Warum uns mehr eint als In ihrem neuen, hochaktuellem Buch zur Politik der Spaltung und Polarisierung hierzulande räumt die renommierte Journalistin und Autorin Gilda Sahebi mit gängigen Mythen und Fake Facts auf. Wer heute in die deutsche Gesellschaft schaut, könnte Es ist ein Land voller Drama, Gegeneinander und Spaltung. Dass dies so sei, ist eine Erzählung, die politisch generiert und medial verstärkt wird. Gilda Sahebi entlarvt sie als Lüge, als Herrschaftsinstrument autoritärer Kräfte. Das zeigt sie an den einschlägigen Debatten um Sozialleistungen, Migration, Gendern und Wokeness, Schwangerschaftsabbruch sowie Corona. Studien zeigen immer Im eigenen Leben sind Menschen viel öfter zufrieden; sie helfen und unterstützen einander, suchen Verbindung, nicht Hass. Wo geht die Suche nach Verbindung auf der gesellschaftlichen Ebene verloren? Und was kann man tun, um der Erzählung von Spaltung keinen Raum im eigenen Leben zu geben?
"Polarisierung ist tödlich. Differenzierung rettet Leben."
Das beste und wichtigste Buch, das ich dieses Jahr gelesen habe und eigentlich möchte ich es direkt wieder lesen, weil ich leider so wahnsinnig vergesslich bin. Ein Buch für alle, die gerade ein wenig den Glauben an die Menschheit verlieren und eine Portion Optimismus gebrauchen können. Zumindest mir hat das sehr geholfen positiver auf meine Mitmenschen zu gucken und meine eigene Polarisierung regelmäßig zu hinterfragen. Und ich liebs ja, wenn ich während eines Buches merke, wie viele Denkprozesse es gerade anstößt. Redet mal alle mehr miteinander und versucht wirklich einander zuzuhören.
Kein Mensch braucht noch ein Buch, das uns erklärt, wie schlimm alles ist – davon gibt’s schon genug in den Nachrichten. Aber ein Buch, das zeigt, wie viel besser wir eigentlich drauf sind, als uns eingeredet wird? Genau das hat Gilda Sahebi hier hingelegt. Und ganz ehrlich: Ich habe beim Lesen ständig genickt, geschmunzelt und mich gefragt, warum wir uns eigentlich so gern einreden lassen, dass Deutschland ein riesiger Streitclub ist.
Die Autorin haut die Fake Stories auseinander, die uns tagtäglich um die Ohren fliegen. Von Migration bis Gender-Debatten, von Corona bis Kriegsdiskussionen – Sahebi zeigt, wie geschickt da an der Eskalations-Schraube gedreht wird. Und zwar nicht, weil das Volk so unfassbar zickig wäre, sondern weil bestimmte Leute politisches Kapital daraus schlagen. Klingt düster, ist aber sauklug und auch noch gut lesbar verpackt.
Was mich richtig gekickt hat: Sie stellt dem ganzen Theater die Realität gegenüber. Studien und echte Beispiele, die beweisen, dass wir im Alltag gar nicht so zerstritten sind, wie es immer heißt. Im Gegenteil: Die meisten Menschen sind hilfsbereit, kooperativ und wollen einfach in Ruhe ihr Leben leben. Da steckt mehr Miteinander drin, als man denkt – und genau das vergisst man oft, wenn man sich von Talkshows berieseln lässt.
Das Buch ist kein moralischer Zeigefinger, sondern ein Reality-Check mit Humor und Biss. Es zeigt, dass Verbindung nicht nur ein esoterisches Buzzword ist, sondern tatsächlich in uns allen steckt. Und dass wir die Macht haben, uns nicht ständig in den künstlichen Kampfmodus treiben zu lassen. Nach der letzten Seite war ich gleichzeitig schlauer, entspannter und sogar ein bisschen optimistischer.
