Nachdem sich Ciani-Sophia Hoeder in ihren Büchern "Wut und Böse" mit weiblicher Wut und "Vom Tellerwäscher zum Tellerwäscher" mit Klassismus auseinander gesetzt hat, folgt mit "Ökorassismus: Wie Weiße unsere Welt zerstören" nun ein neuer Text über die Verflechtung zwischen ökologischer Ungerechtigkeit und Rassismus. Ich mag die Sachbücher der Autorin sehr gerne, sie sind kurz, knackig und auf den Punkt gebracht. In "Ökorassismus" verbindet sie persönliche Erfahrungen mit Studien und Texten anderer Autor*innen. Sie macht deutlich, dass es beispielsweise einen Nature Gap gibt, also Gebiete mit einer hohen Anzahl von Bewohner*innen of Color nur eingeschränkten oder keinen Zugang zur Natur haben. Auch auf die zerstörerischen Auswirkungen unseres westlichen Lebensstils auf die Menschen und den Rest der Welt sowie die Vertreibung ganzer Personengruppen von Native People, um deren Land auszubeuten, geht sie ausführlich ein. Dabei bleibt ihr Stil stets zugänglich und leicht verständlich. Ich habe insgesamt nicht viel Neues aus dem Buch mitnehmen können, trotzdem möchte ich es empfehlen, denn es bündelt Wissen und legt den Finger auf Strukturen, die Ökorassismus befeuern.