Meine Meinung:
True King ist Band drei der Empty Kingdom-Reihe von L. M. Dalgleish. Auch wenn es der Abschluss der Trilogie ist, lässt sich der Band durchaus unabhängig lesen, was bedeutet, man kann einsteigen, ohne die ersten beiden Teile zwingend zu kennen. Ich wäre es trotzdem empfehlen, denn die Reihe ist unterhaltsam.
Außerdem bleibt zu spüren, dass es trotz Unabhängigkeit eine Reihe ist: Einige Andeutungen, familiäre Bezüge, Machtstrukturen – kleine Hinweise, die Fans der vorherigen Bände wahrscheinlich intensiver wahrnehmen. Für Neuleser wirken manche dieser Verknüpfungen vage.
Die Hauptfiguren dieses Romans sind Chloe Callahan, die als neue Assistentin bei der King Group anfängt, und Roman King, den CEO des Konzerns.
Chloe ist jung, ehrgeizig und will in der Business-Welt Fuß fassen. Sie nimmt die Stelle an, in der Hoffnung auf Stabilität und Karriere.
Roman dagegen ist der klassische machthungrige Boss: distanziert, streng, einschüchternd. Seine Skepsis gegenüber Chloe wirkt zunächst wie Haltung, aber schnell merkt man als Leserin, dass mehr dahintersteckt: Schutzmechanismen, Misstrauen und eine Vergangenheit, die ihn vorsichtig macht.
Was dieses Buch für mich interessant gemacht hat war die Balance zwischen Beruf, Macht und verbotener Anziehung. Der Machtunterschied zwischen Roman und Chloe erzeugt Spannung und das nicht nur körperlich, sondern vor allem emotional und psychologisch. Es geht nicht nur um sexy Momente, sondern um Respekt, Kontrolle, Karriereängste und das Konfliktfeld, das entsteht, wenn Gefühle ins Spiel kommen.
Der Roman nutzt das Setting eines Großkonzerns und die Dynamik zwischen Chef und Assistentin, schafft es aber, diese klassische „Boss/Assistant“-Konstellation mit Tiefe zu versehen: Unsicherheit, Stolz, Stolpersteine und echte Entscheidungen. Chloe kämpft dafür, ernst genommen zu werden, nicht nur als hübsche Assistenz, sondern als Frau, die ihren Platz verdient.
Roman kämpft mit Vergangenheit, Macht und Verantwortung und mit der Tatsache, dass Chloe mehr ist als nur eine Angestellte.
Was mir besonders gefallen hat: Das langsame Annähern der beiden; dieses vorsichtige Es-auf-sich zukommen-lassen, auch wenn es gefährlich scheint. Die Gefühle bauen sich auf realistische Weise auf, mit Zweifeln, Widersprüchen, Erwartungen und echten Sorgen. Für mich war das eine starke Mischung aus Erotik, Emotion und moralischen Fragen.
Mein Fazit:
„True King“ ist für mich ein spannender, intensiver Abschluss der Empty Kingdom-Reihe oder ein eigenständiger Roman mit viel Konflikt, Leidenschaft und dem typischen CEO-Romance-Setup. Chloe und Roman sind ein Paar mit Stolpersteinen, Emotionen und echtem Kampf und das macht ihre Geschichte glaubwürdig und packend.
Wenn du Lust auf eine Romance mit Karriere, Macht, intensiven Gefühlen und der Frage „Kann Liebe am Arbeitsplatz kalppen?“ hast, hier bist du richtig.