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Denial of Service

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Vollautomatisiert, supersmart … und tödlich. Aiki Miras visionärer SF-Thriller über die Zukunft unserer Städte.




In Frankfurt am Main sind dank der ersten Krypto-Milliardärin Deutschlands Polizei, Transport und Stadtverwaltung privatisiert. Ein künstliches neuronales Netzwerk unterstützt alle Institutionen und ist auch Teil der implantierten Chips, die eine intuitive Interaktion mit Gebäuden, Straßen und Transportsystemen der Stadt ermöglichen. Das KNN sorgt für ein reibungsloses Funktionieren der Infrastruktur und das größtmögliche Glück aller Bürger. Als es zu Problemen kommt und ein obdachloser Teenager stirbt, machen sich eine Coderin und ein Bot auf die Suche nach der Ursache für seinen Tod. Sie stoßen auf Ungeheuerliches, doch bevor sie irgend jemandem davon erzählen können, schaltet sich das Militär ein …

257 pages, Kindle Edition

First published January 1, 2025

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About the author

Aiki Mira

22 books17 followers

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Community Reviews

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4 (23%)
1 star
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Displaying 1 - 4 of 4 reviews
Profile Image for Mari.
27 reviews1 follower
January 4, 2026
Denial of Service ist eines dieser Bücher, das ich nicht einfach nur gelesen, sondern, dass mich begleitet hat. Still, intensiv und fordernd.

Es ist kein Sci Fi Thriller, der alle Antworten liefert oder klare moralische Urteile fällt. Stattdessen öffnet er Räume. Möglichkeitsräume, in denen Gedanken fließen dürfen, sich verheddern, neu zusammensetzen.

Was mich sehr abgeholt hat, ist Aikis Umgang mit Intimität. Nähe, geistig wie körperlich. Aiki schreibt Gefühle schnürkellos und trotzdem zart, schön. Schönheit entsteht in Aikis Büchern in Details: eine Beinprothese, spitze Schultern wie abgeschnittene Flügel, Blicke, die sich wie GIFs zwischen Menschen bewegen. Formulierungen, in denen für mich etwas stattfindet, das ich so noch nicht gedacht oder gefühlt habe und genau darin liegt für mich ihre Kraft. Diese Sprache ist an manchen Stellen ein bisschen Total-Alien-Syndrom. Entkoppelte Sprachwirklichkeit.

Ein Satz des Botmädchens hat sich besonders bei mir eingebrannt:
„Dingen Bedeutung zu verleihen, darin seid ihr gut. Euch darum zu kümmern – weniger.“

Dieser Gedanke zieht sich für mich durch das ganze Buch. Und er erinnert mich stark an Mary Shelley: nicht an das Staunen über die Schöpfung, sondern an die Verantwortung, die mit ihr einhergeht. Es geht nicht um die Großartigkeit der Erfinder:innen, sondern um die Folgen des Erfindens. Genau deshalb liebe ich Aikis Blick auf Technik, KI, Bots, Hybride und Synths. Sie sind hier keine reinen Werkzeuge, keine Monster, kein „slop“, sondern lebendiger Teil einer Welt, die Verantwortung einfordern.

Und ich mag Jov sehr, weil ich mich in ihrem Empfinden, ihrem Suchen und Zweifeln wiederfinde. In ihrer schroffen, manchmal ungeschickten Art sich auszudrücken und dem Wunsch nach Verbindung, die eine andere Ebene als reine körperliche Anziehung meint.

Überhaupt fühlen sich Aikis Bücher für mich ein bisschen wie Ghibli-Filme an: Es gibt kein klares Gut und Böse. Niemand ist einfach nur böse. Weder Feldmann noch Omono noch Lele noch das Botmädchen. Selbst Entscheidungen, die falsch oder verletzend sind, entstehen aus Kontexten, Bedürfnissen, Begrenzungen. Alles ist in Bewegung. Alles ist immer im Fluss.

Die Vielzahl an Figuren: Chala, Zuzie, Tad, Per und Fatma, Omono, Sasha, Hugo, Lele, Beexone II, weben ein dichtes, lebendiges Netz. Wir bekommen so viele verschiedene Realitäten von Leben und Erleben und Überleben präsentiert, die so unterschiedlich und alle auf ihre Weise faszinierend sind.
Frankfurt selbst wird dabei zur Kreatur: aus Stahl, Glas und modularer Architektur, vollautomatisiert, KI-autonom, atmend.

Und dann ist da Chala. Ein Kid, das stirbt. Und dessen Tod nichts auslöst. Denial of Service.
Protokolle greifen nicht. Mechanismen versagen. Und genau darin beginnt etwas. Keine Explosion, kein lauter Umbruch, sondern eine leise, tiefgreifende Verschiebung. Frankfurt verändert sich. Nicht nur äußerlich, sondern in seinem Wesen.

Denial of Service ist für mich aufregend unaufgeregt. Trotz Mord, Angst, Prekarität. Trotz der geistigen Anstrengung, den einzelnen Realitäten und Gedankenströmen zu folgen. Oder vielleicht gerade deswegen. Aikis Bücher fordern mich, aber sie überfordern mich nicht. Sie laden mich ein, mitzudenken, mitzuspüren, mich treiben zu lassen. Dieses Denkanegbot ist besonders und für mich liegt die Stärke des Buches nicht in den Antworten, die gegeben werden, sondern in den Fragen die gestellt werden und auf die ich mich einlassen kann. Denn wie das Botmädchen sagt: “Es gibt kein Zurück mehr. Nur die Zukunft.”

Wie schon Proxi hat mich auch dieses Buch überrascht. Anders. Leiser. Aber nicht weniger kraftvoll.
Eine Zukunft, die unausweichlich ist (in welche Form auch immer wir die unsrige erleben werden) und die mehr sein kann als nur Verlust. Denn zurück gehen wir nicht mehr. Aber vielleicht lernen wir, besser hinzusehen. Und uns dann zu fragen: Was würde es für uns bedeuten, all diese Wesen, die mit uns leben, wahrzunehmen?
Profile Image for Nada.
245 reviews
October 17, 2025
Wie Aikis andere Bücher, ist die Geschichte für mich etwas ungreifbar. Es ist eher eine Reise, auf die man mitgenommen wird, und wenn es gerade losgehen könnte, hört das Buch auf. Trotzdem passiert sehr viel gleichzeitig, was aber nicht immer ausgeschrieben wird. Vieles muss man selbst weiterdenken.
Man begleitet ganz verschiedene Charaktere und erlebt, wie diese mit der Stadt interagieren. Eine Stadt, beherrscht von KI. Gerade mit allem, was heutzutage in Richtung künstliche Intelligenz passiert, werden tausend Fragen aufgeworfen und Gedanken angefangen. Fragen und Gedanken, die man sonst nicht hätte und die man auch selber weiter denken muss.

Dinge, die ich aus dem Buch gelernt habe:
- Es muss nicht immer die ultimativ perfekte Utopie sein. Wichtig ist, nicht zu vergessen, dass man selbst die Zukunft macht und es viele Möglichkeiten und Wege gibt.
- Städte verändern Menschen und Menschen verändern Städte. Städte können eine eigene Instanz sein.
- Es ist in Ordnung, andere Menschen nicht ganz zu verstehen. Man kann es dennoch versuchen und sich mit Respekt behandeln und unterhalten. Wichtig ist, miteinander in Beziehung zu treten.

Außerdem: Das Buch hat einen Rhythmus/einen Beat. Den hört man erst richtig, wenn man die Sätze laut vorliest ;)

Kann das Buch nur empfehlen!
Displaying 1 - 4 of 4 reviews

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