspiel ,,Erebos'' auf Nick Dunmores PC auf, und wieder sammelt es diverse junge Spieler, die auch Aufträge in der echten Welt ausführen sollen, um in ihren Leveln aufzusteigen. Doch diesmal sollen sie zusätzlich dazu in game Horden gründen und sich mit den anderen Horden duellieren - um einen Preis, den wohl nur das Spiel selbst kennt. Nick hat lustigerweise ähnlich wenig Lust darauf, sich erneut von ,,Erebos'' benutzen zu lassen, wie der Leser Lust auf eine wesentlich schlechtere Version des ersten Bandes hat, vermutet jedoch, dass ein verschwundenes Mädchen namens Riley Bloom aus der Klasse von Emilys kleinem Bruder auch irgendwas mit dem Wiederauftauchen des Games zu tun hat. Und so lässt er sich gemeinsam mit dem als sehr extrovertierten und exzentrischen Victor, den wir schon aus Band 1 und 2 kennen, darauf ein und will dem Grund für den dritten Auftritt von ,,Erebos'' auf den Grund gehen.
Puh. Ja, wenn schon die Hauptfigur überhaupt keine Lust auf ,,Erebos'' hat, dann hat man es als Leser sicherlich auch nicht. Es ist sogar fraglich, ob es so clever ist, Nick weiterhin als Hauptfigur zu nutzen, wenn dadurch die ursprünglichen Themen des ursprünglichen Einzelbandes so stark verloren gehen. Spielsucht und das Verschwimmen realer und virtueller Ränge und Aufträge ist das gewesen, was Band 1 so besonders und auch so leicht zu verstehen gemacht hat. Band 2 verliert diesen Aspekt vollkommen, weil es einfach auch kaum Passagen gibt, in denen überhaupt gezockt wird. Im 3. Teil gibt es immerhin wieder mehr Passagen im eigentlichen Spiel, und es freut einen immerhin leicht, die ganzen alten Spielecharaktere, besonderen Landschaften und auch die missmutigen Gnome des Boten wiederzusehen. Auch der Bote selbst hat seine übliche mysteriöse und allseits präsente Aura beibehalten, wirkt allerdings auch fast wie eine eigene Entität, und das ... fühlt sich viel zu übernatürlich an.
Denn seien wir mal ehrlich. Der Reveal aus Band 1, dass ,,Erebos'' KI-basiert ist und von seinem Entwickler so programmiert wurde, dass es seinen letzten Wunsch zu Ende führt und dafür ahnungslose Jugendliche instrumentalisiert, war 2010 bahnbrechend. Heutzutage, wo KI sich wöchentlich weiterentwickelt und mittlerweile auch von Jugendlichen täglich benutzt wird, um Hausaufgaben zu machen oder einen ,,virtuellen'' Therapeuten zu haben (was sehr schlecht ist, btw), ist es das nicht mehr. Umso wichtiger wäre es gewesen, die KI, die Erebos benutzt, entweder zu modernisieren, an realistische, heutige Umstände anzupassen oder auch aufzuzeigen, dass es veraltet ist. Denn wer sollte das Spiel reprogrammieren und updaten? Zu keinem Zeitpunkt wirkt gesagt, dass ein Mensch ,,Erebos'' wiedergebracht hat, sondern es scheint eher so, als sei es quasi von selbst zurückgekommen. Aber so funktioniert KI nicht, auch nicht unsere heutige. Damals waren die Ausmaße der Kontrolle von ,,Erebos'' realistisch, heute ist es so overpowered, indem es sich selbst auf Geräten installiert, eigenständig Pläne entwickelt, sogar eine Art selbstständiges Handlungsmotiv entwickelt und damit vielmehr wirkt wie etwas Göttliches oder Übernatürliches als ein hochentwickeltes Spiel. Und nicht nur das ist etwas, was mich als Gamerin stört, sondern auch die Funktionsweise dieses Spiels. Kleinere Dinge, zum Beispiel, wie das Spiel überhaupt auf heutigen PCs laufen kann, wenn es eine Grafik von 2010 hat und es anscheinend auch keine Mods fürs Betriebssystem gibt, aber auch größere, wie die Kommunikation zwischen den Spielern funktioniert. Es gibt keinen Voice Chat, und trotzdem ,,hören'' sich die Spielfiguren mit In-Game-Stimmen, da ganz eindeutig gesagt wird, dass es nicht die menschlichen Stimmen der Spieler sind. Wie funktioniert das? Es sind höchst komplexe Gespräche, die nicht mit einem schnellen Befehl über eine Taste vorgefertigte Ausrufe wie ,,Versammelt euch!'', ,,Gut gemacht!'' oder andere Dinge, die man im Kampf in heutigen Online-Games seinen Mitspielern mit seiner Spielfigur zurufen kann. Natürlich kann es auch einer gewünschten Immersion geschuldet sein, dass die Autorin dies so beschreibt und auch technische Details beiseite lässt, aber als jemand, der intensiv zockt, störe ich mich persönlich sehr daran. Am meisten jedoch wie gesagt an dem fast göttlichen Allwissen des Spiels.
