Eine Philosophie der Konrad Paul Liessmann liefert eine lebensrettende Lektüre in schwierigen Zeiten
Wir leben in einer Zeit der Krisen. So weit, so schlecht. Aber wie zeigen sich diese Krisen? Welche Bereiche unseres Lebens, Denkens und Handelns sind davon betroffen? Und stecken in den Krisen auch tatsächlich die viel beschworenen Chancen? Eines ist Krise bedeutet kein »Weiter wie bisher«. Konrad Paul Liessmann entfaltet ein Panorama unserer krisengeschüttelten Welt und wirft einen unbestechlichen Blick auf Einrichtungen, Vorstellungen, Überzeugungen, Emotionen und Denkweisen, die nun zur Disposition stehen. Von der Krise der Freiheit bis zur Krise der Moral reichen seine Themen, beunruhigend und aufregend zugleich – denn in jeder Krise geht es zentral um eine Wird über uns entschieden, oder entscheiden wir selbst?
Eine Sammlung von Krisen und philosophischem Name-Dropping, mit Verweisen darauf, dass es alles gar nicht so schlimm ist. Wirklich? Leider beschäftigt sich der ehemalige Bildungsbürger kaum mehr mit Philosophie. Man wünscht dem Buch viele Leser, aber die Erniedrigten und Beleidigten werden das wohl kaum lesen, geschweige denn beherzigen. Es war einmal und es war einmal gut. Aber damit es besser werden kann, muss es anders werden. Bis dahin warten wir auf die Revolution. Mit Social Media wischen kommt die aber eher nicht.