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Ja, nein, vielleicht

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Zum ersten Mal seit vielen Jahren fühlt sie sich wieder Die Kinder sind ausgezogen, in ihrem Dasein zwischen Großstadt und Landleben breitet sich Ruhe aus. Doch dann wird ihre Wohnung von ihrer Schwester besetzt, es droht ihr ein Zahn auszufallen und sie wird mit der eigenen Endlichkeit konfrontiert. Während sich das eher marginale gesundheitliche Dilemma zu einer kleinen existenziellen Krise auswächst, trifft sie im Supermarkt einen Mann von früher Friedrich. Eine Begegnung, die sie vor eine Frage stellt, mit der sie sich eigentlich nicht mehr beschäftigen Ist sie bereit für eine weitere Liebesbeziehung? Oder besser Ist sie bereit, ihr gutes Leben zu teilen, ihre innere Zufriedenheit zu riskieren, schon wieder? Ein moderner Roman über das Leben als Frau, der das ewige Primat der romantischen Liebe infrage stellt – unverbittert, witzig, lebensklug

241 pages, Kindle Edition

First published July 22, 2025

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About the author

Doris Knecht

25 books54 followers
Doris Knecht war stellvertretende Chefredakteurin des Wiener Stadtmagazins «Falter» und Kolumnistin des Schweizer «Tages-Anzeiger». Für den «Kurier» schreibt sie die tägliche Kolumne «Knecht», für den «Falter» wöchentlich eine Familienkolumne, in der Wiener «rhiz-bar» legt sie regelmäßig als Djane auf. «Gruber geht» (2011), ihr erster Roman, wurde ein Überraschungserfolg und stand auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis. Doris Knecht lebt mit ihrer Familie in Wien und im Waldviertel.

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Community Reviews

5 stars
192 (27%)
4 stars
279 (39%)
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187 (26%)
2 stars
42 (5%)
1 star
10 (1%)
Displaying 1 - 30 of 90 reviews
Profile Image for hand.verlesen.
255 reviews48 followers
August 2, 2025
4,5 Sterne

Die namenlose Ich-Erzählerin ist in ihren 50ern und führt ein gutes, erfülltes Leben zwischen ihrer Stadtwohnung in Wien und einem kleinen Haus auf dem Land. Ihre Zwillinge sind ausgezogen, sie hat einen guten Freundeskreis und arbeitet als Autorin. Dann trifft sie ihren alten Bekannten Friedrich zufällig im Supermarkt. Soll sie ihre Zufriedenheit wirklich riskieren und sich nochmal auf einen Mann einlassen?

Dieses Buch war so eine Wohltat. Wie ein langes, gutes Gespräch mit einer Freundin, ehrlich, tröstlich und witzig. Die Erzählerin lässt uns tief in ihre Gedankenwelt eintauchen. Sie denkt über ihr Leben nach, erinnert sich an vergangene Beziehungen, plant die Hochzeit ihrer Freundin, sucht stundenlang im Internet nach passenden Socken, macht sich Sorgen um ihre Schwester. Sie resümiert über ihr ungesundes Beuteschema und toxische Ex-Partner, baut nebenbei Luftschlösser mit einem Mann, dem sie nach langen Jahren nur kurz im Supermarkt begegnet ist und schämt sich dafür. Sie beleuchtet das Dating– und Beziehungsverhalten vieler Frauen präzise: Wie man sich oft in Beziehungen anpasst oder gar verliert, wie man sich ständig mit den Augen der Datingperson sieht, wie man ständig an eine mögliche Zukunft denkt und dabei 500 Schritte zu weit voran prescht. Genauso treffend schreibt Doris Knecht über das Älter- und damit einhergehende Unsichtbarwerden, Freundschaften und Alleinerziehende. Das alles ist überhaupt nicht selbstmitleidig, sondern reflektiert und witzig.