Das Gameplay an sich macht Spaß zu lesen, fügt allerdings eben Spannung in eine Situation, die sehr aufgeplustert und lange geheimnisvoll gehalten wird. Zwar rätselt man mit, wohin die realen Aufträge führen, was wofür im Spiel in der Realität stehen könnte, fügt Stück für Stück das Gesamtbild zusammen, doch das Gesamtbild an sich ist absolut nicht stimmig. So lange folgt man Nick und den anderen bei ihrem Gameplay, bekommt so wenige Informationen, hat lauter Fragezeichen im Kopf, und bekommt am Ende zwar eine hochspannende Situation in der Realität, bei der auch viel auf dem Spiel steht - aber Gott, es war so ... beliebig. Die Auflösung, was das Spiel erreichen will, lässt einen einfach nur ungläubig den Kopf schütteln, weil es sich sehr faul anfühlt und man einfach gar keine Grundlage für all das hat. Die Rätsel stellen sich nahezu immer als solche heraus, bei denen man ein paar Zahlen hin und her schieben und mit viel Glück die richtigen Schlüsse ziehen muss, was nicht nur eintönig wirkt, sondern auch einfallslos. Und deswegen ist auch der eigentliche Showdown sehr zufällig gewählt und könnte in jedem anderen Thriller auch vorkommen.
Zu den Charakteren kann man nicht mal einen ganzen Absatz schreiben, weil sie nahezu immer Poznanskis Schwachstelle sind. Obwohl man Nick bereits über drei Bände begleitet, wirkt er ziemlich austauschbar, und während Victor einem wenigstens ab und an ein Schmunzeln entlockt, ist der Rest einfach nur dazu da, Handlungen auszuführen. Es gibt keine nennenswerten Entwicklungen, Enthüllungen, Beziehungen oder sonstiges. Sogar Emily, die in Band 1 wenigstens noch halbwegs Tiefe hatte, wird für diesen Band praktisch aus der Geschichte herausgeschrieben. Daher kann man auch da nur mit den Schultern zucken.
Hätte Jan Wawrczek das Hörbuch nicht wirklich mit all seiner Sprecherkompetenz vorgelesen und besonders die Monster im Spiel gänsehauterregend gut gesprochen, wäre die Wertung sogar nur bei 1,5 Punkten. Allerdings kann man im wirklich nur gerne zuhören, und mit seiner Performance von stumpfsinnigen Schlägertypen kann er einen immerhin zum Lachen und mit seiner Imitation von gruseligen Figuren wie dem Boten einen sehr an die Geschichte fesseln. Von daher: Chapeau an den Sprecher, er macht einen wirklich tollen Job, der selbst die langweiligste Story erträglich macht!
