Viele erwarten das Glück, ohne etwas dafür zu tun. Glück als Menschenrecht, vom Arzt verordnet oder vom Staat. Andere streben danach und strampeln sich ab, optimieren sich und erreichen es trotzdem nicht.
Florian Schroeder macht sich auf die Was macht Menschen glücklich und wo bilden sie sich das nur ein? Er besucht ein Life Coaching, einen Kuschelkurs, probiert Drogen und Happiness Apps aus und guckt sich das Glück derer an, für die der Schmerz das große Glück ist. Er nimmt LSD, tauscht Freundschaftsbändchen mit Swifties, tanzt mit einem 80-Jährigen im Berghain und geht mit einem Auswanderer im glücklichsten Land der Welt, in Finnland, in die Sauna.
»Entertainer der Extraklasse mit schwarzem Humor.« Der SPIEGEL
Schroeder ist direkt, ironisch, sarkastisch, aber in erster Linie neugierig auf das, was Glück sein könnte, aber oftmals auch sein muss. Für Florian Schroeder ist dieses scheinbar private Thema ein hoch politisches. Genau in dieser unvorhersehbaren Weltlage gilt es, sich die Räume des Glücks, des Eskapismus und der Weltflucht, genauer anzuschauen. Vielleicht ist Glück ja auch das, was wir erleben, wenn wir gar nicht dran denken.
Gleichzeitig zur neuen Tour 2025/26 ›Endlich glücklich‹
Mir klarer Sprache und Sarkasmus seziert Florian Schroeder den aktuellen “Glückskult“. So sieht er doch den Trend in der Gesellschaft „Gücklich sein zu müssen“ - aus seiner Sicht wurde aus dem Recht auf Glück das Gebot Glücklich zu sein, was das Glück in die Verantwortung jedes Einzelnen legt und so einer ganzen überteuerten Industrie Tür und Tor öffnet. Treffend und mit spitzer Sprache nimmt er jene Konzepte und Ideologien, die uns versprechen Glücklich zu werden auseinander: Lifecoaches, fandoms wie jener von Tailor Swift, Körperkult, politische Gesinnung, Drohen… und zeigte auf, wie diese nicht etwa glücklich machen sondern mit dem Unglück anderer Geld verdienen. Durchaus lesenswert und ganz anders als erwartet keine humoristische Abhandlung sondern eine klare Sezierung der „Glücksindustrie“ Absolut lesenswert.