„Ja, nein, vielleicht“ kommt ohne große Dramen aus, aber zeigt die kleinen, alltäglichen Sorgen, die uns beschäftigen. Ich fand das sehr überzeugend und habe gerne Zeit in dieser Welt und mit dieser Frau verbracht. Große Empfehlung.
Profile Image for Zeilenbrecherin.
231 reviews16 followers
February 10, 2026
Hat mir schon recht gut gefallen. Rezension folgt hoffentlich, habe gerade ziemliche Sehstörungen.
Profile Image for lotti.
33 reviews5 followers
July 12, 2025
Das hat mich doll gerührt. Wie schön alleine sein sein kann und dass man meistens eigentlich gar nicht alleine ist. Toll!
Profile Image for Mona.
50 reviews2 followers
December 13, 2025
Eine absolute Wohlfühlgeschichte und ein Mutmachbuch für alle Singles, die sich alt, unsichtbar und unzulänglich fühlen. Lest dieses lebensbejahende, lustige Buch! 🌺🌻🌸🌼🌷
Profile Image for Manuel.
74 reviews11 followers
July 26, 2025
Definitiv ja!
„Leider ist es nicht so, dass das Leben sich wie eine Geschichte in vier Handlungsstränge einteilen lässt, die kopierte Wohnung, der ausfallende Zahn, die Hochzeit der besten Freundin, die Begegnung mit dem alten Lover.“ (S. 119)
Doris Knecht schafft es für mich wieder einmal diese Handlungsstränge wunderbar ineinander zu verweben. Das Buch schließt inhaltlich an „Eine unvollständige Liste aller Dinge, die ich vergessen habe“ und war für mich wieder ein Jahreshighlight.
Wie schön sie über Freund*innenschaft, romantische Beziehungen und Familie schreibt, hat mich total abgeholt und bei der Spannung gegen Ende des Romans konnte ich das Buch die letzten 40 Seiten nicht mehr weglegen. Auch Themen wie die eigene Emanzipation und die Unterschiede von Stadt und Landleben kommen hier nicht zu kurz.
Vor allem weil man nicht weiß, was autobiografisch und was Fiktion ist, ließ mich während der Lektüre grübeln und gelingt der Autorin wieder 1A.
Profile Image for Marie.
218 reviews16 followers
October 14, 2025
Rezension Ja, Nein, Vielleicht

„[…] und als ich wieder heimging, wurde mir, ich weiß nicht mehr, warum, plötzlich klar, in diesem Leben werde ich nicht mehr in einer Band Gitarre spielen. Diesen Abschnitt meines Lebens, in dem eine solche Möglichkeit umsetzbar erschien, habe ich hinter mir. “
Doris Knechts namenlose Protagonistin hat zu Romanbeginn so einiges hinter sich: Die Ehe - gescheitert. Die Kinder – erwachsen und ausgezogen. Der Zahn – von Paradentitis geplagt, muss raus. Doch als moderne, alleinstehende Frau jenseits der 40 möchte sich das Leben noch nicht aufgeben. Sie besucht Freunde, alte Liebschaften kehren zurück und die Hochzeit der besten Freundin will organisiert werden. Dabei zählt die eigene Unabhängigkeit am meisten. Ihre Ungebundenheit möchte die Frau auf keinen Fall aufgeben, auch wenn sie manchmal auf die Hilfe der Nachbarn angewiesen ist.

„Ja, Nein, Vielleicht“ ist ein Roman, der einen modernen, alternativen Lebensentwurf für Frauen bereithält. Warum braucht es denn einen Mann, um glücklich zu leben und glücklich alt zu werden, fragt die Erzählung in nahezu jedem Kapitel. Manchmal heißt es aber auch: Und wenn doch? Was könnte ein Mann Bereicherndes hinzufügen? Dennoch zieht sich die Betonung der eigenen Ungebundenheit durch den Text. Zu oft schon wurde die Hauptfigur von Männern enttäuscht.