Leider ein ziemlicher Jahresflop und nur ein Schatten dessen, was Erebos mal gewesen ist. Es fühlt sich langgezogen an, und während die ständigen Kämpfe im Spiel der Geschichte zwar Spannung verleiht, sind sie letzten Endes nicht plotrelevant. Gut ist, dass das eigentliche Spiel wirklich wieder ein Spiel ist und nicht billige Jump-Scares und blutende Monitore wie in Teil 2, allerdings kann das eben nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Spiel, trotz all der Kenntnisse, die wir heutzutage über KI haben, einfach nicht wirkt wie eine KI, sondern mehr wie eine selbstständige Gottheit - viel zu allwissend, und technisch zu wenig erklärt, nicht nur hinsichtlich der allgemeinen Funktionsweise, sondern auch des Gameplays an sich. Die Handlung ist ansonsten sehr dürftig, und es werden einem nur sehr wenige Anhaltspunkte gegeben, um überhaupt miträtseln zu können. Die Auflösung erfolgt spät und ist so beliebig, dass sie in jedem anderen Thriller auch hätte vorkommen können - und das mit erheblich mehr Thrill! Daher bleibt dieses Buch, wenn man ihm Kampfszenen und Fantasy-Spiel-Setting nimmt, einfach nur eines: ein sehr dürftiger Cashgrab, dessen Geschichte seit 15 Jahren auserzählt ist. Sehr, sehr schade! :c
Wie schon bei Teil 1 und 2 hat mich die Geschichte auch dieses Mal wieder gefesselt. Allerdings muss ich sagen, dass die Motivation für die Teilnahme am Spiel von Nick und co. schon mehr als schwach war dieses mal. Außerdem hat sich die Geschichte auch etwas gezogen und viel wiederholt. Ich war gut unterhalten, denke aber, dass es diesen 3. Teil vermutlich nicht mehr wirklich gebraucht hätte.
Ich muss zugeben, dass mir nicht alle Bücher von Ursula Poznanski zusagen, aber die drei EREBOS Romane habe ich alle verschlungen. Im wahren Leben spiele ich keine Computer-Rollenspiele (vor langer Zeit habe ich mal SIMS gespielt), aber buchtechnisch liebe ich es in diese Welt einzutauchen. Und in diesem dritten Teil sind wir definitiv öfters in der Welt von Zwergen, Dunkelelfen, Vampiren, Werwölfen und den Boten mit den gelben Augen, als in der realen Welt. Nervenkitzel pur.
Es gibt keine ellenlange Einführung, sondern man wird direkt in die Handlung geworfen. Erebos ist zurück und zwingt Nick Dunmore erneut in seine Rolle als Dunkelelf Sarius. Wir sind abwechselnd in der virtuellen und der realen Welt. Wie aber bereits erwähnt, ist der Spieleanteil diesmal höher. Erebos ist intelligenter und größer geworden, vor allem aber auch gefährlicher.
Nick Dunmore wirkt reifer, als in seinen letzten Abenteuern. Er arbeitet noch immer als Fotograf und ist erwachsener geworden. Man merkt, dass ihm die Vergangenheit noch auf den Schultern liegt. Nick steht im Mittelpunkt und seine Entscheidungen tragen die Geschichte, während sich Emily diesmal im fernen Amerika aufhält und ihr kleiner Bruder Derek verschwunden ist. Nur sein Freund Victor ist im wahren, wie auch im virtuellen Leben, immer an seiner Seite. Die Rätsel, die Nick diesmal von Erebos erhält, scheinen unlösbar. Erstmals muss er Mitspieler für sich gewinnen und diese sollen sich als Gemeinschaft zu einer Horde zusammen schließen. Dabei merkt er, dass nur wenige schon früher von Erebos rekrutiert wurden und den Ernst der Sache und die daraus folgenden Konsequenzen nicht erkennen. Nick nimmt das Spiel ernst und schafft sich damit Feinde - in der Spiele-, als auch in der realen Welt. Wie er das Rätsel lösen soll und was eigentlich das Ziel des Spieles ist, bleibt lange unklar.
Vom Prinzip her ist der Plot nicht viel verändert worden, was einige Leser:innen kritisierten. Warum auch, wenn man damit erfolgreich ist. Jedoch bleiben innovative neue Ideen eher aus. Trotzdem habe ich mit Nick und seinen Mitspielern mit gefiebert. Die Dynamik zwischen Spiel und Realität bleibt spannend, auch wenn manches vertraut wirkt. Ursula Poznanski hat - wie üblich in ihren Büchern - aktuelle Themen, wie künstliche Intelligenz und digitale Abhängigkeit mit einbezogen. Der Schreibstil ist fesselnd und sehr atmosphärisch. Besonders im letzten Drittel nimmt die Geschichte richtig Fahrt auf. Ich bin unheimlich gerne in die virtuelle Spielewelt eingetaucht.
Für mich war auch der dritte Teil absolut lesenswert und voller Spannung. Trotzdem ziehe ich diesmal einen halben Punkt ab und vergebe nur auf Plattformen, wo ich keine halben Punkte vergeben kann, wieder 5 Sterne.