Kurz gesagt: Pflichtlektüre für alle, die keinen Bock mehr auf künstlich aufgeblasenes Drama haben – und endlich wieder sehen wollen, dass wir mehr gemeinsam haben, als uns irgendein Schlagzeilen-Kasper weismachen will.
das buch ist zusammen mit „triggerpunkte“ und „im grunde gut“ die holy trinity! hast nicht übertrieben, sarah! fand vor allem das kapitel zu empathie sehr spannend, das hätte fast bisschen länger sein können
Ich würd eig gerne 3,5 Sterne geben. Ist auf jeden Fall interessant und es sind Aspekte dabei, die man so deutlich noch nicht gelesen hat. Auch interessante Erzählungen zu einzelnen Personen. Ich fand’s aber stellenweise etwas wiederholend und zum Beispiel 3 Sätze hintereinander, die alle das gleiche beschrieben, aber nochmal anders formuliert. Das lese ich nicht so gerne, aber trotzdem empfehlenswert.
Tom-Luca, jetzt bist du endlich an der Reihe! Ich übergebe dir das Buch, wenn wir uns sehen. Ist es das erste Buch, das wir seit Goodreads Zeiten beide gelesen haben werden? Ah nein How Democraties die. Naja, dann ist es das Zweite. Gilda Sahebi so gute Frau! Sie schreibt so schön ruhig. Trotz ungemütlichen Thema wohliges Gefühl, weil sie den Text verfasst hat! Ich werde mich noch lange in zukünftigen Debatten auf das Buch beziehen, da bin ich mir sicher.
Ein sehr gutes Buch, das gleichzeitig den Glauben in einzelne Menschen verlieren und den Glauben in die Menschheit zurückerlangen lässt. Dynamiken in Politik und Gesellschaft werden deutlich und ebenso die Gefahr, die mit Polarisierung einhergeht. Good News: es ist (noch) nicht so schlimm wie es sich anfühlt - wer also das Gefühl hat, dass Deutschland stark gespalten ist und Hass auf verschiedene Gruppen und Meinungen entwickelt, sollte das Buch lesen :)
Polarisierung scheint derzeit in und ein gern genutztes Werkzeug von Politikern und Medien zu sein. Einher geht das mit Behauptungen und Polemik und oft genug auch mit Lügen und Fakes.
Gilda Sahebi ist Ärztin, Politikwissenschaftlerin und Journalistin, und ihre klugen Reels verfolge ich schon länger auf Instagram. Immer wieder gelingt es ihr, Behauptungen und Erzählungen richtig einzuordnen. Nun hat sie also ein ganzes Buch darüber geschrieben, und wie kann es anders sein, ist es ein kluges Buch, dem man viele Leser:innen wünscht.
Denn es bietet viel zum Nachdenken, erklärt, ordnet ein, stellt richtig und zeigt auf, dass vieles gar nicht so ist, wie es dargestellt wird. Doch, wie Gilda Sahebi mehrmals schreibt, schlagen leider Narrative oft Fakten, und wer einmal tief in die Erzählungen eingetaucht ist, findet oft schwer wieder heraus. Es werden Fallbeispiele benannt, und alles ist natürlich mit Quellen belegt.
Es ist tröstlich, zu erfahren, dass, wie Studien zeigen, wir gar nicht so gespalten sind, wie es dargestellt wird, dass uns mehr eint als trennt, und dass es möglich wäre, sich mehr zu verbinden statt sich spalten zu lassen. Ein bisschen Optimismus tut in dieser Zeit ganz gut, auch wenn es nicht leicht sein wird …
Gilda Sahebi hat ein kluges Buch geschrieben, das viele lesen sollten. Es zeigt auf, wie man versucht, uns zu manipulieren, verbreitet aber auch einen gewissen Optimismus. Es liegt an uns, wie wir mit dem umgehen, was man uns erzählt. Dieses Buch kann uns dabei helfen.