Eigentlich wollte ich Doris Knechts neuen Roman wirklich gerne mögen. Denn die anderen Bücher der Autorin, allen voran „Die Nachricht“, haben mir gefallen, waren inspirierend und haben die Wahrnehmung von Frauen in das richtige literarische Licht gerückt. Doch irgendwie wollte es mit dem neuen Buch nicht so ganz klappen. Dabei sind werde der Schreibstil, noch die Einfälle der Autorin schlecht. Ganz im Gegenteil: Knecht spielt mit den Leser*innen. Ihre Protagonistin, selbst Schriftstellerin, lässt Knecht Begegnungen aus dem Alltag im fiktiven Roman verarbeiten. Diese zweite Ebene des Fiktionalen verwebt sich geradezu eigenständig mit der eigentlichen Geschichte. Bald weiß man beim Lesen nicht mehr, welche Handlung erdacht ist und welche zumindest in der Welt der Autorin tatsächlich passiert.

Das macht „Ja, Nein, Vielleicht“ auf der einen Seite interessant. Auf der anderen Seite baut Knecht dadurch aber auch eine große Distanz zwischen Erzählstimme (die Protagonistin) und Leser*innen auf. Beim Lesen habe ich mich eher wie ein Zaungast gefühlt, der über die Gartenmauer einen Blick in das Sommerhaus der Hauptfigur wirft. Richtig nah kam mir die Figur nicht – und dass, obwohl sie zahlreiche Probleme hat, die sie sympathisch erscheinen lassen könnten. Leider wird die Handlung so ziemlich beliebig bis gleichgültig. Ich konnte nicht richtig in den Sog der Erzählung einsteigen und so blieb mir die Geschichte am Ende recht gleichgültig.
Profile Image for Rosa.
719 reviews44 followers
August 8, 2025
3.5*

Es war wahnsinnig viel in der Geschichte das mich angesprochen hat, aber trotzdem fand ich, dass sie sich teilweise irrsinnig gezogen hat. Der letzte Teil hat mir wirklich gut gefallen, der Rest war eher so “naja” für mich. Trotzdem nett zu lesen, aber wird mir nicht in Erinnerung bleiben.
Profile Image for Uta Vogt.
120 reviews4 followers
June 2, 2026
Wißt Ihr, was ich bei der Lektüre von Doris Knechts Roman „Ja, nein, vielleicht“ STÄNDIG laut ausrufen wollte?
ENDLICH!!
Endlich ein Roman mit einer starken Protagonistin Ü50!
Endlich ein Roman, in dem Freundinnenschaften und soziale Netze richtig gefeiert werden!
Endlich ein Roman (Achtung, Spoiler!), in dem die Liebesgeschichte am Ende nicht gut ausgehen muss: weil keine Frau ohne Mann an ihrer Seite unvollständig ist.
Doris Knecht schreibt meisterhaft über das Innenleben einer Frau, die ihre Ehe gerne hinter sich gelassen hat, deren Kinder erwachsen sind und die das Alleinsein feiert: wenn im Notfall jemand da ist.
Es geht um die ersten irreparablen Schäden an alternden Körper und was das mit uns macht und es geht darum, ob frau nach vielen Jahren des Alleinseins überhaupt wieder einen Mann in ihr Leben lassen möchte - und zu welchem Preis das der Fall wäre.
Und wenn Ihr jetzt denkt, was für ein deprimierender Roman: keineswegs!
In „Ja, nein, vielleicht“ wird das Leben von Menschen über 55 absolut und zu Recht gefeiert und ich habe dieses Buch sooo gerne gelesen: mehr davon!
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Judith.
155 reviews2 followers
April 30, 2026
*2,5