Fazit: Eine gelungene Rückkehr in die Welt von Erebos, die auch nach so langer Zeit nicht langweilig wird. Wer die ersten beiden Bände genauso verschlungen hat wie ich, der kann getrost zu Erebos 3 greifen.
Klassischer Erebos mal wieder! War zwar selber die ganze Zeit komplett auf dem Holzweg, was die Lösung angeht, aber die haben das auch gut ohne mich hinbekommen. Augen scheinen momentan auch ein großes Ding zu sein, eventuell ist hier eine Verschwörung am Gange, wer weiß!
War mal wieder ganz ganz toll :) Die Welt von Erebos hat einfach was ganz besonderes und in diesem Teil wurden die neuen Geschehnisse perfekt mit dem alt bekannten vereint. Bin bisschen traurig, weil ich's jetzt nicht nochmal zum ersten mal lesen und miträtseln kann, aber deswegen hab ich's die letzten Tage umso mehr genossen.
Es ist wirklich schade, den Niedergang von Erebos miterleben zu müssen. Der erste Band von Erebos war eines dieser Bücher, die ich einfach nicht aus der Hand legen konnte, und zu einer Zeit sogar als eines meiner Lieblingsbücher bezeichnet hätte. Nur leider konnten Erebos 2 und 3 mir nicht mehr dieses Gefühl geben.
Die Welt innerhalb des Computerspiels wird in Erebos 3 auf eine wirklich spannende Art erweitert, die sich neu und kreativ anfühlt. Leider wird mit diesen neuen Ideen aber wenig angefangen. Letztendlich entscheidet sich das Buch dafür die Puzzleteile auf eine unorginelle, jedoch auch haarsträubende Weise zusammenzusetzen, die wenig Sinn ergibt. So fühlt sich das Ende leer und auch unvollständig an, da einige Fragen einfach immer noch nicht beantwortet wurden. Interessante Ideen werde nur oberflächlich ergründet, die Handlung wird wirr zusammengesponnen und die Charaktere machen seit dem ersten Band nur wenig Entwicklung durch.
Ich hoffe einfach, dass dies der letzte Band war, da die Qualität mit den Folgebänden dermaßend abgenommen hat, dass ich keine Hoffnung mehr für die Reihe sehe. Generell stehe ich Fortsetzungen von vorgesehenen Einzelbänden äußerst kritisch gegenüber, da sie meistens sowieso nur aus dem Motiv entstehen mehr Geld machen zu können. Trotzdem scheint das bei Erebos ja ziemlich gut zu funktionieren, da sich der dritte Band ja immernoch gut verkaufen lässt. Für mich ist klar, dass ich mit Erebos durch bin, und in Zukunft kein Interesse mehr an der Reihe haben werde.
Erebos ist zurück! Das gruselige Spiel, bei dem die Grenzen zur Realität verschwimmen.
Über fünf Jahre ist es her, dass ich Band 2 gelesen habe. Seit Band 1 bin ich großer Fan der Reihe und zähle die Autorin Ursula Poznanski zu meinen Liebslingsautorinnen.
Und dennoch war ich etwas skeptisch, als ich Erebos 3 begonnen habe: Kann es mich wieder so begeistern? Und ja, zum Großteil konnte es das. Denn sofort war ich wieder gefangen in der Geschichte, es war so packend und unvorhersehbar. Ich liebe dieses mysteriöse Spiel, dass mit so „kleinen Gesten“ und durch Aufgaben einzelner Spieler*innen einen so großen Druck ausübt. Öfters erinnert es mich an Stephen Kings „Needful Things“.
Das Tempo hätte gern gleichmäßiger sein können, denn manchmal platze ich fast vor Spannung und dann sehnte ich mich wiederum nach einer neuen Wendung. Und das Ende war leider etwas zu schnell und irgendwie zu simpel. Das Thema ist übrigens ein „Hassthema“ von mir, daher bin ich sicherlich befangen.
Also für Fans von Erebos ist dieser dritte Band ist ein absolutes Muss - ansonsten beginnt unbedingt bei Band 1. Lest auf jeden Fall die Reihe!
