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Der Tag vor der Revolution

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Fünfundzwanzig Science-Fiction-Geschichten aus vier Jahrzehnten in der Neuübersetzung durch Karen Nölle.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts hat Ursula K. Le Guin das Genre der Science Fiction so tiefgreifend beeinflusst wie sonst kaum jemand. Sie hat ökologische und feministische Themen eingebracht und durch ihren unverwechselbaren Stil und mit ihrer unbegrenzten Imaginationskraft zahlreiche Autor*innen beeinflusst. Viele der hier neu übersetzten Geschichten waren noch nie oder sind schon seit langem nicht mehr auf Deutsch erhältlich. Der vorliegende Band ist ein einzigartiger Zugang zum Werk einer der größten amerikanischen Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts.

»Wir können Ursula K. Le Guin nicht aus dem Land der unveränderlichen Sterne zurückrufen, aber glücklicherweise hat sie uns ihr facettenreiches Werk, ihre hart erarbeitete Weisheit und ihren grundlegenden Optimismus hinterlassen. Ihre vernünftige, kluge, gewitzte und lyrische Stimme ist heute notwendiger denn je.« Margaret Atwood

773 pages, Kindle Edition

Published October 29, 2025

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About the author

Ursula K. Le Guin

1,039 books32.1k followers
Ursula K. Le Guin published twenty-two novels, eleven volumes of short stories, four collections of essays, twelve books for children, six volumes of poetry and four of translation, and has received many awards: Hugo, Nebula, National Book Award, PEN-Malamud, etc. Her recent publications include the novel Lavinia, an essay collection, Cheek by Jowl, and The Wild Girls. She lived in Portland, Oregon.

She was known for her treatment of gender (The Left Hand of Darkness, The Matter of Seggri), political systems (The Telling, The Dispossessed) and difference/otherness in any other form. Her interest in non-Western philosophies was reflected in works such as "Solitude" and The Telling but even more interesting are her imagined societies, often mixing traits extracted from her profound knowledge of anthropology acquired from growing up with her father, the famous anthropologist, Alfred Kroeber. The Hainish Cycle reflects the anthropologist's experience of immersing themselves in new strange cultures since most of their main characters and narrators (Le Guin favoured the first-person narration) are envoys from a humanitarian organization, the Ekumen, sent to investigate or ally themselves with the people of a different world and learn their ways.

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Displaying 1 - 4 of 4 reviews
Profile Image for Totarota.
114 reviews8 followers
January 2, 2026
Dieser Band enthält 25 Kurzgeschichten und Novellen mit einem Nachwort der Übersetzerin Karen Nölle. Während sich im ersten Teil noch eher klassische, teils auch kryptische und witzige Science Fiction Stories finden, zeigt der zweite Teil ganz besonders, was Le Guins Schreiben ausmacht. So lässt sie Bewohner verschiedener Welten des Hainish-Universums auf gefühlvolle Weise ihre jeweilige Lebensgeschichte in sozialen und politischen Gefügen erzählen, die sich von unseren unterscheiden und so gezielt gewohnte Denkmuster in Frage stellen. Den beiden Teilen vorangestellt sind Essays über die Sicht der Autorin auf die Themen Genre (Sci Fi als „Was wäre, wenn“-Literatur) und Gender (Le Guin ist ihrer Zeit auch in den vorliegenden Texten einfach weit voraus). „Der Tag vor der Revolution“ würde ich zwar nicht zum Einstieg in das Werk der Autorin empfehlen, als Ergänzung zu den großen Romanen ist die Sammlung jedoch sehr wertvoll.
Profile Image for Galayne.
86 reviews
May 21, 2026
Ich habe echt lange gebraucht die Sammlung zu lesen. Den ersten Teil des Buchs fand ich definitiv besser als den zweiten, wobei auch hier Geschichten dabei waren, die mich nicht überzeugen konnten.
Wieso beinhaltet/endet fast jede Geschichte des zweiten Teils mit einer Liebesbeziehung? Besonders bei "Tag der Vergebung" und "Die Befreiung der Frau" für mich nicht nachvollziehbar.
Sprachlich und konzeptuell war es gut, aber die Details? Ich weiß nicht.
Profile Image for Maximilian Birkl.
31 reviews
March 23, 2026
It's been 23 days since I finished reading this and I'm now finally gonna try and order my thoughts about this short story collection.