Mich hat das Buch leider gar nicht abgeholt. Die Protagonistin ging mir immer mehr auf die Nerven. Das Ende fand ich dann ein bisschen besser als den Rest aber alles in allem macht mir dieses Buch leider nur Zahnschmerzen.
Profile Image for Vanessa Igor.
8 reviews1 follower
May 1, 2026
Schreibstil und Charaktere fand ich durchgehend echt, nahbar und interessant. Unaufgeregt, schöne Beobachtungen, selbstbewusst, interessant, kurzweilig, humorvoll, motivierend und unterhaltend.
Profile Image for Sarah.
195 reviews15 followers
May 20, 2025
"Am nächsten Morgen wache ich auf und finde mich plötzlich wieder an diesem inneren Ort, an den ich nie wieder hinwollte: an dem Ort, wo ich die Nachricht eines Mannes erhoffe. Ich kenne diesen Ort gut. Es ist ein Ort, dessen Landschaft sich von heute auf morgen von einem blühenden Hügel mit idyllischem Ausblick in ein kaltes, schlammiges Tal verwandeln kann, dort geht die Sonne mit einem Anruf auf und mit einer nicht beantworteten Nachricht unter, dort verknüpfen sich mein Wohlbefinden, mein Aussehen, mein Selbstwert untrennbar mit dem Blick eines Menschen auf mich, der nicht ich bin, dort fange ich an, mich den möglichen Erwartungen eines Mannes entgegenzubiegen. Ich weiß nicht, ob ich bereit bin, die Tür zu diesem Ort wieder aufzumachen, ich war dort schon zu oft, ich weiß nicht, ob ich da nochmal hinwill, Friedrich, ich weiß nicht."

„Es ist gestört, was diese Trigger auslöst, und es ärgert mich, weil der Trigger so oft in keinem Verhältnis zu der Bedeutung der Person steht, an die der Trigger geknüpft ist. Es gibt zum Beispiel eine völlig unwichtige Person, an die man jedes Mal denken muss, wenn man das Bad putzt."

"Und das Leben ist eben kein Kammerspiel mit zwei oder drei interessanten Figuren. Es kommen auch welche vor, die sind nervig oder semispannend oder einfach nicht so wichtig, so ist das Leben halt."

"Jemand hat mich mal gefragt, woher mein pessimistisches Männerbild käme. Na ja, hm, wie soll ich sagen, das kommt vom Leben als Frau. Das Leben als Frau hat mich gelehrt, Männern zu misstrauen, auch Männern, die ich zu kennen glaubte."

"Weil ich einfach nicht begreifen will, dass die Hochzeit die Königin unter den Feierlichkeiten ist und dass der Liebe, die da zelebriert wird, alles andere unterzuordnen ist."

"Ich dachte, dass ich gern mit ihm in ein gutes Brillengeschäft gehen würde, mit ihm eine Brille aussuchen, die ihm besser steht, vielleicht eine mit einem Metallrand oder eine graubraune Hornbrille. Oder sogar schwarz. Ich wüsste, was ihm steht."

"[…] denn wenn ich meine Dinge in Ordnung habe, ist auch mein Leben in Ordnung und meine Gefühle, die sich vollkommen durcheinander und verletzt anfühlten […]"

„Kürzlich las ich in der New York Times einen Satz. »Women deserve rage.« Ich habe mir meine Wut auch verdient."

"Wieder mal an einer Männerhand durch die Menge zu driften, nicht allein, wie sonst immer. Mal zu zweit sein, statt einzeln. Es gefiel mir, dass die Leute um uns herum uns für ein Paar hielten. Dass ich mal die Hälfte von etwas war, mit einer anderen Hälfte, die von meiner Hälfte ablenken konnte, von der Einzelnen, die ich normalerweise repräsentierte. Man wird weniger gejudged, wenn man zu einem Mann gehört, das merkte ich unmittelbar nach der Trennung, und es klebt einem kein L mehr auf Stirn: Loner, Loser, Lesbe, Luder. Man ist sozusagen approved und somit auch für andere Männer vorstellbar. Das Leben ist vielerlei Hinsicht einfacher, leichter, wenn es einen Mann gibt, auch wenn er nur im Hintergrund vorhanden ist, als Name, als Schutzschild. Man weiß das erst, wenn man sich von diesem Hintergrund löst."
Profile Image for Sini.
83 reviews4 followers
October 21, 2025
Zwischen Alltag und Selbstbestimmung

Für mich war »Ja, nein, vielleicht« das erste Buch der Autorin. Im Nachhinein habe ich erfahren, dass es quasi der dritte Roman einer Art Reihe ist, jedoch muss man diese nicht unbedingt vorher gelesen haben.