Danke an NetGalley und den Loewe Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon jedoch unabhängig. Den ersten Teil der Reihe habe ich vor mittlerweile 10 Jahren zum ersten Mal gelesen und GELIEBT. Dieses Buch… hat für mich so viele neue Maßstäbe für mein Leseverhalten gesetzt. Dementsprechend gefreut habe ich mich 2019/2020 auf den 2. Band der Reihe, der eine gute Fortsetzung war, und das ganze Thema der Gefahren von einer omnipräsenten Technologie weiter ausgearbeitet hat. Jetzt sind wir hier: 2025, und Ursula Poznanski hat einen dritten Teil ihrer Bestseller-Reihe rund um das Computerspiel Erebos rausgebracht. Natürlich will ich das lesen, hallo? Aber ich gucke auch kritisch auf das Buch. Denn: braucht es diese Fortsetzung? Was kann die Autorin Neues beitragen zu der Welt, was nicht schon in Band 1 und 2 vorkam?
Wir starten direkt rein mit Nick, unserem Protagonisten der vorherigen Bände. Er baut sich ein Leben als Fotograf auf, verbringt viel Zeit mit Freunden – und denkt eigentlich nicht mehr an Erebos.
Ich bin ehrlich: mir hätte ein kurzes „was bisher geschah“ echt gut getan; da ich gar nicht mehr genau sagen kann, was in Band 1 und 2 jeweils passiert ist – mein Lesen der Bücher ist ja schon 5 bzw. 10 Jahre her. So kann ich gar nicht mit 100% Richtigkeit sagen, welche Charaktere man schon aus vorherigen Bänden kennt und wie genau die zu Erebos gekommen sind.
Generell gibt es in diesem Buch sehr viele Charaktere, denn Erebos hat eine neue Funktion: Horden, bzw. Teams, zu denen sich Spieler zusammen sammeln müssen. Jede Horde besteht aus 11 Personen, und natürlich ist nicht nur die Horde von Nick bzw. Sarius, sondern auch verbündete und verfeindete Horden. Alle Charaktere waren gut ausgedacht, die Spielfiguren waren einzigartig genug, um sie beim Lesen auseinanderhalten zu können – aber nach dem Lesen waren die alle schon wieder raus aus meinem Kopf.
Zur Handlung. Es ist eigentlich das selbe Spiel mit Erebos wie in den vorherigen Bänden. Es gibt Missionen und Aufträge, die im echten Leben erfüllt werden müssen, die von Objekten finden über Autoreifen aufstechen bis zu Körperverletzung sehr vielfältig sind und die Gefahren des Spiels verdeutlichen. Für Nick steht seine Karriere auf dem Spiel, da Erebos die Kontrolle über seinen Computer und sein Mailprogramm übernommen hat. Als angehender Fotograf ist er auf Aufträge und Rezensionen angewiesen, und Erebos kann ihn dabei unterstützen, wenn er sich fügt – oder einen Shitstorm gegen ihn lostreten.
Also macht Nick mit und begibt sich wieder in das Spiel, trommelt seine Horde zusammen und löst die Rätsel. Denn ihm ist klar: es geht auch um ein Geheimnis im echten Leben. Er vermutet, das es irgendwas mit dem Verschwinden von einem Mädchen zu tun hat… aber so richtig sind ihm die Zusammenhänge nicht klar.
Im Laufe des Buches wird also gespielt und gerätselt. Es ist zwar spannend und ich mag die Spielwelt von Erebos, aber gleichzeitig habe ich wenig neues an dem Buch gefunden, was so den großen Reiz für mich ausgemacht hätte. Das große Rätsel in der echten Welt war spannend, irgendwann ist auch bei mir der Groschen gefallen und ich hatte einen Aha-Moment – das war richtig cool, und danach wollte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Aber als dann der Showdown im Real Life wirklich passiert ist… ich weiß nicht, dass war dann doch etwas abgespaced und so richtig verstanden, warum genau Erebos dafür zurückgekommen ist, habe ich bis zum Ende nicht.
Fazit: es ist ein spannendes Buch, man kanns auf jeden Fall lesen, ich bin gut unterhalten worden. Aber man sollte es wirklich nur lesen, wenn man auch die vorherigen Bände richtig gerne mochte & wenn es für einen okay ist, dass hier keine großartig neuen Sachen passieren. Den ersten Band von Erebos werde ich für immer uneingeschränkt überall empfehlen, aber bei Band 2 – und vor allem 3 – würde ich sagen: müsst ihr selber entscheiden. Von mir gibt’s 3.5 Sterne und ich hoffe irgendwie immer noch, dass es Erebos mal als Testversion zum Spielen gibt. Aber nur das Spiel an sich und nicht diese allesübergreifende gefährliche Präsenz von der Software bitte, danke.