First of all let me start out by saying that in my mind Ursula K. Le Guin is the greatest author of all time and if I got to choose a patrong saint, it would be her.
Okay, now that I got this out of the way:

I got the feeling that I tend to rate short story collections lower than full novels. Probably because my rating is mostly based on how much I enjoyed my experience with a book and the deeper connection to characters a novel allows for just resonates with me a lot more.
You thought that would be a tangent, but I don't think it is; let's see if I can make the connection.
This is a very "brainy" read. It's not something passively experienced and enjoyed. The enjoyment comes from engaging with it and thinking about what it presents to you.
The entire planet that is just a juvenile power fantasy.
The idea of a marriage always between four people.
No revolution ever being a clean thing.
"Introducing myself" is a witty critique of the male dominated field Le Guin found herself in.
I will be honest, I'm not sure I remember all the details about the many stories from the Hainish cycle. I just know there was a lot of gender fuckery. I will say that these were my least favorite stories in this collection, though I can't really tell why. They are clever sci-fi with a lot of questioning of societal norms. I don't know. I simply preferd "Introducing myself" or "She unnames them" or "The Day Before The Revolution".
And on that last one specifically:
Leave it to Le Guin to write about an anarchist revolution at the point where it has almsot succeeded through the eyes of one of its great mothers, now an old woman reminiscing about how it all went.


And on this collection specifically:
I think the German translation is actually quite phenomenal. I've made some bad experiences with lackluster translations where there was no regard for the flow of the prose as long as the meaning was conveyed. Though I will say, this leads to some language fuckery in "Winter's King" specifcially with the definite article being gendered in German.

All in all, what can I say, it's Le Guin; she is the greatest author of all time.
Profile Image for Marco Rauch.
Author 15 books2 followers
May 20, 2026
Revolutionäre Autorin

Die Sammlung ist grob in zwei Teile aufgeteilt. „Im Labyrinth” und “Der Tag vor der Revolution”. Darin befinden sich viele kurze und längere Erzählungen, die einmal mehr zeigen, was für eine unglaubliche Autorin Ursula K. Le Guin war. Sie deckt mit ihren Geschichten Themen wie Geschlecht, dem Umgang mit Tier- und Umwelt, Kolonisierung und die Frage nach der eigenen Wahrnehmung ab. Doch das vielleicht sogar noch erstaunlichere an dieser Sammlung, abseits der Themenvielfalt, ist die Freude am Erzählen und der oft übersehene Humor von Le Guin. Geschichten wie “Schrödingers Kater” oder “Der erste Kontakt mit den Gorgoniden” sind herrlich humorvoll und ironisch.

Ganz besonders “Intrakom”, die nicht nur den Humor, sondern auch die Experimentierfreude von Le Guin aufzeigt. Aber auch ironisches Grauen, wie “Die aus Omelas fortgehen” und “Labyrinthe” sind in Der Tag vor der Revolution enthalten und zeigen, wie leicht etwas in Grauen abrutschen kann, wenn man nur mal die Perspektive und eigene Sichtweise ändert. Le Guin war eine Autorin, die nicht nur das Sci-Fi Genre ernst genommen, sondern mitgeholfen hat, es auf eine literarische Stufe zu stellen und es zu revolutionieren. Oftmals sind die Sci-Fi Elemente nur am Rande bemerkbar und subtil in die Geschichte verwoben. Sie zeigt, wie in der titelgebenden Geschichte “Der Tag vor der Revolution”, dass auch auf fremden Planeten oder in ferner Zukunft Menschen mit alltäglichen Problemen zu kämpfen haben. Sei es das eigene Älter werden, der Umgang mit dem Selbstbild oder auch wie wir (im großen und im kleinen) mit (unserem) Planeten und den anderen Bewohnern umgehen.

Der Tag vor der Revolution ist eine beeindruckende Geschichtensammlung. Nicht nur was den schieren Umfang betrifft, sondern vor allem was die inhaltliche Qualität der Erzählungen anbelangt. Die knapp 800 Seiten lesen sich mit Lichtgeschwindigkeit und sprechen für das hohe Niveau, das sie alle gemeinsam haben. Es gibt keine langweilige Geschichte. Le Guin bleibt von Anfang bis Ende spannend und interessant. Daher darf man ohne Zweifel behaupten, dass Der Tag vor der Revolution eine der stärksten Sammlungen von Erzählungen und Geschichten ist, die es derzeit gibt. Egal in welchem Genre.

Als Einstieg in das Schaffen dieser unglaublich vielseitigen Erzählerin eignet sich Der Tag vor der Revolution perfekt. Aber auch für jene, die bereits mit ihrem Werk vertraut sind, ist dieser Erzählband ein unbedingtes Muss, denn es zeigt all die Stärken von Le Guin als grandiose Autorin, die sie war. Und selbst jene, die behaupten Science Fiction lese ich nicht, sei dieses Werk ans Herz gelegt, denn wenn es jemand schafft die Qualitäten des Genres zu zeigen und den abgeneigten Leser zu überzeugen, dann ist das Ursula K. Le Guin.

Review auch hier: https://pressplay.at/2025/11/26/der-t...
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