Die namenlose Ich-Erzählerin befindet sich in einer Phase zwischen Umbruch und Selbstfindung. Sie ist in ihren 50ern, ihre Kinder sind ausgezogen und mit ihrem Job als Autorin schafft sie es, sowohl eine Stadtwohnung in Wien als auch ein kleines Haus auf dem Land zu unterhalten.
Trotz ihres eigentlich erfüllten Lebens nagen Zweifel an ihr und als sie eines Tages einen alten Bekannten im Supermarkt trifft, löst diese Begegnung einiges in ihr aus. Soll sie sich noch einmal auf einen Mann einlassen oder ist alles so gut, wie es ist?

Die Autorin hat mit »Ja, nein, vielleicht« eines dieser Bücher geschaffen, welches von seinen eindringlichen Zwischentönen lebt. Es ist eine Geschichte über Freundschaft, Familie, Zusammenhalt und Selbstfindung, die sich mit den kleinen und größeren Sorgen des alltäglichen Lebens beschäftigt.
Die Handlung kommt ohne große Dramen daher, ist zum größten Teil unaufgeregt und leise und dennoch voller Tiefe und Bedeutung.
Knechts Schreibstil ist klar und präzise, einzig die vielen Anglizismen (gerade im ersten Drittel des Buches) fand ich unpassend und etwas irritierend.
Die Figuren wirken mit ihren Stärken und kleinen Marotten absolut authentisch und zutiefst menschlich.

Es ist eines dieser Bücher, das sich anfühlt wie ein Gespräch mit einer guten Freundin. Eine berührende Geschichte, die sicher noch lange nachhallen wird. Große Empfehlung von mir!
Profile Image for Bookish Pengu.
470 reviews174 followers
October 24, 2025
Mit meinem ersten Buch von Doris Knecht habe ich mich sehr schwer getan. Ich habe lange gebraucht um in diesem kurzen Buch anzukommen, war zeitweise sogar bewegt, es abzubrechen.

Die Geschichte beginnt sehr langsam, führt, gefühlt, nirgendwohin, die namenlose Protagonistin wiederholt sich ständig und macht aus kleinen Problemen ein riesen Ding. Zusätzlich fängt sie dann übel stark das herumphilosophieren an über die irrelevantesten Dinge. Das empfand ich zeitweise als so anstrengend und nicht nachvollziehbar, dass ich erstmal eine ein-wöchige Pause von dem Buch einlegte.

Als ich es danach wieder aufgriff, sah ich die Dinge ganz anders. Wer weiß, woran es gelegen hat. Aber im Laufe der Geschichte konnte ich mich immer weiter in ihr einfinden und auch zeitweise mitfühlen, konnte die Aufregung über verschiedene Alltagssituationen sehr gut verstehen.
Dennoch hat die Geschichte keinen wirklichen roten Faden, der Hauptfigur passieren die ganze Zeit nur Sachen und ich hätte mir gewünscht, dass sie mehr für sich selbst einsteht. Stattdessen ist sie mir persönlich zu verkopft mit jedem Punkt aus ihrem Leben. Wilder Weise empfand ich die Geschichte dennoch als sehr flach.

Viele sozialkritische Themen werden angeschnitten, man spürt die Wut, die man als Frau mit vielen anderen teilt, aber es hat für mich nicht wirklich gereicht.