Ich muss dem einfach 5 Sterne geben, ich war wieder so drin in der Welt 🥰 Ich lieb die Reihe so sehr und Jens Wawrczeck ist für mich nicht weniger als der tollste Hörbuch Sprecher 🥹
Ok ok! Ich habe dieses Buch nur zu Ende gelesen, um ein Review zu schreiben. Um mit dem positiven anzufangen:
+ Das Buch war eine nette Nostalgie Reise zu Erebos 1, insbesondere in die Welt von Erebos.
- Was nicht gut war: Dieses Buch macht keinen Sinn. Weder symbolisch, noch vom Plot her. Es ist so unfassbar unlogisch. Für die, die es nicht wissen: Erebos ist ein Computerspiel, was auch Aufgaben in der realen Welt stellt. Ende von Erebos 1 kommt raus, wieso Erebos entwickelt worden ist, was in Erebos 2 schon keinen Sinn macht und auch nicht erklärt wird. In 3 natürlich auch nicht. Am Ende von Erebos 3 kommt raus, dass das Spiel die ganze Zeit Hinweise bezüglich eines rechtsextremen Anschlags in London gegeben hat, der stattfinden soll. WIESO sollte ein Spiel mit einem Entwickler, der seit Erebos 1 nicht mehr erwähnt wird, Hinweise auf einen Anschlag geben? Woher weiß der Entwickler, der nicht mehr erwähnt wird überhaupt davon? Ja, wird nicht erklärt. Dazu hängt das Spiel irgendwie auch mit dem Verschwinden einer Schülerin zusammen, die von Zuhause weggelaufen ist, was auch keinen Sinn macht? Es wirkt alles absolut random und die Ereignisse im Spiel selbst wirken stark erzwungen, so finden zB Kämpfe statt, die auch keinen Sinn machen, während in Erebos 1 alles sinnhaft zusammengefügt war. Die Ereignisse im Spiel hatten direkt mit Ereignissen in der realen Welt zutun und es wurde begründet, wieso das so ist. In Erebos 3 wirkt es so als hätte die Autorin einfach gewürfelt, was als Nächstes passiert.
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Teil 1 war Kult, Teil 2 hat das Konzept von dem Spiel was sich selbstständig macht sehr gelungen auf Smartphones übertragen und war auch lesenswert
Und jetzt? Ich hab nach ca.1/3 des Buchs abgebrochen weil einfach nichts Spannendes oder Interessantes passiert. In der heutigen Zeit hätte ich mit mehr Referenzen zu KI oder anderen kreativen Ideen gerechnet, stattdessen war das gruseligste was passiert ist, dass das Spiel per Smartphone die Kaffeemaschine steuert 😭
Generell merkt man der Autorin beim Lesen an dass sie nicht ganz so technikaffin und auf dem neuesten Stand ist, wie sie es sein müsste um so ein Buch gut zu schreiben
Die farblosen und langweiligen Charaktere können die bis zu diesem Punkt sehr vorhersehbare Story leider auch nicht retten
Fazit: Keine Empfehlung, auch nicht für Fans des ersten Teils
Ich fand das Buch gut und mir hat Erebos 3 besser gefallen als das zweite Buch. Es war spannend und ich bin nicht auf die Lösung gekommen. Doch die Auflösung, warum es das Spiel wieder gab, fand ich ein bisschen unvollständig und abgekürzt. Ich habe es irgendwie nicht ganz verstanden, aber es hat mich, vor allem am Ende, mitgerissen.
Als begeisterter Fan der Erebos Welt konnte ich dem dritten Teil nicht widerstehen. Zwar ist die Prämisse nicht wirklich neu und Erebos verfolgt wieder ein großes Ziel, für das es auch Nick als Sarius in seine Fänge zieht. Auch wenn ich persönlich keinen weiteren Teil gebraucht hätte, hatte ich großen Spaß beim Lesen und habe das Buch in einem Rutsch verschlungen.
