Erinnerst du dich noch… an Sommernächte, die nach Freiheit rochen? Eine Insel. Sechs Freunde. Eine vergessene Festung.
Oskar landet auf einer abgelegenen Insel mitten im Nirgendwo. Meer, Freiheit, neue Freunde – endlich fühlt sich alles leichter an. Doch dann entdecken sie den Zugang zu einer vergessenen Festung. Und unter den alten Mauern liegt etwas verborgen, das besser nie gefunden worden wäre.
Plötzlich geht es nicht mehr nur um Mutproben und Sommernächte. Denn jemand anderes sucht ebenfalls nach dem, was dort unten ruht – und die Freunde merken, dass sie längst Teil einer Geschichte sind, die größer ist als sie selbst.
Ein aufregender Abenteuerroman mit leisen Coming-of-Age-Tönen, Freundschaft, Spannung – und einer ersten Liebe, die alles intensiver macht.
In sich abgeschlossen lesbar – und als Auftakt einer Reihe konzipiert.
Oskar kommt mit seiner Mutter auf die Insel, um eine Auszeit von der traumatischen Realität zu finden. Nur wenige Wochen zuvor waren er und sein Vater in einen tödlichen Autounfall verwickelt, an dem der Junge sich die Schuld gibt, ebenso wie am Tod seines Vaters.
Doch auf der Insel ist alles anders als Zuhause. Da sind andere Jugendliche in seinem Alter, Emma, Martin und Patrick, mit denen er sich schnell anfreundet. Und da sind auch noch Ben und sein Bruder David. Und Ben hat mehr als nur ein Auge auf Oskar geworfen.
Das Abenteuer beginnt aber erst wirklich, als die Jugendlichen einen Geheimgang zur Nebeninsel finden, auf der sich die Ruine einer geheimnisvollen Festung befindet. Oskar lässt sich mit hineinziehen in das Abenteuer, über das er sonst nur liest, nicht ahnend, wie gefährlich das ganze werden kann ...
Es war erfrischend, einmal nicht über Jugendliche zu lesen, die ihre Zeit mit ihren Handys verbringen. Überhaupt scheinen diese entweder komplett aus Kenzies Welt verschwunden zu sein, oder die Insel ist eine der letzten Refugien, auf denen es keinen Service gibt. Wie auch immer, die Jugendlichen hier sind nicht versunken in ihre Bildschirme, sie leben, mehr oder weniger gut, auf der Insel und sind aktiv dort.
Oskar, der immer noch mitten in seiner Trauer steckt und sich auch noch die Schuld gibt am Tod seines Vaters, ist für mich mehr als nachziehbar. Junge, hör auf, darüber nachzudenken, sonst frisst es dich auf, ich spreche aus Erfahrung. Aber dank Ben gibt es Riesenschritte in Richtung Heilung.
Was die Liebesgeschichte im Roman aufbringt. Ich finde sie, ehrlich gesagt, nicht störend, sondern erfrischend. Sie nimmt nicht zuviel Raum ein, sondern entwickelt sich langsam zwischen beiden. Wobei schon am Anfang klar ist, dass Ben SEHR interessiert ist an dem späten Sommergast. Wie passend, dass die beiden nachts nur wenig Schlaf finden und statt dessen beginnen, sich immer wieder an Oskars Ferienhaus zu treffen, um sich ein kleines bisschen kennenzulernen. Und Ben ist auch derjenige, der den Touristen mitreisst. Er ist entschlossen, ihn in seiner eigenen Clique zu integrieren. Das ist schon beinahe süß, wie entschieden er Oskar immer wieder mitzieht und die anderen Jugendlichen bereits den Hasen riechen, während Oskar immer noch im Dunkeln tappt.
Das Abenteuer rund um die Festung ist spannend geschildert. Der erste Besuch, bei dem Oskar als erster begreift, dass der Geheimgang während der Flut unter Wasser steht und sie damit abgeschnitten werden von der Insel. Der zweite Besuch mit bereits ersten düsteren Schatten des Unglücks am Horizont. Und dann der verhängnisvolle dritte Besuch, der beinahe in einer Katastrophe endet.
Hier entpuppt sich Oskar plötzlich als Anführer, der die anderen dirigiert und lenken kann. Es ist gleich, dass er der Neue, der Festlandsjunge ist. Er kennt sich mit der Situation nicht aus, aber er handelt instinktiv richtig, während einige der Insulaner sich einfangen lassen von den finsteren Gestalten, die da plötzlich auftauchen. Und die anderen folgen ihm ohne Kommentar, im Gegenteil, sie bringen sich mit ein. Jeder mit seiner persönlichen Stärke, und das ist gut und hält die Handlung spannend.
Die Action, oh wie gern reite ich auf ihr herum, nicht wahr? Aber hier habe ich nichts zu meckern. Die Action-Szenen wirken chaotisch, aber das sollen sie auch sein. Wir reden hier über Teenager, nicht über ausgebildete Helden, die abgeklärt sind. Natürlich sind sie überfordert mit der Situation, aber immer findet sich einer, der die anderen zusammenhält. Sie wollen überleben, und das tun sie auch.