(Digitales Rezensionsexemplar erhalten)
20 reviews
Did Not Finish
June 7, 2026
Wollte was Leichtes Hübsches. Ab Seite 30, in der sieben Mal das Wort Rauchfangkehrer (oder ist das ein stilistisches Mittel?) vorkommt bin ich zum Büchernörgeli mutiert. Die Sprache und Geschichte berührt mich überhaupt nicht. Deswegen hab ich abgebrochen. Hab einfach Interessanteres im Lesestapel.
Profile Image for Susanne.
204 reviews41 followers
September 3, 2025
Sehr treffend, sehr unterhaltsam, ein perfektes Sommerbuch zum kurz den Alltag vergessen und schmunzeln und die Ich-Erzählerin zur neuen besten Freundin machen, innerlich :-)
48 reviews
September 22, 2025
Uninteressante Themen werden hier abgearbeitet. Und das Schreiben übers Schreiben ist auch nervig.
Profile Image for Victoria.
36 reviews
April 21, 2026
Mit der Ausnahme, dass ich keine alleinerziehende Mutter bin und nicht zwei Wohnsitze, einen in der Stadt und einen auf dem Land, habe, fühl ich’s so sehr!!!
Profile Image for Sabine.
795 reviews22 followers
July 18, 2025

Doris Knecht trifft bei mir immer genau den richtigen Nerv - und auch mit dieser Geschichte hat sie mich vollends überzeugt!

Im Mittelpunkt steht eine Frau um die Fünfzig, die nach dem Auszug der Kinder einen neuen Lebensabschnitt beginnt. Die neu gewonnene Freiheit und Ruhe werden jedoch jäh unterbrochen, als unerwartete Ereignisse eintreten: Ihre Schwester quartiert sich in ihrer Stadtwohnung ein, ein wackelnder Zahn wird zum Symbol für Vergänglichkeit und Alter und eine alte Jugendliebe macht sich in ihren Gedanken breit …

Ich fand es großartig! Vielleicht liegt es daran, dass ich selber im gleichen Alter wie die Protagonistin bin und ich sie unglaublich nahbar und authentisch empfand. Die Art und Weise, wie die Protagonistin ihre Gedanken schweifen lässt und sich mit alltäglichen Sorgen sowie tiefgreifenden existenziellen Fragen auseinandersetzt, hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Es ist eine Geschichte, die keine großen Dramen benötigt, um zu fesseln (auch wenn es im letzten Viertel dann doch eine Katastrophe gibt), sondern die ihre Stärke aus der präzisen Beobachtungsgabe und dem feinen Humor der Autorin zieht. Ich habe mich in vielen Aspekten wiedergefunden, besonders in den geschilderten Alltagsproblemen und den Überlegungen zur eigenen Autonomie.

Die Charaktere sind sehr gut gezeichnet. Die Ich-Erzählerin ist selber Autorin, so dass ich mich oft gefragt habe, inwieweit das Erzählte autobiografisch ist. Unabhängig davon ist sie sympathisch und lebensklug, begegnet Alltagsproblemen zwar irgendwie nörgelnd, aber auch mit einem Augenzwinkern und einer beneidenswerten Gelassenheit. Besonders begeistert hat mich, wie sich die Ich-Erzählerin in ihren Gedanken verliert – aus scheinbar alltäglichen Ereignissen entstehen tiefgehende Reflexionen über das eigene Leben – und gerade diese Gedankenströme konnte ich sehr gut nachvollziehen.
Der Schreibstil von Doris Knecht ist pfiffig, ironisch und pointiert. Der Ton wechselt nahtlos zwischen lakonischem Humor und ehrlicher Verletzlichkeit, wodurch ich das Gefühl hatte, einer klugen Freundin beim Nachdenken zuzuhören. Die Sprache ist von hoher Qualität, und die Autorin schafft es, komplexe Themen wie Selbstbestimmung, Alter und Familiendynamik leicht und zugänglich zu behandeln.