Nick und ich waren ähnlich überrascht, dass Erebos wieder zurück ist. Doch ebenso wie Nick hat mich Erebos auch direkt wieder in den Bann gezogen.
Bei Nick installiert sich das Spiel unerwartet auf seinem Computer, doch diesmal hat das Spiel einige Änderungen parat. Es gibt diesmal 5 Horden bestehend aus 11 Spielern, die in einem Wettbewerb gegeneinander antreten müssen. Nick fungiert als Anführer der "Galgenvögel". Ihm ist schnell klar, dass es wieder auf ein grausiges Ende hinläuft, auch wenn er die Hinweise noch nicht deuten kann. Doch gemeinsam mit Victor findet er schließlich heraus, dass es sich um einen Angriff auf das Wembley Stadion handelt. Die verschwundene Riley Bloom hatte dem Spiel die Hinweise geliefert, auf denen dieses Mal das Spielkonzept basierte.
Das Spiel agiert diesmal viel weniger brutal. Ob das nun daran liegt, dass es tatsächlich nicht selbst der "Gegner" ist, sondern die Horde "Schädelspalter", oder daran, dass Nick das Spiel besser kennt und nach seinen Regeln spielt, bleibt offen. Nick selbst erhält jedenfalls weniger Aufträge, Belohnungen und auch Strafen als in vorherigen Teilen.
Die Beschreibungen des Spiels sind immer noch spannend und fesselnd. Vor allem der Wechsel der Erzählzeit von Präteritum in der realen Welt und Präsens in der Spielwelt lassen die Ereignisse in Erebos so viel realistischer wirken. Die Neuerungen tun ihr Übriges, um den Leser an das Buch zu fesseln.
Mir hat besonders gut gefallen, dass Nick zwar biele Hinweise sieht und erhält, diese aber nicht deuten kann. Er agiert nicht als allwissender Hauptcharakter. Erst im Nachhinein lassen sich ein paar der Hinweise mit Hilfe anderer Charaktere aufklären. So bleiben die Fragen für den Leser nicht unbeantwortet, geben Nick aber auch nicht eine übermächtige Position im Buch.
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Auch beim dritten Mal hat mich Erebos in seinen Bann gesogen. Spannend bis zur letzten Seite, ich liebe die Switches zwischen Realität und Spiel. Von mir aus könnte es noch jede Menge weitere Erebos-Teile geben. Auch, wenn Nick Dunmore dann mit 80 noch aus dem Schlaf gerissen wird. 😅
Erebos ist wieder zurück. Und diesmal scheint es, als ob die Spieler sich in der Realität finden müssen...
Leider (OMG, ich kann es wirklich einfach nicht fassen) fand ich Band 3 nicht. So toll, wie ich es erwartet hatte. Ich hatte mich auf verstörende neue Features gefreut, dachte mir, irgendwas Großes muss neu sein. So wie der Übergang von 1 zu 2, als Erebos das Smartphone mit allen Features für sich entdeckt hatte. Aber. Leider nein.
Es ist halt ein Poznanski Buch und damit per se eine gute Investition, aber. Ich hatte mir mehr erhofft. 😫😫😫
Erebos 3 ist der 3. und bisher letzte Band der Erebos-Reihe, daher besteht beim Weiterlesen Spoilergefahr!
Grundidee: Mit Erebos 3 kehrt Ursula Poznanski zurück in die düstere Welt eines Spiels, das Realität und Virtualität untrennbar miteinander verknüpft. Die Autorin greift aktuelle Themen wie künstliche Intelligenz, Datenüberwachung und digitale Manipulation auf und verwandelt sie in einen packenden Jugendthriller, der den Nerv der Zeit trifft.
Charaktere: Nick, der bereits im ersten Band gegen Erebos kämpfte, lebt inzwischen als Erwachsener ein ruhiges Leben, bis das Spiel erneut auftaucht und seine Vergangenheit ihn einholt. Die weiteren Charaktere setzen sich hauptsächlich aus neuen Gesichtern zusammen. Eine größere Rolle spielt diesmal Victor, den man bereits aus den Vorgängerteilen kennt.
Handlungsschauplatz: Der Roman spielt erneut im London der Gegenwart und in der Welt von Erebos.
