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197 pages, Kindle Edition
First published December 31, 2004
Fernes Gewittergrollen verliert sich im lauten Treiben des Menschenstroms, der die schwülen Straßen füllt. Über dem ganzen überspannten, überbürdeten Menschentum lastet die große Sonnenhitze und die Enge der Gassen, die Höhe der Häuser.
All diese Menschen sind so eingezwängt, wenn sie's auch nicht klar wissen.
Die Enge der Herzen, die Enge der Köpfe und Gesinnungen, der Höfe und Gänge, die Enge der Stuben, der ganze Brodel, in dem sie leben, alles lastet und drückt und macht sie stöhnen und stimmt sie unbewusst sehnsuchtsvoll, unbewusst unzufrieden...
- Halbtier!, S. 1
... Das Weib ist eben Weib. Wenn's net Weib genug ist, um nur Weib zu sein, soll man's totschlagen...
- Halbtier!, 9%
... >Etwas hartmäulig noch<, dachte der Schriftsteller in seiner Pferdesprache, die er mit Vorliebe bei Beurteilung von Frauen anzuwenden liebte.
Übrigens wusste er weder von Frauen noch von Pferden etwas Nennenswertes...
- Halbtier!, 27%
... Das aber wusste er nicht, dass unter den Frauen auch freie Geschöpfe leben, freier, als je ein Mann frei ist, mächtige Seelen...
- Halbtier!, 42%
... Eine Welt für Bestien, für Raubtiere, die einander würgen und die dann fragen: »Wie ist das Böse nur auf unsre gute Welt gekommen!«...
- Halbtier!, 68%