Gilda Sahebi beweist: Wir hassen uns nicht (ganz so sehr) Liebe Drama-Queens und Abonnenten permanenter Spaltung – bitte einmal aufmerksam werden! Falls Sie den Eindruck haben, Deutschland sei ein einziges Pulverfass, in dem die Lager nur noch via Gendern, Wokeness oder Corona-Schützengräben miteinander „kommunizieren“, dann freut Sie vielleicht die folgende Nachricht: Genau diese Untergangserzählung hält die Journalistin und Ärztin Gilda Sahebi für hochgradig überzogen. Ihre doppelte Expertise verleiht ihrer Analyse über Fakten, Wahrnehmung und gesellschaftliche Hysterie besonderes Gewicht. In „Verbinden statt spalten“ zerlegt Sahebi die mediale Alarmrhetorik und legt den Finger in die eigentliche Wunde: Wir sind gar nicht so zerstritten, wie uns manche „autoritären Kräfte“ und die Logik permanenter Skandalisierung weismachen wollen. Sie zeigt, dass das Gefühl einer tiefen, unüberbrückbaren Spaltung in Wahrheit eine politisch nützliche Erzählung ist – vergleichbar mit einer Reality-Dating-Show, in der das Drama künstlich orchestriert wird, während hinter den Kulissen längst gemeinsam Pizza gegessen wird. Ein wohltuender Chill-out-Call für alle Dauerempörten. Ein intellektuelles Schulterzucken, das uns zuflüstert: „Entspann dich – die Mehrheit ist nicht hysterisch. Du wirst es nur, wenn du zu viel Twitter liest.“ Leseempfehlung: Für alle, die endlich einen Grund brauchen, bei Debatten nicht mehr automatisch in Kampfmodus zu schalten.
Ich hab beim Lesen gedacht, es wäre vielleicht ein gutes Weihnachtsgeschenk, weil es irgendwie sehr liebevoll ist und doch klar Probleme in unserer Gesellschaft aufzeigt. Und sowohl am Anfang als auch am Ende habe ich mit dem Buch gerungen und viele Punkte finde ich wirklich streitwürdig. Vor allem auch diesen Abschnitt über die notwendige Menge an Empathie in der Gesellschaft. Aber ich mag total ihre Art zu schreiben. Oft sind da greifbare Beispiele, die ich teilweise auch schon wieder vergessen hatte. Und die werden dann mit Studien oder Zitaten von Wissenschaftler:innen verknüpft. Das funktioniert sehr gut für meinen Kopf glaub ich. Interessant fand ich insbesondere auch den Abschnitt über Corona. Da möchte ich auch nochmal vielmehr reingehen und hinterfragen und das war so ein ganz guter Einstieg glaub ich.
Ich höre auch gerne ihren Podcast und kann irgendwie ganz gut mit ihrem Blick auf politische Ereignisse.
Ein intelligentes, ein leicht geschriebenes, wichtiges Buch! Hochaktuell und erhellend. Ein Plädoyer für mehr Verständnis des uns Verbindenden und für mehr Freundlichkeit (die beim Selbst beginnen muss). Gilda Sahebi zeigt auf, wie und warum die Spaltung innerhalb von Gesellschaften durch einzelne Mächtige vorangetrieben wird. Zugleich erklärt sie damit, dass wir diesen Mächten nicht ausgeliefert sind, sondern, dass jeder Einzelne eine funktionierende, freiheitliche und demokratische Gesellschaft durch seine Haltung mit gestalten kann und muss, wenn ihm diese Werte am Herzen liegen. Ich wünschte, jeder würde dieses Buch lesen!
Absolut lesenswerte Analyse der Jetztzeit in öffentlicher, gesellschaftlicher und medialer Hinsicht. Gilda Sahebi untersucht das Phänomen der vermeintlichen tiefgreifenden Spaltung der Gesellschaft(en) und zeigt auf, was in der Realität da eigentlich dran ist (nicht viel), und was davon bewusst konstruiert (ziemlich viel). Es ist erhellend und erschreckend zugleich, diese Mechanismen aufgezeigt zu bekommen, und doch ist es gar nicht allzu überraschend. Dennoch absolut wesentlicher Beitrag zur Beschreibung unserer Gegenwart, den so Viele wie möglich lesen sollten.
ist ja richtig analysiert, irgendetwas konstruktives, das man "Antwort" auf Polarisierung nennen kann wird aber nicht ausgeführt. Im Gegenteil: wir sollen jeder einzelne uns einfach ein bisschen zusammen reißen??? Wenn das kein Neoliberalismus ist. Bin wirklich enttäuscht, hatte mich sehr gefreut