Natürlich ist das Buch kein Thriller, und trotzdem fand ich es spannend und konnte es kaum aus der Hand legen. Es herrscht ein ruhiger Grundton, dennoch ist alles lebendig und authentisch, und das Gedankenschweifen der Protagonistin hat mich oft schmunzeln lassen, aber auch zum Nachdenken angeregt. Die Metapher des Zahns als Symbol für die eigene Endlichkeit hat mir sehr gut gefallen und zieht sich als roter Faden durch die Geschichte. Ich fühlte mich der Protagonistin und ihrer inneren Welt sehr nahe und war traurig, als ich das Buch beendet hatte – das Ende ist aber ein sehr schlüssiges, und der Abschluss rund und gelungen
Profile Image for Emilia Richter.
29 reviews
September 24, 2025
Realistische Alltagsdarstellungen über das Alleinsein und dass man eigentlich gar nicht so allein ist.
Profile Image for Christiane.
65 reviews
May 9, 2026
Wir begleiten die namenlose Ich-Erzählerin durch ihren Alltag zwischen Stadt und Land, zwischen Zahnarztbesuchen und Runden mit dem Hund durch den Wald. Eine schöne Erzählung über das älter werden, Selbstbestimmung und Freundschaft. Kein Mann, erwachsene Kinder, völlige Freiheit. In manchen Momenten fühlt es sich schwer an, aber meistens nicht. Und wenn es drauf ankommt ist man nicht allein. Nicht wirklich.
Profile Image for Jule.
118 reviews
December 20, 2025
Ich kannte die Autorin vorher nicht, aber hab mich sehr wohl mit ihr gefühlt.
So ein liebes Buch.
Profile Image for Hannah.
10 reviews
February 12, 2026
decentering man vom feinsten. zwischendurch nicht ganz so fesselnd, aber ein schönes Ende und eine schöne, unaufgeregte Geschichte!
Profile Image for Isabel.
22 reviews2 followers
August 9, 2025
Ich habe mich sehr gefreut das Buch lesen zu dürfen.
Es ist eine süße Geschichte die viele wichtige Themen andeutet. Es hat mir gefallen wie mit vielen Themen umgegangen und die vielen kleinen Details eingebaut wurden. Es ist ein dünnes leichtes Buch, das man schnell und gut mal zwischen durch lesen kann. Besonders das Ende hat mir sehr gut gefallen, da ich mich aus ähnlicher Erfahrungen in die Situation einfühlen konnte. An manchen Stellen war es etwas zusammenhangslos, was irgendwo zwar zum Schreibstil passt, jedoch das Lesen etwas erschwert. Daher bin ich mir sicher dass der Schreibstil nicht für jeden was ist, aber das ist die Geschichte auch nicht. Sie vermittelt viele kleine Botschaften und das auf eine zum nachdenken anregende Art und Weise. Es gibt keinen besonderen Plott aber es wurde auch nicht in die Länge gezogen. Eine schöne und vielleicht auch wichtige Lektüre für zwischendurch!
Profile Image for Bianca Sandale.
606 reviews23 followers
July 24, 2025
Das perfekte Buch, wenn ihr über 5ü und in Eimer Midlife Crisis seid, weil ihr falten bekommt und es nicht genug Botox gibt, um die Lehrstellen in eurem Leben zu füllen.
Ihr gehört zwar der privilegierten Schicht mit 2 Wohnadressen an, aber ihr seid immer noch sexy und behrenswert....

wieder einmal völlig unnötig. lest es wenn ihr in der Arktis festsitzt. Ihr könntet Bären vorlesen und die immerhin vertreiben.
Profile Image for Caren Schmidt.
18 reviews
November 6, 2025
Eins meiner Lieblinge in diesem Jahr, das die Frage aufwirft ob man durch eine Beziehung weniger alleine ist und gleichzeitig herausfindet, dass „wenn es drauf ankommt, man auch ohne Beziehung nicht allein ist!“
Große Empfehlung🌞
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