Handlung: Erebos taucht erneut auf, intelligenter, raffinierter und gefährlicher. Es nutzt künstliche Intelligenz, um Menschen zu analysieren, zu beeinflussen und gegeneinander auszuspielen. Die Aufgaben, die Erebos stellt, greifen tief ins Leben der Spieler ein und zeigen, wie leicht Menschen durch digitale Systeme steuerbar sind. Nick muss diesmal ein großes Unglück in Form eines Anschlags verhindern.
Erebos 3 schließt die Reihe eindrucksvoll ab und spiegelt die aktuellen Ängste einer digitalisierten Gesellschaft. Ursula Poznanski gelingt es, Spannung mit Nachdenklichkeit zu verbinden. Das Spiel steht sinnbildlich für künstliche Intelligenz und Datenmacht, die die menschliche Freiheit bedrohen. Der Roman warnt eindringlich davor, wie verführerisch digitale Kontrolle wirken kann und wie wichtig Selbstbestimmung bleibt. Ein fesselnder, klug konstruierter Jugendthriller, der nicht nur unterhält, sondern auch aufrüttelt.
Ursula Poznanski beweist einmal mehr, dass sie gesellschaftspolitische Brisanz mit packender Erzählkunst vereinen kann. Nach Themen wie Klimawandel, künstlicher Intelligenz, Drohnentechnologie und medizinischer Ethik widmet sie sich in Erebos 3 einem Setting, das leider in den letzten Jahren zunehmend an Relevanz gewonnen hat.
Wie schon in den Vorgängern wird die Grenze zwischen Spiel und Realität auf beunruhigende Weise verwischt. Doch diesmal ist die Bedrohung nicht nur digital, sondern auch ideologisch. Poznanski gelingt es, aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen subtil in die Handlung einzubetten, ohne belehrend zu wirken. Stattdessen entfaltet sich ein Thriller, der zum Nachdenken anregt und gleichzeitig fesselt.
Die Geschichte ist von Anfang bis Ende durchdacht, mit überraschenden Wendungen und einem Spannungsbogen, der nie abreißt. Die Figuren agieren glaubwürdig, und die moralischen Fragen, die sich stellen, sind ebenso relevant wie verstörend. Poznanski schafft es, komplexe Themen in eine jugendgerechte, aber keineswegs oberflächliche Form zu bringen.
Erebos 3 ist nicht nur ein gelungener Abschluss der Trilogie, sondern auch ein literarischer Kommentar zu einer Welt, in der digitale Manipulation und ideologische Radikalisierung immer näher rücken. Wer spannende Unterhaltung mit Tiefgang sucht, wird hier fündig.
Wie fast immer bei Poznanski konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Insbesondere Erebos als Spieleuniversum begeisterte mich aufs Neue - atmosphärisch, in den Bann ziehend. Auch tolle Charakterzeichnungen teilweise, wobei Nick dieses Mal etwas anstrengend und unsympathisch ist und sich nicht immer so nachvollziehbar verhält.
In der ersten Hälfte des Buches werden sehr viele Rätsel und Fragen aufgeworfen rund um die Frage was diesmal die Story hinter Erebos ist. Die Erwartungshaltung an eine richtig nice Story schiesst in die Höhe.
Leider: im Rückblick wirkt die Geschichte etwas bemüht - Rätselauflösungen sind häufig entweder etwas plump oder viel zu weit hergeholt. Auch hat es insgesamt prekäre Schwachstellen, was die Logik des Ganzen betrifft - mir hat sich zumindest vieles nicht eingeleuchtet. Da hätte es etwas mehr Erklärung der Hintergründe gebraucht.
Die KI (Bote, wir lieben dich trotzdem) ist einerseits übermächtig und zu overpowered. Andererseits verhält sie sich auch menschlich und bringt ihre eigene Moral rein, was ein, denke ich, falsches Bild von künstlicher Intelligenz zeichnet.
Ich hatte durchaus Spaß mit diesem Buch und es hatte auch eine gewisse Sogkraft auf mich. Jedoch muss ich sagen das es mir zu wenig in der Welt von Erebos selber gespielt hat, was für mich auch die spannendsten Stellen waren und jedes Mal wenn es wieder in die Welt selber ging flachte es für mich ab - was dann eben recht oft vorkam. Und dann war zwischendurch das Rätseln ins blaue mir alles zu vage und nichtssagend und die Auflösung fand ich dann...naja. 08/15, leider. Schade, hätte mir mehr erhofft.