Zwei klitzekleine Punkte habe ich: die "bösen" Söldner sind mir eine Spur zu archetypisch (natürlich bis auf Magnus). Dafür, dass sie sich die ganze Zeit von Jugendlichen und ihrem verwundeten Kollegen an der Nase herumführen lassen, eine winzige Spur zu steril. Die andere betrifft die Rechtsschreibung. Meines Wissens wird die höfliche Anrede "Sie" auch in Neudeutsch noch immer groß geschrieben. Das irritierte mich beim Lesen und ich habe es selbst gegooglet. Jep, stimmt, wird immer noch groß geschrieben.
Ein Wort noch über David. Dieser wird als jemand geschildert, der psychisch zurückgeblieben ist. Nicht zu sehr, aber doch deutlich. Und hier hat der Autor mich vollkommen überzeugt. Die Darstellung des Charakters von David war hervorragend und brachte bei mir Erinnerungen an meine eigene Kindheit zurück, in der jemand wie David nur ein Haus weiter wohnte und er und ich viel Spaß mit unseren Fahrrädern hatten im Sommer (wir sind Rennen gefahren gegeneinander). Dieses Bild hatte ich immer wieder vor Augen, während ich Szenen las, in denen gerade Davids Charakter hervorgehoben wurde. Es ist nicht leicht, solche Figuren glaubhaft zu schreiben, auch wenn viele das glauben. Dennis Kenzie schafft es hervorragend, und schon allein dafür lohnt es sich, diesen Roman zu lesen.
Alles in allem bleibt ein Roman, der wirklich spannend zu lesen ist, dass man fast an den Seiten kleben bleibt, weil man wissen möchte, wie es ausgeht. Eine sehr einfühlsame Liebesgeschichte und ein actiongeladenes Abenteuer, dass ich als Jugendliche sicher ebenso verschlungen hätte wie jetzt als Erwachsene. Und dass der Autor weitere Bände in Aussicht stellt, lässt hoffen. Ich jedenfalls werde nach Band 2 Ausschau halten.
Nach einem schweren Schicksalschlag reisen Oskar und seine Mutter auf diese abgelegene Insel um zur Ruhe zu kommen . Oskar ist skeptisch was er auf dieser einsam gelegenen Insel den ganzen Tag machen soll, doch zuhause mit all den Erinnerungen und dem Mobbing durch seine Klassenkameraden ist es für ihn auch kaum aus zu halten. Hier auf der Insel soll nun eine neue Zeit anbrechen. Mit Ben und David, sowie in den weiteren Kids der Inselclique findet er erstaunlich schnell und unkompliziert neue Freunde ,die ihn sofort in ihrem Kreis aufnehmen. Die Clique .stromert über die Insel und zusammen wollen sie endlich einen Weg in das alte Festungsgebäude auf der Nachbarinsel finden. Das sie sich dadurch in eine große Gefahr begeben ahnt keiner von ihnen, denn nicht nur sie haben einen Grund die Inselfestung zu durchsuchen. Es wird für jeden der Jungen und auch für Emma ,dem einzigen Mädchen der Gruppe schwer werden und es wird ihnen alles abverlangt, doch sie finden einen Weg hinein doch werden sie die Festung heil wieder verlassen können ? Wer sind diese drei Gestalten ,die unbedingt in die Festung wollen und was suchen sie dort ?
Die Geschichte fand ich persönlich sehr toll geschrieben .Man kann die Gefühle und Probleme dieser jungen Menschen sehr gut nachvollziehen. Auf dem Weg erwachsen zu werden gibt es viele Hürden zu überwinden .Oskar muss mit dem Verlust seines Vaters klar kommen ,was nicht einfach ist ,da er sich die Schuld an dessen Tod gibt. Ben trägt schwer an der Verantwortung für seinen großen Bruder ,der seit seiner Geburt anders ist als andere Kinder. Und dann entdecken Oskar und Ben ihre Gefühle für einander ,all die Unsicherheiten ,die mit diesen aufkommenden Gefühlen füreinander verbunden sind kann man hier sehr schön erfahren. Aber auch Emma und all die anderen aus der Gruppe haben jeder sein Päckchen zu tragen . Doch hier auf der Insel wird jeder so angenommen wie er ist und jedem von ihnen gelingt es seinen Platz in der Gruppe zu finden .Hier wird einem vorgelebt wie schön und einfach es ist wenn verschiedene Menschen auf einander treffen ob mit oder ohne Behinderungen oder Probleme. Jeder wird akzeptiert wie er ist ,etwas was man in der heutigen Zeit leider nur sehr selten antrifft. Mit Ben und Oskar sind hier zwei wundervolle Charktere vorgestellt worden ,die man einfach mögen muss. Aber mein besonderer Liebling ist David, der gerade durch seine Art auffällt und die Gruppe zusammenhält , weil er ein besonderer Mensch ist . Mir hat es sehr viel Spass gemacht das Buch zu lesen und ich freue mich schon darauf zu erfahren wie es weiter geht ,denn das kann nicht das Ende sein